Gattung Platycerus Fourcroy (Rehschröter)

ColeopteraLamellicorniaLucanidae
Von Arved Lompe (n. W. Machatschke, J. Baraud)
Klein bis mittelgroß, schwach gewölbt, länglich, schwarz, glänzend. Oberseite in der Farbe variabel, meist metallisch grün, grünlichblau bis blau, seltener schwarz. Kopf des ♂ breiter als der des ♀. Oberkiefer mit gezähnter Schneide (Oberkiefer 3:1, 2), kräftig gebaut. Fühler mit 4-gliedrigem Fächer. Augen rund, nicht durch einen Augenkiel in 2 TeiÌe geteilt (Kopf 3:2). Halsschild des & so breit wie die Flügeldecken, Basis gerandet. Seiten aufgebogen und mit den Flügeldecken nicht fest verbunden. Beim & der Halsschild nach vorne weniger verengt, beim 9 dichter und gleichmäßiger punktiert als beim 8. Bei uns 2 nur schwer zu unterscheidende Arten.
#1
caucasicus ParrySeitenrand des Halsschilds vor der Basis nicht ausgerandet, Hinterwinkel wenig deutlich, nicht vorstehend. Flügeldecken sehr stark glänzend, die Streifen wenig deutlich, Zwischenräume nicht runzelig. Mandibeln des ♂ sehr lang, nur an der Basis und der Spitze gezähnt [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 2]. 11-14 mm. D: Kaukasus.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Seitenrand des Halsschilds vor der Basis deutlich ausgerandet, Hinterwinkel dadurch etwas vorstehend, deutlich. Flügeldecken weniger glänzend, die Zwischenräume runzelig. Mandibeln der ♂ weniger gestreckt, an der Innenseite +/- über die ganze Länge gezähnelt.
#2
spinifer SchaufussAußenrand der Vorderschienen mit 3-4 auffallend starken Zähnen zwischen den kleineren. Flügeldecken dicht gerunzelt. Kopf und Halsschid dicht punktiert, erscheint weniger glänzend. Außenkontur der Mandibeln beim ♂ gewinkelt [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 4]. 9-14 mm. D: Iberische Halbinsel.
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 3-Der Unterschied zwischen den Größeren und kleineren Zähnchen am Außenrand der Vorderschienen nicht so kraß. Oberseite glänzender. Mandibeln der ♂ außen +/- gleichmäßig gerundet.
#3
caprea (Geer, 1774)Fundmeldungen🗺ColeowebGrößere, robustere und gestrecktere Art: 13-15 mm [Abb. 5]. Halsschild, besonders gegen die Seiten, unregelmäßig, zerstreut punktiert: hier sind große punktfreie, glänzend glatte, schwielige Stellen vorhanden. Die breite und flache Seitenrandkehle vor den stumpfwinkligen Hinterecken flacher, die schmale Randleiste wenig deutlich. Scheibe im Basalteil oft mit Andeutung einer schwach vertieften Mittellinie. Beim ♂ die Oberkiefer ± scharf vorspringend, Außenrand unregelmäßig gebogen und vor der Basis stärker gekrümmt [Abb. 6]. Beine bei beiden Geschlechtern schwarz. Aedoeagus apikal viel breiter als an der Basis, Außenrand der Parameren gerade [Abb. 7], Innenrand apikal mit nach innen gerichtetem Winkel. D: Mitteleuropa. In Mittel- und Süddeutschland vor allem in gebirgigen Lagen. (=caraboides auct., nec Linné)
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
caraboides (L., 1758)Fundmeldungen🗺Coleoweb primigenius Weise🗺Coleoweb-Kleinere, kurze, gedrungene Art: 9-13 mm [Abb. 8]. Halsschild gleichmäßiger und dichter punktiert. Die scharf eingeschnittene, schmale Seitenrandkehle des dicht gedrängt punktierten Halsschild auch vor den rechtwinkligen Hinterecken nicht verflacht. Seitenrandleiste deutlich fein gewulstet. Scheibe ohne Andeutung einer vertieften Mittellinie. Oberkiefer des ♂ gedrungen, wenig vorspringend, Außenrand von der Spitze bis zur Basis fast gleichmäßig gebogen [Abb. 9]. Beine des ♂ schwarz, beim ♀ manchmal rot. Aedoeagus [Abb. 10]. D: Mitteleuropa, bei uns mehr in ebenen und niederen Lagen. (=cribratus Mulsant) Anmerkung: Im Kaukasus eine weitere Form die nach Jablokov-Khnzorian (1976) synonym zu caraboides (L.) ist. Halsschild mit weitläufigerer Punktierung, Seitenrand vor den Hinterwinkeln flacher (wie bei caprea). Flügeldecken etwas länger, die Scheibe beim ♂ mehr abgeflacht, beim ♀ deutlicher gewölbt als bei caraboides.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
Enthaltene Taxacaprea caraboides caucasicus primigenius spinifer
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 18.11.2023 - 11:46:32
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