Gattung: Elaphrus Fabricius 1775

CarabidaeCarabinaeElaphrini
Von Arved Lompe (n. Freude, Jeannel, Reitter, Ganglbauer)
Durch breiten Kopf mit vorquellenden Augen und bunte Oberseite mit Augen- und Spiegelflecken ausgezeichnete Gattung. Die ♂ haben nur wenig breitere Vordertarsen als die ♀ [Abb. 1], sind aber an der dichten, bürstenartigen Behaarung der Tarsenunterseite leicht erkennbar [Abb. 2]. Über die paläarktische und nearktische Region verbreitet, weltweit ca. 33 Arten, davon 12 in Europa. Die Arten leben an Ufern von Gewässern und anderen feuchten Stellen.
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Abb. 1
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Abb. 2
Mir unbekannt sind:
D: Südrußland, Ukraine, Türkei. ...hypocrita Semenov, 1926
D: Polarzone: Norwegen, Schweden, Rußland. ...tuberculatus Maklin, 1878
#1
→ 2Vorderbrust unterseits unbehaart (von der Seite betrachten!).
→ 7-Vorderbrust unterseits lang hell behaart. Schenkel dunkel.
#2
→ 3♂ mit 4 erweiterten Vordertarsengliedern. Der Haarsaum am Hinterrand des Halsschilds reicht nicht bis zu den Hinterwinkeln. Die Augenpunkte des mittleren Flügeldeckenbereichs sind ± unvollständig von einem ringförmigen, unpunktierten Wulst eingefaßt [Abb. 3]. Die Tarsen stahlblau bis violett, schwach metallisch. Die 4 mittleren Spiegelflecken unterscheiden sich in der Breite nur geringfügig [Abb. 4].
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 5-♂ mit 3 erweiterten Vordertarsengliedern. Der Haarsaum am Hinterrand des Halsschilds erreicht die Hinterwinkel. Die Augenpunkte alle ohne Andeutung eines Ringwulstes, aber zuweilen mit Farbring [Abb. 5]. Tarsen leuchtend grün, metallisch. Entweder mit nur 2 Spiegelflecken oder das hintere Paar viel schmaler als das vordere [Abb. 6].
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Abb. 5
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Abb. 6
#3
cupreus Duft., 1812Fundmeldungen🗺ColeowebKopf deutlich breiter als der stark gewölbte und sehr fein gerandete Halsschild [Abb. 7]. Kupfer- bis bronzefarben [Abb. 8], Schienen rötlich. Augenflecke besonders tief, deutlicher ringförmig umfaßt. Aedoeagus mit breitem Medianlobus [Abb. 9]. 7-9 mm. D: Von Europa bis Sibirien verbreitet, meist häufig.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 4-Kopf nicht breiter als der etwas flachere und scharf gerandete Halsschild, dessen Seiten stärker S-förmig gekrümmt [Abb. 10]. Beine vollständig schwarz metallisch.
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Abb. 10
#4
uliginosus F., 1775Fundmeldungen🗺ColeowebIm ganzen etwas dunkler bronzefarben, grün oder kupfrig [Abb. 11]. Halschildhinterecken wenig nach außen vorstehend [Abb. 10]. Flügeldecken vollständig mikroskulptiert, mit kielartig aufgewölbten Zwischenräumen. Augenflecke weniger tief eingedrückt. Aedoeagus mit schlankem Medianlobus [Abb. 12]. 7-9 mm. B: An stehenden Gewässern der Ebene und tiefster Tallagen, viel seltener als cupreus. D: Europa ohne den äußersten Norden, Westen und Süden; Kleinasien, Kaukasus, Sibirien. Die Art ist sehr variablel, besonders im Süden Europas.
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Abb. 11
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Abb. 10
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Abb. 12
pyrenoeus Motschulsky, 1850Fundmeldungen🗺Coleoweb-Hell glänzend grün oder kupferfarben [Abb. 13], aber auch düster grün-schwarz [Abb. 14], dann an den seitlich stark vorstehenden Hinterecken des Halsschilds zu erkennen [Abb. 15]. Flügeldecken nur an den Schultern und im Bereich der Augenflecken mikroskulptiert, alle Zwischenräume - bis auf die Spiegelflecken - flach, die Augenflecken stark vertieftt. 7-9 mm. D: Spanien, Pyrenäen.
