Clypeus vorgezogen +/- tief ausgeschnitten, daneben lappig gezahnt. Wangen zugespitzt, fast dreieckig. Stirnleiste leicht gebogen, Scheitel des ♂ mit einer in ein Hörnchen ausgezogenen Lamelle [Abb. 1], beim ♀ mit einer einfachen Leiste. Halsschild vorn beim ♂ mit 2, beim ♀ mit 4 Höckern, spärlich granuliert, Basis gerandet. Länge 6-9 mm. Syrien, Iran, Irak, Kleinasien.
-Matte Art, mit kurzer, heller Beborstung. Clypeus ziemlich schwach ausgerandet, Stirnleiste deutlich, gebogen. Die starke, lamellenartige Querleiste des Scheitels besonders beim ♂ in den Ecken hornartig gezahnt, bei dem ♀ oft einfach. Halsschild spärlicher gekörnt, hinter jedem Körnchen befindet sich ein haartragender Punkt, dicht an der Basis befinden sich einige Ocellen. Beim ♂ hat der Halsschild vorn in der Mitte eine breite Aufwölbung und jederseits davon ein Höckerchen. 6-9,5 mm. Kleinasien, Armenien, Grusien, Iran (siehe auch O. furcicornis Reitt.LZ >>>14).
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Flügeldecken einfach und fein punktiert, nur an den Seiten und der Spitze äußerst kurz behaart, zumindest 2. - 4. Zwischenraum der Flügeldecken unbehaart. Seidenmatt, schwarz, Vorderkörper oft mit schwachem metallischen Schimmer. Selten sind die Flügeldecken rotbraun oder in den ungeraden Zwischenräumen mit schwarzen Längswischen. Halsschildabsturzfläche viel schwächer punktiert als die Scheibe. ♂: Stirn fein und weitläufig punktiert. Paramerenspitze schmaler ausgezogen, daher, lateral betrachtet, länger erscheinend [Abb. 3]. Länge 6-11,5 mm. Südeuropa und südl. Mitteleuropa, Nordafrika und große Teile Asiens. Südlich des Mains nicht selten, sonst nur stellenweise und im allgemeinen selten.
-Flügeldecken mit Ausnahme der Umgebung des Schildchens körnig punktiert, überall sehr kurz, aber deutlich behaart. Halsschildabsturzfläche kräftig und nur wenig schwächer als auf der Scheibe punktiert. Matt, schwarzbraun bis dunkel rötlichbraun, mit schwachem aber deutlichem metallischem Schimmer. ♂: Stirn stärker und dichter punktiert. Paramerenspitze, lateral betrachtet, breit dreieckig zulaufend [Abb. 4]; nach Paulian & Baraud (1982) sollen Übergangsausprägungen der Parameren auftreten (vielleicht Hybriden?). Länge 6-11 mm. Verbreitung wahrscheinlich wie taurus. Bisher liegen Nachweise aus Deutschland, Polen, Tschechoslowakei, Österreich, Nord-Schweiz und Benelux vor. Beide Arten wurden schon gemeinsam angetroffen.
Stirnleiste gut ausgeprägt, Scheitel mit einer Querleiste, welche gegen die Außenecken niedriger wird. Clypeus sehr breit und flach abgerundet, in der Mitte zuweilen kaum bemerkbar ausgerandet. Halsschild vollkommen einfach gebildet, dessen Punktur ziemlich stark, aber spärlich, vorn und gegen die Seiten etwas raspelartig. Schwarz, schwach glänzend. Länge 6,5-8,5 mm. Spanien.
