Gattung Pterostichus Bonelli, 1810 - Untergattungstabelle

CarabidaeHarpalinaePterostichini
Von Arved Lompe (n. A. Schatzmayr, E. Reitter, L. Ganglbauer)
Schatzmayr, A. (1942): Bestimmungstabellen der europäischen Pterostichus- und Tapinopterus-Arten 1. und 2. Teil (1943) - Koleopterologische Rundschau, BestTab..europ.Käfer 8.St >>>"F:\taxa\coleo\scans\Schatzmayr1942 Pterostichus.pdf"
Halsschild in den Hinterecken mit einem haartragenden Porenpunkt. Tabelle der Untergattungen und der von Pterostichus im Sinne der früheren Autoren abgetrennten Gattungen; zum Teil nur nach Genitalpräparation verwendbar. Diese Tabelle gibt nur eine Untergattungsübersicht, zur Artbestimmung verwende die nachfolgenden Tabellen.
Tabelle der europäischen Arten nach Schatzmayr; vorwiegend nach leicht erkennbaren äußeren Merkmalen aufgebaut; siehe >>>Pterostichus
Tabelle der mitteleuropäischen Arten nach Freude siehe >>>Pterostichus_ME
Tabelle nach Ganglbauer (inclusive der heute ausgegliederten Gattungen). >>>Pterostichus-Ganglbauer
#1
Lianoe Gozis,1882Augen atrophiert (Basses-Pyrénées). Untergattung (=Jeannelinus Schatzm.)
→ 2-Augen wohl entwickelt.
#2
Calopterus Chaudoir, 1838Basis der Flügeldecken ungerandet oder nur gegen die Schultern schwach gerandet [Abb. 1]. Untergattung
pterostichus_pilosus_hsch.jpg
Abb. 1
→ 3-Basis der Flügeldecken ganzrandig.
#3
Argutor Dejean, 1821Tarsenglieder auf der Oberseite, besonders beim ♂, deutlich von einer medianen Längsfurche durchzogen. Flügeldecken ohne Skutellarstreifen. Untergattung (=Lagarus Chd.)
→ 4-Tarsen auf der Oberseite in der Mitte nicht gefurcht.
#4
Haptotapinus Reitter, 1886Kopf jederseits nur mit einem Supraorbitalpunkt [Abb. 2] [Abb. 3]. Balkanhalbinsel, Anatolien. Untergattung
haptotapinus_crassiusculus_vk.jpg
Abb. 2
haptotapinus_crassiusculus_hab.jpg
Abb. 3
→ 5-Kopf jederseits mit zwei Supraorbitalpunkten.
#5
Poecilus Bon.Das zweite und dritte, oder die drei ersten Fühlerglieder, besonders aber das lange dritte, zusammengedrückt, so daß ihr oberer Rand eine Kante bildet. Klauenglied auf der Unterseite stets beborstet. Episternen der Hinterbrust viel länger als breit, das dritte Fühlerglied nie behaart. Gattung
→ 6-Höchstens die zwei ersten Fühlerglieder schwach zusammengepreßt, stets ohne Kiel.
#6
→ 7Bauch auch in der Mitte. (oft aber nur an der Basis der Sternite) dicht punktiert. Episternen viel länger als am Vorderrand breit.
→ 12-Bauch wenigstens in der Mitte glatt.
#7
→ 8Flügeldecken ohne Skutellarstreifen.
→ 9-Flügeldecken mit Skutellarstreifen.
#8
Orthomus Chaudoir, 1838Tarsen auf der Oberseite behaart Algerien. Untergattung Trichopedius der Gattung
Pedius Motschulsky, 1850-Tarsen auf der Oberseite kahl. Gattung
#9
Poecilus Bon.Drittes Fühlerglied gegen die Spitze behaart. Untergattung Parapedius (Südspanien, Nordwestafrika) und Metapedius (Zentral- und Süditalien) der Gattung
→ 10-Drittes Fühlerglid, außer den gewöhnlichen Tasthaaren, ohne weitere Behaarung.
