Untergattung Olamus Reitter

ColeopteraRhynchophoraCurculionidae_kippenbergNotarinaeDorytomus
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
#1
dorsalis (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite sehr kurz und weitläufig behaart, kahl erscheinend. Schwarz, Flügeldecken leuchtend blutrot, meistens mit einer schwarzen nach hinten verkürzten Nahtmakel [Abb. 1]. ♂: Analsegment mit 2 Höckern. Aedoeagus [Abb. 2]. 3-4 mm. B: An ·Salix· caprea, cinerea und repens D: Nord- und Mitteleuropa, nördliches Südeuropa; in Mitteleuropa im Süden nicht selten, nach Norden selten oder gebietsweise in neuerer Zeit nicht mehr gefunden..
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Oberseite deutlich, Flügeldecken meist fleckig behaart.
#2
salicinus (Gyll., 1827)🗺ColeowebHalsschild nicht deutlich quer, Flügeldecken gestreckt, etwa doppelt so lang wie breit, wenig breiter als der Halsschild. Halsschild schwarz, Vorder- und Hinterrand oft rötlich, Flügeldecken rotbraun, schwarz gefleckt, die Naht und der Seitenrand rötlich. Flügeldecken buntfleckig behaart. 2,5-3,2 mm. B: An ·Salix· cinerea, amygdalina, aurita und caprea; bei uns selten. D: Von Sibirien westlich über Nord- und Mitteleuropa bis Frankreich verbreitet; sowohl in Tallagen als auch bis ins Subalpinum aufsteigend.
→ 3-Halsschild deutlich quer, Flügeldecken kürzer, etwa 1,5 x so lang wie zusammen breit und wesentlich breiter als der Halsschild.
#3
majalis (Payk., 1792)Fundmeldungen🗺Coleoweb2-3 mm. Rüssel wenigstens am Kopf schwarz, dicht punktiert, matt, im basalen Drittel ohne Längsriefen, kürzer oder so lang wie Kopf + Halsschild zusammen. Rostrot mit angedunkeltem Kopf und geschwärzter Naht oder stärker verdunkelt und dann Kopf und Halsschild schwarz oder dunkelbraun, Flügeldecken braungelb bis braunrot, die Naht und der Seitenrand sowie die 3-4 inneren Zwischenräume auf der vorderen Flügeldeckenhälfte schwarz [Abb. 3]. Fühler und Beine rötlich, die Keule oft angedunkelt. Oberseite dunkel und scheckig weiß behaart. Aedoeagus [Abb. 4] [Abb. 5], Spermatheka [Abb. 6]. B: Wird von fast allen Salix-Arten angegeben. D: Nord- und Mitteleuropa, Frankreich; vermutlich im östlichen Europa weiter verbreitet; in Mitteleuropa selten und im Nordwesten gebietsweise fehlend.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 4-Arten über 3 mm. Kopf und Rüssel fast stets rötlich, andernfalls Rüssel länger als Kopf und Halsschild zusammen, glänzend, und auch im basalen Drittel gerieft. Bei Formen mit teilweise schwarzen Flügeldecken bleibt der Nahtzwischenraum hell.
#4
melanophthalmus (Payk., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebRüssel schlank, länger als Kopf und Halsschild zusammen, in voller Länge gleichmäßig gekrümmt; in Seitenansicht bilden Stirn und Rüssel einen flachen einspringenden Winkel. Oberseite des Rüssels glänzend, mit deutlichen, kräftig punktierten Längsriefen (♂) oder nur im Basalteil fein gerieft, sonst glänzend, fein und weitläufig punktiert (♀). Flügeldecken ziemlich parallelseitig, erst am Beginn des letzten Drittels nach hinten gerundet verengt. Behaarung der Flügeldecken etwas schüppchenartig und fleckig verdichtet [Abb. 7]. Dunkelgelb bis rotbraun [Abb. 8], Rüssel, Kopf und Halsschildscheibe manchmal ± stark gebräunt, Flügeldecken mit einem dunklen Längsfleck auf der Scheibe, der den Nahtzwischenraum ausnimmt (meistens ♂); einfarbig helle Stücke (meistens ♀) sind häufig und werden leicht für rufatus gehalten (vergleiche hierzu die Anmerkung bei dieser Art). Aedoeagus [Abb. 9]. 3-4 mm. B: Besonders an schmalblättrigen, aber auch an anderen Salix-Arten. D: Über fast ganz Europa verbreitet, auch in Nordafrika; in Mitteleuropa überall häufig.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 5-Rüssel im Basalteil gerade, erst von der Fühlereinlenkung an gebogen. Oberseite stets einfarbig dunkelgelb bis hell bräunlich. Oberseitenbehaarung nicht schüppchenartig sondern haarförmig [Abb. 10]. Flügeldeckenseiten ± gerundet, so daß die Verengung zur Spitze schon kurz hinter der Mitte beginnt.
