Gattung Galeruca Geoffr.

ColeopteraPhytophagaChrysomelidaeGalerucinae
Von Arved Lompe (n. K. Mohr)
Seitenrandkanten der Flügeldecken von oben gesehen gleichzeitig sichtbar; Flügeldecken mit deutlichen oder angedeuteten Rippen; selten und dann nur spärlich behaart; im Verhältnis zu den anderen Gattungen der Unterfamilie meist größere, ansehnlichere Arten.
Die Untergattungen Galerina (4 Arten) und Galerotoma (1 Art) sind in Mitteleuropa nicht vertreten.
#1
melanocephala Ponza, 1805Fundmeldungen🗺ColeowebUngeflügelt, Flügeldecken flach, Untergrund chagriniert, Punktierung sehr zahlreich und ziemlich fein, Längsrippen fehlend. Untergattung Haptoscelis Ws.; 1 Art in Europa. Klein: 4-6 mm. Schienen ziemlich dünn, an der Spitze nur wenig verbreitert; Halsschild und Flügeldecken beim lebenden Tier rot [Abb. 1], Kopf schwarz, ebenso Schildchen und Unterseite III-VII. Mitteleuropa (in zahlreichen Gebieten fehlend, teilweise nur alte Meldungen), Norditalien, Kroatien. An ·Rumex·- und ·Polygonum·-Arten.
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Abb. 1
→ 2-Geflügelt; Flügeldecken gewölbt, mit oder ohne Längsrippen, fast immer größere Arten, selten nur 6 mm (rufa), in diesem Falle die Schienen nach der Spitze zu erweitert und die Außenecken spitz und gespornt.
#2
rufa (Germ.)🗺ColeowebKleiner: 4,5-6 mm. Mittelschienen auf der Außenseite mit dichter und zarter Punktierung. Untergattung Emarhopa Ws.. 1 Art in Europa. Oberseite rotbraun, Flügeldecken zart und zahlreich punktiert, Rippenspuren meist schwach; Schienen nach der Spitze zu erweitert mit scharf vorstehenden Außenecken. Südliches Europa, nördlich bis Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Tschechoslowakei.
→ 3-Größer: 6-12 mm. Alle Schienen raspelartig punktiert; Oberseite schwarz oder braun; Flügeldecken grob punktiert. Untergattung: Galeruca s. str.. 24 Arten in Europa, von denen hier nur die mitteuropäischen behandelt werden.
#3
→ 4Halsschild an den Vorderecken tief eingedrückt, daher der Seitenrand nach den Vorderecken zu viel stärker erhöht als nach der Basis, auch die Flügeldecken mit breiter und tiefer Seitenrinne.
→ 5-Halsschild mit schmaler Seitenrinne an den Vorderecken, auch die Seitenrinne der Flügeldecken schmaler und weniger deutlich.
#4
tanaceti (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebStets schwarze Art, leicht glänzend; Flügeldecken gewöhnlich ohne gut markierte Rippen; Vorderecken des Halsschilds stumpf oder verrundet, die Seitenfurche der Flügeldecken umgibt die Schulterbeule an der Basis. 6-10 mm. VI-X. Europa. In Holland ist diese Art als Schädling an Kohlpflanzen, Bohnen und Dahlien aufgetreten.
pomonae (Scop., 1763)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Sehr veränderlich gefärbte Art, oberseits schwarz oder braun; Flügeldecken deutlich gerippt [Abb. 2]; Vorderecken des Halsschilds +/- deutlich, die Seitenfurche der Flügeldecken verengt und bei der Schulterrundung geschwunden. 7-12 mm. VI-X. Europa. Als Fraßpflanzen werden Centaurea-, Scabiosa-, Cirsium-, Leontodon-, Phlox-, Salvia-, Capsella- und andere Pflanzenarten angegeben.
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Abb. 2
#5
→ 5aAußenkante der Vorderschienen am Ende deutlich nach außen gebogen und in eine ± lappige Ecke mündend [Abb. 3]; Flügeldecken kräftig gerippt; Oberseite in der Regel braungrundig gefärbt, Färbung variabel, häufig Rippen, Schildchen, Halsschild mit Ausnahme des Randsaums und Oberseite des Kopfes angedunkelt, selten Oberseite einheitlich schwärzlich. 7-10 mm. Mit verschiedenen Rassen (davon 2 bei uns) von Europa bis Asien verbreitet.
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Abb. 3
→ 6-Außenkante der Vorderschienen nicht oder nur unwesentlich nach außen gebogen und nicht in eine lappig erweiterte Spitze mündend [Abb. 4]; Flügeldecken ohne oder nur mit feinen Rippen; Halsschild und Flügeldecken sandgelb, orange (selten) oder gelbbraun. Hierher 2 sehr ähnliche Arten.
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Abb. 4
#5a
interrupta (Ill., 1802) nec Ol.Wenigstens die ungeradzahligen Rippen (meist aber alle) vielfach unterbrochen; Färbung der Oberseite relativ hell, auch bei dunklen Exemplaren noch immer bräunlich. Südl. Nordeuropa, Mitteleuropa südl. bis etwa BadenWürttemberg und Bayern, Südwesteuropa (Spanien) und Nordwestafrika. Stammform.
circumdata Dft.-Rippen nicht unterbrochen; Färbungsumfang von hellbraun bis schwärzlich. Südeuropa (ohne den Westteil) bis südl. Mitteleuropa, Schlesien, Tschechoslowakei, Niederösterreich, Kärnten, Südtirol. ssp.
#6
dahli (Joann., 1866)Seiten des Halsschilds besonders vor den Vorderecken deutlich gebuchtet oder zumindest eingezogen [Abb. 5]; Flügeldecken mit 2-3 feinen Rippen; Kopf dunkel mit ± ausgedehntem bräunlichem Stirnfleck und meist auch mit weiteren Aufhellungen bis zu den Mundteilen, selten ganz dunkel. 6-9 mm. In Mitteleuropa nur stellenweise: z.Beine in Mecklenburg, Brandenburg und Bayern.
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Abb. 5
laticollis Sahlb., 1837-Seiten des Halsschilds nur undeutlich gewellt [Abb. 6]; Flügeldecken ungerippt oder höchstens mit stellenweise angedeuteten Rippenlinien; Kopf stets dunkel ohne aufgehellte Partien, 6-9 mm. Nord- und Mitteleuropa bis Asien, stellenweise. Von Aconitum, Trollius, Thalictrum und Veratrum gemeldet.
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Abb. 6
Enthaltene Taxacircumdata dahli interrupta laticollis melanocephala pomonae rufa tanaceti
Erstellt am: 13.03.2009 · Letzte Aktualisierung: 04.06.2020 - 19:50:53
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