

Augen nur punktförmig, ihr von oben sichtbarer Durchmesser kleiner als die größte Breite des 1. Fühlergliedes. Außerordentlich kleine, zarte Art mit länglich ovalem Kopf. 1,1 mm. Nach 1 Ex. aus der Umgebung von Krakau beschrieben.
Kopf fast kreisrund, ziemlich hoch, halbkugelig gewölbt, etwas schmäler als der Halsschild, oberseits glänzend, nur fein und weitläufig punktiert. Fühler gestreckter, vorletzte Glieder nur doppelt so breit wie lang. Flügeldecken viel kürzer als der Halsschild, spärlich, lang aufgerichtet behaart. Hohe Tauern (Kapruner Tal). (=circuliceps Scheerp.)
[Abb. 3] Körper meist dunkel gefärbt. ♂: Sternit VIII (1) stark quer, mit schwach konvexem Hinterrand; Mittellappen des Aedeagus (2), (3) ca. 0,3 mm lang und von markanter Form; ventraler Fortsatz in seitlicher Ansicht kurz, gedrungen; Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII stark konvex (4); Spermatheka von charakteristischer Form (5). Norwegen, Schweden, Finland, Dänemark, Britische Inseln, Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Ukraine. (=capitalis (Muls.Rey, 1873)) (=apicalis Benick) (=exilis auct. nec Er.)
[Abb. 4] ♂: Sternit VIII (6) stark quer, Hinterrand abgeschnitten oder sehr schwach konvex; Mittellappen des Aedeagus etwa 0,25 mm lang und geformt wie (7)-(11); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII stark konvex (12); Spermatheka von charakteristischer Form (13)-(17). Norwegen, Schweden, Finland, Dänemark, Britische Inseln, Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Polen, Schweiz, Österreich, Slowakei, Tschechien, Italien, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegovina, Griechenland, Türkei, Ukraine, Südrußland, Georgien, Armenien; Nord Amerika (importiert).
[Abb. 5] Flügelpolymorphe Art. ♂: Sternit VIII (18) stark quer, Hinterrand in der Mitte stumpf vorragend; Mittellappen des Aedeagus etwa 0,23-0,24 mm lang und wie in (19)-(22) geformt; Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII konvex, in der Mitte abgestumpft oder schwach konkav (23); Spermatheka kommaförmig, sehr stämmig und kurz (24)-(28). Obwohl in den äußeren Merkmalen und in der Morphologie des Aedeagus sehr ähnlich zu exilis, ist exillima zuverlässig durch die Form des männlichen Sternits VIII und durch die viel kürzere und kräftigere Spermatheka zu unterscheiden. Südengland, Spanien, Frankreich, Deutschland. Muona (1991) hat neben dem Typusmaterial nur ein einziges Exemplar aus Norddeutschland gesehen.
[Abb. 6] Flügeldimorphe Art. ♂: Sternit VIII schwach quer, etwa so lang wie Tergit VIII, Hinterrand abgestumpft oder schwach konkav; Mittellappen des Aedeagus relativ groß, ungefähr 0,35 mm lang und geformt wie in (29)-(30); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII konvex; Spermatheka relativ lang und von markanter Form (31). Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei, Schweiz, Österreich, Ungarn, Italien, Bosnien-Herzegowina, Türkei; Nordamerika.
[Abb. 7] ♂: Hinterrand von Tergit VIII abgeschnitten (32); Sternit VIII deutlich quer, Hinterrand mit auffälligem trapezförmigem Vorsprung in der Mitte (33); Mittellappen des Aedeagus relativ klein, von kompakter Form (34)-(35); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Sternit VIII mäßig quer, Hinterrand ähnlich geformt wie beim ♂ (36); Spermatheka von charakteristischer Form (37)-(38). Spanien, Südfrankreich (einschließlich Korsika), Österreich, Italien: Sardinien.