#10
Poecilus Bon.Drittes Fühlerglied mehr oder weniger deutlich zusammengepreßt, oder leicht zusammengedrückt. Untergattung Carenostylus und Angoleus der Gattung
→ 11-Drittes Fühlerglied einfach, nicht zusammengedrückt. Klauenglied unten ohne Borsten. Südrußland.
#11
Poecilus Bon.Sternite nicht gefurcht. Untergattung Derus der Gattung
Lyropedius Seidlitz, 1887-Sternite scharf gefurcht. Untergattung
#12
Orthomus Chaudoir, 1838Tarsen auf der Oberseite dicht behaart. Kanarische Inseln. Untergattung Eutrichopus der Gattung
→ 13-Tarsen oben nicht behaart.
#13
Orthomus Chaudoir, 1838Sternite gefurcht. Episternen der Hinterbrust länger oder so lang als vorne breit. Gattung
→ 14-Sternite nicht gefurcht, nur bei der nächsten Untergattung sind die vorderen Sternite seitlich oft schwach gefurcht.
#14
Orthomus Chaudoir, 1838Madeira. Körperform breit, oval, flach; im allgemeinen besonders die kleineren Arten, einer Amara ähnlich. (Hierher Tiere, bei denen die Seitenfurchen auf den Sterniten fehlen oder nicht zu sehen sind.) Untergattung Nesorthomus der Gattung
→ 15-Körper verschieden gebaut.
#15
Metallophilus Chaudoir, 1838Flügeldecken mit dichten, glatten, wurmfömigen Erhebungen. Rußland. Untergattung (=Lyperopherus Motsch.)
→ 16-Flügeldecken anders skulptiert.
#16
Pseudorites Ganglbauer, 1891Kopf hinter den Augen, etwa wie bei Patrobus excavatus, der Breite nach (also auch auf dem Scheitel) stark eingeschnürt. Seealpen. Untergattung
→ 17-Kopf nicht oder kaum eingeschnürt.
#17
Lianoe Gozis,1882Epipleuren der Flügeldecken breit, hinten plötzlich und stark konvergierend in den Seitenrand der Flügeldecken übergehend. Ariège. Untergattung (=Devilleinus Schatzm.)
→ 18-Epipleuren nicht auffallend gebildet.
#18
Styracoderus Chaudoir, 1874Palpen sehr dick, an der Spitze breit abgestutzt. Mittelgroße, gedrungene, Molops-ähnliche Arten aus Spanien. Gattung
→ 19-Palpen schlank, normal.
#19
Lianoe Gozis,1882Nahtspitze und oft auch der Außenrand der Flügeldeckenspitze zahnförmig vorgezogen. Hautes-Pyrénées. Untergattung
→ 20-Flügeldecken an der Spitze einfach.
#20
Parapterostichus Desb., 1906Untere Paramere des Aedoeagus kurz, zylindrisch, sehr schwach gebogen, an der Spitze fast rechtwinkelig abgestutzt. Käfer parallelseitig, der dritte und siebente Zwischenraum der Flügeldecken mit Porenpunkten. Halsschild jederseits vor der Mitte mit mehreren Marginalseten. Alpin. Untergattung
→ 21-Käfer und Paramere abweichend gebaut.
#21
Parapterostichus Desb., 1906Körper abgeflacht, an eine Siagona erinnernd. Hinterecken des Halsschildes abgestumpft oder abgerundet, dieser jederseits vor der Mitte mit mehreren Marginalseten, Flügeldecken an der Basis ohne Nabelpunkt. Klauenglied auf der Unterseite mit Borsten. Penninische und Grajische Alpen. Untergattung (=Alecto Heyd.)
→ 22-Körper abweichend gebaut.
#22
→ 23Episternen der Hinterbrust (ohne Epimere) viel länger als vorne breit.
→ 30-Außenrand der Episternen nicht oder kaum länger als der Vorderrand.
