Halsschild mit breit abgesetztem Basalrand, Flügeldecken gegen die Hinterecken rauh, körnig punktiert. Glänzend schwarz, Flügeldecken rotgelb oder bräunlichgelb, um das Schildchen und in den Außenecken schwarz, Hinterrand der Tergite gelbbraun, die Wurzel der dunklen Fühler gelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 3], Aedoeagus: [Abb. 4]. Die größte Art der Gattung, 2,6-3 mm. D: In den höheren Gebirgen des südlichen und mittleren Mitteleuropa, selten oder sehr selten, in neuererZeit nur noch vereinzelt nachgewiesen.

🗺
Fühler lang und schlank, Glied 5 deutlich länger als breit. Rötlichgelb, der Kopf, der Hinterrand der blaßgelben Flügeldecken, ein Querband in der Umgebung des 4. vollständigen Tergits, sowie manchmal die Scheibe des Halsschilds schwärzlich. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 5], Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. 2,3-2,8 mm. D: Wohl überall, aber durchaus nicht häufig.


🗺
-Fühler kürzer, Glied 5 kaum länger als breit, im übrigen mit pulchella weitgehend übereinstimmend, jedoch durch die Sexualmerkmale leicht zu trennen. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 8], Aedoeagus [Abb. 9] [Abb. 10]. Körper kleiner, 2-2,4 mm. D: In den Gebirgen des südlichen Mitteleuropa weit verbreitet, aber selten.




🗺
Halsschild wenig glänzend mit deutlicher netzmaschiger Chagrinierung. Rötlichbraun, Kopf und Hinterleib im Bereich des 4. und 5. vollständigen Tergits dunkelbraun. Flügeldecken meist um die Schultern heller, in den Außenwinkeln gebräunt. Fühlerbasis gelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 11] [Abb. 15], Aedoeagus [Abb. 16] [Abb. 17]. 1,8-2,3 mm. Überall häufig.



🗺
-Mit affinis äußerlich völlig übereinstimmend ist eine Art, die aus der Tschechoslowakei beschrieben wurde. Ihren Aedoeagus zeigt [Abb. 18] [Abb. 19]. 6. freiliegendes Tergit [Abb. 12]. B: Meine eigenen Funde im Juni bei Hamburg und Nienburg. D: Schweden, England, Deutschland, Tschechien, Rußland. Wahrscheinlich weiter verbreitet.


🗺
Halsschild flach, seitlich kaum gerundet, mit sehr deutlichem, netzmaschigem Chagrin. Die größte Halsschildbreite meist vor der Mitte, von dort zu den abgerundeten Hinterwinkeln fast geradlinig schwach verengt. Rotgelb, Kopf, Flügeldecken in den Außenwinkeln oder in der ganzen Hinterhälfte, das 4. und gewöhnlich auch die Vorderhälfte des 5. Tergits dunkelbraun bis schwarz. Halsschild rotbraun oder dunkelbraun. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 22], Aedoeagus [Abb. 23] [Abb. 24]. 2-2,4 mm. D: Wohl überall nicht selten.


Punktreihen neben der Halsschildmitte mit zahlreichen Punkten. Halsschild vor der Basis stärker und dichter punktiert. Flügeldecken deutlich länger als der Halsschild, auch innen sehr kräftig und dicht punktiert. Glänzend schwarz, die Ränder des Halsschilds, Flügeldecken bis auf die Hinterecken, Basis und Spitze des Hinterleibs und die Fühlerbasis rostrot oder rotgelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 25], Aedoeagus ähnlich (?) [Abb. 26]. 1,5-2 mm. D: Südliches Mitteleuropa, sehr selten.

🗺
Punktreihen auf dem Halsschild in der Mitte breit unterbrochen [Abb. 27]. Gewöhnlich befinden sich hinter dem Halsschildvorderrand ein kräftiger und zwei feine Punkte, auf der Hinterhälfte ein grober Punkt und dahinter eine kleine Anzahl ungeordneter Punkte. Kopf, Halsschild bis auf einen hellen Rand, Hinterecken der Flügeldecken und ein Querband auf dem Hinterleib schwarz, seltener braun. Der übrige Körper heller rötiichgelb bis dunkelbraun [Abb. 28]. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 29], Aedoeagus [Abb. 30] [Abb. 31]. 1,8-2,3 mm. D: Weit verbreitet und wohl überall häufig.