[Abb. 8] Geflügelte und meist dunkel gefärbte Art. ♂: Sternit VIII stark quer, Hinterrand breit abgeschnitten (39); Mittellappen des Aedeagus etwa 0,25 mm lang und geformt wie in (40)-(43), mit einer apikalen inneren Struktur von markanter Form (Seitenansicht); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Tergit VIII mit deutlich konkaver Hinterkante; Sternit VIII (44) viel länger als beim ♂, Hinterrand breit und schwach konvex; Spermatheka von einfacher Form, ähnlich der von moczarskii (45)-(47). Frankreich, Österreich, Italien, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Griechenland, Türkei, Ägypten.
[Abb. 9] Blassfarbene und flügeldimorphe Art. ♂: Sternit VIII (48) stark quer, Hinterrand schwach konvex; Mittellappen des Aedeagus etwa 0,25 mm lang und geformt wie in (53)-(58); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII breit ausgebildet, in der Mitte abgestumpft oder schwach konkav (49); Spermatheka von einfacher Form, ähnlich der von parasita (50)-(51). Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Marokko, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Österreich, Slowakei, Italien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien, Griechenland, Zypern, Türkei.
[Abb. 10] ♂: Sternit VIII (76) stark quer; Hinterrand in der Mitte schwach konvex; Mittellappen des Aedeagus etwa 0,28 mm lang und geformt wie in (59); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Sternit VIII (77) etwa so lang wie breit, Hinterrand in der Mitte breit ausgebildet; Spermatheka wie in (52). Obwohl diese Form der moczarskii etwas ähnlich ist, zeichnet sich der Aedeagus durch deutliche und konstante Unterschiede in der Form und Position der Crista apicalis, der Form des Ventralfortsatzes und der Formen der inneren Strukturen aus. Diese Unterschiede sind jedoch nicht ausgeprägt und die ♂ und ♀ Sternite VIII sind sehr ähnlich. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass bei Vorliegen von Zwischenformen des Aedeagus eventuell wunderlei synonymisiert werden muss. Die Art unterscheidet sich von der ähnlichen andujari vor allem durch die unterschiedliche ventrale Seite des Aedeagus. Türkei (Istanbul, Isparta).
[Abb. 11] ♂: Sternit VIII (74) mäßig quer, Hinterrand konkav; Mittellappen des Aedeagus etwa 0,3 mm lang und geformt wie in (60)-(62); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII konvex (75); Spermatheka kurz und kommaförmig (63)-(64). Frankreich, Schweiz.
[Abb. 12] ♂: Mittellappen des Aedeagus 0,23 mm lang, ähnlich dem von filaria (65)-(66); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Sternit VIII (67) schwach quer, Hinterrand konvex; Spermatheka ähnlich der von parasita und moczarskii, jedoch mit gewundenem proximalen Anteil (68). Albanien.
Nach Scheerpeltz (1954) ist das abdominale Tergit VI vorne deutlich eingedrückt. Für Illustrationen der charakteristischen primären Sexualcharaktere siehe Pace (1983). Zentralspanien.
[Abb. 13] Färbung des Körpers einheitlich gelblich, das heißt der Bauch nicht angedunkelt; Hinterflügel komplett reduziert. ♂: Sternit VIII (69) mäßig quer, Hinterrand konvex; Mittellappen des Aedeagus (70)-(71) ca. 0,33 mm lang; ventraler Fortsatz im basalen Anteil gerade (seitliche Ansicht); Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Sternit VIII (72) undeutlich quer, Hinterrand konvex, in der Mitte konkav; Spermatheka wie in (73). Der Aedeagus ist denen von moczarskii und wunderlei etwas ähnlich, zeichnet sich jedoch durch größere Größe, einen längeren, praktisch geraden (Seitenansicht) und apikal abgeschnittenen (Ventralansicht) Ventralfortsatz aus. Die Spermatheka ist vom Typ parasita (wie die von moczarskii), zeichnet sich jedoch durch einen längeren und schlankeren distalen Teil aus. Für weitere Abbildungen siehe Assing (2007). Südspanien.