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sericatus Reitter, 1893🗺
-Stirnleiste beim ♂ schwach ausgeprägt. Scheitel beim ♂ mit einer nach oben sich verjüngenden Lamelle, welche ein S-förmig gebogenes Horn trägt, beim ♀ mit einer ziemlich hohen, schwach gebogenen Leiste [Abb. 5]. Halsschild vorn dicht, ziemlich stark, körnelig punktiert, nach hinten ist die Punktur nur etwas raspelartig, dicht vor der Basis fehlt sie überhaupt. Seiten vorn ausgeschweift, Vorderwinkel fast lappig etwas nach außen gerichtet. Clypeus beim ♂ parabolisch vorgezogen, beim ♀ fast rundlich abgestutzt. Matt, schwarz, zuweilen eine undeutliche, rote Humeralmakel vorhanden oder die ganzen Flügeldecken sind dunkelbraun. ♂: Aedoeagus [Abb. 6]. Länge 7-10 mm. Europa, Kaukasusgebiet, Syrien, Turkestan. Hierher gehört eine weitere Art die bisher für eine Farbvariante von verticicornis gehalten wurde. Vorderkörper etwas länger und dichter behaart, Clypeus abgestutzt und seicht ausgerandet [Abb. 7]. Halsschild mit innen weniger gebogenen Vorderwinkeln, weniger dichter Punktur und einer lockeren Basalpunktreihe. Zwischenräume der Flügeldecken nur 2-reihig gekörnelt. Form des Aedoeagus abweichend [Abb. 8]. Gestalt kleiner: 6-7,5 mm. Süddalmatien, Albanien, Kleinasien, Kaukasus.



-Seiten des Halsschildes vorn gar nicht ausgerandet. Clypeus beim ♂ vorgezogen und abgestutzt. Stirnleiste gebogen, beim ♂ nur angedeutet, Scheitel beim ♂ mit einer Lamelle, welche ein S-förmiges Hörnchen trägt [Abb. 9], beim ♀ mit einer plattenartigen, gegen die Ecken niedrigeren Leiste. Halsschildscheibe vorn ziemlich dicht und raspelartig, hinten spärlicher und einfach punktiert. Matt. Länge 9,5-12 mm. Spanien, Portugal.

Halsschild schwarzgrün, Flügeldecken schwarz oder schwarzblau, ausnahmsweise mit unscharfem rötlichem Fleck an der Basis des 2. Zwischenraumes. Clypeus abgestutzt oder sehr schwach ausgerandet. Stirnleiste beim ♂ kaum angedeutet, Scheitel mit einer gewinkelten Lamelle, welche ein leicht S-förmig geschwungenes Horn trägt. Scheitel beim ♀ mit einer sich nach oben verschmälernden, abestutzten Lamelle. Halsschild ziemlich stark, mäßig dicht, vorn und an den Seiten etwas raspelartig punktiert. Seiten hinten ziemlich stark ausgerandet. Länge 7-11 mm. Aserbeidschan.
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-Vollkommen matt, schwarz, ausnahmsweise mit einem unscharfen rötlichen Schulterfleck. Clypeus deutlich ausgerandet, Stirnleiste in beiden Geschlechtern stark ausgeprägt, Scheitel beim ♂ mit einer +/- hohen Lamelle, welche in den Ecken zahnartig ausgezogen ist; Stücke ohne Seitenhörnchen kommen vor.. Beim ♀ ist diese Lamelle einfach, mit abgerundeten Ecken. Scheibe des Halsschildes vorn und die Seiten sehr dicht, grob, zusammentließend, etwas schuppenartig gekörnt, nach hinten wird die Punktur spärlicher und nur raspelartig. Oberrand der Halsschilddeklivität mit einem Doppelhöcker, daneben jederseits mit einem Höckerchen. Seiten hinten schwach ausgerandet. Länge 9-12 mm. Mitteleuropa, Balkanhalbinsel,Südukraine, Kaukasus.
Stirnleiste stark gebogen, Scheitel beim ♂ mit einer hohen Lamelle, welche auf dem verbreiterten Oberrand 2 kurze, divergierende Hörnchen trägt. Zuweilen befindet sich dazwischen noch ein Zähnchen. Scheitellamelle des ♀ jederseits leicht gezahnt, in der Mitte zuweilen leicht gewinkelt. Oberrand des Halsschildabsturzes beim ♂ in der Mitte mit einer leicht geteilten oder zweihöckerigen Beule und jederseits davon mit einem Höckerchen, beim ♀ mit 4 Höckern. Vorn und gegen die Seiten ist der Halsschild dicht granuliert, die Scheibe dicht, ziemlich stark, mehr oder weniger raspelartig punktiert. Gegen die Basis ist die Punktur fast einfach. Länge 7-11 mm. Syrien, Irak, Iran.
