Gattung Scymniscus Dobzhansky, 1928

ColeopteraCoccinellidaeScymninae
Von Arved LompeLiteraturverzeichnis ⇒
Die Schenkellinie kehrt nach vorne zurück und erreicht den Seitenrand des Hinterleibs [Abb. 1]; das ist aber nicht immer so deutlich, wie in den Zeichnungen dargestellt. Die Abbildungen in Fürsch 1965 und Fürsch 1997 weichen bei den selben Arten zum Teil erheblich voneinander ab. Die Gattung bedarf dringend einer Revision.
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Abb. 1
In der Tabelle fehlende Arten aus Europa ...99
#1
→ 2Recht kleine Arten, nicht über 1,6 mm lang.
→ 4-Größere Arten.
#2
tristiculus Weise, 1929🗺ColeowebLänglich rnlt angedeuteter Schulterbeule. Pechbraun. Spermatheka mit kurzer Basis, wenig länger als breit [Abb. 2] [Abb. 3]. 1,1-1,5 mm. D: Spanien, Korsika (Typus), Italien.
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-Breiter eiförmig, ohne Spur einer Schulterbeule . Spermatheka mit schlanker Basis.
#3
macilentus Stenius, 1952🗺ColeowebFlach, schwarz, mit roter Zeichnung [Abb. 4]. Punktierung nicht auffallend stark. Kürzer und breiter oval als horioni, aber ganz ähnlich gefärbt wie diese Art. Die Beine, Mundwerkzeuge und Fühler sind hell. Der Halsschild ist bedeutend kräftiger punktiert als bei horioni, dafür ist aber der Untergrund noch glatter. Eine Schulterbeule ist ganz leicht angedeutet. Ein recht gutes Unterscheidungsmerkmal ist die Schenkellinie, die bei dieser Art breit geschwungen und in sanflem Bogen bis in die Nähe des Hinterrandes herangeschwungen ist, nach vorne umbiegt und etwa in der Mitte erlischt. Bei horioni ist sie dagegen auffallend steil und nahezu vollständig. Der Seitenrand des Halsschildes ist bei macilentus nach vorne zu ziemlich gerade verengt und erst kurz vor der Basis (also vor der Flügeldecke) plötzlich verengt. Spermatheka [Abb. 5]. D: Nach 1♀ aus dem Libanon beschrieben. Ähnlich horioni. Vergleiche LZ >>>11
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Abb. 4
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Abb. 5
-Pechbraun, etwas gewölbter. Behaarung ziemlich borstig, mit auffallend kräftig eingestochenen Punkten. Siehe anomus LZ >>>9
#4
meinanderi Fürsch, 1965🗺ColeowebEiförmig, größte Breite gleich hinter der Schulter. Schwarz, Flügeldeckenhinterrand und Halsschildvorderkanle schmal hell. Beine größtenteils hell. Halssdlild viel dichter punktiert als der Kopf. Punkte ziemhch groß. Die Zwischenräume betragen etwa anderthalb Punktdurchmesser. Die Punkte der Flügeldecken sind noch kräftiger. Der Untergrund ist hier, wie auf dem Halsschild fast glatt. Schenkellinie meist geformt wie die eines Nephus. Sie mündet nicht am Seitenrand des 1. Sternits, sondern erkennbar daneben. Aedoeagus [Abb. 6]. Spermatheka [Abb. 7]. 1,7 mm. D: Griechenland: Korfu
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 5-Oval, nicht auffallend gewölbt. oft mlt angedeuteter Schulterbeule. Die Schenkellinie hat die Form eines gleichmäßigen Bogens, der im vorderen Seitenwlnkel des ersten Sternits mündet.
#5
→ 6Aus dem Kaukasus und den östlich angrenzenden Gebieten.
→ 8-Aus Mitteleuropa. und dem Mittelmeergebiet (auch Nordafrika).
