Untergattung Leirides Putzeys, 1866

CarabidaeHarpalinaeZabriniAmara
Von Arved Lompe (n. F. Hieke)
4 schwarze Arten, ausschließlich in den Alpen. Habituell an Arten der Untergattung Curtonotus erinnernd. Von ihnen durch den kürzeren Körper, die reduzierten Hinterflügel und die kurzen Metepisternen leicht zu unterscheiden.
#1
alpestris Villa & Villa, 1833FundmeldungenKopf unpunktiert. Halsschild nur an der Basis punktiert. Seiten des Halsschilds vor den Hinterwinkeln kaum .ausgeschweift, fast geradlinig zu den Hinterwinkeln verlaufend. Nur eine Supraorbitalborste jederseits, Flügeldecken mit kräftigen Streifen [Abb. 1]. Beine rot bis hell pechbraun. Aedoeagus [Abb. 2]. 10-12,5 mm. Nur in Italien, endemisch in den Alpen der Lombardei und von Südtirol. Sehr fraglich im Tessin in der Schweiz. Bei dieser Art treten mehrere Aberrationen auf, die in manchen Gebieten seltener, in anderen dominant vorkommen. Die auf diese Beobachtung hin geschaffenen Unterarten sind aber noch zu wenig sicher begründet und bedürfen weiterer Klärung. Die Nominatrasse in den Bergamasker Alpen. Im alpinen Magerrasen unter Steinen.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Kopf punktiert. Halsschild auch auf der Scheibe oder wenigstens noch an den Seiten und vorn deutlich punktiert. Mit 1 oder 2 Supraorbitalborsten jederseits.
#2
nobilis (Duftschmid, 1812)Kleine, plump gebaute Art. Seiten des Halsschilds in gleichmäßigem Bogen bis zu den Hinterwinkeln gekrümmt, höchstens kurz vor diesen geringfügig ausgeschweift. Halsschild nicht herzförmig. Kopf mit zwei Supraorbitalborsten jederseits. Aedoeagus [Abb. 3]. 8-10 mm. Nur in Österreich, Endemit der nördlichen Ostalpen. Charaktertier am Wiener Schneeberg. Alpin auf trockenen, kurzrasigen Hochgebirgswiesen.
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Abb. 3
→ 3-Schlankere Arten. Seitenrand des Halsschilds vor den Hinterwinkeln deutlich ausgeschweift, Halsschild daher herzförmig. Kopf mit einer Supraorbitalborste jederseits.
#3
spectabilis Schaum, 1858Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild fast doppelt so breit wie lang und auf der gesamten Fläche punktiert. Flügeldecken zusammen breiter als 4,0 mm. Aedoeagus [Abb. 3]. 10-11 mm. Endemisch in den Südostalpen von Österreich (Steiermark, Kärnten), Slowenien, auch noch im äußersten Nordosten von Italien. Auf alpinen, kurzrasigen Wiesen unter Steinen.
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Abb. 3
cardui Dejean, 1831-Halsschild höchstens 1,5x so breit wie lang. Seine Scheibe oft nur spärlich oder nicht punktiert. Flügeldecken zusammen schmaler als 4 mm. Aedoeagus [Abb. 4]. Kleiner und schmaler als vorige Art, 8-10,5 mm. Nur in den Westalpen, von der Schweiz (Monte Rosa) im Norden bis in die Seealpen von Frankreich und Italien im Süden. Im Norden lebt die typische Form (mit einer Supraorbitalborste), in Süden kommen stark abweichende Formen vor, die bald als Aberrationen, bald als Rassen oder gar als eigene Arten (etwa A. psyllocephala Daniel 1898 mit zwei Supraorbitalborsten) angesehen werden. Alpin bis hochalpin auf kurzrasigen Wiesen.
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Abb. 4
Enthaltene Taxaalpestris cardui nobilis spectabilis
Erstellt am: 12.01.2018 · Letzte Aktualisierung: 13.12.2020 - 16:47:26
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