-Stirnleiste fast gerade, Scheitel beim ♂ mit einer Leiste, die jederseits ein abgeflachtes Horn trägt und in der Mitte breit gezahnt ist. Beim ♀ ist die Scheitelleiste nur in den Ecken höckerig gehoben. Oberrand des Halsschildabsturzes beim ♂ ohne deutliche Höcker, beim ♀ mit einer queren, schwachen Beule. Scheibe des Halsschildes ziemlich groß, mäßig dicht gekörnelt, hinter jedem Körnchen befindet sich in den Vorderwinkeln ein Punkt. Längs der Basis ist die Punktur seicht, etwas ocellenartig. Länge 7,5-10 mm. Balkanhalbinsel, Kleinasien, Syrien.
Wangen nicht auffallend verbreitert und winklig abgerundet.Scheitellamelle bei großen ♂ schmal, hornartig, oben verbreitert und ausgerandet [Abb. 11], bei kleinen ♂ zu einem queren Höckerchen reduziert. Vorderwinkel des Halsschilds deutlich schräg nach außen gerichtet, Seiten hinten deutlich ausgerandet. Pygidium spärlich, etwas ríngförmig punktiert. Länge 4,5-6,5 mm. Nordafrika, Syrien, Arabien.
-Wangen auffallend verbreitert, nach außen stark winklig abgerundet [Abb. 12]. Scheitelleiste des ♀ in den Ecken etwas winklig gehoben. Clypeus vorn stärker ausgerandet. Seiten des Halsschildes vorn fast gerade, Vorderwinkel abgerundet, nach vorn gerichtet. Pygidium ziemlich stark, einfach, mäßig dicht punktiert. Behaarung des Vorderkörpers etwas länger. Länge 4-5 mm. Spanien.

Scheitelleiste beim ♂ vollkommen einfach. Halsschild ziemlich dicht, mäßig stark, einfach punktiert, Seiten hinten kaum ausgeschweift. Pygidium grob, etwas der Quere nach zusammenfließend punktiert. Vorderschienen des ♂ innen in der Mitte plötzlich höckerartig verbreitert, vor der Spitze ohne Zähnchen [Abb. 14]. Fast glänzend, Flügeldecken zuweilen rötlichbraun. Länge 4,5-6 mm. Nordwestafrika, Portugal.
Etwas größere und robustere Art: 5,5-7 mm. Clypeus stärker ausgerandet, daneben stumpf gezahnt, beide Kopfleisten ziemlich kurz, die vordere gebogen. Halsschild äußerst dicht, grob, einfach, nur vorn etwas runzlig oder leicht raspelartig punktiert. Seiten hinten ausgerandet, Basis ungerandet. Der 7. Streifen mit dem 6. parallel, Zwischenräume ziemlich dicht, grob, einfach punktiert. Halsschild zuweilen mit Kupferschimmer. Iberische Halbinsel, Frankreich, Sizilien.
Flügeldeckenzwischenräume mit ± unregelmäßigen Reihen grober, eingedrückter, schwach raspelartiger Punkte; vor jedem Punkt ein ± kleines Körnchen; der Grund zwischen den Punkten ist leicht bis stark uneben, gewellt. Halsschild grob und dicht punktiert, die Punkte vorn ein kleines Körnchen tragend. Auf der Scheibe und besonders gegen die Basis ist die Punktur mehr oder weniger ocellenartig, aber tief. Seiten hinten deutlich ausgerandet. Stirnleiste beim ♂ höchstens schwach angedeutet. Aedoeagus [Abb. 16]. 4-5,5 mm. Südeuropa, Ungarn, Südslowakei, Polen.
-Halsschild zur Basis hin zunehmend schwächer und weitläufiger punktiert. Punktabstand vor der Basis etwa das 2 bis 3-fache der Punktdurchmesser betragend. Der hintere Teil des Halsschilds deutlich matt erscheinend mit einer meist gut sichtbaren flachen Grube. Scheitelleiste gerade, in der Regel stärker erhaben und breiter als bei den beiden folgenden Arten. Spitzen der Parameren seitlich stärker hervortretend [Abb. 17]. 5-7 mm. Gebirgsart; italienische und französische Westalpen; ein Fund aus der Nordschweiz, ein weiterer aus Tirol (Sölden, Ötztal).
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Schwarz, zuweilen Vorderkörper mit schwachem metallischen Anhauch [Abb. 18]. Clypeus ziemlich seicht ausgerandet. Stirnleiste beim ♂ durch eine glattere Linie kaum angedeutet, Scheitelleiste des ♂ gerade, nur deren Enden etwas nach hinten gebogen [Abb. 19]. Vorderwinkel des Halsschildes abgerundet. Pygidium ziemlich spärlich, sehr seicht, etwas ocellenartig punktiert. ♂: Aedoeagus [Abb. 20] [Abb. 21]. ♀: Genitalarmatur [Abb. 22]. Länge 4-6 mm. Europa, Kleinasien, Transcaspien, Kaukasusgebiet, Turkestan.




