Gattung Dasytes Paykull, 1799

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Dasytidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, G. Liberti)
Liberti, G. (2009): The Dasytidae (Coleoptera) of Sardinia - Zootaxa 2318:339- 385 >>>https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.192.8066&rep=rep1&type=pdf >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Liberti2009 Dasytidae Sardinien.pdf"
Augen scheinbar kahl, Klauen meistens gezähnt, Oberseite einfarbig, schwarz, oft mit Metallschimmer oder blau metallisch. Flügeldecken mit langen aufgerichteten Borstenhaaren und einer meistens kürzeren ± anliegenden, selten längeren und ± aufgerichteten Grundbehaarung; Flügeldecken ohne untergeschlagene, scharf begrenzte Epipleuren, jedoch mit einer Längsleiste unter der Schulterbeule, die von der Seite sichtbare Epipleuren vortäuscht. Die Geschlechter der meisten Arten sind von unterschiedlicher Gestalt; die Fühler der ♂ schlanker und länger als die der ♀. Die Augen der ♂ meistens größer und stärker gewölbt, nur bei einigen Arten sind die Geschlechter äußerlich fast gleich, doch ist bei den ♂ aller Arten vor dem Hinterrand des 5. Sternits ein umfangreicher 3-eckiger Eindruck [Abb. 1]. Die Larven leben räuberisch in morschen Hölzern, in denen sie sich auch verpuppen, so daß man die Käfer schon zeitig im Frühjahr daraus erbeuten kann. Später findet man sie auf Blüten und blühendem Gesträuch oder kann sie von Nadelholz klopfen. Im südlichen Europa zahlreiche weitere Arten, insgesamt in Europa 87.
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Abb. 1
#1
flavescens Gene, 1839Fundmeldungen🗺ColeowebKörper gelb bis braun [Abb. 2], manchmal 2-farbig: Kopf und/oder Halsschild braun, Flügeldecken gelb mit +/- großer brauner Schidchenmakel; matt, ohne Metallschein. Fühlerglieder kurz, nicht länger als breit und beim ♀ zusammengedrückt. Geschlechter wenig verschieden. Um 3 mm. D: Süditalien, Sardinien, Frankreich: Korsika; Malta, Nordafrika.
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Abb. 2
→ 1a-Schwarze Arten.
#1a
→ 1bArten aus Mitteleuropa.
→ 2l-Arten aus Sardinien.
#1b
striatulus Brulle, 1832🗺ColeowebOberseite dicht grau behaart, Flügeldecken mit gereihten, glänzend schwarzen Kahlpunkten. Halsschild stark gewölbt. 3,5-4 mm. D: Balkanhalbinsel, Italien; nach Norden bis in die Slowakei nachgewiesen. (=dalmatinus Baudi)
→ 2-Oberseite nicht dicht und auffällig grau behaart.
#2
→ 3Halsschild deutlich quer, 1,3-1,5 x so breit wie lang (Ausnahme buphthalmus ♂), in der Hinterhälfte neben den Seiten mit einem rinnenförmigen Eindruck [Abb. 3].
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Abb. 3
→ 13-Halsschild nicht oder sehr schwach quer [Abb. 4], dann aber höchstens 1/4 breiter als lang, die Scheibe gleichmäßig zu den Seiten herabgebogen und ohne rinnenförmigen Eindruck. ♂ schlank mit längeren Fühlern und großen vorstehenden Augen, ♀ mit kurzen Fühlern, kleineren Augen und nach hinten erweiterten Flügeldecken.
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Abb. 4
#3
→ 12Körper gestreckter, Flügeldecken 2 x so lang wie zusammen breit oder länger, mittlere Fühlerglieder wesentlich länger als breit, Fühler den Halsschildhinterrand weit überragend. ♂
→ 4-Körper gedrungen, Flügeldecken 1,5-2 x so lang wie zusammen breit, Fühler kurz, zurückgelegt den Halsschildhinterrand höchstens um 1-2 Glieder überragend [Abb. 5]. ♂ oder ♀
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Abb. 5
#4
→ 10Sämtliche Klauen in beiden Geschlechtern an der Basis verdickt oder gezähnt, die Verdickung am Vorderrand durch eine durchsichtige lappenförmige Membrane verlängert. Oberseite schwarz, oft etwas bläulich schimmernde Arten des Alpengebietes. Halsschild oft deutlich chagriniert, etwas fettglänzend. 2. Fühlerglied oft rötlich. ♂ und ♀ von etwa gleicher Gestalt. 3,8-5,5 mm.
