Gattung Callidium F.

ColeopteraPhytophagaCerambycidaeCerambycinae
Von Arved Lompe und Gerhard Brunne (n. K.W. Harde)
Augen sehr stark ausgerandet. Halsschild flach, breiter als lang, seitlich stark gerundet. Flügeldecken flach. Beine kräftig. Schenkel an der Basis kurz gestielt, dann stark keulenförmig verdickt. Bei häufigem Auftreten technisch schädlich, da die zunächst unter der Rinde fressenden Larven zur Verpuppung hakenförmige Gänge ins Holz nagen. Weitere Entwicklung auch noch in verarbeitetem Holz.
#1
→ 2Vorderhüften nicht durch einen Fortsatz der Vorderbrust getrennt, ± nahe beieinanderstehend. Halsschild gleichförmig punktiert, höchstens am Hinterrand und in der Mitte seitlich mit kleinen, glatten Punktflecken. Untergattung: Callidium s. str.
coriaceum (Payk., 1800)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Vorderhüften durch einen schmalen Fortsatz der Vorderbrust getrennt. Halsschild grob punktiert, mit glatten, glänzenden, leicht erhabenen Flecken. Untergattung Palaeocallidium Plav. Flügeldecken in der vorderen Hälfte mit Eindrücken (schon mit bloßem Auge sichtbar), behaart. Schwarzbraun mit Erzglanz; Flügeldecken bronzefarben, ± grünlich glänzend [Abb. 1]. Beine zuweilen ± rotbraun. ♂: Fühler etwa so lang wie der Körper; ♀: Fühler etwas über die Mitte der Flügeldecken reichend. 8-14 mm. Boreomontane Art, in den Alpen auch subalpin. Selten; in Nordeuropa stellenweise häufig und schädlich. VI-VIl. Larve in Fichte und Tanne.
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Abb. 1
#2
violaceum (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken vorn mit Epipleuren. Flügeldecken ziemlich gleichmäßig runzelig punktiert. Halsschild grob punktiert, meist mit kleinen glatten Punktstellen. Braun oder schwarzbraun. Flügeldecken meist blau oder violett [Abb. 2], selten grünlich; behaart. Fühler auch beim ♂ kürzer als der Körper. 8-16 mm. Überall, nicht selten. V-VIII. Larve in trockenem Nadelholz (oft aus verarbeitetem Holz schlüpfend), oder auch in Laubholz.
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Abb. 2
aeneum (Geer, 1775)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken vorn ohne Epipleuren, der Flügeldeckenrand ist gleich an der Basis gehoben und flach ausgebreitet. Flügeldecken kahl; nur an der Basis relativ gleichmäßig punktiert, nach hinten dann ungleichmäßig, z. T. grob netzförmig gerunzelt [Abb. 3]. Halsschild fein runzelig, meist ohne glatte Stellen. Heller oder dunkler braun. Flügeldecken meist metallisch grün bis bronzefarben. Fühlerlänge ähnlich wie bei der vorigen Art. 9-15 mm. Vor allem montan auftretend, nach Norden hin selten werdend. V-Vll. Larve in Nadel- und Laubholz.
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Abb. 3
Erstellt am: 20.06.2010 · Letzte Aktualisierung: 25.04.2020 - 11:09:32
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