Von Arved Lompe (n. H. Freude, D. Wrase, E. Reitter)
Schauberger, E. (1934): Zur Kenntnis der paläarktischen Harpalinen. 14. Beitrag - Koleopterologische Rundschau, 20(3/4):99-118 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Schauberger1934 Harpalini.pdf"
Andújar, C., Ruiz, C., Serrano, J. (2019): Phylogenetic inferences on West Mediterranean Ditomina (Coleoptera: Carabidae: Harpalini) based on molecular data. - Arthropod Systematics & Phylogeny 77(2):205-214 >>>https://www.zobodat.at/pdf/Arthropod-Systematics-Phylogeny_77_0205-0214.pdf
oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Andujar_et_al2019 Ditomina Westeuropa.pdf"
Kopf jederseits mit nur einer Supraorbitalborste, ausnahmsweise 2 bei einigen Ditomina. Fühler vom 3. Glied an behaart.
#1
→ 2Vorletztes Glied der Lippentaster mit mehr als 2 Borsten. Größere Arten, immer über 5 mm.
Stenolophina-Vorletztes Glied der Lippentaster nur mit 2 Borsten (manchmal ist noch eine kleine 3. vorhanden). Kleine Arten, meist 2-4,5 mm, höchstens bis 8 mm. Subtribus
→ 3Halsschildbasis viel schmäler als der Vorderrand, mit scharfen Hinterecken [Abb. 1]. Basis der Flügeldecken nicht vollständig gerandet. Ditomina pars.
Abb. 1
→ 8-Halsschildbasis nur wenig schmäler als der Vorderrand [Abb. 2] oder gerundet und ohne Hinterwinkel [Abb. 3].
→ 4Halsschild deutlich quer, zur Basis stark eingeschnürt verengt [Abb. 4]. Vordertarsen beim ♂ mit erweiterten Gliedern.
Abb. 4
Eocarterus Stichel, 1923🗺-Halsschild zur Basis flacher verengt und dadurch etwas gestreckter erscheinend, herzförmig [Abb. 5]. Vordertarsen des ♂ ohne erweitertes Glied [Abb. 6]. Untergattung Baeticocarus der Gattung
Dixus Billberg, 1820Halsschildvorderecken spitz vorgezogen. Kopf sehr groß und breit, mit den Augen fast so breit wie Halsschild und Flügeldecken [Abb. 7], Halsansatz nicht sichtbar. Halsschild halbmondförmig, vorn breit konkav.
Ditomus Bonelli, 1810Kopfschild mit großem Horn [Abb. 9] oder zumindest deutlichem Höcker (♀ einer Art). Mandibeln erweitert und beim ♂ flügelförmig. 2 Supraorbitalborsten. Habitus [Abb. 10].
Abb. 9Abb. 10
→ 6-Kopfschild höchstens mit flachem Körnchen am Vorderrand, einfach oder vierzähnig; Mandibeln meist nicht erweitert (nur beim ♂ einer Carterus-Art flügelförmig erweitert).
Carterus Dejean & Boisduval, 1829Vorderrand des Kopfschilds einfach [Abb. 11]. 1 Supraorbitalborste. 5,5-14 mm [Abb. 12].
Abb. 11Abb. 12
→ 7-Kopf mit 2 Supraorbitalborsten und Vorderrand des Kopfschilds mit einem Körnchen in der Mitte [Abb. 13] oder vierzähnig [Abb. 14] (die Zähnchen können sehr stark verflacht sein, genau hinschauen).
Odontocarus Solier, 1835Kopfschild vierzähnig [Abb. 14]. Alle Zwischenräume der Flügeldecken punktiert und behaart. Nur 1 Supraorbitalborste.
Abb. 14
Tschitscherinellus Csiki, 1906-Kopfschild mit flachem Höcker bzw. Körnchen am Vorderrand. Jederseits 2 Supraorbitalborsten neben dem Augeninnenrand (die aber oft abgebrochen sind; die Porenpunkte selbst sind von der groben Punktierung des Kopfes nur schwer zu unterscheiden).
→ 9Basalrand der Flügeldecken an der Vorderkante der Flügeldecken verlaufend, verkürzt oder vollständig (Halsschild liegt nicht auf dem Vorderrand der Flügeldecken auf). Nur Arten mit behaarter Oberseite. Ditomina pars.
→ 10-Basalrand der Flügeldecken vollständig; er verläuft hinter dem Vorderrand der Flügeldecken, so daß sich vor dem Basalrand eine glatte Fläche befindet auf der der Halsschild aufliegt. Oberseits kahle oder behaarte Arten.