#6
Flügeldeckenmakel langgestreckt, hinten mit einem waagerechten Fleck vereinigt [Abb. 8]. Aedoeagus [Abb. 9]. 1-1,2 mm. D: Kaukasus. Siehe ...Nephus caucasicus Weise, 1929
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Abb. 8
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Abb. 9
biflammulatus Motschulsky, 1837🗺Coleoweb-Elytrenmakel gerundet. Halsschild stärker punktiert, Basallobus auffallend schlank. Breit oval, größte Breite in der Mitte, ziemlich flach gewölbt, Halsschild seitlich gleichmäßig gerundet. Färbung schwarz oder braun, Vorderrand des Halsschildes, Hinterrand der Flügeldecken und ein verwaschener Fleck am Absturz sind gelbrot (manchmal ist auch noch auf der vorderen Hälfte der Flügeldecken eine Andeutung eines helleren Fleckes erkennbar). Aedoeagus [Abb. 10], Spermatheka [Abb. 11]. 1,6-2 mm. D: Südrußland, Kaukasus.
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Abb. 10
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Abb. 11
#8
→ 9Ovale Arten, Schenkellinie normal.
→ 11-Auffallend flache und langgestreckte Arten. Die Schenkellinie hat die Form eines steilen, fast vollständigen Bogens [Abb. 1].
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Abb. 1
#9
anomus Mulsant & Rey, 1852🗺ColeowebEinfarbig dunkelrotbraune Art mit auffallend kräftiger Punktierung auf dem Halsschild und den Flügeldecken, untergrund fast glatt. Flügeldeckenhinterrand etwas heller. Habitus eiförmig, hinter den Schultern am breitesten. Die Schenkellinie beschreibt einen ziemlich flachen Bogen. Basallobus auffallend konkav auf der dorsalen Seite [Abb. 12] [Abb. 13]; Spermatheka [Abb. 14]. 1,4-1,7 mm. Habitus 1965 [Abb. 15], 1997 [Abb. 16]. D: Mediterrane Art, in Mitteleuropa vielleicht zu erwarten.
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
→ 10-Schwarze oder braune Arten, die in der Regel einen hellen Fleck auf den Flügeldecken haben, auf jeden Fall sind sie nicht so auffällig punktiert wie anomus.
#10
splendidulus Stenius, 1952🗺ColeowebFlügeldeckenbasis erkennbar breiter als der Halsschild. Basallobus ebenso lang wie die Parameren [Abb. 17]. Sipho nach Plaza [Abb. 18]. Fürsch gibt 2 unterschiedliche Habitus-Abbildungen: 1965 [Abb. 19], 1997 [Abb. 20]. D: Nordafrika.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
helgae Fürsch, 1965🗺Coleoweb-Flügeldeckenbasis ganz wenig breiter als der Halsschild. Sehr ähnlich splendidulus, jedoch noch ein wenig schlanker. Die Flügeldeckenbasis ist im Vergleich zur Halsschildbasis merklich breiter. Basallobus kürzer als die Parameren [Abb. 21], Sipho nach Plaza [Abb. 22] Spermatheka [Abb. 23] [Abb. 24]. 1,5-1,8 mm. Habitus 1965 [Abb. 25], 1997 [Abb. 26]. D: Westliches Mittelmeergebiet. In der Artbeschreibung widerspricht sich Fürsch bezüglich der Flügeldecken-/Halsschildbreite im Vergleich zu den Angaben im Schlüssel (jeweils fett markiert). Die Arten sind wohl nur genitaliter zu trennen.
