Gattung Ochthebius - Untergattung Ochthebius s.str. - lobicollis-Gruppe

ColeopteraHydrochinaeOchthebius
Von Arved Lompe (n. M. Jäch)
Jäch,M.A. (1990): Revision of the palearctic species of genus Ochthebius Leach IV. The lobicollis group - Ent. Bl., 86(1-2):26-40 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Jäch1990 Ochthebius lobicollis-Gruppe.pdf"
Durch die Morphologie des Aedeagus gut definierte Gruppe: Der Medianlobus ist lang und schlank, ventral betrachtet in der Regel gerade, die subapikalen Seten sind reduziert. Der distale Fortsatz besteht aus drei +/- langen Lappen. Der ductus ejaculatorius endet immer am Apex des mittleren Lappens ,,B" [Abb. 1]. Lateralmembran und Mikroporen vorhanden. Parameren lang, in der Nähe der Phallobasis ansetzend, apikal verbreitert, mit etwa 5-10 apikalen Seten. Die rechte Paramere gewöhnlich etwas länger. Nur Arten aus Südeuropa.
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Abb. 1
Jäch gibt zwar Diferenzialdiagnosen der Arten, beschreibt sie aber nicht ausreichend, so daß die Erstellung einer Bestimmungstabelle nach äußeren Merkmalen nicht möglich ist; ♀ düften in den meisten Fällen nicht bestimmbar sein.
#1
lobicollis Rey, 1885🗺ColeowebHalsschild grob und dicht punktiert [Abb. 2], Eindrücke undeutlich. Oberseite metallisch grün [Abb. 3] mit regelmäßigen, tief punktierten Streifen. Halsschild in den hinteren 2/3 plötzlich nach hinten stark verengt. Aedoeagus [Abb. 4]. B: Tümpel und Rinnsale auf felsigem Untergrund im Küstenbereich, mit und ohne Salzeinfluß. D: Spanien, Südfrankreich, Inseln im westlichen Mittelmeer: Sardinien, Korsika, Balearen.
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 2-Halsschild feiner punktiert, oft mit deutlichen Eindrücken.
#2
velutinus Fairmaitre, 1883🗺ColeowebHalsschildfurche neben der Mittellinie nicht in 2 Grübchen geteilt [Abb. 5]. Aedeagus [Abb. 6]. D: Italien (Sardinien), Tunesien, Algerien.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 3-Halsschildfurchen anders [Abb. 7].
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Abb. 7
#3
eyrei Jäch, 1990🗺ColeowebAedeagus [Abb. 8]: Lappen ,,B" und ,,C" des distalen Lappens sehr lang; Lappen ,,C" sichelförmig (Seitenansicht). Mittellappen "B" des Aedoeagus sehr lang. Diese Art ähnelt etwas basilicatus, von dem sie sich durch die Flügeldecken unterscheidet, die kürzer (breiter) [Abb. 9] und matt und undurchsichtig sind, nicht glänzend wie bei den meisten anderen Arten der Gruppe. Ochthebius fossulatus unterscheidet sich unmittelbar durch das stark konvexe Halsschild und durch die parallelen Flügeldecken. 2,0-2,4 mm lang. D: Sizilien, Malta, Tunesien. Anmerkung: Nach Fiori (1915: S. 79) ist es offensichtlich, dass er diese Art mit fossulatus verwechselt hat, denn er beschreibt seinen basilicatus als ,,. .. diversi dal fossulatus per avere le elitre lucide anziche opaque ... ". Im Museo Cicico di Storia Naturale, Milano fand Jäch ein Exemplar von eyrei, das von Fiori gesammelt und - offensichtlich von Fiori - als fossulatus bestimmt wurde. Daher ist er sich ziemlich sicher, dass eyrei nicht mit longipes identisch ist, die in der gleichen Arbeit beschrieben wurde (Fiori, 1915).
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 4-Mittellappen "B" viel kürzer als die "A" und "C".
#4
mauretanicus Jäch, 1990🗺ColeowebAedeagus [Abb. 10]: Lappen "A" und "C" sehr lang, etwa gleich lang und ähnlich geformt. Sehr eng mit quadrifossulatus verwandt. Die Halsschildfurchen scheinen etwas ausgeprägter zu sein, die Oberfläche dieser Furchen und die seitlichen Gruben sind in der Regel nicht so grobkörnig. Die Flügeldecken sind geringfügig kürzer und die Flügeldeckenpunkte weniger tief eingedrückt. Die ♀ können wahrscheinlich in Einzelfällen nicht unterschieden werden. Ochthebius basilicatus unterscheidet sich durch die deutlicher eingeprägten Halsschildfurchen, durch die fast unpunktierte Halsschildoberfläche, durch die eiförmigeren Flügeldecken und die weniger tief eingeprägten Punktierungen. D: Algerien.
