Gattung Nalassus Muls. (Cylindronotus Fald.)

TenebrionidaeTenebrioninaeHelopini
Von Arved Lompe (n. E. Reitter)
Reitter, E. (1922): Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. - Wiener Entomologisohe Zeitung, 89(5-10):113-171 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Reitter-Best-Tab-Heft92-93 Helopinae.pdf" p. 147
Steht der Gattung Stenomax sehr nahe, aber der Körper kurz oval und hoch gewölbt. Halsschild meist an der Basis am breitesten, nicht herzförmig, nach vorn in einem Bogen gerundet, die Basis meist zweibuchtig. Aus Europa sind 49 Arten gemeldet.
#1
→ 2Mitteleuropäische Arten
→ 5-Europäische Arten nach Reitter (l.c.).
#2
→ 3Die Naht der Flügeldecken von der Mitte an sehr fein, die Spitze scharf gerandet [Abb. 1], selten ungerandet; Tiere mit stark erweiterten Vorder- und Mitteltarsen gehören hierher.
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Abb. 1
→ 4-Die Naht der Flügeldecken auch an der Spitze im allgemeinen vollkommen ungerandet [Abb. 2], ausnahmsweise eine feine Randung sichtbar. Die Vordertarsen beim ♂ sehr schwach, die Mitteltarsen gar nicht erweitert.
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Abb. 2
#3
laevioctostriatus (Goeze, 1777)Fundmeldungen🗺ColeowebVorder- und Mitteltarsen des ♂ stark erweitert [Abb. 3]. Scheibe des Halsschilds [Abb. 4] glatt oder schwach chagriniert [Abb. 5], die Punktierung spärlicher, daher die Oberseite glänzender. Die Punktierung der Flügeldecken stärker, die einzelnen Punkte größer und tiefer, manchmal sogar rugulos, die Punkte durch Querrunzeln verbunden. Rand des Halsschilds meist feiner und weniger abgeflacht [Abb. 6]. Schwarzbraun, glänzend, Fühler, Taster und Beine, meist auch die Unterseite rotbraun. Aedoeagus [Abb. 7]. 7-11 mm. B: Man findet sie meist unter loser Rinde alter Eichen, aber auch an Nadelhölzern. D: In West- und Mitteleuropa verbreitet, in Deutschland nach Osten bis zur Elbe, aber nur stellenweise, im Westen dagegen häufig. (=striatus Fourc.)
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
dermestoides (Ill., 1798)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Vorder- und Mitteltarsen des ♂ nicht erweitert. Habitus [Abb. 8]. Scheibe des Halsschilds [Abb. 9] besonders seitlich meist stärker chagriniert [Abb. 10], die Punktierung auch dichter, daher die Oberseite matter. Die Punktierung der Flügeldecken vor allem an den Seiten feiner, ziemlich erloschen; meist ohne Spur einer Punktierung. Seitenrand des Halsschilds dicker und stärker, nach hinten mehr abgeflacht und kaum abgesetzt [Abb. 11]. Schwarzbraun, Fühler und Beine, sowie auch meist die Unterseite heller. 8-12 mm. B: Vorwiegend an Kiefern. D: In Ost- und Mitteleuropa verbreitet, im Westen bis Bayern und bis zur Elbe überall häufig, kommt in Mitteldeutschland mit der vorigen gemeinsam vor, aus Westdeutschland kein sicherer Beleg. (=quisquilíus Sturm)
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
#4
convexus (Küst., 1850)Fundmeldungen🗺ColeowebKörper braunschwarz [Abb. 12], die Fühler, Schienen und Taster heller. Halsschild an den Seiten sehr breit und kräftig gerandet, breit abgesetzt [Abb. 13], vor der Basis bis zur Mitte parallel, dann stark verengt, auch die Basis dick gerandet, fast so breit wie die Flügeldecken; Flügeldecken mit scharfen Schulterecken, welche fast rechtwinklig vorragen, Seitenrand ebenfalls breit und abgesetzt, besonders an den Schultern. Fühler kurzer, Schienen schmäler, Tarsen beim ♂ nicht erweitert, Fühler nur mit anliegender Behaarung. 9-11 mm. B: Montane bis alpine Art , meist unter Steinen. D: Im Alpengebiete; in Deutschland nur in Bayern, in Õsterreich in Vorarlberg, Tirol und in den Zentralalpen westlich vom Silltal. (=laevigatus Küst.)