#23
Melanius Bonelli, 1810Hinterecken des Halsschildes abgerundet [Abb. 4], Klauenglied auf der Unterseite ohne Borsten. Untergattung (=Lyperosomus Motsch.)
pterostichus_aterrimus_hab.jpg
Abb. 4
→ 24-Hinterecken des Halsschildes scharf.
#24
→ 25Klauenglied auf der Unterseite ohne Borsten.
→ 29-Klauenglied auf der Unterseite mit Borsten.
#25
Adelosia Stephens, 1835Prosternalfortsatz an der Spitze scharf gerandet. Halsschild sehr stark herzförmig, an der Basis viel schmäler als am Vorderrande. Drittes Fühlerglied etwas kürzer als das erste. 12-15,5 mm. Untergattung
→ 26-Prosternalfortsatz ungerandet oder unvollständig gerandet.
#26
Platysma Bonelli, 1810Unsere größte Art: 15,5-21 mm [Abb. 5]. Halsschild jederseits mit zwei Basaleindrücken. 1 Art. niger Schall.. Untergattung
pterostichus_niger_hab.jpg
Abb. 5
→ 27-Bedeutend kleinere Arten.
#27
Bothriopterus Chaudoir, 1835Grundskulptur der Flügeldecken grobmaschig oder isodiametrisch: Halsschild jederseits mit einem Basaleindruck. Flügeldecken im dritten Zwischenraum mit grübchenartigen Porenpunkten. Untergattung
→ 28-Grundskulptur der Flügeldecken engmaschig oder aus sehr feinen Querriefen gebildet. Der dritte Zwischenraum der Flügeldecken mit feinen eingestochenen Punkten versehen.
#28
Phonias Gozis, 1886Epísternen der Hinterbrust glatt oder chagriniert. 6-7,5 mm. Untergattung
Pseudomaseus Chaudoir, 1838-Episternen grob punktiert. 7,5-12,8 mm. Untergattung
#29
Morphnosoma Lutshnik, 1915Flügeldecken an der Basis mit Nabelpunkt, Prosternalfortsatz gerandet (manchmal nur andeutungsweise). 12-17,6 mm [Abb. 6]. Untergattung (=Melanius sensu Schatzmayr)
pterostichus_melanarius_hab.jpg
Abb. 6
Phonias Gozis, 1886-Flügeldecken ohne Nabelpunkt, Prosternalfortsatz ungerandet. 5-6,5 mm [Abb. 7]. Untergattung (=Argutor Dejean, 1821)
pterostichus_strenuus_hab.jpg
Abb. 7
#30
→ 31Klauenglied auf der Unterseite ohne Borsten.
→ 32-Klauenglied unten beborstet.
#31
Pseudosteropus Chaudoir, 1838Dem illigeri ähnlich. Basis der Flügeldecken ohne Nabelpunkt. Hinterecken des Halsschildes scharf. Käfer pechschwarz oder pechbraun, ziemlich gewölbt, aus den südlichen Kalkalpen, von den Karnischen Alpen bis zum Dobratsch verbreitet. 9-11 mm. Untergattung
-Käfer abweichend gebaut siehe Leitzahl >>>41
#32
→ 33Hinterecken des Halsschildes abgerundet. Körper mehr oder weniger gewölbt.
→ 34-Hinterecken des Halsschildes scharf. Nur bei ziegleri und lombardus sind die Hinterecken etwas abgestumpft, dann ist aber der Körper ganz flach gebaut.
#33
Cophosus Dejean, 1821Körper schlank, ganz schwarz, untere Paramere des Aedoeagus im Apikaldrittel sehr stark eingeschnürt. Länge 15-22 mm. Östliches Zentraleuropa. Untergattung
Steropus Dej.-Untere Paramere nicht eingeschnürt. Untergattung
#34
Aphaon Heyden, 1906Bulgarien. Halsschild jederseits vor der Mitte mit mehreren Randborsten, vor den Hinterecken sehr stark ausgeschweift. Flügeldecken ganz flach, ohne Skutellarstreifen. Beine rotbraun. 11-12 mm. Untergattung
→ 35-Halsschild jederseits mit einer, selten mit zwei oder mehreren Randborsten (Arten aus den Alpen), dann ist aber der Körper abweichend gebaut.
