




Flügeldeckenspitze dornförmig ausgezogen, der Spitzenrand daneben fein gezähnelt. Schwarz oder braun, Fühler rostrot. Die dunkle Oberseitebehaarung mit einzelnen hellen Haaren durchmischt, Halsschildhinterrand, Schultern und Schildchen dichter, das Schildchen gelblich behaart. Stücke, bei denen die helle Behaarung überwiegt, so daß die ganze Oberseite dicht grau behaart erscheint, bilden die a. senex Germ. Die nabelförmige Auszeichnung auf dem 3. Sternit des ♂ fehlend [Abb. 6]. 5,5-10 mm. B: In Lagerhäusern, an Tierhäuten und Knochen, in Abdeckereien, an Aas. Schädling an tierischen Handelswaren. D: Weltweit verbreitet; in ganz Mitteleuropa, vorzugsweise synanthrop. (=vulpinus Fabr.)
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Schwarz, Fühler und Beine rotbraun, oft auch die Schulterbeule heller rotbraun. Oberseite dunkel behaart, dazwischen eingesprengte weiße Haare. Schildchen gelblich behaart. Stücke mit dichter, heller Behaarung bilden die a. uniformis Rey. Die nabelförmige Auszeichnung auf dem 3. Sternit des ♂ wie bei der vorigen Art fehlend, nur auf dem 4. Sternit vorhanden [Abb. 7]. 6-10 mm. B: Lebensweise wie bei maculatus, häufiger als dieser. D: Tropische Region von Amerika und Afrika, Holarktis; in Mitteleuropa nicht selten.
-Schwarz, die basale Hälfte der Flügeldecken meistens, aber nicht immer rotbraun. Fühlerkeule rotbraun. Flügeldecken dunkel behaart mit deutlichen Querbinden aus goldgelben oder weißen Schuppenhaaren; gewöhnlich eine etwas breitere, nach hinten ausgebuchtete Binde im vorderen Viertel, dahinter 2-3 dünn behaarte schmale Querbinden, die zu Flecken aufgelöst sein können, sowie einige helle Sprenkel. Ausnahmsweise kann die dunkle Behaarung durch goldbraune Haare ersetzt werden, und die Oberseite dadurch ± einförmig behaart erscheinen. ♂ : Hinterleib mit einer Auszeichnung am 3. und 4. Sternit. 6,5-8,5 mm. D: Wird ± regelmäßig aus Amerika mit Häuten, Fellen und anderen Produkten nach Europa eingeführt, ist jedoch nicht eingebürgert.
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Fühlerkeule samtschwarz [Abb. 13]. Schwarz, Oberseite durch verdichtete weiße Behaarung gescheckt [Abb. 14], nur das Schildchen, ein Saum am Halsschildhinterrand und ein kleiner Fleck jederseits hinter der Halsschildm. goldgelb behaart. Hinterleib des ♂: [Abb. 15]. 7-9 mm. B: An trockenen Äsern, an Fellen, aber auch in Vogelnestern. D: Palaearktis; in Mitteleuropa die im Freiland häufigste Art.


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-Fühler rotbraun [Abb. 9] [Abb. 8]. Schwarz, Kopf und Halsschild gemischt rotbraun bis goldgelb, weiß und schwarz behaart [Abb. 16]; Halsschildbehaarung gewunden gelagert. Schildchen und ein schmaler Saum an der Flügeldeckenbasis hell goldbraun, die übrigen Flügeldecken wie bei murinus schwarz und weiß gescheckt behaart oder einfach dunkel behaart mit eingestreuten hellen Haaren [Abb. 17]. Hinterleib des ♂: [Abb. 18], ♀ [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 19]. 5-7 mm. B: An Aas. D: Holarktisch verbreitet; in Mitteleuropa verstreut und selten, im Norden gebietsweise fehlend, in der Mitte und im Süden verbreitet aber nicht häufig.