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Abb. 12
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Abb. 13
-Körper blaßgelb, durchscheinend. Vergleiche ...Xanthomus pallidus (Curtis, 1830)
#5
→ 6Die Naht der Flügeldecken nicht deutlich umrandet [Abb. 2]. Halsschild quer und nach vorne viel stärker verengt, die Seiten dick gerandet, Schultern der Flügeldecken eckig vorstehend, Körper kurz und gedrungen gebaut, stark gewölbt, die Vordertarsen beim ♂ sehr schwach, die Mitteltarsen gar nicht erweitert.
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Abb. 2
→ 8-Die Naht der Flügeldecken ist an der Spitze beiderseits wenigstens kurz gerandet [Abb. 1].
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Abb. 1
#6
harpaloides Küster, 1850🗺ColeowebKopfschild vorne breit ausgerandet, seitlich ausgebuchtet, die Wangen gerundet vortretend, Halsschild mit unregelmäßig stark gerundeten, breit verflachten, vor den Hinterwinkeln ausgebuchteten Seiten. 7-10 mm. D: Südfrankreich.
→ 7-Kopfschild vorne gerade abgeschnitten, die abgeschrägten Wangen davor ohne Ausbuchtung [Abb. 14].
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Abb. 14
#7
Seiten des Halsschildes mehr weniger breit abgesetzt und leicht aufgebogen [Abb. 13], Zwischenräume der Flügeldecken wie beim vorigen flach und dicht punktiert. 8-10,5 mm. D: Ungarn, Tirol, Schweiz. Siehe convexus LZ >>>4
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Abb. 13
diteras Allard, 1876🗺Coleoweb-Seiten des Halsschildes nicht abgesetzt, die Wölbung der Scheibe reicht bis an die Randkante, Seitenrand der Flügeldecken bis zu den Schulterwinkeln sehr schmal, nur vor der Spitze ein wenig breiter. Kopfschild von der Stirne durch einen seichten Quereindruck abgesetzt. Schwarz oder braun, oben mit Erzschein, glänzend, Halsschild sehr fein punktiert, Basis stark tief gerandet, Flügeldecken mit recht feinen Punktstreifen und auch hinten niit flachen, sehr fein punktulierten Zwischenräumen. Erstes und zweites Sternit beim ♂ mit großem, gelbem, rauhem Bürstenfleck. 8-9-mm. D: Zentral- und Westkaukasus.
#8
→ 9Erstes Bauchsternit beim ♂ ohne gelben Haarfleck, höchstens mit vereinzelten, spärlichen Härchen.
→ 14-Erstes Bauchsternit beim ♂ mit einem gelben Haarfleck. Halsschild stark quer.
#9
Vordertarsen des ♂ breit, die Mitteltarsen noch breiter erweitert. Halsschild [Abb. 4] stark der Quere nach gewölbt, die Wölbung meistens bis an die Randkante heranreichend, die Seiten vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift. Kurz gebaut, stark gewölbt, glänzend. 8-11mm. D: Westliches Europa. Siehe laevioctostriatus LZ >>>3
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Abb. 4
→ 10-Vordertarsen beim ♂ schwach, die Mitteltarsen kaum erweitert. Halsschild flacher gewölbt, die Seiten mehr weniger flach abgesetzt.
#10
→ 11Körper gewölbt, Flügeldecken an den Seiten mehr weniger gerundet, Augen auf der Dorsalfläche groß, die Wangen vor denselben beträchtlich kürzer als die Augen, Halsschild beim ♂ und ♀ kaum abweichend gebaut. Schwarz, wenigstens die Flügeldecken mit Erzschein.
adriani Reitter, 1922🗺Coleoweb-Körper fast parallel, sehr flach gewölbt, Flügeldecken an den Seiten kaum gerundet, Augen auf der Dorsalfläche kleiner, die Wangen davor so lang wie die Augen. Halsschild gleichmäßig schmal, aber scharf abgesetzt, hoch aufgebogen, oben dicht und fein punktiert, vor den fast rechteckigen Hinterwinkeln beim ♀ schwach oder kaum, beim ♂ kurz vor den scharf rechteckigen Hinterwinkeln plötzlich tief ausgeschweift, Flügeldecken mit sehr feinen Punktstreifen, die flachen Zwischenräume nur höchst fein punktuliert, der 8. hinten nur schwach oder nicht gekielt uut! mit dem Seitenrande verbunden. Fühler kurz, Oberseite schwarz, ohne Metallschein. 9-10 mm. D: Westkaukasus: Kubangebiet.
