Gattung Cryptophagus nach Reska

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5CryptophagidaeCryptophagus
Von Arved Lompe (n. M. Reska)
Reska, M. (1994): Bestimmungstabellen der mitteleuropäischen Arten der Gattungen Micrambe Thomson und Cryptophagus Herbst (Insecta: Coleoptera: Cryptophagidae) - Ann. Naturhist. Mus. Wien 96B:247-342 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reska1994 Cryptophagus.pdf"
Grobe Gliederung in Artengruppen nach der Form der Vordereckenverdickung des Halsschildes, von oben senkrecht auf den Halsschild gesehen; die Einteilung nach der Behaarung ist nach Reska (l.c.) unsicher.
Die Tabelle ist original übernommen und nur neu geordnet und mit Anmerkungen und taxonomischen Aktualisierungen versehen worden.
#1
→ 2Vordereckenverdickung des Halsschildes vom Seitenrand mehr oder weniger winkelig abgesetzt [Abb. 1] [Abb. 2] [Abb. 3]; eine Ausnahme bilden seltene, monströse Exemplare mit einer mit dem Lateralzahn auf beiden Seiten des Halsschildes zusammengewachsenen Verdickung.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 1d-Vordereckenverdickung des Halsschildes am Seitenrand nicht winkelig abgesetzt, in diesen bogenförmig einfließend oder gar nicht abgesetzt [Abb. 4]. Artengruppe IV.
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Abb. 4
#2
→ 3Zahn der abgesetzten Vordereckenverdickung des Halsschildes spitz [Abb. 2] [Abb. 3].
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 1c-Der Zahn der abgesetzten Vordereckenverdickung des Halsschildes mehr oder weniger abgerundet [Abb. 1]. Artengruppe III.
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Abb. 1
#3
→ 1aAbgesetzte Vordereckenverdickung des Halsschildes ragt vom Seitenrand in scharfem oder rechtem Winkel hervor [Abb. 2]. Artengruppe I.
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Abb. 2
→ 1b-Abgesetzte Vordereckenverdickung des Halsschildes ragt vom Seitenrand in einen mäßig (besser: flachen) stumpfen Winkel hervor [Abb. 3]. Artengruppe II.
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Abb. 3
#1a
obsoletus Rtt., 1879🗺ColeowebSpitze des Zahnes der abstehenden Vordereckenverdickung des Halsschildes abgestumpft (A in [Abb. 2]); rostbraun, Kopf, Halsschild, ein breiter Streifen rund um die Flügeldeckennaht und Unterseite des Käfers dunkelbraun; der Lateralzahn des Halsschildes liegt hinter der Mitte des mäßig abgerundeten und breit gekanteten Seitenrandes; Flügeldeckenbehaarung kurz; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, die Spitze des Aedoeagus in Form einer nach innen verdrehten Fußsohle; sibirische Art, in Lebensmittellagern in England gefunden; könnte auch nach Mitteleuropa eingeschleppt werden; 2,1-2,7 mm; [Abb. 5].
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Abb. 2
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Abb. 5
→ 3a-Spitze der abstehenden Vordereckenverdickung des Halsschildes scharf (B-H in [Abb. 2]).
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Abb. 2
#3a
lycoperdi (Scopoli, 1763)Fundmeldungen🗺ColeowebVordertibien am Ende der Außenseite in eine Spitze ausgezogen [Abb. 6]; rostbraun, Flügeldeckenbehaarung lang, stark abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; überall in Hartbovisten (·Scleroderma· sp.) häufig; 2,3-3.5 mm; [Abb. 7].
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 5a-Vordertibien am Ende der Außenseite nicht in eine Spitze ausgezogen.
#5a
→ 6aVordereckenverdickung des Halsschildes deutlich abgesetzt (B-F in [Abb. 2]).
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Abb. 2
→ 33a-Vordereckenverdickung des Halsschildes leicht abgesetzt (G-H in [Abb. 2]).
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Abb. 2
#6a
→ 7aLateralzahn vor der Mitte des Halsschildseitenrandes gelegen.
→ 14a-Lateralzahn in oder hinter der Mitte des Halsschildseitenrandes gelegen.
#7a
→ 8aHalsschildseitenrand kontinuierlich abgerundet, beim Lateralzahn ohne Winkel und breiter gekantet.
hexagonalis Tournier🗺Coleoweb-Halsschildseitenrand beim Lateralzahn winkelig, zu den Vorder- und Hinterecken geradlinig verengt und schmal gekantet. Kopf und Halsschild rostrot, Flügeldecken strohgelb; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes nach oben geneigt mit eingedrücktem Punkt; Flügeldeckenbehaarung kurz, etwas abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, im Gegensatz zu C. bruchi mit einigen Dornen am Aedoeagalapodem, ohne häutige Auswüchse am Aedoeagus und mit kürzeren, breiteren Parameren; an der Küste des Mittelmeeres und des Baltischen Meeres; etwa 1920 auch am Balaton in Ungarn gesammelt (Exemplar in Coll. Mus. Budapest); 2,1-2,7 mm; [Abb. 8]. Die Art soll nach Haddad, Esser & Neumann (Journal of Apicultural Research and Bee World 47(3): 190-191 (2008)) in Bienenstöcken als Kommensale leben.
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Abb. 8
#8a
→ 9aLateralzahn deutlich vor der Mitte des Halsschildseitenrandes gelegen, Stirnfläche der Vordereckenverdickung zeigt sich nur als eine schmale Leiste ohne eingedrückten Punkt.
corticinus Thomson, 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb-Lateralzahl liegt näher der Mitte der Länge des Halsschildseitenrandes, Stirnfläche der Vordereckenverdickung nach oben geneigt, mit eingedrücktem Punkt; dunkelbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz, etwas abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren lang; skandinavische und sibirische Art, an alter Birkenrinde; (Pilsen, Natterer - Coll. Naturhist. Mus. Wien); 2,1-2,65 mm; [Abb. 9].
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Abb. 9
#9a
labilis Er., 1846Fundmeldungen🗺ColeowebAugenfazetten feiner, Durchmesser 8 µm; Flügeldecken schmäler, 1,55 mal so lang wie breit; rostbraun, Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in feuchtem Moder in Hohlräumen von Laubbäumen; verhältnismäßig selten; 1,8-2,5 mm; [Abb. 10].