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
#5
angusticollis R.F. Sahlberg, 1844🗺ColeowebFlügeldecken mit 3 Reihen deutlich abgegrenzter Spiegelflecken. Halschildhinterwinkel ohne Borste. 6,8-7,3 mm. D: Skandinavien.
→ 6-Flügeldecken nur mit 2 Reihen deutlich abgegrenzter Spiegelflecken. Arten aus dem südlicheren Europa.
#6
aureus Müll., 1821🗺ColeowebHalsschild etwas gedrungener, in den Hinterwinkeln mit Borste (Vorsicht bei abgebrochenen Borsten!). Die violette Färbung in den Augenflecken klein und wenig scharf abgesetzt, der Grünton mehr silbrig-grün. Schenkel mit Ausnahme der Spitze bräunlich durchscheinend [Abb. 16]. 5-7 mm. B: An schlammigen Ufern fließender Gewässer niederer Gebirgslagen und deren Vorland. D: Frankreich, Mitteleuropa, nördlich bis zum Emsland, südlich bis Südtirol und Piemont; nach Osten bis Bulgarien, Rumänien; im Osten häufiger, sonst meist selten.
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Abb. 16
ullrichii Redt., 1842Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild etwas gestreckter, ohne Borste in den kaum gerandeten Hinterwinkeln [Abb. 17]. Die violettrote Kernung der Augenflecke groß und deutlicher von dem leuchtend grünen Außenring abgesetzt [Abb. 18]. Das Grün allgemein viel intensiver [Abb. 19]. Schenkel oberseits dunkel, mit grünem Metallglanz, unterseits bräunlich durchscheinend. 6,5-7,5 mm. B: An sandigen Ufern fließender Gewässer im Gebirge und Vorland. D: Mitteleuropa, besonders im Osten, im Westen sehr selten, nach Nordwesten bis Oldenburg.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
#7
lapponicus Gyllenhal, 1810🗺ColeowebGroße Art aus Nordeuropa,: 7,5-11 mm. Kupfrig-violett, Beine ganz dunkel. Der Haarsaum am Hinterrand des Halsschilds reicht nicht bis zu den Hinterwinkeln. ♂ mit 4 erweiterten Vordertarsengliedern. Habitus [Abb. 20]. D: Zirkumpolar, auch in Nordamerika.
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Abb. 20
→ 8-Kleinere Arten aus Mittel- und Südeuropa: 5,5-7,5 mm. An den Beinen zumindest die Schienen teilweise hell. Der Haarsaum am Hinterrand des Halsschilds erreicht die Hinterwinkel. ♂ mit 3 erweiterten Vordertarsengliedern.
#8
→ 8aHalsschild etwa so lang wie breit oder nur etwas breiter als lang.
lheritieri Antoine, 1947🗺Coleoweb-Halsschild viel breiter als lang und mit zahlreichen Eindrücken, vor den Hinterwinkeln sehr stark eingebuchtet und damit die Basis relativ viel schmäler. Dunkel metallisch. 6,8-7,2 mm. D: Spanien, Marokko.
#8a
riparius (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild etwa so lang wie breit (L/B = 0,92), vor den Hinterwinkeln kaum stärker als nach vorne ausgeschweift und damit die Halsschildbasis relativ breiter [Abb. 21]; Oberseite unbehaart. Flügeldecken in der Regel mit nur 2 Spiegelflecken. Oberseite grau bronzefarbig, nur schwach grünlich [Abb. 22]. Die letzten Abdominalsternite bis an den Seitenrand behaart und dichter punktiert. Aedoeagus und Parameren [Abb. 23]. 5,5-7 mm. B: An sumpfigen Stellen und im Uferbereich von Still- und Fließgewässern. D: Zirkumpolar verbreitet, in Europa nach Südwesten bis Nordspanien; in Mitteleuropa die häufigste Art.
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
weissi Dostal, 1996🗺Coleoweb-Halsschild etwas deutlicher breiter als lang (L/B = 0,87), weniger stark gewölbt, deutlicher gerandet und die Oberseite verstreut weiß behaart. Die letzten Abdominalsternite nur in der Mitte behaart. Aedoeagus und Parameren [Abb. 24]. D: Griechenland.
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Abb. 24
Enthaltene Taxaangusticollis aureus cupreus lapponicus lheritieri pyrenoeus riparius uliginosus ullrichii weissi
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 20.05.2025 - 12:15:41
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