-Punktreihen des Halsschild aus ca. 6 Punkten bestehend, in der Mitte nicht unterbrochen. Halsschild geringfügig breiter, Färbung der dunklen Partien meist bräunlich. Im übrigen mit nana weitgehend übereinstimmend und erst in neuerer Zeit als besondere Art erkannt. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 32], Aedoeagus [Abb. 33] [Abb. 34]. 1,8-2,2 mm. D: Wohl vorzugsweise in den Gebirgen des südlichen Mitteleuropa, doch in der Verbreitung noch unzureichend erforscht. Lohse kannte die Art nur aus den österreichischen Alpen.


🗺
Körper tiefschwarz, Flügeldecken bräunlichgelb, an den Seiten besonders neben den Hinterwinkeln breit geschwärzt. Fühler mit gelber Basis, vom 4. Glied an fast schwarz. Halsschild mit verloschener Chagrinierung, stark glänzend. Flügeldecken mit äußerst feinen weitläufigen Punktkörnchen. ♂: 6. Tergit [Abb. 35] [Abb. 36], Aedoeagus [Abb. 37] [Abb. 38]. 1-1,8 mm. D: Wohl überall, aber selten.



🗺
Halsschild spiegelblank, zwischen den Punktreihen nicht oder nur schwer erkennbar mikroskulptiert. Fühler einfarbig gelb. Rötlichgelb, bis auf den braunen Kopf ± einfarbig oder der Halsschild, die Flügeldeckenhinterecken und die Basis des 4. vollständigen Tergits etwas angedunkelt [Abb. 39]. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 40], Aedoeagus [Abb. 41] [Abb. 42]. 1,6-2,3 mm. D: Vermutlich weit verbreitet und nicht häufig, bisher jedoch nur wenig gemeldet, vorzugsweise im nördlichen Mitteleuropa.



🗺
Fühler schlank, Glied 5 nicht erkennbar quer. Rötlichgelb oder hell rötlichbraun, Kopf, Hinterwinkel der Flügeldecken in gewöhnlich geringer Ausdehnung, sowie ein meist breites Querband auf dem 4. und 5. vollständigen Tergit schwarz, Halsschild braun, gelegentlich auch der ganze Hinterleib dunkel, (in diesem Fall durch größeren Körper von den unter LZ >>>16 - angeführten Arten ziemlich sicher zu unterscheiden). Fühlerbasis gelb, Flügeldecken besonders in der Außenhälfte sehr fein, aber deutlich eingestochen punktiert, an den Außenwinkeln mit einzelnen feinen Körnchen. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 43], Aedoeagus [Abb. 44] [Abb. 45]. 1,8-2,4 mm. D: Weit verbreitet und nicht selten. (=laevipennis Er.)


🗺
Größer, 2-2,4 mm [Abb. 46]. Halsschildhinterrand sehr breit abgesetzt, Fühler zur Spitze kräftig angedunkelt. Rotgelb, Außenwinkel oder das ganze letzte Drittel der Flügeldecken sowie ein Querband am Ende des Hinterleibs, welches die Vorderhälfte des 4. vollständigen Tergits gewöhnlich nicht umfaßt, schwärzlich. Halsschild besonders beim ♂ oft nur mit verloschener Mikroskulptur. Flügeldecken mit sehr weitläufiger, kaum erkennbarer eingestochener Punktur. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 47], Aedoeagus [Abb. 48] [Abb. 49] [Abb. 50]. D: Wohl überall vertreten, aber bisher nur von sehr wenigen Punkten in Mitteleuropa sicher nachgewiesen. Diese und die Arten hanseni und congrua sind auch im ♂ Geschlecht äußerlich meist nur durch Vergleich mit sicher bestimmten Tieren zweifelsfrei zu erkennen, da sich die sekundären Auszeichnungen an den Tergiten nicht wesentlich unterscheiden. Ihr Aedoeagus ist jedoch deutlich und konstant verschieden.