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-Der vorhergehenden Art sehr ähnliche, die Oberseite aber mehr schwarzbraun und etwas glänzender. Stirnleiste beim ♂ vollkommen fehlend, Scheitelleiste gebogen [Abb. 23]. Vorderwinkel des Halsschildes nur schwach abgerundet. ♂: Aedoeagus [Abb. 24]. ♀: Genitalarmatur [Abb. 25]. Länge 4-5,5 mm. Gerne, aber nicht nur auf Schafkot. Polen, Deutschland, Tschechien, Österreich, Frankreich. Die Arten sind früher nicht unterschieden worden, aber anhand der Genitalien gut zu trennen: Die Parameren von ovatus sind im Regelfall wesentlich schlanker als die von joannae. Allerdings existieren auch hier Übergangsformen, die jedoch anhand der lamella copulatrix zugeordnet werden können [Abb. 26] (die lamella copulatrix befindet sich im Endophallus, der sich basal aus dem Tegmen des Aedoeagus herausziehen läßt).



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Schwarz, nicht völlig matt, Flügeldecken in der Schultergegend und hinten rötlich durchscheinend oder ganz schwarz. Stirnleiste fehlt beim ♂ [Abb. 15], Scheitelleiste bei beiden Geschlechtern gerade. Punktur des HaIsschilds dicht, vorn raspelartig bis körnelig, gegen die Basis etwas ocellenartig. Pygidium ziemlich fein punktiert. Länge 4-5,5 mm. Südeuropa, nördlich bis Tschechien, KIeinasien, Syrien, Transcaucasien.
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Scheitelleiste leicht nach vorn gebogen, mehr oder weniger plattenartig, beim ♂ nur leicht nach oben verschmälert und in den Ecken mehr oder weniger deutlich gezahnt [Abb. 27], Halsschild vorn in der Mitte mit starker, fast plattenartiger Querleiste, daneben meist mit stark entwickeltem Höcker. Beim ♀ sind die Vorsprünge schwächer. Matt, schwarz, auf der Spitze zuweilen rötlich durchscheinend. Länge 5,5-6,5 mm. Mittel- und Südeuropa, Transcaucasien.
-Scheitelleiste lang, beim ♂ nach hinten etwas gebogen, in den Ecken etwas lappenartig abgerundet, beim ♀ gerade, einfach. Halsschild des ♂ vorn mit 3 Höckern. von denen der mittlere größer und mehr konisch ist. Schwarz, fast matt. Länge 4-5 mm. Transcaucasien, Kleinasien.
Stirnleiste lang, gebogen, mit den Wangennähten verbunden, Scheitelleiste beim ♂ in den Außenecken etwas gehörnt, beim ♀ einfach. Halsschild vorn mit 4 deutlich getrennten Höckern, Seiten hinten kaum ausgeschweift. Pygidium spärlich und fein punktiert. Schwarz, matt, Länge 4,5-6 mm. Südspanien, Marokko, Algerien.
Punktur des Halsschilds nahe der Basis leicht ocellenartig. Scheitelleiste beim ♀ gebogen. Halsschild vorn mit 3 Höckern, von denen der mittlere breiter und von oben etwas ausgehöhlt ist. Schwarz, matt, Vorderkörper mit metallischem Anhauch. Länge 4,5-6 mm. Algerien, Tunesien, ? Südspanien.