→ 5-Allenfalls die Klauen der Vorder- und Mittelbeine beim ♂ gezähnt.
#5
buphtalmus Baudi, 1873🗺ColeowebAugen auffällig groß und vorgewölbt, die Stirn zwischen ihren Innenrändern 1/3 der Gesamtbreite des Kopfes messend. Halsschild nicht breiter als lang, in oder vor der Mitte am breitesten, glänzend, mäßig dicht punktiert, schwarz, Schienen ± aufgehellt. 3,5-4 mm. D: Aus Italien beschrieben, in Jugoslawien, Ungarn und der Tschechoslowakei sowie in Österreich nachgewiesen.
→ 6-Augen nicht extrem groß, Stirn breiter.
#6
→ 7Klauen an Vorder- und Mittelbeinen deutlich gezähnt (nur ♂).
→ 8-Klauen der Vorder- und Mittelbeine einfach oder allenfalls an ihrer Basis verdickt (nur ♀).
#7
hickeri Kaszab, 1955🗺ColeowebOberseite schwarzblau, Halsschild 1,3 x so breit wie lang, in der Mitte am breitesten, die Seitenfurche flach und erloschen. Halsschild spärlich punktiert, neben dem Seitenrand gerunzelt. Flügeldecken grob aber erloschen punktiert, der Untergrund unregelmäßig erloschen gerunzelt. Fühler kurz, die vorletzten Glieder rundlich. 3,5 mm. D: Nach einem ♂ aus Ungarn beschrieben, auch in der Tschechoslowakei festgestellt.
niger (L., 1767)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Oberseite schwarz. Halsschild 1,3 x so breit wie lang [Abb. 6], hinter der Mitte am breitesten. Die Längsfurche an der Seite scharf eingeschnitten. Halsschild kräftig und dicht punktiert, Flügeldecken auf fein verrunzeltem Grund fein und dicht punktiert, Fühler kurz, vorletzte Glieder verrundet dreieckig. ♂: Klauen der Vorder- und Mitteltarsen mit einem breiten, abgestutzten Zahn. Nicht nur das 5., sondern auch das 4. Sternit in der Mitte des Hinterrands mit einer eingedrückten glänzenden Fläche, die kleiner ist als die des 5. Sternits. 3,5-4,5 mm [Abb. 7]. D: In ganz Europa ohne den Südwesten; in Mitteleuropa überall häufig.
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Abb. 6
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Abb. 7
#8
→ 11Größere Arten von 4,8-5,6 mm.
→ 9-Arten von 3,5-5 mm.
#9
Flügeldecken auf fein gewirktem Grund fein und sehr dicht punktiert, dadurch matter erscheinend. 4-5 mm. ♀ von niger (L.) siehe LZ >>>7
-Flügeldecken auf glänzendem, etwas quer verrunzeltem Grund kräftiger und mäßig dicht punktiert. 4 mm. ♀ von buphthalmus Baudi siehe LZ >>>5
#10
erratus Schilsky, 1895🗺ColeowebJede Flügeldecke mit einem Längswisch gehäufter silbrigweißer Grundbehaarung, der sich von der Basis nach hinten keilförmig verengt. ♂: mittlere Fühlerglieder stärker und nach innen ausgeprägt winklig erweitert [Abb. 8]. 3-eckiger Eindruck des 5. Sternits tief, im Grunde glänzend. Aedoeagus zur Spitze eingeschweift verengt [Abb. 9]. D: Vom Wallis bis zu den Seealpen vorkommend. (=valesiacus Pic)
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Abb. 8
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Abb. 9
alpigradus Kiesw., 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken nur mit wenigen eingesprengten hellen Härchen, besonders an den Seiten. ♂: mittlere Fühlerglieder innen stumpf abgerundet [Abb. 10] [Abb. 11]. Aedoeagus einfach gerundet zugespitzt [Abb. 12]. Wie die vorige Art von der gedrungenen Gestalt des niger [Abb. 5]. Halsschild stärker quer, um die Hälfte breiter als lang, seitlich stark gerundet. ♂: Halsschild näher der Mitte am breitesten, Flügeldecken ± parallelseitig. Hinterrand des 5. Sternits 3-eckig eingedrückt, der Eindruck am Grunde meistens fast vollständig punktiert. 6. Sternit gerundet ausgeschnitten, in der Mitte tief rinnenförmig eingedrückt. ♀: Halsschild näher zur Basis am breitesten, Flügeldecken nach hinten stärker erweitert. B: In Blüten oft häufig. In subalpinen und alpinen Lagen, vorzugsweise in Höhen von 1400 m bis über 2000 m. D: Von den Alpen bis in die Slowakei und zur Balkanhalbinsel verbreitet.