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Abb. 10
→ 5-Lappen "A" und "C" unterschiedlich lang und kürzer.
#5
→ 6Aedoeagus < 400 µm.
→ 7-Aedoeagus >400 µm.
#6
fossulatus Mulsant, 1844🗺ColeowebHalsschildseiten etwa von der Mitte nach hinten ausgeschnitten [Abb. 11], stark gewölbt. Von velutinus durch die getrennten admedianen Halsschildgruben (nur in einigen seltenen Fällen sind diese Furchen fast zusammenlaufend) und von eyrei durch den stärker konvexen Halsschild und die parallelen und stark konvexen Flügeldecken verschieden. Aedoeagus [Abb. 12]. D: Marokko, Tunesien, Sizilien.
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Abb. 11
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Abb. 12
tivelunus Ferro, 1984🗺Coleoweb-Halsschildseiten schon vom 1. Drittel an nach hinten ausgerandet [Abb. 13], wie bei velutinus, aber weniger konvex und die admedianen Furchen oberflächlich und nicht zusammenlaufend, Postokularzahn vorhanden. Diese Art ähnelt fossulatus und velutinus sehr. Oberfläche von Kopf, Halsschild und Flügeldecken mit feiner und oberflächlicher Mikroretikulation. Flügeldecken kürzer als bei velutinus. Flügeldeckenpunktierung sehr oberflächlich (wie bei velutinus). Aedeagus [Abb. 14]: Unglücklicherweise war der Aedeagus auf einem Träger montiert; Jäch löste den Träger mit Xylol auf und untersuchte den Aedeagus in Milchsäure, aber es scheint, daß das Organ etwas von seiner Transparenz verloren hat und der distale Lappen leicht beschädigt ist. 1,9 mm. D: Marokko.
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Abb. 13
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Abb. 14
#7
quadrifossulatus Waltl, 1835🗺Coleoweb tuniseus Normand, 1933Aedeagus [Abb. 15]: proximaler Lappen lang und schlank, distaler Lappen kurz (n. Jäch). Recht variable Art. Die Furchen des Halsschildes sind in der Regel nicht sehr ausgeprägt und - in einigen Fällen - fast nicht mehr vorhanden und von einer dichten Punktierung bedeckt; die seitlichen Gruben des Halsschildes sind in der Regel ebenfalls grob punktiert. Flügeldecken gewöhnlich lang, mit großen und deutlichen, tief eingeprägten Punkstreifen [Abb. 7]. Die Zwischenräume sind glatt und glänzend. Die Rand beim ♀ etwas breiter als bei den ♂. ♀ manchmal mit stark zugespitzten Flügeldecken. 2,2-2,4 mm. D: Südspanien, westliches Nordafrika, Sizilien. Hierher noch eine als Varietät beschriebene Form, die nach Jäch möglicherweise ein Synonym zu cupreus ist. Anmerkung: Aus Spanien (bei Elche) hat Jäch etwas abweichende Exemplare gesehen: Bei einigen Exemplaren sind die Furchen des Halsschilds deutlich und tief ausgeprägt, wobei die Punktierung fast reduziert ist. Die Flügeldecken sind kürzer, oval mit weniger tief eingedrückter Punktierung und weniger spitz zulaufendem Apex [Abb. 16]. Der Aedeagus des einzigen ♂ aus Elche, das Jäch untersuchen konnte, unterscheidet sich vom typischen Aedeagus durch einen etwas kürzeren proximalen Lappen und durch den breiteren distalen Lappen (ventrale Ansicht); der Lappen ,,C'' des distalen Lappens, der bei typischen quadrifossulatus normalerweise klein ist, ist bei dem Exemplar aus Elche auffallend groß. var.
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Abb. 15
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Abb. 7
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Abb. 16
basilicatus Fiori, 1915🗺Coleoweb-Aedeagus [Abb. 1]: der distale Lappen ähnelt dem von lobicollis, aber die Lappen sind nicht so weit voneinander entfernt. Kleiner als quadrifossulatus, Flügeldecken relativ kürzer [Abb. 17], und die Oberfläche des Halsschildes glatter. Der Halsschild feiner als bei lobicollis punktiert und weniger gewölbt als bei fossulatus. D: Süd-Italien.
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Abb. 1
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Abb. 17
Enthaltene Taxabasilicatus eyrei fossulatus lobicollis mauretanicus quadrifossulatus tivelunus tuniseus velutinus
Erstellt am: 19.02.2024 · Letzte Aktualisierung: 19.02.2024 - 20:09:41
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