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Abb. 10
ruficornis Stephens🗺Coleoweb-Augenfazetten gröber, Durchmesser 10 µm; die Flügeldecken 1,42 mal so lang wie breit; bis auf die Schulterpartien schwarz, immature Exemplare rostbraun; kurze Flügeldeckenbehaarung an den Seiten an Flügeldeckenneigungen mit längeren, stärker abstehenden Haaren vermischt; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; westeuropäische Art, am Baumpilz ·Sphaeria concentrica·; Reska kannte ein Exemplar aus Ludwigsburg (in Coll. Mus. Stuttgart); selten; 2,0-2.6 mm; [Abb. 11].
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Abb. 11
#14a
→ 15aUnterseite des Käfers (seitlich) dunkelbraun bis schwarz, dunkler als die Flügeldecken.
→ 20a-Unterseite des Käfers (seitlich) rostbraun, nicht dunkler als die Flügeldecken.
#15a
fasciatus🗺ColeowebFlügeldecken mit breitem, dunkelbraunen Querstreifen oder einzelnem dunklen Fleck auf jeder Flügeldecke; Oberseite zweifarbig, der Kopf und Halsschild dunkelbraun bis schwarz, die Flügeldecken rostbraun mit einem dunklen Querfleck; Flügeldeckenbehaarung länger und abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, die Duktusklemme am Aedeagalapodem mit einer bogenförmigen Leiste verbunden; eine Art, die unter Seegras am Sandstrand des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres lebt; fälschlich für die Fauna Mitteleuropas angeführt; 1,8-2,8 mm; [Abb. 12].
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Abb. 12
→ 17a-Flügeldecken einfarbig oder längs der Naht und seitlich dunkel.
#17a
distinguendus Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebKörperbau verhältnismäßig breit, stark gewölbt; Augenfazetten gröber, Durchmesser 10 µm; Vordereckenverdickung des Halsschildes scharfwinkelig, Lateralzahn klein; die größte Flügeldeckenbreite im vorderen Drittel; oben braun bis dunkelbraun, Flügeldecken gewöhnlich heller, manchmal an der Naht dunkel; Flügeldeckenbehaarung kürzer und abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, der Aedoeagus am häutigen Ende sohlenförmig erweitert, Parameren kurz und breit; in Kellern, Ställen und Wildfuttertrögen häufig, vereinzelt in Baumhöhlen; 1,6-2,3 mm; [Abb. 13].
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Abb. 13
dorsalis Sahlb., 1834Fundmeldungen🗺Coleoweb-Der Körper verhältnismäßig schmal und nur gering gewölbt; Augenfazetten fein, Durchmesser 7 µm; Vordereckenverdickung des Halsschildes rechtwinkelig, Lateralzahn groß; größte Flügeldeckenbreite im hinteren Drittel; Kopf und Halsschild braun bis schwarz, Flügeldecken heller, rostbraun, oft mit dunkleren Seitenrändern und einem breiten Streifen an der Naht; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren kurz und schmal, Aedoeagusspitze bogenförmig; in Kiefernkronen auf Blüten; überwintert an der Basis ihrer Stämme in Humus und unter der Rinde; häufig; 1,6-2,3 mm; [Abb. 14].
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Abb. 14
#20a
intermedius Bruce, 1934Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseitenrand zu den Vorder- und Hinterecken nicht verengt; rostbraun; die Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes seitlich geneigt, zeigt sich nur als eine schmale Leiste; Flügeldeckenseiten hinter den Schultern gerade; Flügeldeckenbehaarung kurz, etwas abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren schmal und lang; bisher aus Holland, England und der Slowakei bekannt; sehr selten; 2,0-2,1 mm; [Abb. 15]. Verstreute Funde auch in Norddeutschland.
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Abb. 15
→ 22a-Halsschildseitenrand vom Lateralzahn zu den Vorder- und Hinterecken mehr oder weniger verengt.
#22a
→ 23aHalsschildseitenrand schmal gerandet (10-16 µm).
→ 26a-Halsschildseitenrand breit gerandet (17-25 µm).
#23a
skalitzkyi Reitter🗺ColeowebStirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes ohne Punkt; Flügeldeckenbehaarung länger, stark abstehend; Exemplare mit etwas abgestumpfter Spitze der Vordereckenverdickung des Halsschildes werden oft mit sporadum - siehe LZ >>>23c - verwechselt. Diese Art unterscheidet sich durch den in der Mitte des Halsschildseitenrandes liegenden Lateralzahn und durch die Genitalien des ♂. Hell rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch. D: Kaukasusart, fälschlich für die Fauna Mitteleuropas angeführt; 1,9-2,2 mm; [Abb. 16].
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Abb. 16
brucki-Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes mit deutlichem Punkt; Flügeldeckenbehaarung kurz, abstehend; Kopf und Halsschild rostbraun, Flügeldecken heller, strohgelb; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, im Gegensatz zu hexagonalis Aedoeagus innen mit zwei häutigen Auswüchsen, der Sack auf dem Aedoeagalapodem ohne Dornen; Syrien; Bruce (1936) stellt die Art als Synonym zu hexagonalis. Laut Reskas Untersuchungen ist brucki aufgrund der Genitalien des ♂ und der Lage des Lateralzahnes in der Mitte der Länge des Halsschildseitenrandes eine berechtigte Art. (Type Reitter - Coll. Naturhist. Museum Wien). 2,4-2,6 mm; [Abb. 17]. D: Kaukasus, Araxesthal.
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Abb. 17
#26a
→ 27aAugenfazetten grob, ihr Durchmesser 9-10µm.
→ 30a-Augenfazetten fein, ihr Durchmesser 6-7 µm.
#27a
spadiceus🗺ColeowebLateralzahn des Halsschildes groß; Punkte auf der Flügeldeckenbasis größer als am Kopf und Halsschild; Flügeldeckenbehaarung gleichmäßig kurz und abstehend; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Aedoeagus am Hautende fußsohlenförmig erweitert, Parameren breiter und kurz; bisher aus Spanien aus dem Vorland der Pyrenäen (Reska, 1982); 2,0-2,3 mm; [Abb. 18].
