Gattung: Brachycerus Olivier , 1807

ColeopteraRhynchophoraCurculionidaeBrachycerinae
Von Arved Lompe (n. F. Zumpt)
Zumpt, F. (1937): Revision der paläarktischen Brachycerus-Arten. Ent. Bl. 33, S. 348-426.
Oberseite mit groben Schwielen, Höckern oder gezackten Längsrippen. Mittelgroße bis große, plumpe Arten. Bevorzugt in Wärme- und Steppengebieten. Entwicklung an Liliaceen. Mitteleuropäisch nur 1 Art im Südosten des Gebietes, 17 weitere in Südeuropa, noch weitere in Nordafrika.
In der Tabelle fehlt aus Spanien ...repertus Roudier, 1958
#1
rufipes Zumpt, 1937🗺ColeowebBeine rotbraun. Halsschild fein punktiert, seine Mittelfurche mit kräftigem, vorn und hinten etwas verkürztem Längskiel. Flügeldecken mit 4 Reihen abgeschliffener und in Längsrichtung verflossener Tuberkeln, die an den Dorsal- und Lateralrippen ein wenig stärker hervortreten. Epipleuren flach tuberkuliert. 8 mm. D: Kreta.
→ 2-Beine schwarz.
#2
foveicollis Gyll.Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild mit kleinen, eckig vorstehenden Augenlappen [Abb. 1], seine Mittelfurche hinten verflacht, ohne Längskiel. Flügeldecken bauchig, völlig verrundet und nur wenig länger als zusammen breit. Epipleuren höckerig skulptiert. Augenrand nur schwach lidartig gewulstet; Halsschild neben der Mittelfurche mit 2 Längsschwielen, diese in der hinteren Hälfte nicht oder kaum erhaben und häufig in der groben Grundpunktur aufgelöst, erst an der Basis wieder 2-wipfelig herausragend. 6-13 mm. Habitus: [Abb. 2] [Abb. 3]. B: An xerothermen Stellen auf ·Ornithogalum·-Arten, Larven in den Zwiebeln. D: Niederösterreich, Burgenland; Südosteuropa bis Rumänien, Bulgarien Griechenland, Türkei.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-Halsschild ohne eckig vorstehende Augenlappen.
#3
→ 4Flügeldecken gleichmäßig mit rundlichen abgeplatteten, dichtstehenden Tuberkeln besetzt. Dorsal- und Lateralrippen sind nicht entwickelt [Abb. 4] [Abb. 5].
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Abb. 4
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Abb. 5
→ 7-Flügeldecken anders skulptiert. Dorsal- und Lateralrippen sind in der Regel deutlich markiert, zuweilen auch 4 Reihen gleichhoher längstverflossener Tuberkelreihen [Abb. 6].
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Abb. 6
#4
→ 5Die Augenhöhlen überragen nicht die Scheitel-Rüssellinie [Abb. 7].
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Abb. 7
→ 6-Die Augenhöhlen überragen die Scheitel-Rüssellinie [Abb. 8].
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Abb. 8
#5
foveifrons Bedel🗺ColeowebGestreckte Art, Flügeldecken gut 1,5 mal so lang wie zusammen breit, mit rundlichen gleichhohen Tuberkeln regelmäßig besetzt [Abb. 4]. Augenhöhlen treten, von oben betrachtet, nicht aus dem Kopfniveau heraus, die Stirnfurchen sind deutlich und konvergieron hufeisenförmig zum Scheitel hin. Halsschild an den Seiten mit deutlicher, aber stumpf verrundeter Ecke, oberseits mit flachen verrunzelten Punktgruben. Mindestens die Vorderschienen an der Außenseite deutlich gekielt. Aedoeagus: [Abb. 9]. 13-19 mm. D: Armenischer Taurus, Syrien, Palästina.
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Abb. 4
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Abb. 9
orbipennis Reiche🗺Coleoweb-Plumpe Art, Flügeldecken nur 1,25 mal so lang wie zusammen breit, mit unregelmäßigen, in der Größe schwankendon Tuberkeln besetzt. Augenhöhlen treten aus dem Kopfniveau heraus, ohne aber im Profil die Scheitel-Rüssellinie zu überragen [Abb. 10], die Stirnfurchen laufen parallel und verflachen sehr schnell. Halsschild an den Seiten mit scharfer, rechtwinkliger Ecke, oberseits mit kräftigen, teilweise verrunzelten Punktgruben. Auch die Vorderschienen in der Regel außen verrundet. Aedoeagus: [Abb. 11]. 8-14 mm. D: Syrien.