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Unterseite gelblich, bräunlichgrau oder rostgelb behaart [Abb. 20]. Schwarz, Fühler rostrot, die Keule dunkelbraun, klein, fast rundlich [Abb. 10]. Die schwarze Oberseitebehaarung ist nur mit einzelnen gelblichen oder weißen Haaren durchsetzt und erscheint nicht marmoriert, Schildchen und Halsschildhinterrand gelb behaart [Abb. 21]. Analsternit entweder nur an den Seiten schwarz oder noch mit einem schwarzen Spitzenfleck. Breiter als gyllenhalii. Hinterleib des ♂: [Abb. 22] [Abb. 23]. Aedoeagus [Abb. 24] [Abb. 25]. 6-7 mm. B: Die Larve entwickelt sich vorwiegend in den Nestern des Eichenprozessionsspinners (·Thaumetopoea processionea·), aber auch des Kiefernprozessionsspinners (·Thaumetopoea pityocampa·). D: Westliches Süd- und Mitteleuropa; in Mitteleuropa im östlichen Teil, sehr verstreut und sehr selten. Vorsicht! Der Kontakt mit Material aus den Nestern des Eichenprozessionsspinners kann bei empfindlichen Personen zu schwersten, mitunter lebensbedrohenden allergischen Reaktionen führen. Bei der Untersuchung der Nester ist also äußerste Vorsicht geboten. Bei der Untersuchung von Nestmaterial ist auch auf >>>Micrambe perrisi zu achten, der sich dort entwickeln soll.






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Fühlerkeule breitoval, weniger als 1,5 x so lang wie breit, Glied 11 deutlich schmäler als 10, dieses etwas breiter als Glied 9 [Abb. 12] [Abb. 26]. Halsschildseiten. in der Basalhälfte fast parallel, erst von der Mitte nach vorn stark verengt. Die weiße Behaarung der Flügeldecken gewöhnlich wolkig verdichtet, so daß diese marmoriert erscheinen [Abb. 27], selten auch gleichmäßig und dicht über die dann einfarbig hell aussehende Oberseite verteilt (var. helmi Reitt.). Hinterleib des ♂: [Abb. 28]. Aedoeagus [Abb. 29] [Abb. 30]. 5-6 mm. B: Im Anspülicht der großen Ströme und an der Ostseeküste regelmäßig; auch in den Abfallgruben der dortigen Campingplätze. D: Westpalaearktisch: Von Westasien bis Spanien gemeldet, aber in großen Gebieten unbekannt; in Mitteleuropa besonders in der Mitte und hier meistens in den Flußtälern. Alte Fundangaben für diese Art beziehen sich zum Teil auf szekessyi. (=atomarius Er.)





Hinterbrust und Bauch gelbgrau, braun oder schwarz behaart. Die Ober- und Unterseite ziemlich gleichmäßig und sehr dicht gelblichgrau behaart. 6-7 mm. B: An Kiefern, in den Nestern der ·Thaumetopoea pityocampa· Schiff (Kiefernprozessionsspinner). D: Im Mittelmeergebiet, neuerdings auch in Württemberg gefunden. (=mustelinus Perris) (=holosericeus Tourn.) Vorsicht! Der Kontakt mit Material aus den Nestern des Kiefernprozessionsspinners kann bei empfindlichen Personen zu schwersten, mitunter lebensbedrohenden allergischen Reaktionen führen. Bei der Untersuchung der Nester ist also äußerste Vorsicht geboten.
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Ganz schwarz, nur die Fühler braun. Die schwarze Behaarung der Oberseite gleichmäßig von einzelnen heller grauen Haaren durchsetzt, die nicht fleckig verdichtet sind und die dunkle Oberseitenfärbung nicht beeinflussen. Kopf, Schildchen und Halsschildhinterrand goldgelb behaart. Körper plump, der Halsschild manchmal breiter als die Flügeldecken. Schenkel an der Basis weißlich behaart, ohne hellen Haarring in ihrer Mitte. Hinterleib des ♂: [Abb. 33]. 6,5-8 mm. D: In der Palaearktis weit verbreitet; in Mitteleuropa wohl überall in Sandgegenden, doch ist diese nach Reitter gemeine Art offenbar in neuerer Zeit viel seltener geworden.
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Oberseite fein und anliegend, Flügeldecken verstreut und überwiegend weißlich anliegend behaart. In der Schenkelmitte ist gewöhnlich wenigstens auf der Unterseite ein verdichteter heller Haarfleck oder eine verkürzte Binde erkennbar. Helle Haare der Flügeldecken gewöhnlich ziemlich gleichmäßig in die dunkle Behaarung eingestreut; goldbraune Haare oft nur an der Flügeldeckenbasis. Schildchen gelblichweiß behaart [Abb. 34]. Von dem ähnlichen, und im gleichen Lebensraum vorkommenden gyllenhalii durch etwas größeren und breiteren Körper, den in gleichmäßiger Kurve von der Basis zum Vorderrand verengten Halsschild sowie die Form der Fühlerkeule zu unterscheiden, die mehr als 1,5 × so lang wie breit ist, und bei der das 9.-11. Fühlerglied fast gleich breit sind [Abb. 11] [Abb. 31]. Aedoeagus [Abb. 35] [Abb. 36]. 6-7 mm. B: An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins regelmäßiger Bewohner trockener Spülsäume, in denen die Art vermutlich von den in großer Menge vorhandenen Insektenresten lebt. D: Von Sibirien westlich bis Frankreich nachgewiesen, auch in Südskandinavien; fehlt im Mittelmeergebiet; in Mitteleuropa bisher nur im Osten nachgewiesen.