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 5
#11
Schwarz, glänzend, Grundbehaarung schwarz, Punktur der Halsschildscheibe kräftig. Fühler etwas länger, vorletzte Glieder deutlich etwas länger als breit, länglich 3-eckig. ♀ von obscurus. LZ >>>12
-Schwarz, glänzend, Grundbehaarung goldgelb, bei frischen Stücken mit kleinen gereihten Kahlpunkten. Halsschildpunktur fein und weitläufig, Fühler kürzer, die vorletzten Glieder ± gerundet 4-eckig. ♀ von subalpinus Baudi. LZ >>>12
#12
obscurus Gyll., 1813🗺ColeowebHalsschildscheibe kräftig punktiert. Halsschildseiten in der Mitte gewöhnlich deutlich stumpf gewinkelt und nach vorn stärker verengt. Oberseite schwarz behaart. Klauen schlank, an der Basis schwach verdickt und schwach gezähnt. 3-eckiger Eindruck des 5. Sternits kleiner. Aedoeagus in Seitenansicht vor der Spitze ohne Zahn [Abb. 13]. 4,8-5,6 mm. D: Boreomontan verbreitet. In Mitteleuropa montan bis subalpin in Bergwäldern. Fehlt in der Tiefebene.
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Abb. 13
→ 12a-Halsschildscheibe feiner punktiert. Halsschildseiten gleichmäßig gerundet und nach vorn nicht stärker als nach hinten verengt. Flügeldecken an den Seiten und hinter den Schultern in der Grundbehaarung meistens mit einzelnen eingesprengten goldgelben Haaren. Klauen sämtlicher Tarsen kräftig gezähnt. Eindruck des 5. Sternits umfangreicher. Aedoeagus in Seitenansicht vor der Spitze mit einem Zahn [Abb. 14]. 4,8-5,6 mm. subalpinus
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Abb. 14
#12a
subalpinus Baudi, 1873🗺ColeowebSchienen gelb; Nominatform. D: Piemont und Bergamasker Alpen.
subalpinus austriacus Lohse, 1977🗺Coleoweb-Schienen dunkelbraun oder schwarz. B: In Gebieten, wo subalpinus und obscurus gemeinsam vorkommen, scheint subalpinus die tieferen Lagen zu bevorzugen. D: Im südöstlichen Alpengebiet von Osttirol bis Niederösterreich nicht selten, Südostbayern selten. In Kärnten bisher nur südlich der Drau. Die Angaben über die ♀ dieser Arten siehe LZ >>>11
#13
→ 144. Hintertarsenglied viel kürzer und schmäler als das 3. [Abb. 15] [Abb. 16] [Abb. 17]. Klauen oft kräftig gezähnt [Abb. 18].
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
→ 18-4. Hintertarsenglied gestreckt, wenig kürzer als das 3. [Abb. 19]. Klauen in beiden Geschlechtern nur schwach gezähnt, Hintertarsen so lang (♀) oder länger als die Hinterschienen (♂).
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Abb. 19
#14
caeruleus (Geer, 1774)Fundmeldungen🗺ColeowebOber- und Unterseite metallisch blau, seltener grünlich oder blauschwarz [Abb. 20]. Fühler und Beine schwarz mit blauem Metallglanz. Kopf und Halsschild kräftig und mäßig dicht punktiert, der Halsschild manchmal etwas verrunzelt. Grundbehaarung der Flügeldecken ziemlich lang und abstehend, schlecht von den dazwischenstehenden aufgerichteten Börstchen zu unterscheiden. ♂: Fühler lang und schlank, die Körpermitte überragend, innen und außen lang schwarz behaart. 5-6 mm. D: In ganz Europa ohne den Norden, in Mitteleuropa häufig, nur im Osten seltener. (=cyaneus (F., 1775))
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Abb. 20
→ 15-Oberseite schwarz mit Metallschimmer oder blauschwarz. Flügeldecken mit anliegender, gewöhnlich heller Grundbehaarung und +/- lang aufgerichteten schwarzen Haarborsten. 3,5-5 mm.