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Abb. 10
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Abb. 11
#6
normandi Desbr.🗺ColeowebHalsschild mit kräftig lappenartig vorgezogenem Vorderrand und spitzig vorstehenden Seiten [Abb. 12]. Flügeldecken 1,5-1,75 mal so lang wie zusammen breit. Aedoeagus: [Abb. 13]. 7-15 mm. D: Nordafrika, von Marokko bis Ägypten.
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Abb. 12
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Abb. 13
rotundicollis , Escalera 1918-Halsschild am Vorderrand kaum vorgezogen, die Seiten gleichmäßig gerundet [Abb. 5]. Flügeldecken nur 1,25 mal so lang wie zusammen breit. Kopf im Profil [Abb. 8]. 12 mm. D: Südspanien.
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Abb. 5
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Abb. 8
#7
→ 8Seiten des Halsschildes in einen langen spitzen, ein wenig nach hinten gerichteten Dorn ausgezogen. Augen ca. 1,5 mal so lang wie hoch (vergleiche auch normandi LZ >>>6).
→ 9-Seiten des Halsschildes stumpfeckig, stehen sie mehr oder weniger spitzig vor, dann erreichen die Augen nicht die 1,5-fache Länge der Höhe.
#8
spinicollis Bedel🗺ColeowebDie vorgezogene Mitte des Halsschildvorderrandes abgestutzt, Längsfurche mit vollständigem Mittelkiel, die Seiten in der vorderen Hälfte der Halsschildseiten nicht abgeplattet, sondern verrundet und bikonkav in die Dornfortsätze auslaufend. Flügaldecken beinahe kugelig, Dorsal- und Lateralrippen treten nicht hervor, sondern in der Aufsicht sind 4, durch Längsrunzeln gebildete gleichartige Streifen vorhanden [Abb. 14]. Ohne Borstenbüschel. Schenkel kräftig, aber weitläufig punktiert. Kopf im Profil [Abb. 15]. 8-15 mm. D: Palästina, Ägypten.
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Abb. 14
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Abb. 15
perlatus Solari🗺Coleoweb-Der vorgezogene Teil des Halsschildes in der Mitte mehr oder weniger eingekerbt, Längsfurche ohne Mittelkiel, die Seiten in der vorderen Hälfte abgeplattet und bikonvex in die spitzen Dornfortsätze auslaufend [Abb. 16]. Flügeldecken mehr quadratisch, mit kräftig vorstehenden Schultern. Dorsal- und Lateralrippen durch ihre längs verflossenen Tuberkeln stark hervortretend, zwischen ihnen keine zusätzlichen Streifen. Tuberkeln besonders am Absturz mit kurzen gelben Borstenbüscheln. Schenkel mit groben, dicht stehenden Punkten. Aedoeagus: [Abb. 17]. 7-10 mm. D: Westliches Nordafrika.
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Abb. 16
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Abb. 17
#9
kabylianus Desbr.🗺ColeowebNaht und Dorsalrippen von der Basis bis etwas über die Mitte mit eckigen, dunkelbraun sammetartigen Schuppenflecken besetzt. Augenhöhlen überragen nicht die Scheitel- und Rüssellinie, Vorderrand des Halsschildes vorgezogen und schwach zweilappig, Mittelfurche mit verkürztem Mittelkiel, die Oberseite mit großen flachen, ineinander verrunzelten Punkten besetzt. Schenkel mit großen dicht stehenden, aber nicht verrunzelten Punkten. Aedoeagus: [Abb. 18]. 11-15 mm. D: Algerien, Tunesien.
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Abb. 18
→ 10-Flügeldecken ohne sammetartige Schuppenflecken (sehr selten bei muricatus eine Andeutung von solchen Flecken auf der Naht vorhanden, aber dann der Halsschild ohne Mittelkiel).