#11
dryadophilus Mulsant, 1854🗺ColeowebDie mittleren Fühlerglieder beim ♂ vom 2. an auf der Vorderseite mit langen Haaren befranst. 6,5-10 mm. D: In Südeuropa. Dieser Art sehr ähnlich soll der Nalassus phaeacus J. Sahlb. aus Korfu sein. Bei demselben ist der 8. Zwischenraum der Punktstreifen der Flügeldecken nicht mit dem Seitenrande verbunden (eine Eigenschaft, die auch bei dryadophilus variiert), Oberseite tief punktiert gestreift und der Halsschild an den Seiten vor den Hinterwinkeln leicht ausweschweift. 9-10 mm. Nach Reitters Meinung wohl kaum vom obigen artlich verschieden.
→ 12-Die mittleren Fühlerglieder beim ♂ und ♀ mit den normalen, wenigen Tasthaaren an der Spitze der Glieder.
#12
Seiten des Halsschildes vor den Hinterwinkeln flach ausgeschweift. 8-10 mm. Östliches Europa. Siehe dermestoides LZ >>>3
→ 13-Seiten des Halsschildes bis zu den Hinterwinkeln in einer Flucht gerundet.
#13
picipes Küst.Oberseite schwarz mit Erzschein, Pleuren des Halsschildes fein gestrichelt. 8-10 mm. D: Osteuropa. dermestoides var.
zabroides Küst.-Oberseite bronzeglänzend, Pleuren des Halsschildes fast glatt. 8-10-mm. Südrußland. dermestoides (=brevis Küst.) var.
#14
→ 15Seiten der kürzeren Flügeldecken etwas gerandet, schwarz mit Erzschein.
→ 16-Seiten der längeren Flügeldecken nahezu gleich breit, parallel, beim ♀ hinter der Mitte am breitesten. Schwarz, nicht mit deutlichem Erzschein.
#15
brevicollis Steven, 1832🗺ColeowebHaarfleck am 1. Sternite beim ♂ dicht behaart, Vordertarsen des ♂ sehr schwach, Mitteltarsen nicht erweitert, Seiten des Halsschildes bis zu den stumpfen Hinterwinkeln gerundet. 6-9 mm. D: Südrußland.
graecus Seidlitz, 1896🗺Coleoweb-Wie der vorige, aber die Seiten des Halsschildes vor den rechteckigen Hinterwinkeln schwach ausgeschweift und die Mitteltarsen des ♂ etwas verdickt. 8-8,5-mm. D: Griechenland. (Ex Seidl.).
curticollis Reitter, 1922-Haarfleck am 1. Sternite beim ♂ nur sehr locker, wenig auffällig behaart, Vordertarsen des ♂ deutlich erweitert, etwa so breit wie der Schienenrücken. 8-10 mm. D: Italien: San Basilio (Murgien), Bosnien. (Coll. A. Schuster als picinus.).
#16
plebejus Küster, 1850🗺ColeowebTrochanteren der Mittelschenkel mit einem Haar oder kahl, die Hinterschenkel am Hinterrande behaart. Zwischenräume der Streifen auf den Flügeldecken zum größten Teile flach, der Haarfleck am ersten sichtbaren Sternite beim ♂ schwach, breit und locker, wenig auffällig, die Fühler beim ♂ vom 2. Gliede an auf der Vorderseite mit langen, aber wenig dichten Haaren besetzt. 8-11 mm. D: Griechenland.
longipennis Küster, 1850🗺Coleoweb-Trochanteren der 4 hinteren Schenkel nur mit einem Haare besetzt oder kahl. Zwischenräume der Streifen auf den Flügeldecken hinten verengt und gewölbt, der Haarfleck am1.Sternite des ♂ ist länglich und dicht gelb beltaart, Fühler beim ♂ und ♀ nur an der Spitze der Glieder mit den normalen lãngeren Tasthaaren. 7-9 mm. D: Spanien, Marseille.
Enthaltene Taxaadriani brevicollis convexus curticollis dermestoides diteras dryadophilus graecus harpaloides laevioctostriatus longipennis picipes plebejus zabroides
Erstellt am: 04.10.2010 · Letzte Aktualisierung: 27.11.2025 - 17:45:36
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