Daptus Fischer-Waldheim, 1824Vor den Augen mit einem winkligen Vorsprung, unter dem der Fühler eingelenkt ist [Abb. 15]. Vorder- und Mittelschienen außen dicht mit Stacheln besetzt (Grabbeine) [Abb. 16].
Abb. 15Abb. 16
→ 11-Höchstens mit einem wulstigen Vorsprung vor den Augen.
DiachromusHalsschild mit einer längeren Borste in den Hinterwinkeln. 1. Hintertarsenglied fast so lang wie 2. und 3. zusammen. Bunte Art: Kopf rot, Halsschild blau, Flügeldecken gelbrot mit dunklem Apikalfleck [Abb. 2].
Penthus Chaudoir, 1843Auf den drei vorletzten Sterniten mit zahlreichen sehr langen Borsten. Vorderschienen außen leicht nach Innen gewinkelt [Abb. 18]. 1 Art aus Südosteuropa [Abb. 19]. Ditomina pars.
Abb. 18Abb. 19
→ 15-Die drei vorletzten Sternite nur mit zwei langen Borsten (neben einer manchmal vorhanden feinen Grundbehaarung).
Graniger Motschulsky, 1864Flügeldecken ohne Mikroskulptur. Kopf hinter den kleinen Augen nicht verengt, parallelseitig [Abb. 20]. Habitus [Abb. 21]. Ditomina pars.
Abb. 20Abb. 21
→ 16-Flügeldecken zumindest vor der Spitze mit Mikroskulptur.
Scybalicus Schaum, 1862Episternen der Vorderbrust mit relativ langer, nach vorne gerichteter Behaarung. Fühler schlank. Vorderkörper [Abb. 22]. 10-13 mm.
Abb. 22
→ 17-Episternen der Vorderbrust nur mit feiner, bürstenartiger Behaarung oder kahl.
→ 211. Hintertarsenglied fast so lang wie 2. und 3. zusammen [Abb. 29]. Kopf und Halsschild kahl, Flügeldecken kahl oder nur am Außenrand und (oder) an der Spitze fein pubescent. Tarsen oberseits höchstens mit einer undeutlichen Borstenreihe. Die erweiterten Glieder der Vorder- und Mitteltarsen bei den ♂ mit filzigen Schuppenhaaren ohne erkennbare Ordnung [Abb. 30].
Abb. 29Abb. 30
→ 22-1. Hintertarsenglied nicht viel länger als das 2. [Abb. 31] oder der Kopf fast so breit wie der Halsschild und die rechte Mandibel mit einer Furche. Die erweiterten Glieder der Vorder- und Mitteltarsen bei den ♂ unten mit 2 Reihen breiter Schuppenhaare [Abb. 32].
→ 23Hinterrand des Kopfschildes nur mit 2 kleinen Grübchen an den Seiten [Abb. 24]. Flügeldecken isodiametrisch genetzt.
Abb. 24
Trichotichnus-Hinterrand des Kopfschildes mit Stirn-Augenfurchen, die jederseits von einer kleinen Grube hinter der Kopfschildquernaht zum oberen Augenrand verlaufen, diesen aber nicht immer erreichen [Abb. 23].
Acinopus Latreille, 1829Wangen vor dem Auge mit querer Furche für den Fühlerschaft. Rechte Mandibel am Außenrand oft mit einer Furche [Abb. 37]. Kopf sehr groß, wenig schmäler als der Halsschild [Abb. 38].
Abb. 37Abb. 38
→ 24-Wangen ohne Fühlerfurche, Kopf meist kleiner, schmäler als der Halsschild.
Cryptophonus Brandmayr & B., 1982Arten vom Festland. Kopf klein, über den Augen gemessen viel schmäler als die Breite der Halsschildbasis. Gattung Harpalus, Untergattung
Nesarpalus Bedel, 1897Kopf nicht auffällig groß. Halsschildseiten vor der Basis eingezogen. Endemische Arten des Madeira-Archipels.
Nesacinopus Tschitscherine, 1900-Kopf groß und voluminös, über den Augen gemessen fast so breit wie der Halsschild an der Basis [Abb. 40]. Endemische Arten auf den Kanarischen Inseln und Salvages. Habitus [Abb. 41].
Egadroma Motsch., 1855Braunschwarz mit grün-metallischem Schimmer [Abb. 42]. Flügeldecken mit Skutellarstreif und deutlicher Mikroskulptur.
Abb. 42
Loxoncus Schmidt-Goebel, 1846-Braunschwarz, Flügeldecken ohne Skutellarstreif [Abb. 43]. Erstes Glied der Hintertarsen außen mit einer Längsfurche, daneben fein gekielt.