Tribus Lebiini (und verwandte Triben)

CarabidaeHarpalinae
von Arved Lompe
Durch flache, hinten +/- abgestutzte Flügeldecken ausgezeichnet.
#1
Ildobates Espanol, 1966Augenlos, Kopf lang mit ganz flach gerundeten Schläfen [Abb. 1]. Halsschild fast doppelt so lang wie breit. Dicht behaart, gelbrot. 8 mm. Ostspanien. Tribus Zuphiini, Gattung
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Abb. 1
→ 2-Augen normal oder stark verkleinert, dann aber der Halsschild höchsten 1,5 x so lang wie breit.
#2
ZuphiiniKopf stark halsartig abgesetzt, Halsbreite etwa 1/2 bis 1/3 der Kopfbreite [Abb. 2]. 1. Fühlerglied lang, schaftartig, fast so lang wie das 2. bis 4. zusammen, behaart. Halsschild schmal herzförmig, Hinterwinkel scharf, etwas nach vorn gezogen, Seitenrand vor den Hinterecken ± konkav. Tribus
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Abb. 2
→ 3-Kopf nicht mit so schlankem Hals. 1. Fühlerglied viel kürzer. Oberseits unbehaarte Arten gehören hierher.
#3
Pseudotrechus Rosenhauer, 1856Vorderwinkel des Halsschildes spitz vorstehend. Klein, 2-2,5 mm, Flügeldecken sehr breit, fast kreisrund [Abb. 3]. 1 Art von der Iberischen Halbinsel.
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Abb. 3
→ 4-Größer oder Flügeldecken viel schlanker.
#4
Trichis Klug, 1831Letztes Glied der Hintertarsen fast doppelt so lang wie das erste. Halsschildseitenrand mit mehr als 2 Borsten. Oberseite lang abstehend behaart [Abb. 4]. Klauen der Vordertarsen innen lang kammartig gezähnt [Abb. 5], die übrigen einfach.
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Abb. 4
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Abb. 5
→ 5-Letztes Glied der Hintertarsen höchstens wenig länger als das erste. Klauen der Beinpaare nicht wesentlich verschieden.
#5
→ 22Halsschildbasis neben den Hinterwinkeln deutlich, manchmal fast winkelig ausgeschnitten; Basismitte nach hinten deutlich vorstehend.
→ 6-Halsschildbasis höchstens mit flacher Ausrandung neben den Hinterwinkeln, aber oft die Basismitte vorstehend.
#6
Demetrias Leach in Samouelle, 1819Vorletzte Glieder aller Tarsen breit 2-lappig [Abb. 6]. Schlanke, bunte Tiere mit schmalem, langem Halsschild, der etwa halb so breit wie die Flügeldecken ist [Abb. 7].
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Abb. 6
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Abb. 7
-Vorletzte Tarsenglieder nicht verbreitert. ...7
#7
→ 8Endglied der Lippentaster in der Anlage 3-eckig, beilförmig. Größere Arten über 5,5 mm.
→ 11-Endglied der Lippentaster spindelförmig. Höchstens 7 mm große Arten.
#8
Trymosternus Chaudoir, 1873Halsschild zur Basis sehr stark verengt [Abb. 8]. Fühler unter einer Erweiterung der Stirn eingelenkt.
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Abb. 8
→ 9-Fühler frei eingelenkt. Halsschild nicht auffallend stark verengt.
#9
Glycia Chaudoir, 1842Vorletztes Glied der Lippentaster viel kürzer als das letzte. Kopf und Halsschild rot, Flügeldecken blau mit roter Nahtkante [Abb. 9].
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Abb. 9
→ 10-Vorletztes Glied der Lippentaster etwa so lang wie das letzte.
#10
PlochionusTarsen oberseits kahl. Halsschild mehr quer rechteckig, Basis gerade. Fühler kurz [Abb. 10].
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Abb. 10
Cymindis Latreille, 1806-Tarsen oberseits behaart. Halsschild herzförmig, Basis konvex. Fühler lang. Flügeldecken oft behaart.
#11
Pseudomasoreus Desbrochers, 1904Außenseite der Mittelschienen im Spitzendrittel mit einer verdichteten Borstenreihe [Abb. 11]. Kinn mit Mittelzahn [Abb. 12]. Habitus [Abb. 13]. Südwesteuropa
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
-Außenseite der Mittelschienen nur behaart. ...12
#12
Microdaccus Schaum, 1864Oberlippe stark quer, vorne flach ausgeschnitten [Abb. 14], mit 4 Borsten. Mandibeln kurz und breit. Kinn ohne Mittelzahn. Schwarz oder bunt gezeichnet [Abb. 15]. Kleinasien, Griechenland.
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Abb. 14
microdaccus_teodoroi_hab.jpg
Abb. 15
→ 13-Oberlippe nicht auffallend stark quer, mit meistens 6 Borsten. Mandibeln normal.
#13
→ 14Halsschildbasis gerade oder leicht konvex, neben den Hinterwinkeln nicht ausgeschnitten. Erstes Glied der Hintertarsen so lang wie das letzte.
→ 17-Halsschildbasis in der Mitte deutlich vorstehend, neben den Hinterwinkeln etwas ausgerandet oder abgeschrägt. Erstes Glied der Hintertarsen länger als das letzte.
#14
Paradromius Fowler, 1826Entweder Kopf auffallend lang, viel länger als breit, Schläfen länger als die Augen oder Stirn zwischen den Augen mit deutlichen Längsfurchen [Abb. 16] oder die Oberseite fein behaart Habitus [Abb. 17].