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Abb. 18
punctipennis Brisout, 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb-Lateralzahn des Halsschildes normal; die Punkte auf der Flügeldeckenbasis kleiner als auf Kopf und Halsschild; kurze Flügeldeckenbehaarung an den Seiten mit längeren, stark abstehenden Haaren vermischt; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Aedoeagus am Hautende bogenartig, Parameren schmal und länger; in Mäusenestern, Kaninchen- und Zieselbauten, verrottetem Stroh, Korn, Spreu, in Wildfuttertrögen oft massenhaft; häufig; 2,0-3,2 mm; [Abb. 19]. (=pilosus)
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Abb. 19
#30a
confusus Bruce, 1934🗺ColeowebPunkte auf Kopf und Halsschild kleiner oder so groß wie die Augenfazetten; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes ohne deutlichen Punkt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz, leicht abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, mit langen Parameren. 1,9-2,3 mm; [Abb. 20]. B: In feuchtem Moder in Höhlen alter Laubbäume und in ihren Trümmern; sehr selten;
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Abb. 20
fuscicornis Sturm, 1845🗺Coleoweb-Punkte auf Kopf und Halsschild größer als die Augenfazetten; die Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes mit eingedrücktem Punkt; glänzend, rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz, leicht abstehend; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verbunden; Genitalien des ♂ charakteristisch; 1,7- 2,3 mm; [Abb. 21]. B: In Hohlräumen alter Laubbäume, in denen Hummeln genistet haben; selten.
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Abb. 21
#33a
→ 34aZur Seite abfallende Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes zeigt sich als schmale Leiste.
→ 37a-Zur Seite abfallende Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes nicht sichtbar [Abb. 22].
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Abb. 22
#34a
axillaris🗺ColeowebFühler überragen die Halsschildhinterecken; Halsschild 1,3 mal so breit wie lang, deutlich schmäler als die größte Flügeldeckenbreite; Flügeldecken kurz, 2,2 mal so lang wie der Halsschild, Seiten stark gebogen; Flügeldeckenbehaarung länger und abstehend; rostbraun; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch, der Aedoeagus am häutigen Ende sohlenförmig erweitert; Transsilvanische Alpen, Ostkarpaten; 2,0-2,6 mm; [Abb. 23].
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Abb. 23
montanus Brisout, 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb-Fühler überragen die Halsschildhinterecken nicht; Halsschild 1,5 mal so breit wie lang, nur geringfügig schmäler als die größte Flügeldeckenbreite; Flügeldecken lang, 2,4 mal so lang wie der Halsschild, Seiten leicht gebogen; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend, rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; alpine- und pyrenäische Hochgebirgsart; sehr selten; (Koralpe, Alp. or. Breit - Coll. Naturhist. Museum Wien); 2,2-2,6 mm; [Abb. 24].
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Abb. 24
#37a
straussi Ganglbauer🗺ColeowebBreitere Art; Flügeldecken 1,35 mal so lang wie breit; Fühler überragen die Halsschildhinterecken nicht; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung sehr kurz und anliegend; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch, der Aedoeagus am häutigen Ende mit einwärts gebogenen Spitzen; alpine Hochgebirgsart; unter Azaleenwurzeln; sehr selten; 2,2-2,6 mm; [Abb. 22].
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Abb. 22
baldensis ErichsonFundmeldungen🗺Coleoweb-Schmälere Art; Flügeldecken 1,45 mal so lang wie breit; Fühler überragen die Halsschildhinterecken; hellrostbraun; Flügeldeckenbehaarung sehr kurz und anliegend; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch, der Aedoeagus am häutigen Ende bogenartig; Gebirgsart der Südalpen (Piemont, V. d'Albergian, Orsiera, Fenestrelle, Cancas Ast., T. d. Valdieri, Val Pasio - Coll. Naturhist. Museum Wien); selten; 2,4-2,8 mm; [Abb. 25].
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Abb. 25
#1b
vseteckai Reska, 1977🗺ColeowebDas dritte Fühlerglied um 1/4 breiter als das zweite; der Flügeldeckenseitenrand im vorderen Drittel in einen mäßig stumpfen Winkel erweitert; rostbraun; Halsschild sehr flach; Flügeldeckenbehaarung kurz und abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; wahrscheinlich eine asiatische Art, verschleppt entweder durch Vögel oder mit importiertem Korn für die Fasanenschütte (Zadni Trebân 1 ♂, 27.7. und 1 ♂, 18.8.1976, Igt. Reska); 2,4-2,65 mm; [Abb. 26].
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Abb. 26
→ 3b-Das dritte Fühlerglied schmäler oder höchstens so breit wie das zweite; der Seitenrand der Flügeldecken kontinuierlich herabgebogen, ohne Winkel.
#3b
populi (Paykull, 1800)Fundmeldungen🗺ColeowebVordertibien an der Außenseite in eine Spitze ausgezogen (wie in [Abb. 6]); Kopf und Halsschild dunkelbraun, Flügeldecken heller, braungelb, entlang der Naht und in der hinteren Hälfte dunkelbraun; der Halsschild leicht gewölbt, der Seitenrand breit gekantet; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; Gebirgs- und Vorgebirgsart, in Nestern wilder Bienen in Baumhöhlen; auch in alten Bienenstöcken gefunden; sehr selten; 2,5-3,8 mm; [Abb. 27].
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Abb. 6
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Abb. 27
→ 5b-Vordertibien an der Außenseite ohne Spitze.
#5b
pallidus Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild bis zum schmal gerandeten Seitenrand stark gewölbt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz, leicht abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in Parks, hellen Wäldern, im Laub und Gras an der Basis von Baumstämmen, oft in Wildfuttertrögen; weniger häufig; 1,7-2,6 mm; [Abb. 28]. (=thomsoni)
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Abb. 28
saginatus Sturm, 1845Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild zum breit gerandeten Seitenrand leicht gewölbt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; die Vordereckenverdickung mit den Lateralzähnen selten verwachsen; - siehe auch LZ >>>6d; Genitalien des ♂ charakteristisch; in Mäusenestern, verrottetem Gras und Laub, oft in Wildfuttertrögen, Kellern auf faulenden Kartoffeln, manchmal massenhaft vorkommend; häufig; 1,75-2,7 mm; [Abb. 29].
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Abb. 29
#1c
→ 2cVordereckenverdickung des Halsschildes vom Seitenrand scharfwinkelig abgesetzt (M-P in [Abb. 1]), eine Ausnahme bilden monströse Exemplare mit einer auf beiden Seiten des Halsschildes mit dem Lateralzahn verwachsenen Verdickung.
