Gattung Hyphydrus Illig. 1807

ColeopteraDytiscidaeHydroporinae
Von Arved Lompe (n. H. Schäflein)
Körper kurz und breit, oben und unten hochgewölbt. Clypeus vorn breit gerundet und gerandet. Epipleuren der Flügeldecken an der Basis mit einer dreieckigen, scharf umrandeten Vertiefung zur Aufnahme der Spitze der Mittelschenkel. Auf der Unterseite besitzen die Flügeldecken im letzten Drittel eine parallel mit dem Seitenrand vorlaufende, scharf erhobene Leiste, welche vor der Spitze in einen langen, zungenförmigen Fortsatz erweitert ist. Diese Bildung dient zum festen Anschluss der Flügeldecken an den Seitenrand des Abdomens. Halsschild seitlich deutlich gerandet; Seitenrand fast gerade. Endglied der Vorder- und Mitteltarsen sehr kurz, im ausgelappten vorletzten Tarsenglied fast verborgen. Hinterklauen sehr ungleich, die kurze Klaue kaum sichtbar.
Der Gattung gehören etwa 60 Arten an, die mit Ausnahme von Amerika weltweit verbreitet sind. 4 Arten kommen in Europa und 2 auch in unserer Fauna vor. Die ♂, im Regelfall etwas größer als die ♀, haben glänzende Oberfläche, die mit verschieden großen Punkten dicht besetzt ist. Die ♀ haben matte Flügeldecken, die nur mäßig dicht mit kleinen Punkten besetzt sind. In stehenden, selten fließenden Gewässern aller Art, Teichen, Tümpeln, Seen, bisweilen auch im Brackwasser.
#1
→ 2Arten von Europäischen Festland.
maculatus Babington, 1841🗺Coleoweb-In Afrika weit verbreitete Art, die auch auf den Atlantischen Inseln vorkommt: Kap Verden (Typus, leg. Darwin!), Kanaren (Teneriffa). Mir unbekannt.
#2
ovatus (L., 1761)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken ohne Nahtstreif. Ganze Oberseite rostrot bis braunrot, ohne deutlich abgesetzte Zeichnung. Flügeldecken beim ♂ glänzend, feiner und gröber, gleichmäßig punktiert [Abb. 1], beim ♀ durch feine Chagrinierung matt, seidenglänzend, ungleichmäßig punktiert, die Punkte zu Reihen verdichtet [Abb. 2]. D: Ganz Europa bis Sibirien. In ganz Mitteleuropa häufig. 4,5-5 mm
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Abb. 1
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Abb. 2
aubei Ganglbauer, 1892🗺Coleoweb-Flügeldecken mit stark punktiertem Nahtstreif, der zum rückwärtigen Ende erloschen ist. Halsschild mit breiter, seitlich verkürzter Basalbinde. Oberseite gelbrot mit schwarzer sehr variabler Zeichnung, die bis nahezu völliger Verschwärzung ausgedehnt sein kann. 4,5-5 mm. D: In Südeuropa häufig. In Mitteleuropa nur sporadisch und sehr selten. Im Elsaß selten, in Westdeutschland fraglich; Niederösterreich.
anatolicus Guignot, 1957🗺Coleoweb-Eine weitere, mir unbekannte Art aus dem Südosten Europas: Italien, Ungarn, Griechenland, Dalmatien, Türkei.
Enthaltene Taxaanatolicus aubei maculatus ovatus
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 15.06.2025 - 18:55:11
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