[Abb. 14] Kleine Art. Körper gelblich mit Segmenten V-VI und der vordere Teil von Segment VII mehr oder weniger deutlich angedunkelt. Augen sehr klein. Hinterflügel reduziert. Tergit VIII mit abgeschnittenem Hinterrand, ohne ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. ♂: Sternit VIII (78) stark quer, Hinterrand in der Mitte spitz zulaufend; Mittellappen des Aedeagus relativ klein, 0,20-0,22 mm lang und mit kurzem Ventralfortsatz (80)-(83); Innensack mit auffallend langem Flagellum; apikaler Paramerlappen gelblich. ♀: Sternit VIII (79) deutlich länger als Tergit VIII, Hinterrand konvex, in der Mitte undeutlich konkav; Spermatheka im Verhältnis zum Aedeagus eher dick und groß, von markanter Form (84). Tunesien, Algerien, Marokko, Südspanien.
[Abb. 16] ♂: Sternit VIII (86) mäßig quer, Hinterrand in der Mitte stumpf abgewinkelt; Mittellappen des Aedeagus (87)-(88) 0,24-0,25 mm lang, mit großer Crista apicalis; apikaler Paramerlappen gelblich. ♀: Hinterrand von Sternit VIII stark konvex, in der Mitte oft flach konkav; Spermatheka (89) klein, vom parasita-Typ, aber mit viel kräftigerem proximalen Anteil. Ausführliche Beschreibung und zusätzliche Abbildungen siehe Assing (2004b). Türkei (Kocaeli, Adana, Kahramanmaras, Osmaniye, Hatay, Gaziantep); Aserbaidschan.
[Abb. 17] Körper von dunkler Färbung. Hinterflügel vorhanden. ♂: Sternit VIII (90) mäßig quer, Hinterrand abgeschnitten; Mittellappen des Aedeagus (91)-(92) 0,27-0,31 mm lang; Ventralfortsatz sowohl in ventraler als auch in seitlicher Ansicht sehr schlank und apikal spitz; apikaler Paramerlappen schwach bis mäßig angedunkelt. ♀: Sternit VIII etwa so lang wie breit, Hinterrand breit konvex; Spermathek vom Typ parasita (93). Für weitere Abbildungen siehe Assing (2006). Der Aedeagus hat eine ähnliche allgemeine Morphologie wie der von parasita, zeichnet sich jedoch durch eine größere Größe, einen größeren Abstand zwischen der kleineren Crista apicalis und der Basis des Ventralfortsatzes, das Vorhandensein eines Einschnitts an der Basis des Ventralfortsatzes (seitliche Ansicht) und durch ein relativ kleineres Flagellum im inneren Sack aus. Griechenland (Peloponnes); Türkei (Mula, Kahramanmaras); Zypern.
[Abb. 18] ♂: Sternit VIII (94) stark quer und mit gestutztem oder schwach konkavem Hinterrand; Mittellappen des Aedeagus (95) ca. 0,25 mm lang; Ventralfortsatz stark gekrümmt und apikal gerade (Seitenansicht); Crista apicalis breit; Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: Sternit VIII mit breit konvexem Hinterrand; Spermatheka wie in (96). Für weitere Abbildungen siehe Assing (2004a). Türkei (Izmir, Aydin, Antalya, Isparta, Nigde, Mersin, Kahramanmaras, Kayseri).
[Abb. 19] ♂: Sternit VIII (97) stark quer, Hinterrand in der Mitte stumpf hervortretend; Mittellappen des Aedeagus (98)-(99) von markanter Form; Ventralfortsatz in ventraler Ansicht apikal speerförmig; Apikallappen der Parameren schwärzlich. ♀: unbekannt. Für weitere Abbildungen siehe Assing (2011). Türkei (Bolu); Ukraine.
Aufgrund der allgemeinen Form des Mittellappens des Aedeagus ist diese Art eng mit hamata verwandt. Für Illustrationen der primären Sexualcharaktere siehe Pace (1986). Pakistan.