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Abb. 1
→ 11c-Vordereckenverdickung des Halsschildes vom Seitenrand im stumpfen, höchstens rechten Winkel abgesetzt; Eine Ausnahme bilden monströse Exemplare mit einer auf beiden Seiten des Halsschildes mit dem Lateralzahn verwachsenen Verdickung.
#2c
acutangulus Gyll., 1827Fundmeldungen🗺ColeowebAugen groß, nehmen fast 2/3 der Kopflänge ein, mit außerordentlich groben Fazetten vom Durchmesser 13 µm, größer als die Punktierung auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken; rostfarben gelbbraun; Flügeldeckenbehaarung grauweiß, kurz und abstehend; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten einseitig oder beiderseitig mit dem Lateralzahn zusammengewachsen; Genitalien des ♂ charakteristisch, Duktusklemme am Aeodeagalapodem plattenförmig zusammengewachsen; in alten Strohschobern, Komposten, Heuschuppen, Ställen, Wildfuttertrögen, an schimmelnden Wänden von Lebensmittellager, Wohnungen und Klosetts, vereinzelt auch unter verrottetem Laub und in Baumhöhlen; häufig; 1,8-2,6 mm; [Abb. 30].
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Abb. 30
→ 4c-Augen nehmen nur die Hälfte der Kopflänge ein, mit feinen Fazetten, Durchmesser 8 µm, kleiner als die Punktierung auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken.
#4c
→ 5cHalsschild schmal, 1,29-1,33 mal so breit wie lang [Abb. 31].
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Abb. 31
→ 8c-Halsschild breit, 1,45-1,5 mal so breit wie lang [Abb. 32].
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Abb. 32
#5c
fallax Balf.-Brown, 1953Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite matt; Vorderecken des Halsschildes ragen über seinen Vorderrand heraus, Seitenrand fast gerade, vom Laterzahn zu den Hinterecken nur gering verengt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung gelb, sehr kurz und anliegend; Flügel mehr oder weniger reduziert, selten voll entwickelt, flugunfähig; Genitalien des ♂ im Gegensatz zu C. quercinus mit längeren Parameren, langen Borsten an ihrer Spitze und gleichmäßig gebogenem Auswuchs an der Innenseite der Basis; in Vogelnestern, auf Kirchtürmen bei Tauben, an Wänden alter Kirchen und Wirtschaftsgebäude, vereinzelt in Baumhöhlen; früher verhältnismäßig häufig, heute selten; 2,2-3,0 mm; [Abb. 33].
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Abb. 33
quercinus Kraatz, 1852🗺Coleoweb-Oberseite glänzend; Vorderecken des Halsschildes ragen über seinen Vorderrand nicht hinaus, Seitenrand vom Lateralzahn zu den Hinterecken deutlich verengt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung gelb, sehr kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ im Gegensatz zu C. fallax mit kürzeren Parameren, kürzeren Borsten an ihrer Spitze und kurz nach oben abgesetztem Auswuchs an der Innenseite der Basis; in feuchtem Moder von Baumhöhlen alter Eichen und Tannen, wo Vögel nisteten; selten; 1,7-2,7 mm; [Abb. 31].
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Abb. 31
#8c
badius Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken kürzer, nur 2,6 mal so lang wie der Halsschild, an der Spitze schmal abgerundet; Halsschild so breit wie die Flügeldeckenbasis; rostbraun; Behaarung an den Flügeldecken gelb, sehr kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; im Heu in Schuppen, in Wildtierfuttertrögen häufig, einzeln auch an der Basis von Baumstämmen im Humus; im Gebirge und Hügelland häufig, in niederen Lagen selten; 1,8-2,8 mm; [Abb. 32].
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Abb. 32
lysholmi Munst., 1932🗺Coleoweb-Flügeldecken lang, 3,0 mal so lang wie der Halsschild, an der Spitze breit abgerundet; der Halsschild deutlich schmäler als die Flügeldeckenbasis; rostbraun, Flügeldecken mit Ausnahme der Basis etwas dunkler; Flügeldeckenbehaarung gelb, sehr kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Duktusklemme am Aedoeagalapodem an der Unterseite zusammengewachsen; Gebirgsart in Wäldern; unter abstehender Fichtenrinde; sehr selten; 2,6-2,9 mm; [Abb. 34].
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Abb. 34
#11c
→ 12cDas erste Glied der Fühlerkeule um mehr als 1/3 schmäler als das zweite, bildet einen Übergang zwischen den Mittelgliedern und der Fühlerkeule [Abb. 35]; Halsschild trapezförmig, am breitesten im hinteren Drittel.
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Abb. 35
→ 15c-Das erste Glied der Fühlerkeule fast so breit wie das zweite, deutlich von den Mittelgliedern abgesetzt; Halsschild viereckig oder herzförmig.
#12c
pubescens Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite einfarbig rostbraun; das letzte Glied der Fühlerkeule länger als breit, so lang wie das erste und zweite zusammen; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ im Gegensatz zu C. micaceus mit kürzeren Parameren; in Wespennestern im Boden; häufig; 2,0-2,7 mm; [Abb. 36].
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Abb. 36
micaceus Rey, 1889Fundmeldungen🗺Coleoweb-Oberseite zweifarbig, Kopf und Halsschild rostbraun, Flügeldecken dunkelbraun bis schwarz; das letzte Glied der Fühlerkeule so lang wie breit, kürzer als das erste und zweite zusammen; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ im Gegesatz zu C. pubescens mit längeren Parameren; in Hornissennestern in Baumhöhlen; selten; 1,9-2,7 mm; [Abb. 37].
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Abb. 37
#15c
simplex Miller🗺ColeowebVordereckenverdickung des Halsschildes nur geringfügig vom Seitenrand abgesetzt; rostbraun; der Seitenrand des Halsschilds schmal gekantet, Lateralzahn fein, undeutlich; Flügeldeckenbehaarung mit längeren, mehr abstehenden Haaren durchmischt; flügellos; Genitalien des ♂ ähnlich wie bei C. nitidulus; russische Art, mit Sonnenblumensamen in Lagern in England und Böhmen (Tukové zâvody, Usti nad Laben) und in einer Mühle (Cista bei Rokycany) eingeschleppt; (Tarnopol - Coll. Naturhist. Museum Wien); 2,5-2,8 mm; [Abb. 38].