🗺
Halsschild mehr als eineinhalb mal so breit wie in der Mitte lang. Dunkelbraun, selten einfarbig, meistens die Flügeldecken heller braun oder braungelb, die Hinterwinkel geschwärzt. Fühler an der Basis rötlichgelb, zur Spitze angedunkelt. Oft ist der Halsschild und die Basis des Hinterleibs heller braun. Vorletzte Fühlerglieder fast doppelt so breit wie lang. ♂ : 5. und 6. Tergit [Abb. 56], Aedoeagus [Abb. 57] [Abb. 58] [Abb. 59]. 1,6-2,1 mm. Von der ähnlichen lucidula durch weniger glänzenden, merklich helleren Halsschild leicht zu trennen. B: Am Birkenpilz (·Boletus scaber·). D: Erst wenig gemeldet, doch sicher weit verbreitet, da sowohl in Hamburg als auch in der Tschechoslowakei gefunden.



🗺
Die ersten 4 vollständigen Abdominalsegmente hell gefärbt. Rötlichgelb oder hell braunrot, Kopf, Hinterwinkel der Flügeldecken und eine Querbinde auf dem 5. vollständigen Tergit braun oder schwarz, oft auch der Halsschild etwas dunkler rotbraun. Fühler an der Basis gelb, vom 5. Glied an gebräunt. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 60], Aedoeagus [Abb. 61] [Abb. 62] [Abb. 63]. 1,7-2,2 mm. D: Überall häufig.



🗺
Fühler gelbbraun mit gelber Wurzel. Bei hellen Stücken sind die Flügeldecken bis auf die geschwärzten Hinterwinkel und die Basis und Spitze des Hinterleibs rötlichgelb, der Kopf schwarz, der Halsschild hell rotbraun. Bei dunklen Stücken ist der Halsschild und der ganze Hinterleib braun oder dunkelbraun. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 64], Aedoeagus [Abb. 65] [Abb. 66]. 1,6-2,2 mm. D: Überall eine der häufigsten Arten. Für Tiere aus dem Kaukasus siehe auch LZ >>>99


🗺
-Fühler dunkelbraun mit gelber Wurzel, Kopf, Halsschild und Hinterleib vom 4. Tergit an oder vollständig dunkelbraun. Flügeldecken bis auf die geschwärzten Hinterwinkel und oft die 3 ersten vollständigen Tergite bräunlichgelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 67], Aedoeagus [Abb. 68] [Abb. 69]. 1,6-2 mm. D: Weit verbreitet, aber wesentlich seltener als joyioides.


🗺
Ganz schwarzbraun oder schwarz, Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, Fühler und Beine gelb bis gelbbraun. Flügeldecken fein und wenig dicht, körnig punktiert. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 70] [Abb. 71]; 7. Tergit asymmetrisch; jederseits in einen langen Ast ausgezogen, der linke am Ende hammerförmig erweitert, der rechte vor der fähnchenartigen Spitze mit 4 starken Borsten [Abb. 72]. Aedoeagus [Abb. 73] [Abb. 74]. 1,3-1,6 mm. B: Vorzugsweise in Baumschwämmen. D: Europa, im ganzen nicht selten. (=angustata (Steph., 1832))




🗺
Größer, 1,5-2 mm. Flügeldecken mit feiner, wenig dichter, einfach eingestochener Punktur. Kopf mit zahlreichen kräftigen Punkten. Rötlichgelb, Kopf, Flügeldecken an den Hinterwinkeln und ein Querband auf dem Hinterleib braun. Fühler gelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 75], Aedoeagus [Abb. 76] [Abb. 77]. D: Weit verbreitet, aber eine der selteneren Arten.