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
#11
Halsschild fein punktiert, der Untergrund glatt. Mit sehr langgestreckter Makel auf den Flügeldecken [Abb. 27], nur manchmal einfarbig. Spermatheka [Abb. 28]. 1,8 mm. D: Griechenland, Italien, Spanien. Siehe ...Nephus hiekei Fürsch, 1965
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Abb. 27
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Abb. 28
horioni Fürsch, 1965🗺Coleoweb-Halsschild stärker punktiert, mit kleiner Makel in der hinteren Hälfte der Flügeldecken. Länglich oval, hinter der Schulterbeule am breitesten. Keine Spur einer Schulterbeule. Schwarz, mit hellem Flügeldeckenhinterrand und rotem Fleck am Flügeldeckenabfall [Abb. 29]. Halsschildpunktierung spärlich. Fühler, Mundwerkzeuge und Beine hell. Schenkellinie ein ziemlich steiler Bogen [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 30]. Spermatheka [Abb. 31]. 1,3-1,7 mm. D: Südosteuropa; vom Neusiedlersee beschrieben, in Deutschland in Württemberg. (=biguttatus auct. nec Muls.)
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Abb. 29
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Abb. 1
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Abb. 30
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Abb. 31
kahleni (Fürsch, 1997)🗺Coleoweb-Schwarzbraun, langoval mit kaum erkennbarem rotbraunem Fleck im hinteren Fünftel der Flügeldecken. Kopf, Halsschild und Flügeldecken deutlich punktiert, glatt. Unterscheidung von mehreren sehr ähnlichen Arten nur nach eingehendem Studium der Genitalorgane möglich. 1,8 mm. Ganz ähnlich horioni, aber etwas schmäler und ohne Haken an der Siphospitze. Aedoeagus [Abb. 32], Sipho [Abb. 33]. Fürsch bildet eine sehr charakteristische Punktierung des ersten Hinterleibssternites ab [Abb. 34]. D: Burgenland.
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
sp-andalusien-Kopf [Abb. 35] und Halsschild [Abb. 36] zwischen den Punkten glatt, ohne Mikroskulptur. Die rote Makel keilförmig, im Nahtwinkel gelegen [Abb. 37] [Abb. 38]. Die Schenkellinie bildet einen fast regelmäßigen Halbkreis [Abb. 39], ohne den Vorderrand zu erreichen. ♂: Analsternit einfach gerundet [Abb. 40]. Aedoeagus: Medianlobus sehr stark tütenförmig eingerollt [Abb. 41]; Sipho charakteristisch geformt [Abb. 42]. D: Spanien: Andalusien. Eine Form die ich nicht einordnen kann. Nach der Form des Siphos sicherlich ein Scymniscus. Für Hinweise wäre ich dankbar.
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
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Abb. 41
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Abb. 42
#99
Aedoeagus [Abb. 43]. Sipho [Abb. 44]. Spermatheka [Abb. 45].
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Abb. 43
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Abb. 44
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Abb. 45
fuerschi Plaza, 1981🗺Coleoweb-D: Spanien, Portugal.
armeniacus Canepari, 1979🗺Coleoweb-D: Kaukasus: Armenien.
semirufus J. Weise, 1885🗺Coleoweb-Sipho nach Plaza [Abb. 46]. Spermatheka [Abb. 47]. D: Frankreich, Spanien.
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Abb. 46
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Abb. 47
Enthaltene Taxaanomus armeniacus biflammulatus fuerschi helgae horioni kahleni macilentus meinanderi semirufus sp-andalusien splendidulus tristiculus
Literaturverzeichnis
Fürsch, H. (1965): Die palaearklischen Arten der Scymnus-bipunclatus-Gruppe und die europäischen Vertreter der Untergattung Sidis (Col. Cocc.) Mitt. MünchnEnt.Ges. 55:178-213 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Fürsch1965 Scymnus.pdf"
Plaza, E. (1981): Los representantes españoles de Nephus del subgénero Sidis Muís., 1851 (Col Coccinellidae) - Bol. Asoc. esp. Entom. 4:235-242 >>>https://www.entomologica.es/publicaciones-boletin/art150 oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Plaza1981 Nephus fuerschi.pdf"
Fürsch, H. (1997): Zwei Scymnini-Neufunde aus dem Burgenland - Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, 57/76:15-22 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Fürsch1997 Scymnini Burgenland.pdf"
Erstellt am: 01.08.2023 · Letzte Aktualisierung: 18.12.2025 - 18:22:03
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