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Abb. 38
→ 17c-Vordereckenverdickung des Halsschildes vom Seitenrand deutlicher abgesetzt.
#17c
→ 18cAuffallend schmale, kleine Arten mit lang-parallelen Flügeldeckenseiten [Abb. 39].
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Abb. 39
→ 21c-Breitere Arten, entweder mit kurz-parallelen oder nach außen gewölbten Flügeldeckenseiten.
#18c
cylindrellus Johnson, 2007Fundmeldungen🗺ColeowebFühler bis knapp zu den Halsschildhinterecken reichend; Seitenränder des Halsschildes vor den Hinterecken mit fast glatter Kante; Halsschild und Flügeldecken stark gewölbt; hell rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, im Gegesatz zu C. parallelus mit kürzeren, zur Spitze gering verengten Parameren; Gebirgs- und Vorgebirgsart, in Gängen von Borkenkäfern an Fichten; selten; 1,4-1,9 mm; [Abb. 40]. (=cylindrus )
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Abb. 40
parallelus Brisout, 1863🗺Coleoweb-Fühler die Halsschildhinterecken überragend; der Halsschildseitenrand vom Lateralzahn zu den Hinterecken mit deutlich buckeliger Kante; Halsschild und Flügeldecken flacher; hell rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, im Gegesatz zu C. cylindrellus mit längeren, zur Spitze verengten Parameren; in den Gängen von Borkenkäfern an Kiefern; sehr selten; 1,9-2,3 mm; [Abb. 41].
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Abb. 41
#21c
→ 22cLateralzahn vor der Mitte des Seitenrandes des Halsschildes gelegen.
→ 37c-Lateralzahn in der Mitte oder hinter der Mitte der Länge des Halsschilseitenrandes gelegen.
#22c
→ 23cKurze Flügeldeckenbehaarung mit langen und stark abstehenden Haaren durchmischt.
→ 26c-Flügeldeckenbehaarung gleichmäßig kurz, nur leicht abstehend.
#23c
sporadum Bruce, 1936Fundmeldungen🗺ColeowebAugenfazetten feiner, Durchmesser 9 µm; Halsschild 1,45 mal so breit wie lang; hell rostbraun; Flügel meist stark reduziert, nur selten flugfähig; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren auffallend lang und schmal, an der Spitze mit einer kurzen Borste; in alten Strohschobern, trockenem Mist, in Wildtierfuttertrögen oft massenhaft, vereinzelt auch an der Basis von Baumstämmen; selten; 1,7-2,2 mm; [Abb. 42].
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Abb. 42
nitidulus Miller🗺Coleoweb-Augenfazetten gröber, Durchmesser 12 µm; Halsschild höchstens 1,4 mal so breit wie lang; rostbraun; flügellos. Genitalien des ♂ ähnlich wie bei C. simplex; im Tiefland an warmen Lokalitäten unter verrottendem Laub und in Laubbaumhöhlen in Parks und hellen Wäldern, in Wildtierfuttertrögen häufig; stellenweise häufig; 2,0-2,8 mm; [Abb. 43].
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Abb. 43
#26c
→ 27cStirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes kurz, nimmt 1/7-1/6 der Länge des Seitenrandes ein, der eingedrückte Punkt fehlt.
→ 30c-Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes länger, 1/3-1/5 der Länge des Seitenrandes einnehmend und mit einem eingedrückten Punkt.
#27c
scutellatus Newm., 1834Fundmeldungen🗺ColeowebKleine Art unter 1,9 mm; die Fühler knapp hinter die Hinterecken des Halsschildes reichend; Seitenrand des Halsschildes gleichmäßig gebogen; größte Flügeldeckenbreite in der Mitte; Augenfazetten fein, Durchmesser 7 µm; Durchmesser der Punktierung auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken 6-7 µm; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt oder ganz flügellos, seltener die Flügel reduziert, flugunfähig; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen; Genitalien des ♂ charakteristisch; im Moder alter Baumhöhlen, in Grotten, Fuchsbauen, Wildtierfuttertrögen, Kompost, Heu; häufig; 1,25-1,85 mm; [Abb. 44].
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Abb. 44
subvittatus-Größere Art, ab 2 mm; Fühler überragen die Hinterecken des Halsschildes weit; der Halsschildseitenrand beim Lateralzahn einen Winkel bildend; größte Flügeldeckenbreite im hinteren Drittel; Augenfazetten grob, Durchmesser 10 µm; Punktierung auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken 8-10 µm Durchmesser; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; eine russische Art, fälschlich für die Fauna Mitteleuropas angeführt (Roubal 1943/44); 2,0-2,3 mm; [Abb. 45].
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Abb. 45
#30c
reflexicollis Reitter🗺ColeowebFlügeldecken kurz, 1,4 mal länger als breit; die Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes länger, etwa 1/3 der Länge des Seitenrandes einnehmend; rostbraun; bei einigen Exemplaren Lateralzahn fast in der Mitte des Halsschildseitenrandes gelegen; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch; in alten Buchenwäldern und Urwäldern in der Südslowakei in den Polonin-Karpaten, unter umgefallenen Stämmen im Laub, in Mäusenestern und alten Baumhöhlen; in den Karpaten nicht selten (Rumänien, Ungarn, Retezât Geb., Siebenbürgen, Herkulesbad - Coll. Naturhist. Museum Wien); 1,7-2,3 mm; [Abb. 46].
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Abb. 46
→ 32c-Flügeldecken länger, 1,5-1,6 mal länger als breit; die Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes kürzer, 1/5-1/4 der Seitenrandlänge einnehmend.
#32c
denticulatus Heer, 1841Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild in der Regel schmäler als die Flügeldeckenbasis, mit gleichmäßig leicht gebogenem Seitenrand; rostrot bis -braun, Flügeldeckenbehaarung kurz, jedoch abstehend und länger als bei C. dentatus und C. acuminatus; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes mit dem Lateralzahn selten verwachsen; Genitalien des ♂ charakteristisch, mit kleinen Auswüchsen auf der Paramerenbasis im Gegesatz zu C. dentatus; unter verrottendem gemähten Getreide, unter Heuhaufen, verrottendem Laub, Gras und in Strohschobern; häufig; 1,85-2,7 mm; [Abb. 47]. (=pseudodentatus Bruce, 1934)
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Abb. 47
→ 34c-Halsschild so breit wie die Flügeldeckenbasis, der Seitenrand vom Lateralzahn zu den Vorder- und Hinterecken gerade verengt.
