Gattung Apristus Chaudoir, 1846

CarabidaeHarpalinaeLebiini
Von Arved Lompe (n. J.Mateu)
Mateu, J. (1980): Datos y comentarios sobre es genero Apristus Chaudoir (Coléoptères Lebiinae). Anals de Faculdade de Ciencias do Porto, Vol. LXII : 5-22 >>>"c:\_F\taxa\coleo\scans\Mateu1980 Apristus.tif"
Kirschenhofer, E. (1988): Neue Arten aus dem Genus Apristus Chaudoir, 1846 und Syntomus Hope, 1838 aus Israel und Turkmenien (Col. Carabidae, Lebiinae). Entomol. Blätter Bd.84, Heft 1-2:19-26 >>>"Kirschenhofer1988 Apristus.tif"
5 Arten in Europa, etwa 20 Arten weltweit.
#1
hololeucus Har. Lindberg, 1950🗺ColeowebArt von den Kanarischen Inseln. Körper flach, Flügeldecken breit, schwarz, mit schwachem Bronzeschein, Beine schwarzbraun. Oberseite sehr deutlich mikroskulptiert, besonders die Oberlippe, dazu sehr feine Punkte auf Kopf und Halsschild; sehr feine, gerade sichtbare Pubescenz am Rande des Halsschilds und der Flügeldecken. Kopf groß, so breit wie der Halsschild, Augen mäßig vorstehend. Halsschild schmal, deutlich herzförmig, Hinterecken scharf rechtwinkelig, Medianfurche tief. Schildchen auffällig mikroskulptiert. Flügeldecken viel breiter als der Halsschild, die Seiten leicht bogenförmig, kaum breiter gegen die Spitze, Schultern und apikale Winkel gebogen, die Scheibe flach, Streifen vollständig sichtbar, wenig tief mit leicht gewölbten Zwischenräumen. Die Seitenrandleiste schmal. Unterseite schwarz, mikroskulptiert. Geflügelt. Habitus [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 2]. 4,0-4,2 mm. B: Am Rande von Gewässern ein paar Meter vom Ufer entfernt im Kies mit spärlicher Vegetation. D: Endemisch auf Gran Canaria, ziemlich selten.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 1a-Kontinentale Arten.
#1a
coiffaiti Mateu, 1980🗺ColeowebFlügeldecken ohne metallischen Schein, schwarz, länglich und parallel [Abb. 3]. Halsschild mit stumpfen Hinterwinkeln [Abb. 4]. Flügeldeckenstreifen mit Ausnahme der inneren auf der hinteren Hälfte erloschen. Mikroskulptur relativ fein und seicht. Aedoeagus im Profil länger und stärker gebogen [Abb. 5] [Abb. 6]. D: Griechenland Bei Tieren aus Kleinasien mit vollständigen Flügeldeckenstreifen, stärkerer Mikroskulptur und anderem Aedoeagus [Abb. 7] siehe LZ >>>6
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 2-Flügeldecken mehr oder weniger gebräunt, mit Metallschimmer, relativ breit. Flügeldeckenstreifen deutlich, zumindest die inneren. Die Mikroskulptur der Oberseite stark. Aedoeagus von anderer Form, im allgemeinen kleiner und robuster.
#2
→ 3Kleinere Arten von 3,2-4 mm. Halsschild herzförmig, vorne erweitert und nach hinten verengt; die Hinterecken mehr oder weniger spitz-, selten rechtwinklig. Die Mittelfurche tief gefurcht. Flügeldecken schmaler und etwas gewölbt.