#35
→ 36Käfer schwarz oder braun, nicht über 10 mm lang. Nur abacoides aus den Zentralpyrenäen (Halsschild hinten breiter als vorn) kann die Länge von 12 mm erreichen.
→ 38-Größere Arten.
#36
(=Haptoderus Chd.) Parahaptoderus Jeanne, 1969Hinterrand des Halsschildes breiter als der Vorderrand, oder im dritten Zwischenraum der Flügeldecken ist nur ein eingestochener Punkt vorhanden. Untergattung ...Cryobius Chaudoir, 1838
→ 37-Halsschild hinten schmaler, höchstens so breit wie vorne. Dritter Zwischenraum der Flügeldecken normalerweise mit mehr als einem Porenpunkt. Hierher:
#37
Cryobius Chaudoir, 1838Sudeten, Tatra, Nordrußland. Metepisternen punktiert (nach Jeannel). Untergattung
Cryobius Chaudoir, 1838-Pyrenäen, Asturien. Metepisternen nicht punktiert (nach Jeannel). . Untergattung (=Pyreneorites)
Morphohaptoderus Tschitschérine, 1898-Transsylvanien, Mazedonien, Griechenland, Anatolien. Von den zwei vorigen nur durch abweichende Körperform unterschieden. Untergattung
#38
Cheporus Latreille, 1829Penis stark gedreht, von der Seite betrachtet verhältnismäßig schwach gebogen, Apikalteil schmal, quer nach unten und rechts gerichtet. Scheibe des Halsschildes hinten jederseits vor den Basaleindrücken durch einen schrägen bei muehlfeldi undeutlichen, Längseindruck begrenzt; Seitenrand dick. Käfer breit und plump. Untergattung
→ 39-Penis und Halsschild abweichend gebaut.
#39
Melanius Bonelli, 1810Porenpunkte im dritten Zwischenraum der Flügeldecken (gewöhnlich nur zwei), nach hinten gerückt. Käfer in Größe, Farbe und Gestalt an vulgaris erinnernd. Untergattung (=Omaseus Steph.)
→ 40-Die Porenpunkte im dritten Zwischenraum der Flügeldecken sind anders gestellt.
#40
Oreophilus Chaudoir, 1838Drittes Fühlerglied an der Spitze außer den gewöhnlichen langen Tasthaaren noch mit einigen Härchen besetzt. Sehr große Arten aus den West- und Julischen Alpen und aus Nordjugoslawien. Untergattung (=Cosciniopterus Chd.)
→ 41-Drittes Fühlerglied an der Spitze unbehaart.
#41
Petrophilus Chaudoir, 1838Kurze, gewölbte, mittelgroße Arten aus den Urgebirgsalpen, Beskiden, Karpathen, Bihar, Transsylvanien und Ural. Drittes Fühlerglied etwas kürzer als das erste. Untergattung
Pterostichus_s_str-Schlankere und flachere Arten. Hierher zahlreiche Arten besonders aus der Alpenkette, mehrere aus den höheren Bergen der Balkanhalbinsel, fünf von den Pyrenäen, eine vom Bihargebirge, eine aus Zentralfrankreich, eine aus Korsika und eine aus Portugal.
Enthaltene TaxaAdelosia Aphaon ArgutorBothriopterusCalopterus Cheporus Cophosus CryobiusHaptotapinus Lianoe Lyropedius MelaniusMetallophilus Morphnosoma Morphohaptoderus Oreophilus OrthomusParahaptoderusParapterostichus PediusPetrophilus PhoniasPlatysmaPoecilusPseudomaseus Pseudorites Pseudosteropus Pterostichus_s_str Steropus Styracoderus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 23.04.2022 - 11:28:09
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