#34c
dentatus (Hbst., 1793)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseitenrand vom Lateralzahn zu den Hinterecken stärker verengt; Flügeldeckenschultern ohne Zahn; Flügeldeckenspitzen schmal abgerundet; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und abstehend; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen; Genitalien des ♂ charakteristisch; in verrottetem Holz an abgestorbenen Baumteilen, häufig in Wildtierfuttertrögen, in Weinkellern an der Fässerfäule; in Fallen mit Hefeteig gefangen; häufig; 1,9-2,9 mm; [Abb. 48].
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Abb. 48
insulicola Roubal, 1919🗺Coleoweb-Halsschildseitenrand vom Lateralzahn zu den Hinterecken leicht verengt; Flügeldeckenschultern mit einem feinen Zahn, Flügeldeckenspitze breiter abgerundet; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; eine aus England beschriebene Art; Reska kannte ein Exemplar aus Griechenland (Insel Santorin), wahrscheinlich die ursprüngliche Fundstelle (Lwow, Bârdnf. Rttm. - Coll. Naturhist. Museum Wien). 2,0-3,0 mm; [Abb. 49]. (=acuminatus)
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Abb. 49
#37c
laticollis Lucas, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebAugen kurz kegelförmig vorgewölbt; rostbraun; kurze Flügeldeckenbehaarung mit langen, stark abstehenden Haaren durchmischt; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in alten Strohschobern, im verrottetem Heu, in Wildtierfuttertrögen, in Scheunen und Ställen in der Streu; häufig; 1,7-2,3 mm; [Abb. 50]. (=affinis)
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Abb. 50
→ 39c-Augen schwach oder stark halbkugelig vorgewölbt.
#39c
→ 40cFlügeldecken gleichmäßig kurz behaart.
→ 47c-Flügeldeckenbehaarung mit längeren Haaren durchmischt.
#40c
jakowlewi Reitter, 1888🗺ColeowebDunkle, braune bis schwarze Art; Halsschildseitenrand vom großen Lateralzahn zu den Hinterecken mit starkem Höcker; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; boreoalpine Art, bekannt aus Skandinavien; Lohse (1971) führt sie aus den Alpen aus einer Höhe von 1900-2000 m an. 2,0-2,9 mm; [Abb. 51]. (=confertus)
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Abb. 51
→ 42c-Hellere, rostbraune Arten.
#42c
subdepressus Gyllenhal, 1827Fundmeldungen🗺ColeowebAugenfazetten sehr fein, Durchmesser 6 µm; Halsschild vom Lateralzahn zu den Hinterecken gebogen, Seitenrand vom Lateralzahn zu den Hinterecken bedeutend breiter gekantet als zu den Vorderecken; Beine und Mittelglieder der Fühler dünn; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung hellgrau, abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in den Baumkronen von Fichten, vereinzelt in Wildtierfuttertrögen; wenig häufig; 1,7-2,3 mm; [Abb. 52].
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Abb. 52
→ 44c-Augenfazetten gröber, Durchmesser 8 µm; Halsschild vom Lateralzahn zu den Hinterecken geradlinig verengt, Seitenrand der ganzen Länge nach gleichmäßig gekantet; Beine und Mittelglieder der Fühler dicker.
#44c
uncinatus Stephens, 1830Fundmeldungen🗺ColeowebPunktierung am Kopf grob, Durchmesser 11-15 µm, größer als am Halsschild und doppelt so groß wie die Augenfazetten; Fühler überragen die Halsschildhinterecken nicht; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und abstehend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; südeuropäische Art, nächster Fundort: etwa 1920 in Ungarn am Plattensee gefunden (Ex. in Coll. Mus. Budapest); Sämtliche Exemplare aus der Tschechoslowakei "C. postpositus J. Sahlberg det. Bruce" (=C. immixtus Rey) in Coll. Nationalmuseum Prag, sind nach Reskas Untersuchungen C. pallidus Sturm. 2,2-2.9 mm; [Abb. 53]. (=immixtus Rey) (=postpositus Sahlb.)
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Abb. 53
reflexus Rey, 1889Fundmeldungen🗺Coleoweb → 45c-Punktierung am Kopf feiner, Durchmesser 9-10 µm, so groß wie die Punktierung am Halsschild und nur 1,3 mal größer als die Augenfazetten; Fühler die Halsschildhinterecken überragend; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und abstehend; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen; Genitalien des ♂ charakteristisch; in verrottendem Gras und Laub an der Basis von Baumstämmen, in Wildtierfuttertrögen häufig, vereinzelt an Hagedornblüten; häufig; 1,7-2,7 mm. (=pallidus Sturm) Reska unterscheidet 2 Formen.
#45c
Oberseite matt; Halsschild 1,54 mal so breit wie lang, die Vordereckenverdickung des Halsschildes länger, nimmt etwa 1/4 der Seitenrandlänge ein. Genitalien des ♂ im Gegesatz zu Form "B" am Innensack in der unteren Hälfte des Aedoeagalapodems ohne Dornen, Duktusklemme des Aedoeagalpodems sohlenförmig; Nord- und Mitteleuropa; häufig; [Abb. 54] A - Nordform
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Abb. 54
-Oberseite glänzend; Halsschild 1,43 mal so breit wie lang, die Vordereckenverdickung des Halsschildes kürzer, nimmt ein ganzes Viertel der Seitenrandlänge ein; Genitalien des ♂ im Gegesatz zu Form "A" am Innensack des Aedoeagalapodems mit 3-4 groben Dornen, Duktusklemme hufförmig; Süd- und Mitteleuropa; [Abb. 55] B - Südform Nach meinen Beobachtungen kommen beide Formen sowie Übergänge zusammen vor (Niedersachsen, Linsburg Krs. Nienburg; 1♂ Typ A ohne Dornen [Abb. 56] [Abb. 57], 1♂ Typ B mit 4 Dornen [Abb. 58] [Abb. 59] und 1♂ mit 2 Dornen [Abb. 60] [Abb. 61] am gleichen Baumpilz ·Dendropolyporus umbellatus·; die Form der "Duktusklemme" variiert gleichermaßen; die Größe der Vorderwinkelverdickung des Halsschilds variiert ebenfalls und stimmt zum Teil nicht mit der Beschreibung überein. Vielleicht stellen die Formen Extreme der möglichen Variationsbreite dieser Art dar.