subaeneus Chaudoir, 1846🗺Coleoweb-Größere Art, 4,2-5 mm. Halsschild nach vorne etwas erweitert, die Seiten leicht abgerundet, gegen die Basis mäßig verengt [Abb. 8]; Voderecken nach vorne kaum vorstehend, die hinteren rechtwinklig oder seitlich etwas vorstehend. Mittelfurche und Seitenrandfurche des Halsschilds relativ schmal. Flügeldecken groß und breit [Abb. 9], dorsal abgeflacht, die vier inneren Streifen sichtbar, die anderen mehr oder weniger erloschen. Schwarz mit Erzglanz, das 1. Fühlerglied und die Schienen mitunter braun. Oberseite durch tiefe Mikroskulptur matt glänzend. Aedoeagus robust, gewölbt, mit kurz verrundeter Spitze [Abb. 10] [Abb. 11], manchmal leicht ventral abgebogen. D: Östliches Mittelmeergebiet bis zum Kaukasus: Balkan, Dalmatien, Griechenland, Türkei, Irak.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
jaechi Kirschenhofer, 1988🗺Coleoweb-Eine Größenangabe fehlt in der Beschreibung. Dem subaeneus in der Gestalt und Färbung sehr ähnlich. Oberseite ziemlich konvex, bronzefarbig, Fühler, Beine und Mandibeln schwarzbraun, die Schienen schwach bräunlich aufgehellt. D: Nach 1♀ aus Isreal beschrieben.
#3
turkmenicus Kirschenhofer, 1988🗺ColeowebHalsschild quermaschig, Kopf und Flügeldecken isodiametrisch genetzt. 1. Fühlerglied und Schienen bräunlich aufgehellt. Flügeldeckenstreifen sehr fein eingeschnitten. Aedoeagus [Abb. 12]. 3 mm. D: Turkmenien.
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Abb. 12
→ 3a-Halsschild wie der Kopf und die Flügeldecken isodiametrisch genetzt.
#3a
→ 4Halsschild quer, nach vorne stark verbreitert und deutlich nach hinten verengt, vor der Basis deutlich ausgerandet, mit spitzen Hinterecken [Abb. 13]. Färbung schwarzbraun, die Beine dunkel. Flügeldecken relativ groß und breit.
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Abb. 13
→ 5-Halsschild weniger quer, nach vorne weniger verbreitert und weniger herzförmig, vor der Basis schwächer ausgerandet, die Hinterecken gerade oder leicht vorstehend [Abb. 14] [Abb. 15]. Färbung mehr oder weniger dunkel bronzefarben oder 2-farbig.. Schienen +/- hell. Flügeldecken schlanker.
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Abb. 14
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Abb. 15
#4
europaeus Mateu, 1980Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz mit leichtem Bronzeschimmer. Kopf groß mit hervortretenden Augen und ziemlich schmalen Schläfen [Abb. 13]. Vorderkörper in Bezug auf die Flügeldecken relativ groß [Abb. 16]. Halsschild nach vorne deutlich verbreitert, die hinteren Ecken mehr vorstehend [Abb. 17]. Flügeldeckenstreifen wenig ausgeprägt, nur die vier inneren deutlicher, die Intervalle fast flach. Aedoeagus robuster, mit zugespitztem Medianlobus, Basalbulbus stärker entwickelt, länger [Abb. 18] [Abb. 19] [Abb. 20], rechte Paramere mit unregelmäßigen Kanten, an der Spitze breit abgerundet, die linke mehr länglich. D: West- und Mitteleuropa: Frankreich, Spanien. Italien, England, Schweiz, neuerdings auch in Süddeutschland (Umg. Mannheim) nachgewiesen.
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Abb. 13
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
striatipennis P. H. Lucas, 1846🗺Coleoweb-Bronzefarben. Mit kleinerem Kopf und kleineren, mäßig gewölbten Augen, Schläfen relativ breiter. Vorderkörper in Bezug auf die Flügeldecken kleiner. Halsschild vorne weniger erweitert, an den Seiten weniger gerundet, die vorderen Winkel kaum vortretend, die Ausrandung vor der Basis kürzer und weniger tief, die Hinterecken weniger vortretend und die Basis wegen der kürzeren schrägen seitlichen Einkerbungen breiter [Abb. 21]. Flügeldeckenstreifen deutlich markiert, die fünf inneren und oft sogar der sechste sichtbar mit gewölbten Zwischenräumen. Aedoeagus länglich, schlanker, der Medianlobus leicht zugespitzt, mit kleiner und kurzer Spitze und weniger entwickeltem Basalbulbus [Abb. 22] [Abb. 23], rechte Parameren mit geraden, fast parallelen und zur Spitze leicht verengten Seiten, linke Paramere kurz. D: Mittelmeer, Westafrika.