#15
virens (Marsh., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild bis auf eine schmale glatte Längsschwiele (♂) oder gänzlich (♀ [Abb. 21]) gleichmäßig dicht punktiert, die Punktur zur Mitte der Scheibe kaum weitläufiger. Schwarz mit Bleiglanz, Schenkel einschließlich der Hüften schwarz, Trochanteren der vorderen Beinpaare gelbbraun, Schienen und 2. FühlergIied gelbrot, bei var. nigripes auch die Schienen dunkel. ♂: Augen kleiner als bei den ♂ der folgenden Arten. Stirn so breit wie die halbe Kopfbreite, deutlich breiter als ein Auge, nicht vertieft. Vorletzte Fühlerglieder reichlich 2 bis 3 x so lang wie breit. 3,8-4,5 mm. Habitus [Abb. 22]. D: In Europa mit Ausnahme des Nordens und Nordostens, in Mitteleuropa im Westen und Süden nicht besonders selten, im Norden und Osten selten oder gebietsweise fehlend. Var. nigripes vorzugsweise im Südosten. (=flavipes Ol.)
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Abb. 21
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Abb. 22
→ 16-Halsschildscheibe in der Mitte glänzend und weitläufig punktiert [Abb. 4]. Augen des ♂ größer, Stirn kaum breiter als 1 Auge, viel schmäler als die halbe Kopfbreite, oft zwischen den Fühlerwurzeln vertieft.
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Abb. 4
#16
plumbeus (Müll., 1776)Fundmeldungen🗺ColeowebSchienen und Tarsen sowie Vorderschenkel und Vorderhüften zumindest zum Teil gelb [Abb. 23] [Abb. 24]. Oberseite mit grünem oder Bronzeschimmer, die Grundbehaarung mit schwachem metallischen Goldglanz. ♂: Vorderklauen schwach gezähnt, 4. und 5. Sternit mit einem Grübchen [Abb. 25]. Aedoeagus [Abb. 26] [Abb. 27] [Abb. 28]. 3,5-4,6 mm. D: Europa ohne den Norden, in Mitteleuropa überall sehr häufig
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
→ 17-Beine einschließlich der Vorderhüften ganz schwarz, höchstens die Schienen dunkel bräunlich. Grundbehaarung dunkel.
#17
nigrocyaneus Muls.Rey, 1868🗺ColeowebGrundbehaarung fein, schräg aufstehend, von gleicher Farbe wie die lange Borstenbehaarung. Halsschild deutlich quer (1/4 breiter als lang), in der Mitte stark glänzend und unpunktiert. Oberseite schwarz mit blauem Metallschimmer. 3,5-4,3 mm. ♂: 5.-7. Fühlerglied nach innen deutlich 3-eckig erweitert. Aedoeagus [Abb. 29]. D: Westeuropa.
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Abb. 29
aeratus Steph., 1830Fundmeldungen🗺Coleoweb-Grundbehaarung anliegend, hell silbergrau. Halsschild nicht quer, Scheibe glänzend, weitläufig punktiert. Schwarz, erzschimmernd [Abb. 30]. 4-5,2 mm. ♂: 5.-7. Fühlerglied nach innen gerundet erweitert, an der Spitze stumpf verrundet [Abb. 31], vorletztes Glied 2,5 bis 3 x so lang wie breit. Aedoeagus [Abb. 32] [Abb. 33], Parameren [Abb. 34]. D: Wohl in ganz Mitteleuropa, aber im ganzen nicht häufig. (=aerosus Kiesw.) Die Aussage von Lohse, daß die Fühlerglieder 5-7 beim ♂ fast parallelseitig seien, ist nach meinen Tieren nicht nach vollziehbar. Auf größeren Exemplaren mit längeren Fühlern (vorletzte Glieder 3-4 x so lang wie breit) fußen sämtliche bisher auch genitaliter nachgeprüften Angaben für Meldungen von D. nigrocyaneus Muls. aus Mitteleuropa.