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Abb. 10
#5
rufatus (Bedel, 1888)Fundmeldungen🗺ColeowebHabitus [Abb. 11] [Abb. 12]. Die Behaarung der meist einfarbig gelblichroten, etwas glänzenden Oberseite besteht aus unscheinbaren, etwas dünneren gelblichen Härchen und etwas dickeren, besonders auf der hinteren Flügeldeckenhälfte fleckig angeordneten weißen Härchen [Abb. 10]. Halsschild grob punktiert, die Punkte mit glänzenden Zwischenräumen. Stirn und Rüssel (in Seitenansicht) nicht in gleichmäßiger Kurve verlaufend. Rüssel glänzend, so lang (♂) oder etwas länger (♀) als Kopf + Halsschild zusammen, jedoch kürzer und kräftiger (bei Vergleich mit Tieren desselben Geschlechts) als bei melanophthalmus; in beiden Geschlechtern deutlich längsgerieft. Aedoeagus [Abb. 13] [Abb. 14]. 3-4 mm. B: Auf verschiedenen Salix-Arten. D: In Europa weit verbreitet; in Mitteleuropa überall nicht selten. (=rufulus auct.) Von dieser Art kommen auch Tiere mit geschwärzten Flügeldecken vor [Abb. 15].
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 10
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 6-Oberseite ziemlich dicht, gleichmäßig behaart, alle Haare von gleicher Farbe und Stärke. Oberseite weniger glänzend, Halsschild feiner und dichter, manchmal sogar runzelig punktiert und mit nur schmalen Punktzwischenräumen. Oberseite von Stirn und Rüssel in gleichmäßiger Kurve verlaufend (allenfalls bei villosulus ♀ etwas niedergedrückt), stärker behaart und wenigstens in der Basalhälfte nicht glänzend und nicht deutlich längsgerieft.
#6
puberulus (Boh.), 1843🗺ColeowebHalsschild parallelseitig, erst im vorderen Viertel kräftig verengt [Abb. 16], ein feiner Mittelkiel gut erkennbar. Einfarbig rötlich gelbbraun oder hell braunrot. Oberseite durch lockere und dichte bräunlichgraue Behaarung matt erscheinend. Fühlereinlenkung nur um höchstens Rüsselbreite von der Spitze entfernt, Fühlerfurchen von oben teilweise sichtbar. Rüssel des ♂ kurz und dick, zylindrisch, nur so lang wie der Halsschild, matt und bis zur Spitze behaart, seine sehr feine Riefung kaum erkennbar. Rüssel des ♀ fast so lang wie Kopf und Halsschild zusammen, in der Endhälfte unbehaart aber nicht glänzend, ohne Längsriefen. 3-4 mm. B: Wird von ·Salix alba· angegeben. D: Südeuropäisch; einerseits in Südfrankreich, andererseits in Jugoslavien, Polen und Ungarn und von dort nach Niederösterreich einstrahlend, wo die Art in neuerer Zeit mehrfach gefunden wurde.
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Abb. 16
villosulus (Gyll., 1836)🗺Coleoweb-Halsschild mit gerundeten Seiten, nach hinten deutlich, nach vorn schon von der Mitte an stärker gerundet verengt [Abb. 17]; ein deutlicher Mittelkiel fehlt. Gelb bis dunkel rotbraun. Oberseite ziemlich dicht, einförmig grau behaart, wie verschimmelt aussehend. Fühlereinlenkung weiter hinten liegend, die Fühlerfurche, wie auch sonst in der Gattung, von oben nicht sichtbar. Rüssel des ♂ so lang wie der Halsschild, bis zur Fühlereinlenkung behaart und ohne Längsriefen, die Fühlereinlenkung um deutlich mehr als die Rüsselbreite von der Spitze entfernt Rüssel des ♀ schlanker, so lang wie Kopf + Halsschild zusammen, im basalen Drittel behaart und matt, zur Spitze glänzend und mit feinen Punktreihen. Fühlereinlenkung etwas vor der Rüsselmitte gelegen. 3-4 mm. B: Wird von ·Salix cinerea· angegeben, nach Smreczynski an ·Populus alba· und nigra. D: Süd- und Mitteleuropa; in Mitteleuropa im Süden und in der Mitte verbreitet, aber selten, im Nordwesten und in der Tiefebene fehlend.
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Abb. 17
Enthaltene Taxadorsalis majalis melanophthalmus puberulus rufatus salicinus villosulus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 23.11.2023 - 14:29:59
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