Analsegment ganz schwarz [Abb. 38]. Penis [Abb. 39]. 6-8 mm. D: Vom Kaukasus und der Türkei über Südosteuropa bis nach Ungarn, Jugoslawien und der Tschechoslowakei verbreitet; möglicherweise auch im östlichen Österreich.

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mustelinus Er.🗺
-Analsegment mit 2 hellen Längsflecken [Abb. 40] [Abb. 41]. Penis [Abb. 42] [Abb. 43]. 6,5-8 mm. D: In der Verbreitung ganz mit kaszabi übereinstimmend. *) Anmerkung: Hierher auch eine südwesteuropäische Art, die nicht in Mitteleuropa vorkommt. Halsschild und Flügeldecken fleckig rostgelb behaart; Schildchen dichter gelb behaart. Hinterleib [Abb. 44]. Penis [Abb. 45]. 6,5-7,5 mm. D: Südwesteuropa; alte Angaben für diese Art aus Deutscland bezogen sich entweder auf eine der beiden vorhergehenden Arten (kaszabi, intermedius), solche aus nördlicheren Gebieten wahrscheinlich auf szekessyi, der im Gegensatz zu den beiden anderen Arten auch in Polen vorkommt.





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Flügeldecken 2farbig [Abb. 46]: Vorderhälfte rotbraun, dicht mit graugelber, den Untergrund deckender Behaarung besetzt, die am Hinterrand zackig begrenzt ist. In dieser Behaarung steht ein querer Basalfleck und dahinter 3 kleine schwarze Punkte. Hinterleib mit gelblicher, nicht deckender Behaarung und dunklen Seitenflecken. Hinterhälfte der Flügeldecken dunkel behaart. Hinterleib des ♂: [Abb. 47]. 7-9,5 mm. B: Sowohl in Häusern und Lagern mit tierischen Produkten, als auch im Freiland, besonders in Nestern größerer Vögel, Taubenschlägen etc.. D: Der ,,Gemeine Speckkäfer" ist ein weltweit verbreiteter Schädling an gelagertem tierischen Material; in Mitteleuropa überall häufig,


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Flügeldecken mit deutlichen, nach hinten tief eingedrückten Streifen [Abb. 49]. Unterseite hell rostrot [Abb. 50], Oberseite dunkelbraun. Schildchen, Halsschild- und Flügeldeckenbasis mit goldglänzenden Haaren, Kante des Mesosternalkieles glatt oder stumpf gewinkelt. Unterseite fein goldgelb behaart. 7-9 mm. ♂: 3. und 4. Sternit mit Auszeichnung [Abb. 51]. Aedoeagus [Abb. 52]. B: In Nestern, Taubenschlägen und Hühnerställen, vorzugsweise in besiedelten Gebieten, gelegentlich auch an Aas. Da die Art Licht anfliegt, wird sie auch in Wohnungen gefunden. D: Palaearktisch verbreitet; in Mitteleuropa wohl überall aber selten;



