Gattung Cis Latr.

ColeopteraCiidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, J. Reibnitz)
Reibnitz, J. (1999): Verbreitung und Lebensräume der Baumschwammfresser Südwestdeutschlands (Coleoptera, Cisidae) - Mitteilungen Entomologischer Verein Stuttgart, 34:1-75
Królik, R. (2002): Cis tauriensis n. sp. from Turkey (Coleoptera: Ciidae) - Genus - International Journal of Invertebrate Taxonomy, 13(2):197-202 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Królik2002 Cis tauriensis.pdf"
Fühler 10-gliedrig mit 3 vergrößerten Endgliedern; 3. Fühlerglied wesentlich länger als das 4. Die Gattung unterscheidet sich von der früher mit ihr vereinigten Gattung >>>Orthocis durch die meist +/- deutlich zahnförmig ausgezogenen Außenecken der Vorderschienen, ansonsten durch robustere Gestalt und meist stärkerer Körperbeschuppung, sowie die Genitalform. 42 Arten in Europa.
In der Tabelle nicht enthaltene Arten aus Europa >>>33
#1
→ 2Vorderschienen an der Spitze des Außenrandes ohne deutliches Zähnchen [Abb. 1]. Hierher Arten die wegen der Schienenbildung für Orthocis gehalten werden. Sie werden auch in der Tabelle der Gattung >>>Orthocis ausgewiesen
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Abb. 1
→ 6-Schienen an der Spitze der Außenseite mit einem deutlichen Zähnchen [Abb. 2].
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Abb. 2
#2
pygmaeus (Marsh., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseitenrand schmal abgesetzt und nicht immer von oben vollständig sichtbar [Abb. 3] [Abb. 4]. Schwarzbraun mit hellerem Halsschildvorderrand, Beine gelbrot. Oberseite rauh, goldbraun beschuppt, die Schüppchen von ungleicher Länge, mäßig fein, der Halsschild ziemlich dicht, die Flügeldecken oft weitläufiger punktiert. Halsschild fast an der Basis am breitesten, nur nach vorn gerundet verengt. ♂: 1. Sternit mit einer ziemlich großen warzenförmigen Auszeichnung, Clypeus mit zwei spitzen Zähnchen. Penis und Parameren [Abb. 5] [Abb. 6]. 1,6-2,2 mm. Weit verbreitet, aber wohl nur im westlichen Mitteleuropa häufiger. Besonders an kleinen Baumschwämmen an Zaunpfählen und in den Rindenrissen stehender Bäume. (=rhododactylus Marsh.)
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 3-Halsschildseitenrand breit abgesetzt, von oben vollständig sichtbar. ♂: Clypeus mit 2 warzenförmigen, mit Schuppenbüscheln besetzten Höckern. Die Arten dieser Gruppe sind sicher nur im ♂ Geschlecht nach Genitaluntersuchung zu bestimmen.
#3
lucasi Ab., 1874Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild kräftig quer, ein Drittel breiter als lang, die Seiten breit verflacht [Abb. 7] [Abb. 8], nach vorn gerundet verengt und die Halsschildform an Cis boleti erinnernd. Halsschild ziemlich dicht punktiert, Untergrund verloschen chagriniert. Flügeldecken ziemlich glänzend und nicht sehr dicht punktiert. Fühler dunkelbraun, Halsschildrand, Schultern und Flügeldeckenspitze etwas heller rötlich . ♂: Kopf ohne Auszeichnungen, die Auszeichnung des 1. Sternites unauffällig, weit vor der Mitte des Sternits gelegen*). Aedoeagus [Abb. 9], Penis und Parameren [Abb. 10]. 2-2,3 mm. Baumschwamm [Abb. 11].Aus dem südlichen Mitteleuropa mehrfach gemeldet, sonst Westeuropa, östlich bis zur Slowakei. Aus Mitteleuropa sah Lohse diese, von Reitter unrichtig dargestellte Art aus dem Rheinland und Bayern. (=reflexicollis Ab.) *) Wobei Lohse offensichtlich als Sternitlänge den Abstand zwischen den Hinterrändern der Hinterhüften und des Sternits betrachtet, also ohne den Fortsatz nach vorne, der etwa noch einmal so lang ist [Abb. 12].
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
→ 4-Halsschild schwach quer, höchstens ein Fünftel breiter als lang, die Halsschildseiten schmäler verflacht und der Halsschild stark gewölbt. ♂: Clypeus mit 2 kleinen, gelb behaarten Höckern, Auszeichnung in der Mitte des Sternits gelegen.