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gibbulus rostrifer Reitt.🗺
Clypeus beim ♂ vorn abgerundet oder vorgezogen und parabolisch zugespitzt, oder in der Mitte des Vorderrandes mit einem Fortsatz, selten ist die Abrundung so breit, daß der Clypeus fast abgestutzt erscheint; beim ♀ manchmal mit einer deutlichen Ausrandung (Nach der Abbildung von Balthasar - korrekt?). Scheitel bei großen ♂ mit zungenartiger, ein S-förmig gekrümmtes Horn tragender Lamelle, bei kleinen ♂ und beim ♀ mit starker Querleiste. Halsschild beim ♀ vorn mit einer zweiteiligen, vorgezogenen Beule [Abb. 28]. Seiten hinten nur sehr seicht ausgerandet. Vorderkörper schwarz, Flügeldecken schwarz gesprenkelt, zuweilen die Sprenkelung so stark vermehrt, daß die Flügeldecken nur an der Basis, event. auch auf der Spitze gelb bleiben. Länge 8-15 mm. Mitteleuropa, Südosteuropa, Kleinasien, Kaukasusgebiet, Syrien, Mesopotamien, Turkestan, Sibirien bis nach Nordchina. Clypeus beim ♂ noch stärker, schnabelförmig vorgezogen, die Beule des Halsschilds beim ♀ schmäler, lang hornartig, nach vorn und leicht nach oben vorragend [Abb. 29]. Oberseite viel glänzender. Besonders in Zentralasien.

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Das Hörnchen der Scheitellamelle beim ♂ an der Spitze nicht ausgerandet [Abb. 33], Scheitelleiste des ♀ lamellenartig, einfach, leicht nach vorn gebogen [Abb. 34] [Abb. 31]. Halsschild beim ♂ am Absturz nur deutlich eingedrückt, beim ♀ mit einer queren, eingedrückten Beule. Fast matt, Halsschild ziemlich lang behaart. Länge 6-10 mm. Mittel- und Südeuropa, Kaukasgebiet, Transkaspien, Turkestan.


-Hörnchen der Scheitellamelle an der Spitze deutlich ausgerandet bis gegabelt [Abb. 35]. Scheitelleiste des ♀ hoch, gerade. Stirnleiste beim ♂ schwach, aber deutlich. Halsschild beim ♀ mit 4 glänzenden Höckern. Matt, Vorderkörper und Pygídium ziemlich lang behaart. Länge 6-9,5 mm. Balkanhalbinsel, Kleinasien, Syrien, Irak, Iran.
-Den Arten fracticornis und similis äußerst ähnlich, meist etwas kleiner: 5-8 mm. Clypeus etwas stärker ausgerandet, beim ♀ daneben fast gezahnt, an den Seiten deutlich ausgeschweift, Grenze zwischen Clypeus und Wangen mit ziemlich tiefem Einschnitt, Halsschild vorn fein und spärlicher, mehr körnelig punktiert, auf der Scheibe zuweilen raspelartig und erst dicht vor der Basis wird die Punktur einfach. Flügeldeckenzwischenräume feiner raspelartig punktiert. Südeuropa, Nordafrika, Vorderasien, nördlich bis nach Südungarn eindringend; neuerdings aus der Schweiz und der Tschechoslowakei gemeldet. Die Meldung aus der Nordschweiz beruht jedoch auf einer Fehlbestimmung.
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Größere Art (7-9 mm). Halsschild hell bräunlich-kupfrig. Scheitelleiste des ♂ breit, etwa 2/3 der Kopfbreite einnehmend, mit deutlichen Außenwinkeln, Stirnleiste des ♀ kräftig erhaben [Abb. 36]. Horn auf der Scheitelleiste des ♂ senkrecht stehend; es bildet mit der Leiste einen rechten Winkel [Abb. 37]. Halsschild hinter dem Vorderrand bis zu den Vorderwinkeln steil nach unten gesenkt. Parameren in 2 dünne Spitzen ausgezogen und mit flügelartigen Chitinleisten an den Seiten [Abb. 38]. Südeuropa, Mitteleuropa, südliches Nordeuropa, oft häufig.


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-Kleinere Art (4-7 mm). Halsschild grünlich-kupfrig. Scheitelleiste des ♂ schmal, etwa halb so breit wie der Kopf, Außenwinkel abgerundet [Abb. 39]. Stirnleiste des ♀ flach. Horn auf der Scheitelleiste des ♂ schräg nach hinten gerichtet; es bildet mit der Leiste einen stumpfen Winkel [Abb. 40] [Abb. 41]. Halsschild hinter dem Vorderrand nur in der Mitte nach unten gesenkt, hinter den Vorderecken gewölbt. Senkung in der Mitte flacher und schmaler. Parameren am freien Ende blattartig erweitert [Abb. 42] [Abb. 43]. Mitteleuropa, nicht selten. Die Unterscheidung der beiden Arten - besonders der ♀ - ist schwierig und kleine ♂ von fracticornis können nur durch das Genital von similis sicher unterschieden werden.




