polaris (Schneid., 1886) leederi Steinhausen, 1993Boroealpine Art. Halsschild stark gewölbt, etwas hinter der Mitte oder in der Mitte am breitesten
[Abb. 30], Stirn ohne Längsvertiefung; von vitellinae nur durch Genitaluntersuchung der ♂ sicher zu trennen, jedoch mit tibialis nahe verwandt und durch den Wechsel auf eine andere Wirtspflanze getrennt. Palaeoboreale Art, bisher von Sibirien über Ost-Fennoskandien, Nord- und Mittelskandinavien bis Island und aus den Alpen gemeldet; bei Beachtung der Wirtspflanzen vielleicht auch andernorts nachzuweisen. Der Aedoeagus ist von der Seite gesehen an der Spitze deutlich breiter als der von tibialis, von oben gesehen sind die Seiten deutlich stärker eingezogen
[Abb. 31] [Abb. 32]. Mit 3,5-4 mm ist diese Art deutlich kleiner als tibialis oder vitellinae. An Betula pubescens, auch andere ?. Für die in den Alpen lebende Form von polaris (Schneid.) wurde eine eigene Rasse aufgestellt. Während polaris s.str. äußerlich stark atrovirens ähnelt - sie unterscheidet sich von ihr durch das nicht auffällig verbreiterte 3.Tarsenglied, das etwas längere Klauenglied und seine zwar kleinen, aber spitzig nach unten weisenden Klauenzähnchen - ist die Alpenrasse im Mittel deutlich größer (bis ca. 5 mm) und ähnelt äußerlich sowie im Aedoeagus tibialis
[Abb. 11]; sie ist von dieser Art verschieden durch das stärker abgespreizte Klauenzähnchen, durch die Tarsenbildung
[Abb. 33] sowie durch das Aedoeagusinnere und die Aedoeagusseitensicht; die seitliche Krümmung der Aedoeagusspitze kann für beide Arten gleich sein. ssp.