Gattung Orestia Germ.

ColeopteraPhytophagaChrysomelidaeHalticinae
Von Arved Lompe (n. K.H. Mohr)
Heikertinger, F. (1950): Bestimmungstabelle der paläarktischen Arten der Crepidodera-Verwandtschaft weitesten Sinnes. - Kol. Rundschau 31:83-97.
Die wenigen in Mitteleuropa vorkommenden Arten dieser Gattung sind hochalpin und subalpin verbreitet, sie sind verhältnismäßig klein, bräunlich gefärbt und besitzen zumeist Halsschildlängsstrichel sowie Halsschildquerfurche, letztere kann bis zur Unkenntlichkeit schwinden. Die Lebensweise ist unbekannt, man findet die Tiere unter Steinen oder auch in Laubgesieben. 17 Arten der Gattung in Europa.
#1
→ 2Größte Breite des Halsschilds ungefähr in der Mitte, nach vorn bis zur verrundeten Borstenpore nicht oder nur wenig stärker als nach hinten verengt; nicht im Karpatenbogen vorkommende Arten.
→ 3-Halsschild an oder nahe der Basis am breitesten, nach vorn ziemlich geradlinig oder nur schwach gekrümmt verengt [Abb. 1].
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Abb. 1
#2
alpina (Germar, 1824)Kleiner: 2-3 mm; von den Julischen Alpen an bis Nordsteiermark verbreitet; Quereindruck des Halsschilds mäßig tief, fast gerade, ungefähr das hintere Viertel der Halsschildlänge abschneidend; Flügeldecken länglich eiförmig, vor der Mitte am breitesten, die Nahtecke etwas spitz ausgezogen. Aedoeagus [Abb. 2]. 2-3 mm. Die Art tritt in mehreren Rassen auf, von denen in Mitteleuropa die Rasse alpina-hampei-bosnica vorkommt, sie lebt vorwiegend oberhalb der Waldgrenze, ausnahmsweise auch in etwa 600 m Höhe.
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Abb. 2
carniolica Weise, 1886-Größer: 3,3-3,6 mm, nur aus Krain und dem Küstenland Dalmatiens bekannt, von alpina durch Einzelheiten im Aedoeagusbau abweichend [Abb. 3].
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Abb. 3
#3
→ 4Halsschildquereindruck deutlich, zuweilen aber sehr schmal und flach, meist gebogen, Arten der Karpatenländer.
electra Gredler, 1868-Halsschildquereindruck entweder ganz fehlend oder als kaum sichtbare, flache Senkung angedeutet; kleinere, breit eiförmig hochgewölbte, nach vorn und hinten etwas zugespitzte Art aus den südlichen Mittelalpen; auf den Flügeldecken sind die seitlichen Punktreihen nur wenig schwächer als die dorsalen ausgeprägt und verlöschen erst hinter der Mittel. Aedoeagus [Abb. 4]. 1,6-2 mm. Bergamasker-, Trienter-, Lessinische- und Karnische Alpen, hochalpin, doch auch in der Waldregion.
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Abb. 4
#4
aubei Allard, 1859Halsschildquereindruck stark nach vorn gebogen [Abb. 1], meist nicht als Furche, sondern als sehr schmale (bei bestimmtem Lichteinfall deutlich hervortretende) Stufe ausgebildet; Halsschild zwischen den Hinterecken annähernd 1,5 x so breit wie lang [Abb. 5], nach vorn meist stark und fast geradlinig oder leicht verrundet verengt, stark gewölbt, Querfurche hinten mehr als 1/3 der Halsschildlänge abschneidend. Aedoeagus mit einem deutlich zungenförmig vorgezogenen Mittelspitzchen. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. 1,7-2,5 mm. Serbien, Montenegro, Griechenland; im ganzen Karpatenzug, nach Norden bis zur Tatra. Die noch von Mohr unterschieden Form arcuata Mill. wird nicht mehr als ssp. betrachtet.
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Abb. 1
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
carpathica Reitter, 1880-Quereindruck des Halsschilds meist flach, ziemlich gerade oder nur schwach gebogen [Abb. 8], oft wenig deutlich ausgeprägt, nicht deutlich schmalstufig abgesetzt, eine Spur weniger breit und etwas langgezogener gebaut als aubei, in der Form mehr an alpina erinnernd; Fühler in der Basalhälfte dicker als bei aubei [Abb. 9], daher gegen die Spitze zu weniger verbreitert, Fühlerglieder 2-4 fast kugelig. Aedoeagus vorn gleichmäßig gerundet in einem mäßig spitzen Winkel zusammenlaufend. Von aubei mit Sicherheit durch die Aedoeagusform zu unterscheiden. Aedoeagus [Abb. 10] [Abb. 11], weniger stark S-förmig gebogen und Apex breiter gerundet als bei aubei. 2,2-2,5 mm. In Teilen des Karpatenzuges (Tatra, Czerna Hora), Matra, Bihar, Transsylvanische Alpen.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
Enthaltene Taxaalpina aubei carniolica carpathica electra
Erstellt am: 14.08.2013 · Letzte Aktualisierung: 06.09.2013 - 17:54:23
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