Ziemlich kleine, glänzende Art: 4,5-6 mm. Pygidium spärlich, ocellenartig punktiert. Die schwarze Sprenkelung der FIügeldecken besonders im 2. Zwischenraum verdichtet, sonst sind die Flecken nur spärlich verteilt [Abb. 44]. Epipleuren ganz gelb. Clypeus deutlich ausgerandet, Scheitel beim ♂ mit einem konischen Höcker, Basis des Halsschildes deutlich gerandet. Kleinasien, Syrien, Irak, Iran.

-Halsschild vorn in beiden Geschlechtern einfach. Scheitel beim ♂ mit einem Höcker, Stirnleiste höchstens schwach angedeutet, Scheitel beim ♀ mit ziemlich kurzer Querleiste. Basalrandung des Halsschildes nur in der Mitte angedeutet. Flügeldecken sehr spärlich, raspelartig punktiert. Schwach glänzend, Vorderkörper fast ganz schwarz. Sprenkelung der Flügeldecken meist nur an den schwarzen Nahtzwischenraum und den Seitenrand angelehnt. Vorderkörper ziemlich lang behaart. Länge 5-7 mm. Griechenland, Kleinasien, Syrien. Kaukasusgebiet, Westiran.
Stirnleiste gut ausgeprägt, Scheitellamelle des ♂ niedrig, das Hörnchen öfters nur höckerartig, Scheitelleiste des ♀ einfach, gerade. Ziemlich schwach glänzend, kurz behaart, die Sprenkelung der Elytren ist an der Naht, gegen die Seiten und die Spitze mehr verdichtet, Epipleuren meist gelb oder schwarz gefleckt. Flügeldecken sehr spärlich, fein, raspelartig punktiert. Länge 5-7,5 mm. Nordafrika, Syrien, Irak, Arabien.
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-Halsschildscheibe vorn mäßig stark, nicht dicht, etwas raspelartig, hinten fast einfach, etwas ocellenartig punktiert [Abb. 32]. Seiten des Halsschildes hinten sehr schwach ausgerandet. Scheitelleiste des ♀ einfach, gerade. Vorderkörper ohne Metallschimmer, Epipleuren in der basalen Partie schwarz. Flügeldecken zuweilen fast ohne Sprenkelung, oder die Sprenkelung ist stark verdichtet, sodaß nur die Ränder hell bleiben, oder ist der Halsschild seitlich rot gefleckt. Länge 6-9 mm. Europa, Kleinasien, Kaukasusgebiet, Turkestan, östlich bis in die Mongolei.
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Halsschildbasalrand seitlich unterbrochen oder im Bereich der Hinterecken sehr schwach. Scheitelleiste des ♀ schmal, jederseits in ein zahnförmiges Hörnchen ausgezogen. Beim ♂ Vorderrand des Clypeus deutlich eingebuchtet, Scheitelhorn in Seitenansicht gerade. Matt, Vorderkörper deutlich grünlich, selten kupfrig metallisch schimmernd. Epipleuren gelb. Schwarze Flecken auf den Flügeldecken mit deutlichem Metallschein, überwiegend isoliert. Aedoeagus [Abb. 45]. Länge 7-13 mm. Mittel- und Südeuropa, Marokko, Vorderasien, Kaukasusgebiet, Transkaspien. Die Nordgrenze der Verbreitung liegt etwa in Höhe der Mainlinie.
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-Halsschildbasalrand überall durchgehend gleichmäßig und nicht unterbrochen. Scheitelleiste des ♀ breiter, an den Enden nur stumpf gehöckert. Beim ♂ Vorderrand des Clypeus abgestutzt, höchstens schwach eingebuchtet, Scheitelhorn in Seitenansicht S-förmig gebogen. Schwarze Flecken auf den Flügeldecken höchstens mit schwachem Metallschein, meist einander berührend [Abb. 46]; mitunter ist die Sprenkelung so verdichtet, daß fast nur die Basis und die Spitze hell bleiben. Aedoeagus [Abb. 47]. 7-13 mm. Wie der vorige verbreitet, aber nach Norden Dänemark und Südschweden erreichend.

