Gattung: Tenebroides Pill. et Mitt.

ColeopteraTarsen-5-5-5Trogositidae
Von Arved Lompe (n. H. Vogt, J. Kolibac)
Kolibác, J. (1993 ): Observations on Ancyrona Reitter, 1876, with a key to Central European Trogositidae - Nachrichtenblatt der Bayerischen Entomologen, 42(1): 16-22 >>>"C:\_F\taxa\coleo\scans\Kolibac1993 Trogositidae.tif"
Gestreckt, dunkelbraunrot bis schwarz, Stirn ohne Furche, Kopfvorderrand scharf dreibuchtig. Halsschildvorderecken spitz vorgezogen. Halsschildhinterecken und Schultern etwas zahnförmig nach außen vorragend. Die Gattung ist mit vielen Arten in Amerika verbreitet, in Europa mit 4-5. Bei uns in Mitteleuropa zwei ökologisch scharf getrennte Arten. Sie sind warscheinlich karnivor und Verfolger (der Larven) anderer Insekten in ihrem Lebensraum.
#1
mauritanicus (L., 1758)Kopf, Halsschild und Unterseite zwischen der starken Punktur schwach chagriniert und etwas glänzend [Abb. 1]. Längsstreifen der Flügeldecken schwächer eingedrückt und vor allem hinten an einigen Stellen erloschen, die danebenliegenden Punktreihen meist weniger ausgeprägt. Kontur der Fühlerendglieder an der Innenseite an der Basis flach S-förmig [Abb. 2]; Fühler beim ♂ vom 6. Glied an allmählich erweitert [Abb. 3], beim ♀ erst vom 7. oder 8. an schwächer erweitert [Abb. 4]. Aedoeagus [Abb. 5], Paramerenlappen breiter und kürzer [Abb. 6]. 6-11 mm. In Lägern und Verarbeitungsbetrieben für Getreide, Reis, Mehl und andere Lebens-/Futtermittel; synanthrop weit verbreitet, in Mitteleuropa überall.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
fuscus (Goeze, 1777)-Ober- und Unterseite, besonders Kopf und Halsschild matt, sehr fein chagriniert, seidenartig [Abb. 7]. Längsstreifen der Flügeldecken scharf durchgezogen, die zu beiden Seiten eines jeden Streifens liegenden Punktreihen deutlicher erkennbar. Kontur der Fühlerendglieder an der Innenseite an der Basis scharf S-förmig [Abb. 8]; Fühler beim ♂ vom 6. Glied an ziemlich plötzlich erweitert [Abb. 9], beim ♀ erst vom 7. oder 8. an schwächer erweitert [Abb. 10]. Aedoeagus [Abb. 11], Paramerenlappen schmäler und länger [Abb. 12]. 6-10 mm. Urwaldrelikt, in Mulm und unter der Rinde alter Laubbäume, besonders Eiche. Im südlichen und mittleren Gebiet wohl überall. In Deutschland nach Norden bis Nordhannover und Brandenburg, selten. Von einigen Autoren wird die Artberechtigung von fuscus bezweifelt; es soll sich danach um die 'Freilandform' des synanthropen mauretanicus handeln. Dagegen spricht die unterschiedliche Form der Parameren. Die von Kolibac angegebenen Unterschiede in der Fühlerbildung sind irreführend, weil sie nicht das Geschlecht berücksichtigen [Abb. 2] [Abb. 8]. Ich habe sowohl Tiere aus Mühlenbetrieben (2 Fundorte, 9 Exemplare) als auch Freilandfunde (3 Fundorte, 6 Exemplare), die zu den obigen Beschreibungen passen, allerdings sind die äußeren Unterschiede sehr diffizil und +/- fließend. Auffallend ist außerdem, daß die Mühlenbetriebe nicht gerade in Gebieten mit urständigen Wäldern liegen und die Freilandfunde nur aus letzteren stammen.
Bild fehlt:
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 2
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Abb. 8
latens (Wollaston, 1862) rectus (Wollaston, 1862) maroccanus Reitter, 1884-Weitere, mir nicht bekannte Arten aus Europa: Kanarische Inseln. Kanarische Inseln. Frankreich, Spanien.
Enthaltene Taxafuscus latens maroccanus mauritanicus rectus
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