Gattung Zuphium Latr., 1806

CarabidaeHarpalinaeLebiiniZuphiini
Von Andreas Becker (n. Daniel ua.)Literaturverzeichnis ⇒
Wangen schräg verengt, Hals ringförmig abgeschnürt und nur wenig breiter als 1/3 der Kopfbreite. 1. Fühlerglied schwach keulig, so lang wie Glied 2-4 zusammen, behaart, aber außer der Apikalborste ohne weitere längere Borsten. Die hintere Supraorbitalborste vor dem Hinterrand des Kopfes stehend. Flügeldecken am Hinterrand mit nur sehr schmalem Hautsaum. Weltweit mit ca. 40 Arten verbreitet. Am Rande von Gewässern unter pflanzlichem Abfall und unter Steinen. Die geflügelten Arten kommen auch ans Licht.
Die Tabelle basiert auf den Bestimmungsschlüsseln von Daniel und Assmann et al. und stellt die paläarktischen Arten dar.
In der Tabelle fehlen:
Arabien. ...erythrocephalum Chaud. 1862
Iran. ...orszuliki Hurka 2001
#1
→ 2Flügeldecken an der Spitze gemeinschaftlich abgestutzt.
→ 6-Spitzenränder der Flügeldecken gegen die Naht konvergierend, Schläfenraum so lang oder länger als der Längsdurchmesser der Augen. Einfarbig blassgelbliche Arten oder mit dunklerem Kopf oder dunkler Flügeldeckenzeichnung.
#2
testaceum Klug 1832Einfarbig blaß gelblich-braun, Halsschild gröber und weitläufiger punktiert, mit halbaufgerichteter, im Profil deutlich sichtbarer Behaarung, Flügeldecken so lang oder kaum länger als Kopf und Halsschild zusammen, seitliche Basaleindrücke des Halsschilds schmal, furchenartig, kaum ein Viertel der ganzen Breite einnehmend, Habitus [Abb. 1]. Medianlappen des Aedeagus schlank [Abb. 2] [Abb. 3]. 6-7 mm, Ukraine, Südrussland, westasiatisches Steppengebiet.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-Im Durchnitt größere Arten, ganz oder teilweise dunkel gefärbt; es gibt einfarbige Formen von olens (LZ >>>4), diese unterscheiden sich durch die plumpere Form des Aedeagus.
#3
→ 4Augen größer, seitlich stark hervorstehend, viel länger als die Schläfen (Dorsalansicht), Kopf vor den Augen viel schmäler als hinter denselben.
→ 5-Augen kleiner, Schläfen länger als der Längsdurchmesser der Augen, Kopf vor den Augen kaum schmäler als hinter denselben.
#4
olens (Rossi 1790)Normalerweise Kopf dunkel und kontrastierend zum gelben oder orangen Halsschild, Flügeldecken dunkler braun mit 2 großen, schrägen Humeralmakeln, die die Naht nicht erreichen, und einer kleinen 3 eckigen Praeapikalmakel auf der Naht vor dem Flügeldeckenende oder vollständig hell [Abb. 4]. Hinterrand des Halsschildes fast gerade abgeschnitten, seitlich kaum abgeschrägt. Die ganze Oberseite dicht und sehr fein punktiert und behaart. Flügeldecken mit leicht vertieften Längsfurchen ohne erkennbare Punktreihen. Aedeagus, besonders in Seitenansicht, gedrungener [Abb. 5] [Abb. 6]. 7-10 mm. Mittelmeergebiet, Bulgarien, Türkei, Ukraine, Südrussland, Ostpaläarktis; in Mitteleuropa sehr selten im Gebiet des Neusiedler Sees gefunden.
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
fuscum Klug, 1931-Kopf und Halsschild einfarbig gelb bis orange [Abb. 7], Aedeagus länglicher [Abb. 8] [Abb. 9]. 7,5-10 mm. Marokko, Yemen, Ägypten, Tropische Regionen.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#5
microphthalmum Putz., 1874Nordafrikanische Art. Hinterrand des Halsschilds beiderseits neben den Hinterwinkeln ziemlich tief ausgeschnitten und vorgezogen. Flügeldecken einfarbig pechbraun. Marokko.
syriacum Chaudoir, 1861-Aus Syrien beschriebene Art. Halsschild breiter, Habitus [Abb. 10]. 9,5 mm. Syrien.
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Abb. 10
#6
→ 7Verbreitung in Westeuropa und Nordafrika.
→ 9-Verbreitung in Osteuropa und Ostpaläarktis.
#7
→ 8Augen größer, kreisrund, Schläfen kaum mehr als doppelt so lang wie der Augendurchmesser, Kopf breiter, mit schärferen, wenig verrundeten Hinterwinkeln, wie auch der Halsschild ziemlich dicht und grob punktiert, Fühler kräftiger.
bedeli Vaulog., 1897-Augen sehr klein, punktförmig, jedoch nicht rund, sondern quer, breiter als lang, Schläfen 4 bis 6 mal länger als der Augenlängsdurchmesser, Kopf verlängert, die Hinterwinkel viel mehr verrundet, zerstreut und fein, der Halsschild gedrängter punktiert. Fühler sehr schlank. 6-7 mm. Algerien.
#8
ciliatum Vaulog., 1897Größer, Punktur des Kopfes und Halsschilds sehr grob, Behaarung länger, rauher, an den Seiten des Halsschildes wie feine Wimperhärchen wahrnehmbar. 6-6,5 mm. Algerien.
numidicum Lucas, 1846-Kleiner, Punktur des Vorderkörpers schwächer, desgleichen die Behaarung, diese am Seitenrand des Halsschildes kaum erkennbar. Habitus [Abb. 11]. Aedeagus [Abb. 12] [Abb. 13]. 4,5-6 mm. Westeuropa und Marokko.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
#9
cilicium Peyron, 1858Zweifarbige Art, in der apikalen Hälfte der Flügeldecken ein grosses dunkles Band oder ausgedehnte dunkle Bereiche, auch der Kopf dunkler als der Halsschild [Abb. 14]. Aedeagus [Abb. 15] [Abb. 16]. 5,5-6,5 mm. Südosteuropa, Türkei, Iran (araxdis Iablokoff-Khn.).
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
→ 10-Einfarbige Arten, Kopf manchmal dunkler als das Halsschild aber die Flügeldecken ohne abgrenzbare dunkle Färbung.
#10
orbachi Assmann et al. 2015Kleinere Art, 5,4-6 mm. Habitus [Abb. 17]. Aedeagus [Abb. 18] [Abb. 19]. Israel.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
→ 11-Größere Arten, 7 mm.
#11
hungaricum Friv. 1877Rumänien und Ungarn.
ponticum Daniel & Daniel 1898-Türkei.
Enthaltene Taxabedeli ciliatum cilicium fuscum hungaricum microphthalmum numidicum olens orbachi ponticum syriacum testaceum
Literaturverzeichnis
Daniel K. u. J. (1898): Übersicht der palaearktischen Arten der Gattung Zuphium Latr., Coleopteren-Studien II, 24-30
Assmann, T. et al. (2015): The ground beetle supertribe Zuphiitae in the southern Levant, Spixiana 38/2, 237-262
Iablokoff-Khnzorian, S.M. (1972): New species of Carabidae from the Armenian SSR (Coleoptera). Doklady Akademii Nauk Armyanskoy SSR 55, 301-305.
Erstellt am: 27.01.2020 · Letzte Aktualisierung: 28.01.2020 - 16:07:18
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