Unterfamilie Hydrophilinae

ColeopteraTarsen-5-5-5Hydrophilidae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, G.A. Lohse)
Das drittletzte Glied der Kiefertaster nicht deutlich verdickt (Ausnahme Gattung Chaetarthria). Das 1. Hintertarsenglied kürzer als das 2. Glied (bei Paracymus nur wenig) oder sogar fehlend, so daß die normal 5-gliedrigen Mittel- und Hintertarsen nur 4-gliedrig sind (Gattung Cymbiodyta mit Tarsenschema, 5, 4, 4). Mittelhüften gut entwickelt und ± groß. Die Hydrophilinae sind allesamt Wasserbewohner.
#1
Berosus Leach.Schildchen lang, schmal und spitzig, stark punktiert. Flügeldecken mit eingerissenen Streifen, die Schienen und Tarsen der Mittel- und Hinterbeine mit Schwimmhaaren [Abb. 1]. Flügeldecken gelblichbraun. (Tribus Berosini.).
berosus_affinis_hab.jpg
Abb. 1
→ 2-Schildchen breit, dreieckig, selten länger als breit. Höchstens die Tarsen der Mittel- und Hinterbeine mit Schwimmhaaren.
#2
→ 3Arten unter 10 mm Länge. Hinterbrust ohne einen nach hinten dornförmig verlängerten Mittelkiel. Mittel- und Hintertarsen nicht abgeplattet, einfach, höchstens die hintersten mit undeutlichen oder wenigen Schwimmhaaren besetzt, die Klauen ohne scharfen Basalzahn, oft mit undeutlicher, eckiger Basalverdickung.
→ 13-Große Arten von 13 bis fast 50 mm Länge. Mittel- und Hinterbrust mit einem erhabenen, nach hinten in einen spitzen Dorn auslaufenden Mittelkiel. Die Mittel- und Hintertarsen stark abgeplattet und innen mit dichten Schwimmhaaren besetzt, die Klauen an der Basis mit großem, spitzigem Zahne.
#3
→ 4Flügeldecken mit 9-10 regelmäßigen Punktreihen oder vertieften Punktstreifen [Abb. 2]. Dunkle Arten, oft mit Metallglanz, von 6-11 mm Länge
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Abb. 2
→ 5-Flügeldecken ohne regelmäßige Punktreihen oder -streifen [Abb. 3]; andernfalls sind diese weniger zahlreich, oder Arten unter 4 mm.
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Abb. 3
#4
Hydrobius Leach.Vorderbrust ungekielt (höchstens der Prosternalfortsatz fein gekielt), Mittelbrust höchstens zwischen den Mittelhüften kurz gekielt bzw. zugespitzt. Flügeldecken mit einfachen oder nach hinten verstärkt rissig vertieften Punktstreifen [Abb. 2].
hydrobius_fuscipes_hab.jpg
Abb. 2
Limnoxenus Motsch.-Vorderbrust in der Mitte scharf der Länge nach gekielt, Mittelbrust in der vorderen Hälfte gekielt. Flügeldecken nur mit einfachen Punktreihen, ohne rissig vertiefte Streifen.
#5
→ 6Flügeldecken ohne vertiefte Nahtstreifen
→ 8-Flügeldecken wenigstens in der Hinterhälfte mit deutlich vertieften Nahtstreifen.
#6
→ 7Flügeldecken am Ende nicht abgestutzt, den Hinterleib vollständig bedeckend.
Limnebius Leach.-Flügeldecken am Ende abgestutzt, das Pygidium oder 2 Hinterleib-Tergite unbedeckt, Körper klein, eiförmig, Flügeldecken ohne Punktreihen und ohne normalen Suturalstreifen [Abb. 4]. Siehe Familie Hydraenidae, Gattung
limnebius_papposus_hab.jpg
Abb. 4
#7
Laccobius Er.Kürzer ovale Arten von 2,5-4,1 mm [Abb. 5]. Kiefertaster kurz, ihr Endglied länger als das vorletzte. Flügeldecken mit ± dichtgestellten, meist verworrenen Punktreihen.
laccobius_obscuratus_hab.jpg
Abb. 5
Helochares Muls.-Länglich ovale Arten von 4-6,5 mm. Kiefertaster langgestreckt, ihr Endglied länger wie das vorletzte. Flügeldecken dicht punktiert, dazwischen 2 unregelmäßige Längsreihen stärkerer Punkte
#8
→ 9Kiefertaster langgestreckt, ihr Endglied aber nicht länger oder sogar kürzer als das vorletzte Glied. Meist ± bräunlich gelbe, längliche Arten von 3-6,5 mm
→ 10-Kiefertasterendglied länger als das vorletzte. Mehr oder weniger kurzovale, hochgewölbte Arten unter 3,5 mm
#9
Enochrus Thoms.Alle Tarsen mit 5 Gliedern, 1. Hintertarsenglied kurz, viel kürzer als das 2. [Abb. 6]. Halsschildbasis - manchmal sehr - fein gerandet [Abb. 7]. Habitus [Abb. 3]
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 3
Cymbiodyta Bedel.-Mittel- und Hintertarsen mit 4 Gliedern, 1. Hintertarsenglied viel länger als das 2. [Abb. 8]. Halsschildbasis ungerandet [Abb. 9]. Habitus [Abb. 10].
cymbiodyta_marginella_htr.jpg
Abb. 8
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Abb. 9
cymbiodyta_marginella_hab.jpg
Abb. 10
#10
Crenitis Bedel.Flügeldecken mit feinen Punktreihen [Abb. 11].
crenitis_punctatostriata_hab.jpg
Abb. 11
→ 11-Flügeldecken völlig unregelmäßig punktiert.
#11
Chaetarthria Stephens.Sehr kleine, hochgewölbte Arten von 1-1,7 mm [Abb. 12]. Alle Tarsenglieder sehr kurz.
chaetarthria_seminulum_hab1.jpg
Abb. 12
→ 12-Arten von 2-3,2 mm. 2. Hintertarsenglied gestreckt.
#12
Paracymus Thoms.Oberseite ± metallschimmernd. Letztes Hintertarsenglied länger als Glied 2 [Abb. 13]. Unterseite der Hinterschenkel fast glatt, äußerst fein genetzt
paracymus_scutellaris_hab.jpg
Abb. 13
Anacaena Thoms.-Oberseite ohne Metallschimmer [Abb. 14]. 2. Hintertarsenglied länger als das Klauenglied. Unterseite der Hinterschenkel in der ganzen Basalhälfte kräftig retikuliert [Abb. 15].
anacaena_globulus_hab.jpg
Abb. 14
anacaena_globulus_us.jpg
Abb. 15
#13
Hydrochara Berth. 1827Arten unter 20 mm [Abb. 16]. Der Dorn der Hinterbrust kürzer, die Hinterhüften nicht überragend
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Abb. 16
Hydrophilus Müller 1764-Arten über 30 mm [Abb. 17]. Der Dorn der Hinterbrust überragt weit die Hinterhüften.
hydrophilus_piceus_hab.jpg
Abb. 17
Enthaltene TaxaAnacaenaBerosusChaetarthriaCrenitisCymbiodytaEnochrusHelocharesHydrobiusHydrocharaHydrophilusLaccobiusLimnebiusLimnoxenusParacymus
Erstellt am: 13.07.2005 · Letzte Aktualisierung: 08.05.2024 - 09:09:59
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