Fühler auffällig schlank und lang, den Hinterrand der Flügeldecken überragend. Glied 9 mindestens doppelt so lang wie breit, 4.-9. Fühlerglied etwa von gleicher Länge, die 3 Endglieder kaum breiter als die vorhergehenden. Oberseite, Fühler und Beine schwarz oder schwarzbraun, Flügeldecken etwas rötlich durchscheinend. 1,3-1,4 mm. D: Im Alpengebiet sehr selten, sonst in Italien.
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Fühler zur Spitze allmählich verbreitert, ihr 7. Glied länger und breiter als das 6. Glied, so lang wie das 8. Glied und an der Spitze so breit wie dies an der Basis, so daß die Fühlerkeule nur schwach abgesetzt erscheint [Abb. 1]. Schwarz oder braunschwarz, Halsschildseitenrand, Flügeldecken und Spitze des Hinterleibs meist deutlich aufgehellt. Fühler und Beine rotbraun bis gelbbraun. Flügeldecken an den Seiten meist stärker gerundet als bei den folgenden Arten [Abb. 2]. 1-1,4 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 3] [Abb. 4], Penisspitze ventral [Abb. 5]. D: Wohl überall nicht selten; mit Ausnahme des Alpengebietes im ganzen die weitaus häufigste Art.




Kleiner und schmäler. 0,5-0,8 mm. Halsschildhinterwinkel fast rechtwinklig und nur wenig abgerundet. Schwarz, Halsschildseitenrand, Flügeldecken und Spitze des Hinterleibs meist heller, Fühlerbasis oft aufgehellt. Flügeldecken etwa so lang wie der Halsschild, Halsschild sehr fein und wenig dicht, Flügeldecken mäßig fein und dicht, etwas raspelig punktiert. 1. Glied der Hintertarsen kürzer als die restlichen Glieder zusammen. ♂: Aedoeagus [Abb. 8]. D: Weit verbreitet, aber selten oder sehr selten.


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-Flügeldecken nur mit einfacher, rhomboidisch genetzter Mikroskulptur [Abb. 11]. Fühler schlanker und länger [Abb. 7]. Mikroskulptur der Flügeldecken aus uregelmäßig polyedrischen Maschen bestehend [Abb. 11]. Schwarz, Flügeldecken oft braun, Halsschildseiten und Hinterleibspitze aufgehellt. Flügeldecken nicht kürzer als der Halsschild, dieser sehr fein und wenig dicht, Flügeldecken fein und mäßig dicht, nicht raspelig und wesentlich feiner als bei tarsalis punktiert. 1. Glied der Hintertarsen kürzer als die übrigen Glieder zusammen. 0,9-1,1 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 12]. D: Wohl überall, aber nicht häufig, im Osten seltener.



Flügeldecken im Grunde fein netzmaschig chagriniert; diese Mikroskulptur wird von kräftiger eingeritzten Linien überdeckt, die paarweise von den Punkten ausgehen und nach vorn divergieren und ein schräges Wellenmuster ergeben; einige eingestreute zitzenartige Zellen kommen vor [Abb. 9]. Schwarz, Halsschildseiten und Hinterleibspitze nur schwach aufgehellt, Flügeldecken manchmal schwarzbraun. Flügeldecken etwas kürzer als der Halsschild; Halsschild sehr fein und wenig dicht, Flügeldecken kräftig und mässig dicht, etwas raspelig punktiert. 1. GId. der Hintertarsen so lang wie die restlichen Glieder zusammen. 1-1,4 mm. ♂: Medianlobus an der Spitze breit abgerundet, nicht ausgerandet [Abb. 13]. D: Seltene Art. Vorzugsweise im nördlichen und westlichen Mitteleuropa; in Skandinavien besonders an der Küste gefunden, vermutlich weit verbreitet, da auch im italienischen Alpengebiet.

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-Fühler kürzer und gedrungener [Abb. 14]. Mikroskulptur der Flügeldecken mit zahlreichen eingestreuten zitzenarten Zellen [Abb. 10], deren Ränder ein fast waagerechtes Wellenmuster ergeben. Medianlobus des Aedoeagus an der Spitze breit abgerundet mit einer tiefen Ausrandung [Abb. 15]. Länge des Vorderkörpers (Oberlippe bis Flügeldeckenende) 0,75-0,8 mm. B: Die Typen wurden auf extensiv genutzen Grünland gestreift. D: Beschrieben aus dem Süden Norwegens.


Hinterleib querwellig mikroskulptiert, 8. und 9. Fühlerglied fast quadratisch. Halsschild auf der Scheibe sehr glänzend, nur mit verloschener und kaum erkennbarer querwelliger Mikroskulptur. Schwarz, Halsschildrand etwas heller, 1.-3. Fühlerglied gelbrot. Halsschildhinterwinkel nur kurz abgerundet. Dem laeviusculus sehr ähnlich, aber schmäler. 1,3 mm. ♂: 1. Vordertarsenglied stark erweitert. Aedoeagus [Abb. 16]. D: Bisher nur 1 ♂ aus den Karnischen Alpen bekannt.
Schwächer gewölbt. Schwarz, Halsschild an den Seiten ± breit hell gesäumt, Flügeldecken rotbraun bis (seltener) schwarzbraun, Hinterleib am Hinterrand der Tergite und an der Spitze aufgehellt. Flügeldecken fein und dicht gerieft, Hinterleib beträchtlich kräftiger und ziemlich weitläufig genetzt. Mittlere Fühlerglieder gestreckt, 1. Glied der Hintertarsen etwa so lang wie die restlichen Glieder zusammen. 1-1,4 mm. ♂: 1. GIied der Vordertarsen stark erweitert. Aedoeagus [Abb. 17] [Abb. 18]. B: Wohl vorzugsweise synanthrop, wurde in Skandinavien in altem Heu, unter faulenden Pflanzenstoffen, in Ställen und Scheunen sehr selten, aber gelegentlich in Anzahl gefunden. D: In Mitteleuropa möglicherweise verbreitet, aber bisher nur in Oldenburg gefunden. (=imitator (Luze))