#10
balearicus Bedel, 1874Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild ohne erkennbare Punktskulptur (1), sondern zwischen der dichten braunen Beschuppung nur sehr zerstreut mit kurzen dunklen Borsten besetzt. Flügeldecken mit großen abgerundeten Höckern und ebenso dicht wie der Halsschild beschuppt. Schenkel sehr weitläufig mit kurzen dunklen Borsten versehen. 10-16 mm. Habitus: [Abb. 19]. D: Balearen. (1) Bei manchen Exemplaren von muricatus ist ebenfalls die Halsschildpunktur schlecht entwickelt. Solche Stücke sind aber durch ihre eckigen Flügeldecken und die kurzen gelben Borstenbüschel auf den Tuberkeln, besonders am Absturz, leicht kenntlich. Auch ist muricatus in der Regel viel kleiner als balearicus.
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Abb. 19
→ 11-Halsschild mehr oder weniger stark und dicht punktiert oder runzlig skulptiert, fehlt die Punktur, so sind die Flügeldecken nicht wie bei balearicus mit großen Höckern besetzt (vergleiche auch sinuatus quadrisulcatus LZ >>>33).
#11
→ 12Flügeldecken ohne Höcker, Dorsal- und Lateralrippen als gerade leistenförmige Längsschwielen entwickelt, die bei riguus undeutlich werden können. Zwischenräume mehr oder weniger deutlich quergerieft. Die Augenhöhlen überragen nicht die Scheitel-Rüssellinie. Arten aus dem westlichen Nordafrika.
→ 13-Flügeldecken höckerig oder grubig skulptiert, die Tuberkeln oft sehr stark abgeschliffen und in Längsrichtung ineinander verflossen.
#12
riguus Er.🗺ColeowebFlügeldecken gleichmäßig mit feinen Querriefen, die sich auch auf die Epipleuren fortsetzen, skulptiert. Die Dorsalrippen laufen mit der Naht beinahe parallel. Halsschildschwielen zerstreut mit feinen eingestochenen Punkten besetzt. Kopf im Profil [Abb. 20]. Aedoeagus: [Abb. 21]. 14-22 mm. D: Algerien.
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Abb. 20
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Abb. 21
transversus Oliv.🗺Coleoweb-Flügeldecken mit groben, unregelmäßigen Querrunzeln skulptiert. Die Dorsalrippen sind kräftig entwickelt, divergieren von der Naht weg und verschwinden in der letzten Hälfte unter der dichten Beschuppung. Epipleuren mit reihig angeordneten Gruben versehen. Halsschildschwielen glatt, sehr selten mit wenigen eingestochenen Punkten. Kopf im Profil [Abb. 22]. Aedoeagus: [Abb. 23]. 12-20 mm. D: Algerien.
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Abb. 22
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Abb. 23
#13
→ 14Gestreckte, dem undatus ähnliche Arten, deren Flügeldecken gewöhnlich doppelt so lang wie zusammen breit oder nur wenig kürzer sind (gestreckte junix haben einen abgestutzten Halsschildvorderrand). Dorsal- und Lateralrippen immer deutlich entwickelt.
→ 18-Gedrungene Arten vom Habitus des junix und muricatus, deren Flügeldecken höchstens 1,5 mal so lang wie zusammen breit sind. Dorsal- und Lateralrippen von wechselnder Ausbildung, zuweilen fehlend.
#14
undatus Fabricius, 1798🗺Coleoweb schatzmayri Zumpt, 1937🗺ColeowebDie Augenhöhlen überragen sehr stark die Scheitel-Rüssellinie, ihr oberer Wulst sehr breit [Abb. 24]. Halsschild mit vollständiger Längsfurche, die keinen oder höchstens einen angedeuteten Mittelkiel aufweist. Flügeldecken rechteckig, an den Schultern am breitesten [Abb. 25]. Epipleuren grubig skulptiert. Aedoeagus: [Abb. 26]. 8-22 mm. D: Von Spanien über Algerien und Südfrankreich bis nach Griechenland und dem Bosporus hin verbreitet. Stammform D: Tunesien, Italien: Insel Lampedusa. undatus ssp.
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
→ 15-Die Augenhöhlen überragen entweder nicht oder nur wenig die Scheitel-Rüssellinie, dann ist aber der obere Wulst sehr schmal und die Halsschildlängsfurche mit kräftigem, durchlaufendem Kiel versehen.
