Gattung Dropephylla Mulsant & Rey, 1880

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe
Jászay, T. & Hlavác, P. (2006): A revision of the genus Dropephylla (Coleoptera, Staphylinidae, Omaliinae). - Entomological problems, 36:31- 62. >>>"F:\\taxa\coleo\scans\Jaszay&Hlavac2006 Dropephylla.pdf"
Von Phyllodrepa abgetrennt und durch das Fehlen von Grübchen vor den Ocellen und durch geringere Größe zu trennen.
Die Gattung ist mit 30 Arten paläarktisch verbreitet, davon wurden bisher aus Europa 21 und aus Mitteleuropa 8 bekannt. Die Imagines leben unter Rinder morscher Bäume, in Baumhöhlen und in der Bodenstreu; einige Arten werden regelmäßig an Blüten gefunden.
#1
ioptera Stephens, 1832Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken in deutlichen Reihen punktiert; rotgelb, Kopf, Fühlerspitze, Hinterleib und Flügeldecken in verschieden starker Ausdehnung geschwärzt [Abb. 1]. Die großen Augen nehmen fast die ganzen Seiten des Kopfes ein, Schläfen fehlen [Abb. 2]. Halsschild gewölbt, wie der Kopf kräftig und dicht punktiert, vor den fast rechten Hinterwinkeln gerade oder sehr schwach ausgeschweift. Die vier vorletzten Glieder der Fühler quer, etwa doppelt so breit wie lang. 2,5-3 mm. Die häufigste Art der Gattung
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Entweder Flügeldecken nicht gereiht punktiert oder aber Oberseite des Tieres braun.
#2
→ 3Halsschild immer, Körper überwiegend rotgelb gefärbt. Vorletzte Fühlerglieder mindestens doppelt so breit wie lang
→ 7-Heller oder dunkler braun, Fühler zur Spitze deutlich geschwärzt, gestreckter, vorletztes Glied kaum doppelt so breit wie lang.
#3
luzei Hubthl.🗺ColeowebKörper klein, etwas gewölbt, 2 mm. Halsschild seitlich gleichmäßig gerundet, nach hinten etwas mehr verengt. Hinterecken abgerundet stumpfwinklig. Augen groß, vorspringend, Schläfen nur äußerst kurz. Gelbrot, Kopf, Umgebung des Schildchens, Hinterhälfte der Flügeldecken und Spitze des Hinterleibs schwarzbraun. Die Seiten der drei ersten freiliegenden Tergite dichter tomentiert. Südöstliches Mitteleuropa, sehr selten
→ 4-Etwas oder merklich größer, 2-3,5 mm, abgeflacht. Halsschild quer herzförmig, in oder vor der Mitte am breitesten, nach hinten gerade oder schwach konkav verengt. Schläfen gut entwickelt
#4
ammanni Bernh.🗺ColeowebKopf mit flachen Augen, über den Schläfen kaum schmäler als der größte Querdurchmesser über den Augen [Abb. 3]. Halsschild und Flügeldecken deutlich aufstehend behaart, Halsschild schwach quer mit stumpfen Hinterwinkeln, wenig kräftig punktiert. Flügeldecken fein punktiert, höchstens kurz vor dem Hinterrand fein längsgestrichelt. Punktzwischenräume auf den Flügeldecken fast von der Größe der Punkte. Rotgelb, Kopf und Hinterleibsspitze leicht angedunkeit. Kleiner als die folgenden Arten. 2-2,5 mm. Tirol, sehr selten.
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Abb. 3
→ 5-Kopf über den vorspringenden Augen wesentlich breiter als über den verengten Schläfen. Oberseite nur undeutlich, oft kaum erkennbar behaart.
#5
scabriuscula (Kr.)🗺ColeowebRostrot. Kopf, Hinterleibsspitze und Flügeldecken im Nahtwinkel ± ausgedehnt geschwärzt. Flügeldecken stark verrunzelt. Fühler länger als bei linearis und Augen stärker vorgewölbt. 2,5-3,5 mm. In höheren Gebirgen selten, oft mit dem folgenden zusammen und möglicherweise eine Hochgebirgsrasse dieser Art.
→ 6-Fast einfarbig rotgelb oder rostrot, höchstens die Flügeldecken um das Schildchen und vor dem Hinterrand schwach angedunkelt. Flügeldecken schwächer verrunzelt.
#6
linearis (Zett., 1828)🗺ColeowebGrößer, 2,5-3,5 mm. Halsschild breiter und weniger kräftig punktiert, Augen mäßig vorgewölbt [Abb. 4]. In Gebirgsgegenden unter lockerer Rinde und an Schwämmen verstreut und selten.
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Abb. 4
elegans (Kr., 1858)🗺Coleoweb-Kleiner, 2,4 mm. Halsschild schmäler und kräftiger punktiert, Augen stark vorgewölbt [Abb. 5]. Von dieser Art liegt bisher nur das Typusexemplar aus Glatz vor; vermutlich nur ein abweichendes Stück des linearis.
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Abb. 5
#7
gracilicornis (Fairmaire & Laboulbène, 1856)Fundmeldungen🗺ColeowebGrößer, 2,3-2,8 mm. Braunschwarz, Halsschild und Flügeldecken oft etwas heller braun bis rostrot [Abb. 6] [Abb. 7]. Fühlerbasis und Beine rötlichgelb. Kopf unmittelbar hinter den vorstehenden Augen verengt [Abb. 8]. Halsschild schwach quer, ziemlich fein, jedoch dichter als die Flügeldecken punktiert. Punktur der Flügeldecken ziemlich fein, unregelmäßig und relativ weitläufig. Die Zwischenräume der Punkte größer als diese. Behaarung der Oberseite äußerst fein. In der nördlichen Hälfte des westlichen Mitteleuropa und im Alpengebiet, sehr selten.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
vilis (Erichson, 1840)🗺Coleoweb-Braunschwarz, Halsschild und Flügeldecken heller braun, Fühlerbasis und Beine rötlichgelb. Fühler etwas kürzer als bei gracilicornis. Kopf hinter den schwächer vorstehenden Augen mit deutlichen gerundeten Schläfen [Abb. 9]. Halsschild schwach quer, ziemlich fein und nicht dichter als die Flügeldecken punktiert. Die Punktur der Flügeldecken in feinen, dichten Reihen stehend, zur Spitze schwach verrunzelt. Behaarung der Oberseite etwas deutlicher. ♂: Aedoeagus: [Abb. 10]. 2-2,5 mm. 2,25 mm (RL: 1,3 mm). In der Westpaläarktis weit verbreitet, aber selten. Im Herbst unter Borke von Laubbaumen. Überprüfte mitteleuropäische Nachweise bisher nur aus der Schweiz , Sachsen und Schlesien.
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Abb. 9
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Abb. 10
koltzei Jaszay & Hlavac, 2006Fundmeldungen🗺Coleoweb-♂: Aedoeagus: [Abb. 11]. 2,4 mm (W: 1,4 mm). Europa, von Spanien bis nach Mitteleuropa und Skandinavien. Im mittleren Europa aus Norddeutschland, der Tschechischen Republik und Dänemark nachgewiesen. Offenbar nicht selten. Im Herbst unter Borke von Laub- und Nadelbäumen.
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Abb. 11
Enthaltene Taxaammanni elegans gracilicornis ioptera koltzei linearis luzei scabriuscula vilis
Erstellt am: 15.02.2013 · Letzte Aktualisierung: 04.06.2021 - 01:19:31
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