Stirnleiste beim ♂ schwach, aber deutlich, Clypeus nicht so kurz abgestutzt, Scheitelleiste schwach, niedrig, jederseits in ein kurzes, gerades Hörnchen ausgezogen, dazwischen nur höchstens schwach gewinkelt. Scheitelleiste des ♀ in den Ecken nur selten schwach gehoben. Halsschild beim ♂ und ♀ vorn mit einem ziemlich deutlichen Doppelhöcker, schwach glänzend oder fast matt, Vorderkörper mit schwachem Erzschimmer, die schwarze Marmorierung der Flügeldecken kann stark reduziert sein oder so vermehrt sein, daß die gelbe Grundfärbung kaum sichtbar wird. Zwischenräume der Elytren ziemlich dicht und ziemlich stark granuliert, Pygidium mäßig dicht, etwas raspelartig punktiert. Länge 7,5-11 mm. Griechenland, Syrien, Südukraine, Kaukasusgebiet, Transkaspien, Iran.
Clypeus ziemlich tief ausgerandet, neben der Ausrandung gerundet, Hörnchen der Scheitellamelle mehr oder weniger S-förmig gekrümmt. Scheitelleiste des ♀ stark, einfach, oder bei der ssp. nigrimargo Goid. in den Ecken in ziemlich lange Hörnchen ausgezogen [Abb. 48]. Halsschild mäßig stark, nicht dicht, vorn etwas raspelartig punktiert, dessen Seiten hinten sehr schwach ausgerandet. Ziemlich glänzend oder fast matt, kurz behaart, die schwarze Marmorierung längs der Naht und der Seiten etwas verdichtet. Länge 7,5-11 mm. Balkanhalbinsel, Kleinasien, Kaukasusgebiet, Syrien, Iran, Turkestan und über Sibirien bis nach Nordchina verbreitet.
-Hierher auch eine nach Balthasar dubiöse Art, die sich von marginalis nur durch ganz unbedeutende Merkmale unterscheidet. Originalbeschreibung (Übersetzung durch Balthasar): ,,Dem O. marginalis Gebl. verwandt und ähnlich, aber gut von ihm durch die mehr auf der Scheibe abgeflachten Flügeldecken, rein schwarze Partien des Körpers ohne jeden metallischen Schimmer, durch das mehr matte Halsschild, welches bloß im vorderen Viertel raspelartig, sonst aber einfach punktiert ist, durch die überall spärlichere und nicht feinere Punktur und durch das Fehlen der anteskutelaren Depression verschieden. Flügeldecken sehr hellgelb, die schwarzen Flecken sehr zerstückelt, gegen die Seiten und in der hinteren Hälfte dichter stehend, Pygidium feiner und besonders in der Mitte spärlicher punktiert. Geschlechtsunterschiede sind jenen bei O. marginalis Gebl. gleich. Länge 89 7-10,4, Breite 4-6,2 mm. Südrußland, Distrikt Melitopol, auf einer Stippa-Steppe bei Ascania Nova, in den Exkrementen von Hirschen und Gazellen".
Auf den Flügeldecken befindet sich jederseits eine ovale, große, gelbe Makel. Stirnleiste beim ♂ nur schwach angedeutet, Scheitel mit einer in der Mitte gehörnten Lamelle oder mit einem an der Basis stark verbreiterten Horn. Kopf lang behaart. Der gelbe, etwas schräg gestellte Fleck ebenfalls in der Basalhãlfte der Flügeldecken, in der schwarzen Partie hier und da gelbe Fleckchen vorhanden, Beim ♂ ist der gelbe Fleck meist viel größer und unregelmäßiger. Punktur des Halsschilds hinten einfacher und spärlicher als beim ähnlichen basipustulatus. Seiten des Halsschildes hinten deutlicher ausgerandet. Scheitelleiste des ♀ einfach. Länge 7-10 mm. Transcaucasien, Kleinasien, Iran, Turkestan.
Seiten des Halsschildes hinten nicht ausgerandet, Scheitelleiste in beiden Geschlechtern einfach, gerade, nur schwach ausgeprägt. Stirnleiste fehlt beim ♂. Clypeus sehr seicht ausgerandet. Halsschild vorne nicht dicht, etwas raspelartig, hinten schwach ocellenartig punktiert. Basis gerandet. Mäßig glänzend, Flügeldecken samt den Epipleuren gelb, Nahtzwischenraum und eine kurze, kreuzartige Querbinde im 2. und 3. Zwischenraum, die Basis und eine Apikalmakel schwarz [Abb. 49]. Vorderkörper und Pygidium lang, abstehend behaart. Länge 2,8-4,5 mm. Kleinasien, Kaukasusgebiet, Syrien, Irak, Cypern.