Halsschildbasis in der Mitte ungerandet. Flügeldecken mit erloschenen Längsstreifen. 1. Sternit mit einer an der Basis tief eingedrückten Längslinie, die an der Innenecke der Episternen entspringt und von dort in kräftiger Schwingung zum Seitenrand des Sternits verläuft. Schwarz oder schwarzbraun, Oberseite dunkel behaart, dazwischen eingestreute hellere gelbliche Haare, die auf dem Schildchen immer, auf dem Halsschild meistens und auf den Flügeldecken gelegentlich zahlreicher sind und dichter stehen. Unterseite grau oder gelbgrau behaart, fast immer auf dem 1. bis 4. Sternit mit 4, auf dem Analsternit mit 3 nebeneinanderliegenden dünner und dunkler behaarten schwarzen Flecken. ♂: 3. und 4. Sternit mit Auszeichnung. 7-9 mm. B: Besonders in Lagerhäusern an tierischen Produkten (Haare, Felle, Häute, Trockenfisch), aber auch Textilien (Wolle). D: Durch den Handel weltweit verbreitete Art; bei uns besonders in den größeren Städten, gelegentlich im Freien, sonst in Lagerhäusern etc. (=cadaverinus Fabr.)
Schwarz oder schwarzbraun. Halsschild flacher, die Seiten breit verflacht abgesetzt, am Vorderrand zwischen der dort sehr dichten Punktur fein chagriniert, Basis nur sehr fein gerandet. Flügeldecken ohne Längsstreifen. Behaarung der Oberseite einfarbig grau oder gelbgrau, glatt, fast anliegend und seitlich nicht über den Flügeldeckenseitenrand vorragend. 7-10 mm. B: Lebt wie ater in Lagerhäusern an tierischen Produkten, ist aber seltener als dieser. D: Wird immer wieder aus Südamerika importiert. Angaben aus der Zeit vor 1941 nicht verwertbar, da früher mit der folgenden Art zusammengeworfen.
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-Dunkelbraun oder rotbraun. Halsschild gewölbt, seitlich ganz schmal abgesetzt, hinter dem Vorderrand nicht chagriniert, die Basis kräftig gerandet. Flügeldecken mit angedeuteten Längsstreifen. Behaarung fein und dunkel, dazwischen mit eingestreuten dickeren, hell gelblichen Haaren, die Behaarung rauh, seitlich als feiner Saum ûber den Flügeldeckenseitenrand ragend. 6,5-9 mm. B: Lebensweise wie bei ater, jedoch vielfach in Wohnungen, wo er in neuerer Zeit häufiger gefunden wird. D: Durch den Handel weltweit verbreitete Art.
Schwarz, auch die Fühlerkeule angedunkelt. Ober- und Unterseite schwarz behaart. Oberseite dichter punktiert, die Punkte auf dem Halsschild höchstens etwas weiter als um einen Punktdurchmesser voneinander entfernt. 7,5 mm. B: Larve in den Nestern des Kiefernprozessionsspinners, einmal auch in einem Hummelnest. D: Vom Kaukasus über Südosteuropa und Südeuropa westlich bis Italien verbreitet; im südöstlichen Mitteleuropa äußerst selten; außer unbelegten alten Angaben aus Österreich jeweils ein Fund aus Böhmen, Mähren und der Slowakei.
Oberseite weniger dicht punktiert, Abstand der Punkte auf dem Halsschild wesentlich größer als die Punktdurchmesser. Unterseite rötlich goldbraun behaart, die Behaarung besonders am Analsegment und an den Seiten der vorletzten Sternite gut zu erkennen. Etwas kleiner und schlanker als fuliginosus, 6-7 mm. B: Wird in hohlen Bäumen, Hummelnestern und auf Blüten gefunden. D: Vorderasien, Südosteuropa, bis ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend. Alte Fundangaben aus Süd- und Südostdeutschland und Österreich. In diesem Jahrhundert nur im Burgenland, Böhmen und der Slowakei in wenigen Stücken festgestellt. (=ater Oliv. nec Deg.)
-Halsschild sehr fein und dicht rugulos punktiert, sonst wie olivieri. D: Skandinavien, in Mitteleuropa kaum zu erwarten.