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
#18
subaeneus Schönherr, 1817Fundmeldungen🗺ColeowebEinschließlich der Fühler und Beine schwarz, Oberseite mit Bleischimmer und anliegender silbergrauer Grundbehaarung. Auf den fein punktierten Flügeldecken befinden sich in Längsreihen geordnete glatte kahle Pusteln, die besonders beim ♀ sehr deutlich sind und in denen die aufgerichteten schwarzen Borsten entspringen. Fühler des ♂ von halber Körperlänge, Halsschild quer mit gerundeten Seiten und verrundeten Hinterwinkeln. Körper des ♀ gedrungener, Halsschild viel breiter als der Kopf, stärker quer, etwas hinter der Mitte am breitesten, mit verrundeten Hinterwinkeln. 3,5-4,6 mm. D: Aus West- und Südeuropa nach Mitteleuropa einstrahlend und hier vorzugsweise im Westen in Wärmegebieten nicht besonders selten. Sonst nur sporadisch und selten in wärmeren Gegenden des mittleren und östlichen Mitteleuropa.
fusculus (Illiger, 1801)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Schwarz mit grünlichem Bronzeschimmer, Schienen und Tarsen gelbrot. Oberseite mit anliegender grauer Grundbehaarung und aufgerichteten schwarzen Borsten. Flügeldecken fein, gleichmäßig, etwas querrunzelig punktiert. Fühler des ♂ sehr lang und schlank. Halsschild ± quer 4-eckig, die Seiten nur schwach gerundet. 4,2-5 mm. D: Fast in ganz Mitteleuropa, aber nicht häufig, im Osten häufiger als im Westen, im Nordwesten sehr selten oder fehlend.
#2l
pauperculus Laporte, 1840🗺ColeowebArten aus Sardinien (nach Liberti, l.c.). Alle Fühlerglieder mit langen Haaren (beim ♂ deutlicher); beim ♂ das 5. Glied lang, etwas trapezförmig. Beim ♀ die Behaarung der Flügeldecken einfach, nur aus dünnen, ziemlich abstehenden, blassen Haaren bestehend, ohne schwarze Borsten. 3-3,5 mm. D: Italien.
→ 3l-Nur die ersten 5-6 Fühlerglieder mit langen Haaren; das 5. Glied beim ♂ kurz oder dreieckig. Beim ♀ die Flügeldecken doppelt behhart, anliegend und schwarz, aufstehend.
#3l
coerulescens Küster, 1852🗺ColeowebHalsschild flach und deutlich quer, 2 x so breit wie lang. Einschließlich der Beine schwarz. Körper größer und breiter, 4,5-5 mm.
→ 4l-Halsschild mehr gewölbt, höchsten 1,5 x so breit wie lang. Fühler und Beine können teilweise hell gefärbt sein. Körper kleiner und schlanker, 3,5-4,5 mm.
#4l
doderoi Pic, 1924🗺ColeowebBeim ♀ der Kopf einschließlich der Augen schmäler als der Halsschild am Vorderrand, die Augen klein (das ♂ ist unbekannt). 4-4,5 mm.
→ 5l-Beim ♀ der Kopf einschließlich der Augen etwa so breit wie der Halsschild am Vorderrand, die Augen normal.
#5l
aeneiventris Küster, 1850🗺ColeowebBeine völlig schwarz, die Fühler bis auf das manchmal rötliche 2. Glied schwarz. 3.5-4.5 mm.
→ 6l-Beine und oft auch die Fühler teilweise hell, gelbilich oder rötlich.
#6l
nigroaeneus Küster, 1850🗺ColeowebSchenkel und Fühler völlig schwarz, die Schienen rötlich oder gelblich. Halsschild stark punktiert und matt. 3,5-4 mm.
→ 7l-Die Basalhälfte der Schenkel, die Schienen und die ersten 3-4 Fühlerglieder gelb. Halsschild glatt und glänzend. 3-4 mm. Hierher 2 Arten, die sich nur im ♂ Geschlecht unterscheiden lassen.
#7l
croceipes Kiesenwetter, 1866🗺Coleoweb iteratus Peyerimhoff, 1925🗺ColeowebAedoeagus [Abb. 35]. Aedoeagus [Abb. 36].
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Abb. 35
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Abb. 36
Enthaltene Taxaaeneiventris aeratus alpigradus buphtalmus caeruleus coerulescens croceipes doderoi erratus flavescens fusculus hickeri iteratus niger nigroaeneus nigrocyaneus obscurus pauperculus plumbeus striatulus subaeneus subalpinus virens
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 18.05.2026 - 16:30:19
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