Rüssel deutlich gebogen (Unterseite beachten!), Halsschild stark kragenartig eingeschnürt, Flügeldecken gewölbter, schon von den Schultern nach hinten verschmälert, der 4. Zwischenraum vorne mehr weniger vorgewölbt und die gemeinschaftliche Scheibe hinter der Basis zwischen den meist erkennbar erhöhten Kielen des 4. Zwischenraumes flach quer vertieft; die Seiten hinter den stumpfen Schulterecken mit flacher, querer Depression; Spitze der Flügeldecken am ersten Zwischenräume beim ♂ mit länglichem Tomentpolster. 11-20 mm [Abb. 4]. D: Südeuropa, Kaukasusländer, Syrien, Kleinasien, Persien. . (=cardui Rossi) (=subcordatus Brulle) (=hispanicus Motsch.) (=cirsii Stev.) (=teretirostris Schönh.) (=costirostris Schönh.)
-Rüssel fast gerade, Halsschild vorn schwach kragenartig eingeschnürt, Flügeldecken flacher gewölbt, nach hinten viel schwächer verengt, hinten zusammen stumpfer abgerundet, oben mit gleichmäßigen Punktstreifen und Zwischenräumen, sehr fein grau behaart, mit undeutlicheren und kleineren grauen Haarfleckchen; die Scheibe vorn kaum, an den Seiten unmerklich eingedrückt, die Spitze des Nahtzwischenraumes beim ♂ nur mit einem kurzen Tomentpolsterchen. 11-20 mm. D: Westliches Mittelmeergebiet. (=glabrirostris Schönh.) (=timidus Schönh.)
Flügeldecken parallel, hinten gemeinschaftlich stumpf abgerundet, mit regelmäßigen Punktstreifen, die Zwischenräume flach, mit körnig verrunzelter Mikroskulptur, die seitlichen mit größeren zerstreuten Kahlpunkten oder glänzenden Körnchen besetzt, auch die ganze Unterseite und die Beine mit starken Kahlpunkten. Glied 1 und 2 der Fühlergeißel länglich, in der Länge wenig verschieden, die Keule kürzer als die Geißel. Halsschild stark punktiert, die Punkte mit seitlich kornartig aufgeworfenen Rändern, an den Seiten mit perlenartigen Tuberkeln, oben mit einer schmalen, hell behaarten Mittelfurche, in der meist ein sehr feiner Kiel enthalten ist. Größte Art. 17-19 mm. D: Spanien, Portugal, Sizilien, Mazedonien, Griechenland, Algier.
Schenkel ziemlich linear, an der Spitze mindestens so breit als hinter der Mitte und vor der Spitze innen nicht deutlich eingeschnürt, nicht gekeult, ihr Vorderrand ziemlich gerade und die Basis wenig schmäler als die Mitte. Unterseite des Rüssels kurz abstehend behaart. Flügeldecken ziemlich gleichmäßig weißgrau behaart, die Haarmakeln wenig vortretend (Stammform) oder die Flügeldecken sind spärlicher behaart, die Seiten des Halsschildes und die Makeln am dritten Zwischenräume und neben den Seiten stärker prononziert, dichter und mehr gelblich behaart (v. maculatus Falderm). 14-19 mm [Abb. 5]. D: Italien, Griechenland, im ganzen nördlichen Afrika, Kleinasien, Syrien, Kaukasusländer und Persien.
-Flügeldecken auf den Punktstreifen mit kleinen, zahlreichen, grauen Haarfleckchen, ohne größere Haarmakeln und ohne gemeinschaftlichen queren Kahlflecken hinter der Mitte der Naht; Glied 1 der Fühlergeißel von 2 nicht oder kaum in der Länge verschieden. 11-13 mm. D: Algier, Tripolis, Kaukasus, Persien, Sibirien: - Reitters Stücke stammten alle von Jerusalem.
-Halsschild punktuliert und mit größeren Punkten dazwischen durchsetzt, oft auch dazwischen etwas gerunzelt, aber die Skulptur wenig stark, Flügeldecken mit feinen Punktstreifen und flachen Zwischenräumen, diese am Grunde mit punktulierter Mikroskulptur, dazwischen nicht deutliche größere Punkte erkennbar und ohne schräge Querrunzeln. 11-13 mm. D: Südeuropa, Südrußland, Syrien, Berberei.
Größer, dem onopordi sehr ähnlich, Rüssel dicker als die Vorderschenkel, länger als bei hedenborgi, Halsschild etwas weniger grob skulptiert, Flügeldecken mit starken Punktstreifen, die inneren tief gefurcht, die weiteren stark punktiert, die Punkte rund und dicht aneinander gefügt, die Schrägrunzeln der inneren Zwischenräume dicht und stark ausgeprägt. 14-18 mm. D: Kaukasus, Kleinasien, Syrien, Turkestan.