#15
→ 16Epipleuren tuberkuliert.
→ 17-Epipleuren grubig skulptiert.
#16
barbarus (Linnaeus, 1767)🗺ColeowebHalsschildlängsfurche mit feinem, mehr oder weniger verkürztem Mittelkiel. Flügeldecken an den Seiten schwach erweitert, hinten verrundet, mit flacherer Skulptur. Kopf im Profil [Abb. 27]. Aedoeagus: [Abb. 28]. 11-20 mm. D: Algerien, Balearen, Südfrankreich, Korsika, Sardinien, Italien. Stammform.
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Abb. 27
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Abb. 28
lateralis Gyll.-Halsschildlängsfurche ohne Mittelkiel. Flügeldecken an den Seiten mehr parallel und hinten abgestutzt oder schwach ausgerandet, in der Form an undatus bzw. crispatus erinnernd. 9-20 mm. D: Marokko, Iberische Halbinsel, Südfrankreich. barbarus ssp.
#17
crispatus F.🗺ColeowebMittelkiel des Halsschildes vor dem Kopf verkürzt. Flügeldecken seitlich parallel, die Dorsalrippen in der ersten Hälfte fast gerade, dann in hohe Höcker übergehend. Beschuppung einfarbig braun. Kopf im Profil [Abb. 29]. Aedoeagus: [Abb. 30]. 9-17 mm. D: Algerien, Tunesien.
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Abb. 29
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Abb. 30
albidentatus Gyllenhal, 1840🗺Coleoweb-Mittelkiel des Halsschildes meist vollständig. Flügeldecken nach hinten mehr oder weniger verbreitert, die Dorsalrippen auch in der vorderen Hälfte mehr oder weniger wellenförmig. Beschuppung zweifarbig, hellbraun und weiß. Kopf im Profil [Abb. 31]. Aedoeagus: [Abb. 32]. 10-18 mm. D: Korsika, Sardinien, Süditalien, Insel Lissa.
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Abb. 31
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Abb. 32
#18
→ 19Epipleuren tuberkuliert (dieses Merkmal ist nicht immer deutlich entwickelt, die betreffenden Arten sind daher in beiden Abteilungen aufgeführt).
→ 30-Epipleuren grubig skulptiert oder wie bei sinuatus quadrisulcatus mit feinen Längsrippen. Anmerkung: Was versteht Zumpt unter 'Epipleuren'?
#19
→ 20Die Augenhöhlen stehen kräftig aus dem Kopfniveau heraus und überragen im Profil deutlich die Scheitel-Rüssellinie, ihre Dorsalkante ist breit.
→ 23-Die Augenhöhlen überragen nicht oder nur wenig die Scheitel-Rüssellinie, ihre Dorsalkante stets schmal.
#20
normandi Desbr.🗺ColeowebFlügeldecken flach tuberkuliert, in der Skulptur an foveifrons erinnernd, aber die Dorsal- und Lateralrippen sind oft mehr oder weniger deutlich hervorgehoben. Seiten des Halsschildes spitz hervorstehend, Vorderrand kräftig lappenartig vorgezogen [Abb. 12]. Aedoeagus: [Abb. 13]. 7-15 mm. D: Nordafrika, von Marokko bis Ägypten verbreitet.
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Abb. 12
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Abb. 13
→ 21-Flügeldecken höckerig oder grob verrunzelt skulptiert, Dorsal- und Lateralrippen treten kräftig hervor. Vorderrand des Halsschildes weniger stark vorgezogen.
#21
hustachei Zumpt, 1937🗺ColeowebAugenhöhlen in der Aufsicht mit sehr breitem, wulstförmigem Rand. Halsschild mit kräftigem Mittelkiel, Flügeldecken kurz, nur weniger länger als breit, stark skulptiert. Oberseite kaum beschuppt, so daß das Tier tiefschwarz erscheint. Aedoeagus: [Abb. 33]. 7-9 mm. D: Marokko.
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Abb. 33
→ 22-Augenhöhlen in der Aufsicht nicht auffällig wulstförmig verdickt. Flügeldecken gestreckter.