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Abb. 55
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Abb. 56
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
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Abb. 60
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Abb. 61
#47c
cellaris (Scop., 1763)Fundmeldungen🗺ColeowebAugen größer, leicht vorgewölbt; kurze und lange Flügeldeckenhaare in Längsreihen anliegend; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes kurz, 1/5-1/4 der Seitenrandlänge einnehmend; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Sack im Aedoeagalpodem mit mehreren feinen Dornen; in Spreuhaufen, Wildtierfuttertrögen, Kaninchenbauten; häufig; 1,9-2,8 mm; [Abb. 62].
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Abb. 62
schroetteri🗺Coleoweb-Augen klein, halbkugelig vorgewölbt; kurze und wenige längere Flügeldeckenhaare an den Flügeldeckenseiten stark abstehend; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes länger, 1/3 bis fast 1/4 der Seitenrandlänge einnehmend; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; südeuropäische Art aus Dalmatien und Italien; ein Ex. in coll. Nationalmuseum Prag aus Südwestböhmen (Böhmerwald) wahrscheinlich mit vertauschter Fundortetikette (Flumedinisi, Kameno, Ins. Elba - Coll. Naturhist. Museum Wien); 2,2-2,5 mm; [Abb. 63].
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Abb. 63
#1d
→ 2dLateralzahn vor der Mitte des Halsschildseitenrandes liegend.
→ 11d-Lateralzahn in der Mitte oder hinter der Mitte des Halsschildseitenrandes liegend.
#2d
schmidtii Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseiten zu den Hinterecken stark verengt; Augenfazetten grob, Durchmesser 12 µm; kurze Haare an den Flügeldecken mit langen, stark abstehenden durchmischt; rostbraun; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen. Genitalien des ♂ charakteristisch; in Hamster- und Kaninchenbauten, einzeln in Wildtierfuttertrögen; in Fallen mit faulem Brot und Weizen gefangen; häufig; 2,2-3,4 mm; [Abb. 64]. (=schmidti Sturm, 1845)
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Abb. 64
→ 4d-Halsschildseiten sind zu den Hinterecken schwach verengt; Augenfazetten feiner, Durchmesser 8-9 µm; Flügeldeckenbehaarung gleichmäßig kurz.
#4d
scanicus (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebZweifarbig, Kopf und Halsschild rostrot, Flügeldecken schwarzbraun bis schwarz, Schulter, seltener die ganze Flügelbasis rostrot; Flügeldeckenbehaarung sehr kurz und anliegend; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen. Genitalien des ♂ charakteristisch, Sack am Aedoeagalapodem mit einigen schmalen Dornen; vereinzelt an der Basis von Baumstämmen, häufig in Heuschuppen, in Wildtierfuttertrögen manchmal zahlreich; im Gebirge und Vorgebirge häufig, im Tiefland selten; 1,8-2,8 mm; [Abb. 65].
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Abb. 65
→ 6d-Einfarbig.
#6d
saginatus Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebBreitere und kürzere Art; Flügeldecken 1,40-1,45 mal so lang wie breit; Vordereckenverdickung des Halsschildes über den Vorderrand nicht hinausragend; - siehe auch LZ >>>5b. Rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in Mäusenestern, verrottendem Gras und Laub, häufig in Wildtierfuttertrögen, in Kellern an faulenden Kartoffeln manchmal massenhaft; 1,75-2,7 mm; [Abb. 29].
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Abb. 29
→ 8d-Schmälere und längere Arten; Flügeldecken 1,52-1,58 mal länger als breit; Vordereckenverdickung des Halsschildes den Vorderrand überragend; Flügeldeckenbehaarung länger und abstehend.
#8d
inaequalis Rtt.🗺ColeowebSeitenrandsaum des Halsschildes breit, Durchmesser 20-28 µm; Durchmesser der Punktierung der Flügeldeckenbasis 8-10 µm, fast so groß wie auf Kopf und Halsschild; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes ohne eingedrückten Punkt; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren kegelförmig; Gebirgs- und Vorgebirgsart in Wäldern; auf abgestorbenen Baumteilen, ähnlich dentatus LZ >>>34c; sehr selten; 2,3-2,5 mm; [Abb. 66].
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Abb. 66
puncticollis Lucas, 1846🗺Coleoweb-Seitenrandsaum des Halsschildes schmal, Durchmesser 12-18 µm; Durchmesser der Punktierung der Flügeldeckenbasis 6-8 µm, viel kleiner als die Punktierung auf Kopf und Halsschild; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes mit eingedrücktem Punkt; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren oval; südeuropäische Art aus Italien, Dalmatien und Ungarn; gefunden und beschrieben auch aus England, wohin sie wahrscheinlich verschleppt wurde (Topla, Krivosije, Calabria - Coll. Naturhist. Museum Wien); 2,3-2,8 mm; [Abb. 67]. (=rotundatus Coombs & Woodr., 1955)
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Abb. 67
#11d
setulosus Sturm, 1845Fundmeldungen🗺ColeowebAugen groß, die Hälfte der Kopflänge einnehmend, mit groben Fazetten, Durchmesser 12 µm, so groß wie die Punktierung am Kopf; Punktierung am Halsschild auffällig groß, Durchmesser 13-15 µm; kurze Flügeldeckenbehaarung mit langen, stark abstehenden Haaren durchmischt; rostbraun; Seitenrandsaum breit, 25-35 µm; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in Hummelnestern; auch in Fallen mit faulem Brot und Weizen gefangen; häufig; 2,0-3,2 mm; [Abb. 68].
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Abb. 68
→ 13d-Augen kleiner, weniger als die Hälfte der Kopflänge einnehmend, mit feineren Fazetten, Durchmesser 6-10 µm, kleiner als die Punktierung am Kopf; Punktierung am Halsschild kleiner, Durchmesser 7-12 µm; Flügeldeckenbehaarung gleichmäßig kurz.
#13d
→ 14dAugenfazetten sehr fein, ihr Durchmesser 6-6,6 µm.
→ 19d-Augenfazetten gröber, ihr Durchmesser 8,5-9 µm.
