Gattung Neobisnius Gglb.

ColeopteraStaphylinidaeStaphylininae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, H. Schillhammer)
Zweites Fühlerglied einfach, nicht dicker als das 3., Kopf und Halsschild glänzend, an den Seiten weitläufig mit groben Punkten besetzt, in denen kräftige, schräg aufstehende Börstchenhaare entspringen. Halsschild parallelseitig, sein Seitenrand schon vom hinteren Drittel an nach vorn herabgebogen, in der Vorderhälfte von oben nicht sichbar. Mittelhüften genähert, nur durch einen schmalen Mittelbrustfortsatz getrennt. 1. Glied der Hintertarsen kürzer als die 2 folgenden zusammen. Endglied der Kiefertaster lang zugespitzt. Kleine Arten von 4-5 mm Länge.
#1
villosulus (Steph., 1832)🗺ColeowebFühler ganz rotgelb, vorletzte Glieder deutlich quer. Kopf quadratisch, die Schläfen doppelt so lang wie die Augen. Dunkelbraun bis schwarz, Flügeldecken braun, zur Spitze unscharf heller, Beine gelb. Die ersten 3 freiliegenden Tergite an der Basis flach eingedrückt, die Tergite gleichmäßig fein und wenig dicht punktiert, die Basalfurchen unpunktiert. 4-4,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 1]. An Ufern nicht selten, aber meist einzeln. (=elongatulus (Er.))
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Abb. 1
→ 2-Fühler dunkel mit 2-3 helleren Wurzelgliedern
#2
prolixus (Er., 1840)Fundmeldungen🗺ColeowebDie ersten 4 freiliegenden Tergite an der Basis quer eingedrückt, die Querfurchen viel kräftiger und dichter punktiert als die Hinterhälften der Tergite. Kopf merklich länger als breit, die Augen deutlich vorgewölbt. Schwarz, Beine gelbbraun bis rotbraun, Flügeldecken rot, an der Basis und dem Seitenrand ± geschwärzt, selten ganz dunkel. 4-5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 2]. An nassen Stellen und im Kompost. Scheint in der Tiefebene zu fehlen, sonst nicht selten.
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Abb. 2
→ 3-Die ersten 3 freiliegenden Tergite mit schwächerem Basaleindruck, dieser nicht kräftiger als die Hinterhälften der Tergite punktiert. Augen flacher.
#3
procerulus (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺ColeowebAugen größer, Schläfen nach hinten schwach verengt bis zu den Hinterecken des Kopfes nur ein Drittel länger als der Längsdurchmesser der Augen. Fühler ziemlich schlank mit kaum queren vorletzten Gliedern Schwarz, Beine zum Teil rötlichgelb oder gelbbraun, Flügeldecken meist im letzten Drittel heller rötlich, seltener bis auf einen schmalen gelblichen Hinterrand schwarz. 4-4,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 3]. Weit verbreitet, und wohl überall nicht selten, wenn auch wohl nicht immer von der folgenden Art getrennt.
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Abb. 3
lathrobioides (Baudi, 1848)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Augen kleiner, Schläfen parallel bis zu den Hinterecken des Kopfes mindestens um die Hälfte länger als der Längsdurchmesser der Augen. Fühler etwas kürzer mit stärker queren vorletzten Gliedern Schwarz oder dunkelbraun, Flügeldecken zum Hinterrand meist nicht wesentlich heller. Beine zum Teil gelbbraun. 4-4,7 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 4]. In Kompost, wohl weit verbreitet, aber noch wenig bekannt. (=cerrutii Grid.)
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Abb. 4
Enthaltene Taxalathrobioides procerulus prolixus villosulus
Erstellt am: 10.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 26.01.2021 - 18:16:37
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