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Abb. 16
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Abb. 17
→ 15-Kopf nicht auffallend lang und ohne Längsfurchen auf der Stirn oder höchstens solche neben dem Augenrand.
#15
DromiusArten über 4,7 mm. Flügeldecken mit mehreren eingestochenen Punkten am 6. Flügeldeckenstreifen. Einfarbige [Abb. 18] oder bunte Arten [Abb. 19].
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Abb. 18
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Abb. 19
→ 16-Arten unter 4,7 mm. Flügeldecken ohne eingestochene Punkte am 6. Flügeldeckenstreifen.
#16
Calodromius Reitter, 1905Der Flügeldeckenbasalrand reicht bis zum Schildchen oder mündet sogar in den Scutellarstreif [Abb. 20]. 3. Fühlerglied in der Endhälfte behaart. Habitus [Abb. 21]
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Abb. 20
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Abb. 21
Philorhizus Hope, 1838-Der Flügeldeckenbasalrand reicht höchstens bis zum inneren Drittel. Fühler erst vom 4. Glied an behaart.Habitus [Abb. 22].
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Abb. 22
#17
→ 18Kinn ohne Mittelzahn. Die Fühler vom 3. Glied an behaart.
→ 19-Kinn mit einfachem oder doppelten Mittelzahn. Die Fühler vom 2. oder 4. Glied an behaart. Flügeldecken am Ende schräg abgestutzt, der Seitenrand mehr gebogen; die Nahtwinkel übberragen die Seitenwinkel nach hinten.
#18
MicrolestesFlügeldecken mit Porenpunkten, die manchmal sehr (!) fein sein können [Abb. 23]; am Ende gerade zur Naht hin abgestutzt, oder schräg, so daß die Seitenrandwinkel die Nahtwinkel überragen [Abb. 24]. Seitenrand der Flügeldecken gerade.
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Abb. 23
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Abb. 24
Mesolestes Schatzmayr, 1943-Flügeldecken ohne Porenpunkte, am Ende quer abgestutzt; die Nahtwinkel sind auf gleicher Höhe wie die Seitenrandwinkel oder überragen sie nach hinten. Augen groß, Schläfen kurz. Habitus [Abb. 25].
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Abb. 25
#19
Metadromius Bedel, 19072. Fühlerglied so lang wie das 3.; Kiefertaster oval, kurz und dick. Halschild mit großen Hinterwinkeln. Kleiner, 2-2,5 mm.
→ 20-2. Fühlerglied kürzer als das 3.; Kiefertaster lang, zugespitzt. Halsschild schmal mit flachen Hinterwinkeln. Meist größer, 2,5-5 mm.
#20
→ 21Klauen ungezähnt. Fühler vom 2. Glied an behaart, wenn auch weniger dicht als am 3.
Syntomus-Klauen gezähnt (Vorsicht, mitunter schwer zu sehen). Fühler vom 2. oder 4. Glied an behaart. Halsschildbasis weit nach hinten vorragend. 2,5-4 mm; einfarbig dunkel oder mit hellen Flecken [Abb. 26] [Abb. 27].
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Abb. 26
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Abb. 27
#21
LionychusHalsschild nach hinten sehr stark, gerade verengt, Hinterecken nur als Zähnchen vorstehend [Abb. 28]. Oberseite glänzend, schwarz, meist mit weißen Flecken.
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Abb. 28
Apristus Chaudoir, 1846-3,5-5 mm. Halsschild mit deutlichen Hinterwinkeln, die Basis ziemlich gerade [Abb. 29]. Oberseite durch die Mikroskulptur matt.
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Abb. 29
#22
Endglied der Lippentaster spindelförmig, meist zugespitzt. ...23
→ 24-Endglied der Lippentaster +/- beilförmig.
#23
LebiaVorletztes Tarsenglied zweilappig. Flügeldecken nur spärlich behaart, ohne Randborsten an den Schultern. Halsschild kahl. Klauen kammförmig lang gezähnt. Größere, bunte [Abb. 30] oder metallisch [Abb. 31] gefärbte Arten, selten unter 4,5 mm.
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Abb. 30
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Abb. 31
Somotrichus Seidlitz, 1887-Vorletztes Tarsenglied einfach. Flügeldecken dicht behaart, mit einigen langen Randborsten an den Schultern. Auch der Halsschild deutlich behaart. Klauen nur kurz, undeutlich kammzähnig. Stets unter 4,5 mm. 1 eingeschleppte gelbbraune Art mit dunkler Mittelbinde [Abb. 32].
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Abb. 32
#24
Platytarus Fairmaire, 1850Kopf mit Längsfurchen. 7. Zwischenraum der Flügeldecken vorne gekielt [Abb. 33].
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Abb. 33
→ 25-Kopf höchstens punktiert. Auf den Flügeldecken ohne gekielte Zwischenräume.
#25
Singilis Rambur, 1837Oberseite wenigstens teilweise behaart. Westmediterran. 3,8-6 mm
Phloeozetus Peyron, 1856-Oberseite kahl [Abb. 34]. SO.Europa, Kleinasien. 5-7,5 mm
phloeozetus_turcicus_hab.jpg
Abb. 34
Cymindis Latreille, 1806-Größer: 6,5-13 mm. Siehe
Enthaltene TaxaApristusCalodromiusCymindisDemetriasDromiusGlyciaIldobatesLebiaLionychusMesolestesMetadromiusMicrodaccusMicrolestesParadromiusPhilorhizusPhloeozetusPlatytarusPlochionusPseudomasoreusPseudotrechusSingilisSomotrichus SyntomusTrichisTrymosternusZuphiini
Erstellt am: 03.02.2011 · Letzte Aktualisierung: 25.03.2024 - 19:32:43
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