#22
pradieri Fairmaire, 1856🗺ColeowebOberseite fast kahl und daher tiefschwarz erscheinend, die Beschuppung tritt völlig zurück. Dorsalkante der Augenhöhlen in ganzer Länge von gleicher Breite. 7-11mm. D: Frankreich, Iberische Halbinsel.
→ 41-Oberseite dicht braun beschuppt. Dorsalkante der Augenhöhlen schmal oder hinten ein wenig breiter als vorn. Hierher die nordwestafrikanischen Arten scutellaris und similaris, die in der Regel grubig skulptierte Epipleuren zeigen, zumindest sind sie nicht so deutlich tuberkuliert wie bei hustachei und pradieri.
#23
persicus Zumpt, 1937🗺ColeowebLängsfurche des Halsschildes nur im ersten Drittel entwickelt, dahinter völlig verflacht. Flügeldecken mit 5 Reihen rundlicher, isoliert stehender Höcker, die aber nicht wie bei argillaceus mit Borstenbüscheln verziert sind. Aedoeagus: [Abb. 34]. 12 mm. D: Persien.
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Abb. 34
→ 24-Längsfurche des Halsschildes vollständig und stets deutlich entwickelt, ohne Mittelkiel.
#24
argillaceus Reiche, 1857🗺ColeowebLängsschwielen des Halsschildes hinten zugespitzt und mehr oder weniger über den Hinterrand verlängert [Abb. 35]. Flügeldecken mit spitzen, beborsteten Höckern. Oberseite sehr dicht beschuppt. Kopf im Profil [Abb. 36]. Aedoeagus: [Abb. 37]. 7-17 mm. D: Sporaden, Cypern, Anatolien, Syrien, Palästina.
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
→ 25-Längsschwielen des Halsschildes hinten nicht zugespitzt, sondern verflacht.
#25
Oberseite mit dichter, zusammenhängender Beschuppung. Flügeldecken mit spitzhöckeriger Skulptur, die Tuberkeln am Absturz gewöhnlich mit kurzen Borstenbüscheln (vergleiche argillaceus LZ >>>24, muricatus LZ >>>40 und junix aegyptiacus LZ >>>27).
→ 26-Oberseite nicht zusammenhängend beschuppt, stellenweise, zumindest aber die hervortretenden Runzeln, kahl. Flügeldecken flacher skulptiert.
#26
→ 27Vorderrand des Halsschildes gerade abgestutzt oder kaum merklich vorgezogen. Gestrecktere Art. Flügeldecken mehr parallel, etwas mehr als 1,5 mal so lang wie zusammen breit. Stirnfurchen hinten hufeisenförmig zusammenlaufend, in der Mitte durch einen breiten Längskiel getrennt. Halsschildmittelfurche in der Mitte durch einen Querwulst unterbrochen [Abb. 38].
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Abb. 38
→ 28-Vorderrand des Halsschildes deutlich vorgezogen. Plumpere Arten, Flügeldecken nur 1,25 bis 1,5 mal so lang wie zusammen breit.
#27
junix Lichtenstein, 1796Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken am Absturz ohne dichte, hellbraune Borstenbüschel. Kopf im Profil [Abb. 39]. Aedoeagus: [Abb. 40]. 9-18 mm. D: Von Sizilien und Apulien über Griechenland bis nach Anatolien und Syrien verbreitet. Stammform.
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Abb. 39
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Abb. 40
aegyptiacus Oliv.🗺Coleoweb-Flügeldecken am Absturz mit hellbraunen Borstenbüscheln. 9-18 mm. D: Ägypten, in Syrien neben der Nominatform. junix ssp.
#28
orbipennis Reiche🗺ColeowebHalsschild mit groben, teilweise verrunzelten Punktgruben besetzt. Flügeldecken mit rundlichen, abgeschliffenen Tuberkeln, die nicht in Längsrichtung zusammenfließen oder 4, mehr oder weniger deutliche, wellenförmige Reihen bilden. Alle Schienen in der Regel an der Außenseite verrundet. Kopf im Profil [Abb. 10]. Aedoeagus: [Abb. 11]. 8-14 mm. D: Syrien.
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Abb. 10
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Abb. 11
→ 29-Halsschild mit feinen, isolierten Punkten. Flügeldecken mit etwas flacheren Tuberkeln, die in Längsrichtung zusammenfließen und 4 mehr oder weniger deutliche wellenförmige Reihen bilden. Schienen an der Außenseite gekielt, besonders bei den Vorderbeinen gut entwickelt.