🗺
-Kleiner, 1-1,4 mm. Flügeldecken sehr kurz mit weitläufiger, gekörnter, nicht eingestochener Skulptur. Kopf mit spärlichen und feinen Punkten. Bräunlichgelb oder rötlichgelb, Kopf, Flügeldecken in der Hinterhälfte und ein Querband auf dem Hinterleib angedunkelt, Fühler gelb. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 78] [Abb. 79], Aedoeagus [Abb. 80] [Abb. 81] - die in den Abbildungen links liegenden dunklen Teile der Innenstrukturen können +/- vorgeschoben sein [Abb. 82]. B: An Baumschwämmen und Pilzen. D: Weit verbreitet, aber nicht häufig.




🗺
Dunkelbraun, manchmal der Halsschild und die Flügeldecken, sowie Basis und Spitze des Hinterleibs heller rötlichbraun, Beine rotgelb. Oberseite kräftig chagriniert, fettglänzend, fein und weitläufig, in der Außenhäifte der Flügeldecken etwas körnig punktiert. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 83], Aedoeagus [Abb. 84] [Abb. 85]. 1,3-1,6 mm. B: An Baumschwämmen, vorzugsweise am Eichenwirrling (·Daedalea quercina·), gesellig und nicht selten. D: Europa.


🗺
-Mit strictula weitgehend übereinstimmend, jedoch etwas kleiner, die vorletzten Fühlerglieder etwas stärker quer, die körnige Skulptur der Flügeldecken ausgedehnter, das Chagrin des Vorderkörpers schwächer. ♂: 5. und 6. Tergit [Abb. 86], Aedoeagus [Abb. 87] [Abb. 88]. 1,2-1,4 mm. D: Weitaus seltener als strictula, aber wohl überall verbreitet.


🗺
Halsschild auf stark chriniertem Grund sehr fein, aber erkennbar punktiert, weniger als eineinhalb mal so breit wie lang, die Seiten fast gleichmäßig gerundet, Körper fast parallelseitig [Abb. 89]. Punktur der Flügeldecken etwas raspelig. Pechschwarz, Halsschild und Flügeldecken oft braun, Fühler und Beine gelb. ♂: (6. Tergit [Abb. 90], Aedoeagus [Abb. 91] [Abb. 92], Spermatheka [Abb. 93]. 0,9-1,3 mm. B: An Baumschwämmen, meist gesellig, meine Funde bisher alle an ·Fomes pinicola·. D: Im allgemeinen häufig, im Norden selten oder fehlend.







-(Ex Strand) "Es liegen 14 Exemplare aus Teberda in Nord-Kaukasus vor, die nach äußeren Merkmalen kaum von joyioides zu unterscheiden sind, die indessen nach dem Bau des Penis [Abb. 97] als zu einer besonderen Art gehörig angesehen werden müssen, denn nach den aus verschiedenen Lokalitäten von Finnland bis Griechenland untersuchten joyioides zu urteilen, scheint der Bau des Penis dieser Art konstant zu sein." Südrußland.
-(Ex Strand) "Rotgelb bis gelbbraun, Kopf, Hinterecken der Flügeldecken und eine Querbinde vor der Spitze des Hinterleibs schwarzbraun. Kopf ziemlich glanzend, mäßig stark chagriniert, mit einigen feinen Punkten besetzt, fünftes bis zehntes Fühlerglied quer. Halsschild mäßig stark chagriniert, anderthalb mal so breit als lang, vor der Basis rnit einigen feinen, dicht stehenden Punkten, in der Mitte mit zwei längsgehenden Punktreihen die in einer seichten Vertiefung stehen, außerhalb der Punktreihen rnit einigen zerstreuten Punkten besetzt. Flügeldecken glänzend, sehr fein, in den Hinterecken körnig, punktiert. ♂: Sekundäre Geschlechtsmerkmale wie bei joyioides Wüsthoff. Long. 1,6-1,9 mm. Diese Art, die in etwa 50 Exemplaren aus Lenkoran (Korb und Leder) und aus Talysch (Korb) vorliegt, steht joyioides sehr nahe, ist jedoch heller gefärbt, die Mikroskulptur der Flügeldecken ist mehr abgeschliffen, und die Decken daher mehr glänzend. Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, ist der Penis [Abb. 98] anders gebaut als bei joyioides [Abb. 65] [Abb. 66]." Aserbeidschan.


-Rußland, Finnland.