Gattung: Ischnomera Steph. (Asclera)

ColeopteraHeteromeraOedemeridae
Von Arved Lompe (n. Z. Kaszab)
Körper gestreckt, ziemlich flach. Kopf kurz und breit, Augen vorstehend, Stirn breit und zwischen den Augen etwas breiter als zwischen den Fühlerwurzeln. Fühler so lang wie die halbe Körperlänge, fadenförmig, dünn; das 1. Glied kürzer als das 3., Endglied der Kiefertaster groß und dick, beilförmig. Halsschild kurz und herzförmig, vorn und hinten meist mit gut entwickeltem Rand; Flügeldecken lang, parallel; Beine dünn, Enddorne der Schienen kurz. Vorletztes Glied der Hintertarsen breiter und unten befilzt. Die Larven entwickeln sich im morschen, faulenden Laubholz, meist in Buchen, Ulmen, seltener Eichen und Pappeln. Die Käfer findet man vorwiegend auf blühendem Gesträuch an den Waldrändern.
#1
sanguinicollis (F., 1787)Das Ende der Flügeldecken gemeinsam abgerundet [Abb. 1]. Die 2., 3. und 4. Rippe erreichen fast die Spitze, die 1. hinter der Mitte erloschen. Untergattung Ischnomera s.str. Dunkel graugrün oder blaugrün, Halsschild, die Basis der Fühler unten und die 2 ersten Glieder auch oben größtenteils gelbrot, Endglied der Kiefertaster oben schwarz. Halsschild beiderseits und an der Basis in der Mitte tief eingedrückt. Oberseite mit sehr feinen und kurzen, anliegenden Haaren bedeckt. Beine schwarz. 8-12 mm. In fast ganz Europa, nicht selten; im Süden und Südosten vorwiegend in Gebirgswäldern.
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Abb. 1
→ 2-Das Ende der Flügeldecken einzeln abgerundet [Abb. 2], die Längsrippen sind sehr fein, weit vor dem Ende erloschen. Halsschild mit den Flügeldecken gleichfarbig, ohne tiefe Eindrücke. Untergattung Asclera Steph..
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Abb. 2
#2
cinerascens (Pand., 1867)Die Behaarung der Flügeldecken länger und grau, im 1. Zwischenraum schräg nach hinten und außen gerichtet [Abb. 3]. Flügeldecken sehr dicht und fein, gerunzelt-punktiert, trüb seidenschimmernd, blau, Kopf und Halsschild glänzend [Abb. 4]. Die Rippen der Flügeldecken stärker erhaben. Die ersten 2 Fühlerglieder unten, das 2. Glied der Kiefertaster vollkommen, das 3. Glied fast vollkommen und das Endglied unten an der Spitze gelb. Aedoeagus [Abb. 5] [Abb. 6] [Abb. 7]. 6-10 mm. Von den Pyrenäen bis zum Kaukasus verbreitet, in Mitteleuropa wohl überall, aber nicht häufig, im Norden selten oder fehlend.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 3-Die Behaarung der Flügeldecken sehr fein und kurz, dunkel, auch im 1. Zwischenraum einfach nach hinten gerichtet [Abb. 8]. Die Punktierung der Flügeldecken dicht und grob, meist quergerunzelt. Dunkelblau, manchmal grünlich schimmernd, die Taster und die ersten Fühlerglieder manchmal hell.
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Abb. 8
#3
caerulea (L., 1758)Kopf und Halsschild etwas weniger dicht und feiner punktiert, Halsschild relativ breiter, die Scheibe glänzend [Abb. 9]. Habitus [Abb. 10]. Klauen der tarsen mit großem Basalzahn [Abb. 11]. Aedoeagus [Abb. 12] [Abb. 13] [Abb. 14]. 6-10 mm. Von Süd- und Mitteleuropa bis zum Kaukasus verbreitet, außer im Norden überall häufig, im höheren Gebirgsland lokal. (coerulea (L.))
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
cyanea (F., 1792)-Kopf und Halsschild dichter und gröber punktiert und der Halsschild daher matter [Abb. 15], beim ♂ schlanker; sonst weitgehend wie der vorige [Abb. 16]. Klauen der Tarsen mit kleinem Basalzahn [Abb. 17]. Aedoeagus deutlich kleiner als bei cinerascens und caerulea [Abb. 18] [Abb. 19] [Abb. 20]. Aus Griechenland beschrieben, in Mitteleuropa verbreitet und im Norden die häufigste Art.
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
Enthaltene Taxacaerulea cinerascens cyanea sanguinicollis
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 27.01.2018 - 12:01:37
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