#29
sinuatus Olivier, 1807Fundmeldungen🗺ColeowebVorderrand des Halsschildes eckig vorgezogen [Abb. 41], Längsfurche tief, Schwielen fein und tief punktiert. Skulptur der Flügeldecken kräftiger, mit glänzenden Tuberkeln. [Abb. 42] Beschuppung lückenhaft, nur in den Vertiefungen vorhanden. Kopf im Profil [Abb. 43]. Aedoeagus: [Abb. 44]. 10-18 mm. D: Sizilien, Balkanhalbinsel, Westanatolien, Südrußland. Stammform.
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
lutulentus Gyll.🗺Coleoweb-Vorderrand des Halsschildes bogenförmig und weniger stark vorgezogen [Abb. 45]. Längsfurche flacher, Schwielen mit weniger tiefen Punkten. Skulptur der Flügeldecken flacher, Beschuppung dichter. Aedoeagus: [Abb. 46]. 10-18 mm. D: Krim, Ostanatolien, Cypern. sinuatus ssp.
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Abb. 45
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Abb. 46
#30
→ 31Alle Schienen an der Außenseite abgerundet (Arten aus dem westlichen Mittelmeergebiet. B. cribrarius, der zuweilen undeutlich gekielte Schienen hat, kommt in Syrien vor).
→ 32-Zumindest die Vorderschienen an der Außenseite deutlich gekielt.
#31
callosus Gyllenhal, 1833🗺ColeowebDie Augenhöhlen überragen nicht die Scheitel-Rüssellinie und treten nur wenig aus dem Kopfniveau heraus, Dorsalrand schmal. Kopf im Profil [Abb. 47]. Aedoeagus: [Abb. 48]. 7-16 mm. Habitus: [Abb. 6]. D: Algerien, Marokko, Iberische Halbinsel, Sizilien. (=? callosus Schönh.)
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 6
cylindripes Bedel🗺Coleoweb-Die Augenhöhlen überragen deutlich die Scheitel-Rüssellinie und treten kräftig aus dem Kopfniveau heraus, Dorsalrand breit. 14-17 mm. Habitus: [Abb. 49]. D: Marokko.
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Abb. 49
#32
→ 33Halsschild mit deutlich entwickelten, kahlen Längsschwielen, die entweder glatt oder nur mit feinen Punkten besetzt sind. Epipleuren mit weitläufigen Längsrippen.
→ 34-Halsschild mit kräftigen, dicht stehenden Punktgruben oder runzelig skulptiert. Der Untergrund zuweilen durch eine zusammenhängende Schuppendecke verdeckt.
#33
quadrisulcatus Fisch.-Waldh.🗺ColeowebFlügeldecken mit feinen, aus Runzeln gebildeten Längsrippen. Halsschild [Abb. 50]. Aedoeagus: [Abb. 51]. 10-18 mm. D: Armenien bis Syrien (Amanusgebirge). sinuatus ssp.
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Abb. 50
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Abb. 51
→ 29-Flügeldecken ohne deutliche Längsrippen, sondern flacher und verwischter skulptiert (vergleiche sinuatus lutulentus LZ >>>29).
#34
cribrarius Oliv.🗺ColeowebFlügeldecken mit großen, waben- oder maschenartig angeordneten Punktgruben. An Stelle der Dorsal- und Lateralrippen finden sich gewöhnlich je eine Reihe ganz flacher Höcker oder stärker hervortretender Längsrunzeln, die aber auch fehlen können. Kopf im Profil [Abb. 52]. Aedoeagus: [Abb. 53]. 11-18 mm. D: Syrien, Palästina.
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Abb. 52
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Abb. 53
→ 35-Flügeldecken höckerig skulptiert.
#35
freyi Zumpt, 1937🗺ColeowebHalsschild ohne Längsfurche oder diese ist nur vorn ganz wenig angedeutet. Stirn tief eingedrückt, die kräftig aus dem Kopfniveau herausstehenden Augenhöhlen überragen nicht die Scheitel-Rüssellinie. 7-12 mm. D: Anatolien.
→ 36-Halsschild mit gut ausgeprägter, durchlaufender Längsfurche.