Basis des Pygidiums ungerandet. Scheitel des ♂ mit einem geraden, an der Basis breiten Hörnchen, beim ♀ mit einfacher Querleiste. Halsschild nicht dicht, vorn körnelig, hinten raspelartig punktiert. Flügeldecken [Abb. 50]. Länge 4,5-7,5 mm. Nordwestafrika, Spanien, Südfrankreich, Italien.

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-Skulptur des Halsschildes zum großen Teil körnelig, Halsschild nicht vollkommen einfach gebaut. Stirnleiste fehlt beim ♂. Etwas größere Art: 6-8 mm. Scheitelleiste beim ♂ hoch, mit meist leicht gehobenen Außenecken. Halsschild vorn gekörnt, hinten raspelartig punktiert. Vorn befindet sich ein Doppelhöcker, jederseits davon ein rundlicher Höcker. Oberseite matt, Vorderkörper deutlich metallschimmernd, Flügeldecken samt Epipleuren gelb, im 2., 3., 5., 7. und 8. Zwischenraum befinden sich längliche, schwarze Makel, welche eine Schrägbinde bilden [Abb. 52]. Bei den Aberrationen können diese Flecken vermehrt oder teilweise verloschen sein. Vorderkörper und Pygidium ziemlich lang behhaart. Mittel- und Südeuropa, Kaukasusgebiet, Kleinasien.
Kopf des ♂ mit einer gehörnten Scheitellamelle, die Scheitelleiste des ♀ gerade. Stirnleiste beim ♂ nur angedeutet. Matt, Flügeldecken mit schwarzen Epipleuren und ebensolcher Zeichnung [Abb. 53]. Bei der ab. leucomelas ist die Zeichnung reduziert und die Oberseite etwas glänzender. Länge 4-6,5 mm. Südosten des europ. Teiles von Rußland, Transcaspien, Turkestan.
-Scheitel beim ♂ mit einem nach hinten geneigten, an der Basis breiten und verflachten Horn, beim ♀ mit einer etwas nach hinten gebogenen Leiste. Stirnleiste stark, gebogen. Glänzend, die gelben Flügeldecken im (2.), 3., 5. und 7. Zwischenraum mit schwarzer Makel. Bei der ab. letraspilus sind diese Makeln weitgehend reduziert. Länge 4,5-6 mm. Ägypten, Arabien, Irak, Iran, Südafghanistan, Pakistan, aber auch Nubien, Somaliland und Abessynien.
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Auffallend glänzende, glatte Art, 7,5-10,5 mm lang, mit gelbbraunen bis hell gelbroten Flügeldecken, die nur an der Basis, der Naht und den Epipleuren geschwärzt sind. Halsschild am Oberrand des Absturzes besonders beim ♂ mit 4 deutlichen Höckern. Südosteuropa, Kleinasien, Kaukasusgebiet, Syrien, Irak, nordwestlich bis in die Südslowakei vordringend.
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Seiten des Halsschilds hinter den Vorderwinkeln ausgerandet, diese deshalb etwas schräg nach außen gerichtet. Scheitelleiste beim ♂ hoch, lamellenartig, in der Mitte nach vorn gebogen, in den Ecken in parallele Hörnchen ausgezogen, in der Mitte mehr oder weniger erhöht, zuweilen zahnartig scharf [Abb. 54]. Beim ♀ ist die Scheitelleiste hoch, aber einfach, Halsschild einfach gebaut. Schwarz, matt, Flügeldecken auf der Spitze und zuweilen auf den Schultern rot gefleckt, selten ganz schwarz. Länge 4-5,5 mm. Mittel- und Südeuropa, KIeinasien, Kaukasusgebiet, Syrien, Irak, Arabien.
Stirnleiste beim ♂ sehr schwach, Scheitelleiste gerade, einfach. Halsschild einfach gebaut, vorn raspelartig punktiert. Glänzend schwarz, Vorderkörper mit leichtem Metallschimmer, Flügeldecken braunrot mit gelblicher unscharfer Humeralmakel. Länge 4,5-5,5 mm. Iran, Kleinasien.