-Stärker gewölbt, schwarz, Halsschildseiten breit hell gesäumt. Flügeldecken stets schwarz, kräftiger mikroskulptiert, Hinterleib enger netzmaschig chagriniert. Mittlere Fühlerglieder nur mäßig gestreckt. 1,2 mm. ♂: 1. Glied der Vordertarsen mäßig stark erweitert. Aedoeagus [Abb. 19] [Abb. 20]. D: Diese wohl vorzugsweise südeuropäische Art wurde in Schlesien gefunden. Möglicherweise weiter verbreitet.

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Halsschild breit, meist deutlich breiter als die Flügeldecken an den Schultern [Abb. 22], Hinterwinkel (von der Seite gesehen) breit abgerundet [Abb. 23]. Flügeldecken nur matt glänzend. Schwarz bis dunkelbraun, Halsschild an den Seiten breit, am Vorder- und Hinterrand schmal aufgehellt, Hinterleibspitze braungelb. Flügeldecken an der Naht etwas länger als der Halsschild. Körperbehaarung länger als bei allen anderen Arten. Fühler sehr gestreckt. ♂: Aedoeagus [Abb. 24] [Abb. 25]. 1-1,4 mm. B: Vorzugsweise an Ufern in geschnittenem Schilf etc.. D: Weit verbreitet, im Süden nicht selten, im Norden selten. (Stücke mit ausnahmsweise dunklen Flügeldecken sind von den einfarbigen Arten durch den breiten Halsschild und die lange Behaarung zu unterscheiden.)



-Halsschild schmäler, nicht breiter als die Flügeldecken an den Schultern. Hinterwinkel weniger breit abgerundet, stumpfwinklig. Flügeldecken stärker glänzend, an der Naht so lang wie der Halsschild; Oberseite weniger lang und dicht behaart, Fühler kürzer; im übrigen mit discoideus übereinstimmend. ♂: Aedoeagus [Abb. 26]. 1-1,3 mm. D: Aus Skandinavien beschrieben, jedoch auch im östlichen Österreich, in Südtirol und in Franken gefunden und daher sicherlich auch andernorts in Mitteleuropa nachzuweisen.



0,5-1 mm. 1. Hintertarsenglied deutlich kürzer als die übrigen Glieder zusammen. Kopf, Halsschild und Flügeldecken braun, selten verwaschen zweifarbig, dann aber durch die geringe Größe leicht von discoideus und suecicus zu unterscheiden. Hinterleib dunkler mit heller gerandeten Tergiten und Hinterleibspitze. Halsschildhinterwinkel breit abgerundet, Flügeldecken fein punktiert. ♂: Aedoeagus [Abb. 30]. D: Hamburg, Rheinland, Südtirol. Wohl in ganz Mitteleuropa, aber sehr selten.
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-0,8-1,2 mm. 1. Hintertarsenglied so lang wie die übrigen Glieder zusammen. Halsschildhinterwinkel kürzer abgerundet [Abb. 31]. Oberseite meist schwarz mit schmal hell gerandetem Halsschild. Beine oft mit angedunkelten Schenkeln. (Nach Lohse Fühler kürzer, 4.-7. Fühlerglied beim ♀ nicht länger als breit.) 0,8-1,2 mm. ♂: Vordertarsen kaum erweitert, Aedoeagus [Abb. 32] [Abb. 33]. D: Im nördlichen Mitteleuropa sehr verstreut und selten, südlich der Alpen durchaus häufiger.


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Analsegmente umfangreicher hell. 1-1,1 mm. ♂: Vordertarsen mäßig erweitert, Aedoeagus [Abb. 34] [Abb. 35]. D: Vermutlich in ganz Mitteleuropa, bisher aber nur spärliche Einzelfunde. Oldenburg, Skandinavien, Frankreich, Õsterreich, Norditalien. (=nitida (Palm))

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-Beine einfarbig gelb. (Nach Lohse 4.-7. Fühlerglied wesentlich länger als breit.) Flügeldecken sehr fein und dicht punktiert, glänzend; die Mikroskulptur sehr eng quermaschig, diagonal [Abb. 27] (nach Assing (l.c.) kamen bei von ihm untersuchten und als pulicaria bestimmten Tieren aber auch sehr ähnliche Mikrostrukturen wie bei seminulum vor; weitmaschige Stücke können also nicht sicher anhand der Mikroskulptur getrennt werden.). Oberseite schwarz, manchmal die Flügeldecken heller braun. 0,8-1,2 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 36] [Abb. 37]. D: Wohl überall, aber durchaus nicht häufig. (=hanseni (Palm, 1949)) Anmerkung: Nach Assing (l.c.) hat Lohse in FHL Band 5 die Arten pulicaria, hanseni und seminulum falsch gedeutet und verwechelt. Die von Lohse aufgeführten Unterschiede der Länge der Tarsen und Fühlerglieder werden von Assing nicht erwähnt, der als einziges zuverlässiges Merkmal zur Trennung der ♀ von seminulum und pulicaria die dunklere Schenkelfärbung bei seminulum angibt. Da der einzige verbliebene Syntupus von pulicaria ein ♀ ist, vermutet Assing, daß hanseni synonym zu pulicaria ist. Die Tabelle mußte daher ab LZ 12 neu gefaßt werden und ist wegen der fehlenden Vergleiche nur für ♂ geeignet.