#36
plicatus Gyllenhal, 1833Fundmeldungen🗺ColeowebStirn mit einem kleinen isolierten, quer stehenden Zahn. Große Art mit kurzen eckigen Flügeldecken, die kräftig tuberkuliert sind [Abb. 54]. Die Augenhöhlen treten stark aus dem Kopfniveau heraus und divergieren in der Aufsicht nach hinten, im Profil überragen sie beträchtlich die Scheitel-Rüssellinie und haben eine breite Dorsalkante [Abb. 55]. 10-18 mm, selten kleiner. D: Kanaren, westliches Nordafrika, Iberische Halbinsel, Balearen, Sizilien, Rhodos, Anatolien.
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Abb. 54
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Abb. 55
→ 37-Stirn ohne oder mit länglichem Stirnkiel. Flügeldecken länglicher, stärker verrundet. Die Augenhöhlen überragen weniger stark die Scheitel-Rüssellinie (lutosus graecus) oder bleiben darunter.
#37
→ 38Halsschildfurche mit kräftigem, vorn und hinten etwas verkürztem Mittelkiel. Naht und Dorsalrippen mit großen, abgeplatteten Höckern von unregelmäßiger eckiger Form, die zum Absturz hin spitziger werden.
→ 39-Halsschildfurche ohne oder nur mit undeutlichem Kiel. Oberseite beschuppt.
#38
lutosus Gyllenhal, 1833Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildvorderrand stärker vorgezogen, Seiten scharf rechteckig hervortretend. Stirnkiel kräftiger. Schenkel weniger dicht punktiert. Penis hinten in ganzer Breite abgestutzt [Abb. 56]. Habitus [Abb. 57]. 7-15 mm. D: Italien, Balkan, Griechische Inseln, Kaukasus. Hierher noch die ssp. graecus Zumpt, 1937
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Abb. 56
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Abb. 57
cinereus Oliv.🗺Coleoweb-Halsschildvorderrand nur wenig vorgezogen, Seiten mit stumpfen, verrundeten Ecken. Schenkel sehr dicht und grob punktiert, zur Verrunzelung neigend. Penis hinten gleichmäßig abgerundet [Abb. 58]. 10-16 mm. D: Ägypten, Syrien.
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Abb. 58
#39
argillaceus Reiche, 1857🗺ColeowebLängsschwielen des Halsschildes nach hinten zugespitzt und mehr oder weniger über den Hinterrand verlängert [Abb. 35]. Kopf im Profil [Abb. 36]. Aedoeagus: [Abb. 37]. 7-17 mm. D: Sporaden, Cypern, Anatolien, Syrien, Palästina.
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
→ 40-Längsschwielen hinten verflacht, nicht zugespitzt und nicht über den Hinterrand hinaus verlängert [Abb. 59].
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Abb. 59
#40
muricatus Olivier, 1790🗺ColeowebDie Augenhöhlen überragen nicht oder nur undeutlich die Scheitel-Rüssellinie. Aedoeagus: [Abb. 60]. 7-12 mm. D: Von der Iberischen Halbinsel und dem westlichen Nordafrika bis zur Balkanhalbinsel hin verbreitet. (=algirus F.)
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Abb. 60
→ 41-Die Augenhöhlen überragen deutlich die Scheitel-Rüssellinie (vergleiche auch perlatus LZ >>>8).
#41
scutellaris H.Luc.🗺ColeowebPenis seitlich schwach erweitert und erst im letzten Drittel verengt. 7-12 mm. D:Westliches Nordafrika.
similaris Zumpt, 1937🗺Coleoweb-Penis nach hinten gleichmäßig zugespitzt [Abb. 61]. D: Westliches Nordafrika.
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Abb. 61
Enthaltene Taxaaegyptiacus albidentatus argillaceus balearicus barbarus callosus cinereus cribrarius crispatus cylindripes foveicollis foveifrons freyi hustachei junix kabylianus lateralis lutosus lutulentus muricatus normandi orbipennis perlatus persicus plicatus pradieri quadrisulcatus riguus rotundicollis rufipes schatzmayri scutellaris similaris sinuatus spinicollis transversus undatus
Erstellt am: 28.07.2009 · Letzte Aktualisierung: 25.05.2023 - 11:56:59
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