#14d
falcozi Roub.🗺ColeowebKleine Art unter 2 mm; Halsschildseitenränder vom Lateralzahn zu den Vorder- und Hinterecken stark verengt; Durchmesser der Punkte am Halsschild 6-7 µm; dunkel rostbraun, Flügeldeckenbasis heller, rostgelb; vollgeflügelt; Vordereckenverdickung des Halsschildes selten mit dem Lateralzahn verwachsen. Genitalien des ♂ charakteristisch; in Buchenurwäldern der Slowakei, verrottetem Moder alter Baumhöhlen; sehr selten; 1,6-2,0 mm; [Abb. 69].
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Abb. 69
→ 16d-Größere Arten über 2 mm; Seitenränder des Halsschildes vom Lateralzahn zu den Vorder- und Hinterecken nur schwach verengt; Punktierung am Halsschild grob, Durchmesser 10-11 µm.
#16d
lapponicus Gyll., 1827🗺ColeowebVordereckenverdickung des Halsschildes deutlich über den Seitenrand vorgewölbt; Lateralzahn kleiner als bei tuberculosus; größte Flügeldeckenbreite 1,2 mal so breit wie die größte Halsschildbreite; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; in Eichhörnchennestern; einmal im Heu unter einer Futterkrippe gefunden; selten; 2,2-2,8 mm; [Abb. 70].
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Abb. 70
tuberculosus🗺Coleoweb-Vordereckenverdickung des Halsschildes fließt fast mit dem Seitenrand zusammen; Lateralzahn größer als bei lapponicus; größte Flügeldeckenbreite nur 1,15 mal so breit wie die größte Halsschildbreite; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch; Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika; 2,1-2,7 mm; [Abb. 71].
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Abb. 71
#19d
subfumatus Kr., 1856Fundmeldungen🗺ColeowebAugen nur wenig vorgewölbt; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes nach oben geneigt, gut sichtbar; größte Flügeldeckenbreite im hinteren Drittel; rostbraun; vollgeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren kugelförmig; in Kellern auf Regalen unter faulendem Obst und auf faulenden Kartoffeln zahlreich, in der Natur vereinzelt im Moder alter Baumhöhlen, häufig in Wildtierfuttertrögen; häufig; 2,0-3,2; [Abb. 72].
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Abb. 72
→ 21d-Augen halbkugelig vorgewölbt; Stirnfläche der Vordereckenverdickung des Halsschildes zur Seite abgeneigt, nur als schmale Leiste zu sehen; größte Flügeldeckenbreite in der Mitte.
#21d
okalii Reska🗺ColeowebFühler die Halsschildhinterecken nicht überragend; Punktierung der Flügeldeckenbasis fein, Durchmesser 7-8 µm; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung anliegend; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren lang und schmal. (♂ Albanie - ex. Coll. Naturhist. Museum Wien); Gebirgsart aus den Alpen (siehe Reska 1982); 2,0-2,1 mm; [Abb. 73]. (=montanus Brisout, 1863) Diese Form wurde zwischenzeitlich als Synonym zu montanus betrachtet, Otero (l.c.) behandelt sie wieder als eigenständige Art.
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Abb. 73
→ 23d-Fühler die Halsschildhinterecken überragend; Punktierung der Flügeldeckenbasis gröber, Durchmesser 9-12 µm.
#23d
croaticus Reitter, 1880🗺ColeowebLateralzahn des Halsschildes grob, deutlich, weit hinter der Mitte des Seitenrandes gelegen; Augen am Hinterrand verengt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz und anliegend; flügellos; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren breit und kurz; Gebirgsart der Alpen, fälschlich für andere Gebirge Europas angeführt; nicht häufig; 2,0-2,8 mm; [Abb. 74].
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Abb. 74
montanus Brisout, 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb → 24d-Lateralzahn des Halsschildes fein, undeutlich; Augen nicht verengt; rostbraun; Flügeldeckenbehaarung kurz, fast anliegend; ungeflügelt; Genitalien des ♂ charakteristisch, Parameren schmal und lang, mit Auswüchsen an der Basis, auffallend abstehend; Gebirgs- und Vorgebirgsart; im Laub und Detritus an der Basis von Baumstämmen, in alten Stubben, unter umgebrochenen Stämmen, in Mäusenestern, einmal mehrere Exemplare in einem Hummelnest; nicht häufig; 2,0 -2,8mm; [Abb. 75]. (=deubeli) Reska unterscheidet mehrere Formen; bei dem beschriebenen Verbreitungsbild wäre es meines Erachtens vertretbar, diese Formen als geographische Rassen, also Subspecies zu betrachten.
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Abb. 75
#24d
Seitenrandsaum des Halsschildes breit, 20-30 µm; Brda-Wald, Erzgebirge, Böhmisch-mährisches Hügelland, Böhmerwald, Kleine Karpaten; [Abb. 76]. (Bisher als croaticus Reitter determiniert) Form A
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Abb. 76
→ 25d-Seitenrandsaum des Halsschildes schmal, 18-23 µm.
#25d
Halsschildseitenrand zu den Vorder- und Hinterecken verengt; Erzgebirge, Beskiden, Tatra, Poloniner Karpaten; [Abb. 77] [Abb. 78]. (Bisher als silesiacus Ganglbauer determiniert) Form B
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Abb. 77
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Abb. 78
-Halsschildseitenrand fast gerade, zu den Vorder- und Hinterecken nicht verengt; Transsilvanische Alpen; [Abb. 79]. (Bisher als transsilvanicus Ganglbauer determiniert;) Form C
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Abb. 79
Enthaltene Taxaacutangulus axillaris badius baldensis brucki cellaris confusus corticinus croaticus cylindrellus dentatus denticulatus distinguendus dorsalis falcozi fallax fasciatus fuscicornis hexagonalis inaequalis insulicola intermedius jakowlewi labilis lapponicus laticollis lycoperdi lysholmi micaceus montanus nitidulus obsoletus okalii pallidus parallelus populi pubescens puncticollis punctipennis quercinus reflexicollis reflexus ruficornis saginatus scanicus schmidtii schroetteri scutellatus setulosus simplex skalitzkyi spadiceus sporadum straussi subdepressus subfumatus subvittatus tuberculosus uncinatus vseteckai
Erstellt am: 18.01.2016 · Letzte Aktualisierung: 30.08.2024 - 17:05:48
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