-Kleiner, dem vorigen ähnlich, mit schärferen, heller bestäubten Makeln, Rüssel kürzer, Halsschild sehr grob runzelig, Flügeldecken mit starken Punktstreifen, aber die Punkte derselben etwas länglich und nicht dicht aneinander gedrängt, die inneren streifig vertieft, die Zwischenräume weniger mit Schrägrunzeln bedeckt, diese oft meistens nur schwach angedeutet oder manchmal fehlend. 9-12 mm. D: Insel Rhodos, Nordsyrien, Tripolis.
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2. Hintertarsenglied quer [Abb. 6]. Rüsselkiel breit, oberseits punktiert [Abb. 7]. Halsschildskulptur verrunzelt, die groben Punkte schlecht erkennbar. Halsschild mit sehr feinem, meist unvollständigem Mittelkiel. Flügeldecken fein wurmartig verrunzelt und wenig deutlich fein punktiert. Halsschild oft mit heller behaarten Seiten, einer feinen Mittelbinde, selten auch mit verkürzter Seitenbinde. Flügeldecken scheckig weißgrau behaart [Abb. 8], die Spitze des 3. Flügeldeckenzwischenraumes manchmal mit heller Haarlinie. Rüssel in beiden Geschlechtern kürzer als der Halsschild. 8-11 mm. B: An ·Carlina acaulis·, acanthifolia und vulgaris. D: Von Kleinasien über Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet; in Mitteleuropa etwa bis zum Nordrand der Mittelgebirge mit nach Norden zunehmender Seltenheit.


-2. Hintertarsenglied so lang wie breit. Rüsselkiel schmal und scharf, glänzend. Grobe Punkte der doppelten Halsschildpunktur gut erkennbar. Halsschildmittelkiel verkürzt, oft durch eine feine, eingegrabene Linie verlängert. Flügeldecken kräftiger wurmartig verrunzelt und deutlich punktiert. Behaarung wie bei brevis. Rüssel beim ♂ kürzer als der Halsschild, beim ♀ so lang oder länger. Etwas größer als brevis. Flügeldecken gestreckter und nach hinten rascher verengt. 8-11 mm. D: Von Kleinasien über die Balkan- und Appeninhalbinsel sowie Südosteuropa verbreitet; nach Reitter eine alte Fundangabe aus Niederösterreich.
Rüssel in beiden Geschlechtern kürzer als der Halsschild, dieser nur mit feiner Skulptur, zwischen der fein punktulierten Grundskulptur mit wenig großen Punkten nicht dicht durchsetzt und dazwischen einzelne, ganz abgeflachte Körnchen; eine vertiefte, kurze, weißbehaarte Mittellinie nur vorne vorhanden, Flügeldecken mit einer weißen Seitenbinde, daneben nach innen mit hellen Makeln, die Binde am 3. Zwischenräume makelartig unterbrochen, die Basis des 2. Zwischenraumes mit weißer, prononzierter Haarmakel, die Scheibe oft ganz dicht ockergelb behaart, dazwischen die Makeln undeutlich erscheinend. Schenkel vor der Spitze der Innenseite nicht deutlich eingeschnürt, fast linear. 9-11,5 mm. D: Ägypten. . (=mutabilis Bedel (=discoideus Petri?) (=kirschi Cap. non Reitter.)
Halsschild mit feiner Skulptur: fein punktuliert und dazwischen gröbere Punkte, mäßig dicht gestellt, auch die Scheibe ohne glattere Körner oder andere runzelige Erhabenheiten, an den Seiten im weißbehaarten Felde nur mit wenigen glatten Körnchen; der 3. Zwischenraum der Flügeldecken und der seitliche 9. dichter weiß bindenförmig behaart. In seltenen Fällen sind die Längsbinden in Makeln aufgelöst: a. corsicus Pétri. 7-11mm. D: Italien, Sardinien, Korsika, Sizilien. . (=vittatus Fabr.) (=genei Boh.)
An den Seiten der Flügeldecken ist der 9. und 10. Zwischenraum zu einem gemeinschaftlichen Längsbande weißhaarig verdichtet. Es besteht die Neigung, auch alle dorsalen Zwischenräume mit dichterer Behaarung zu füllen, so daß dann die .hellen Haarbinden davon weniger abstechen. 8-12 mm. Habitus [Abb. 9]. D: Zypern. Frankreich, Sizilien, Spanien, Algier. (=vittatus Petri) (=rugicollis Boh.) (=albarius Boh,)