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
baderlei Kirschenhofer, 1988🗺Coleoweb-Ähnlich striatipennis, von diesem durch die schwächer hervorgewölbten Augen, die weniger deutlich abgesetzten Schläfen, flachere Gestalt sowie die nach hinten deutlich erweiterten Flügeldecken verschieden. 3,2-3,5 mm. D: Turkmenien.
#5
→ 6Kopf und Halsschild schwärzlich, glänzend. Flügeldecken bräunlich, aber nicht abstechend heller.
→ 7-Flügeldecken heller als der Vorderkörper gefärbt.
#6
reticulatus Schaum, 1857Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild nach vorne etwas erweitert, mehr länglich und mit langer, wenig tiefer Ausrandung vor der Basis, etwa 1,29 x breiter als lang [Abb. 14].[Abb. 24]. Mittel- und Hinterschienen mehr oder weniger dunkel. Kopf mit ziemlich großen Augen, Schläfen mäßig lang, nach hinten verengt. Auf den Flügeldecken die inneren Streifen sichtbar, aber wenig tief, die Zwischenräume fast flach. Die Mikroskulptur der Oberseite deutlich feiner, mit deutlichem Metallschimmer. Aedoeagus verhältnismäßig kurz und dick [Abb. 25] [Abb. 26], die linke Paramere mit knopfförmigen Ast. D: Griechenland, Bulgarien, Türkei, Adzerbaijan, Irak und Iran.
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Abb. 14
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
sp_tr-Halsschild noch weniger herzförmig [Abb. 15], nur 1,21 x breiter als lang. Flügeldecken schlanker, die Streifen deutlich, mit etwas gewölbten Zwischenräumen. Der Metallschein der Oberseite nur sehr schwach, die Mikroskulptur deutlich und stark.Flügeldecken und Schenkel dukel pechbraun, die Fühler, vor allem an der Basis, und die Schienen, Tarsen und Palpen ein wenig heller braun. Aedoeagus [Abb. 7]. 3,3 mm [Abb. 27]. D: 1♂ Türkei Mugla, Kargi Umg. Fethiye Mit seiner schlanken Gestalt wohl dem mir unbekannten coiffaiti ähnlich, durch den auffallend schlanken Halsschild aber wohl deutlich von diesem verschieden (dieses Merkmal hätte Mateu bei seiner Beschreibung des coiffaiti sicher erwähnt!).
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Abb. 15
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Abb. 7
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Abb. 27
#7
peyerimhoffi Mateu, 1956Kopf und Halsschild glänzend braun. Flügeldecken hell lehmfarben mit dunklen Rändern. Mittel- und Hinterschienen hellbraun. Kopf mit großen Augen, Schläfen kurz und stark nach hinten verengt. Halsschild nach vorne erweitert und vor der Basis stark ausgerandet [Abb. 28]. Auf den Flügeldecken die inneren fünf Streifen deutlich und tief eingedrückt mit gewölbten Zwischenräumen. Oberseite mit starker Mikroskulptur. Aedoeagus [Abb. 29] [Abb. 30] gestreckt, leicht gebogenen, von der Einschnürung vor dem Basalbulbus an +/-subparallel. D: Hoggar, zentrale Sahara, Algerien.
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Abb. 28
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Abb. 29
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Abb. 30
brunnescens Kirschenhofer, 1988🗺Coleoweb-Kopf und Halsschild schwärzlich, mit deutlichem Erzschimmer, Flügeldecken gelblichbraun, leicht metallisch schimmernd, nur der Seitenrand schmal, der erste innere Zwischenraum sowie das apikale Drittel der Flügeldecken angedunkelt. Anhangsorgane dunkelbraun, Fühlerbasis sowie die letzten drei Fühlerglieder und die Schienen schwach aufgehellt. 3,4-3,7 mm. D: Israel.
Enthaltene Taxabaderlei brunnescens coiffaiti europaeus hololeucus jaechi peyerimhoffi reticulatus sp_tr striatipennis subaeneus turkmenicus
Erstellt am: 13.02.2011 · Letzte Aktualisierung: 16.12.2025 - 15:05:02
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