#4
vestitus Mell., 1848Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild zwischen der Punktur kräftig chagriniert, Halsschild dadurch matter als die glänzenden Flügeldecken. Bewimperung des Halsschildvorderrands sehr kurz. Flügeldecken deutlich etwas gröber punktiert als der Halsschild [Abb. 13]. Rostrot bis rotbraun, oft dunkler als festivus, aber nur selten so dunkel wie pygmaeus gefärbt. Flügeldecken ziemlich dicht und regelmäßig kurz aufstehend beschuppt. ♂: Auszeichnung auf dem 1.Sternit klein und unauffällig, nur durch kleinere Mikroskulptur matter als die Umgebung. . Penis und Parameren [Abb. 14] [Abb. 15]. 1,6-2,1 mm. B: C. vestitus lebt an Schichtpilzen (Stereum) und Zystidenrindenpilzen (Peniophora). Der Eichen-Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina) [Abb. 16] wächst bevorzugt auf abgestorbenen Ästen und Zweigen von Eichen. Die Larven fressen im Hohlraum unter der Pilzkruste, die nur punktuell mit der Rinde verwachsen ist. V: Weit verbreitet, aber seltener als festivus. (=pygmaeus Nyholm nec Marsh.)
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
→ 5-Halsschild zwischen der Punktur glänzend, höchstens verloschen chagriniert und daher nicht matter als die Flügeldecken. Halsschildseiten auch nach hinten gerundet verengt. Bewimperung des Halsschildvorderrands ziemlich lang. Rostrot oder hell rotbraun, ziemlich dicht und regelmäßig kurz aufstehend goldbraun beschuppt. Halsschild und Flügeldecken ziemlich dicht und mäßig fein punktiert [Abb. 17].
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Abb. 17
#5
festivus (Panz., 1793)Fundmeldungen🗺Coleoweb♂: Clypeus-Zähnchen abgeflacht mit Borstenbüschel [Abb. 18]; Auszeichnung auf dem 1. Sternit klein und flach, oft sehr undeutlich. Tegmen mit leicht sklerotisierter, doppelter Spitze. Habitus [Abb. 19] Aedoeagus [Abb. 20], [Abb. 21]. 1,9-2,5 mm [Abb. 22]. B: Wohl überall in Baumschwämmen der Gattung Stereum; [Abb. 23] besonders an Hasel und Buche ziemlich regelmäßig zu finden, bevorzugt an +- beschatteten Stellen. V:Ganz Europa
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
festivoides Rose, 2021🗺Coleoweb-♂: Clypeus-Zähnchen zugespitzt, nur spärrlich beschuppt [Abb. 24]; Tegmen mit ziemlich stark sklerotisierter, spatelförmiger Spitze [Abb. 25] [Abb. 26]. 1,7-1,9 mm [Abb. 27]. B: Die Art ist wärmeliebender und meist deutlich seltener als festivus. Man findet sie besonders an ·Stereum hirsutum·, bevorzugt in warmen eichendominierten Wäldern. So hat Reibnitz die Art in Franken öfter an nicht zu stark besonntem Eichenholz mit Pilzbefall finden können (Klafter, Stämme, Stubben). V: Aus den Pyrenäen beschrieben. Inzwischen liegen J. Reibnitz aus folgenden Ländern Belege vor: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Griechenland und Baku, Azerbeijan. vermutlich in Europa weiter verbreitet. In Deutschland bereits aus Bayern, Sachsen und Baden gemeldet.
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
#6
clavicornis (Baudi de Selve, 1873)🗺ColeowebFühlerkeule 2-gliedrig. Ich kenne die Art nicht. Südeuropa, Kleinasien. (Cisdygma Rtt.)
→ 7-Fühlerkeule 3-gliedrig.
#7
bilamellatus Fowler, 1884Fundmeldungen🗺ColeowebVorderrand des Kopfschilds und des Halsschilds mit einer breiten und hoch aufragenden Lamelle [Abb. 28] (♂), diese Lamelle viel flacher beim ♀, aber immer noch sehr auffallend. 1,5-2 mm [Abb. 29]. Aus der Australisch-Asiatischen Region im 19. Jahrhundert nach England mit Pilzen in das Herbarium von Kew Gardens eingeschleppt. Seitdem über die Britischen Inseln ausgebreitet und bis nach Nordfrankreich vorgedrungen. In der Auswahl seiner Brutpilze nicht sehr wählerisch, alle möglichen Gattungen von Holzpilzen werden befallen, bevorzugt wohl der Birkenporling (·Piptoporus betulinus·). Es bleibt abzuwarten, ob diese auffällige Art Mitteluropa erreicht.
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Abb. 28
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Abb. 29
→ 8-Vorderrand des Kopfschilds höchstens flach aufgebogen oder mit +/- großen Zähnchen oder einfach.
#8
→ 9Flügeldecken neben einer feinen Grundpunktur mit groben, oft unregelmäßig gereihten Punkten besetzt.
→ 20-Flügeldecken gleichförmig und ungeordnet punktiert. Mitunter sind die Flügeldecken etwas grubig verrunzelt, aber die Punkte sind alle +/- gleich groß.
#9
→ 10Flügeldecken glänzend, scheinbar kahl, nur mit mikroskopisch erkennbaren, fein anliegenden Härchen besetzt. Rotgelb bis kastanienbraun, Fühler und Beine gelb.
→ 13-Flügeldecken deutlich beschuppt oder kräftig behaart.
#10
lineatocribratus Mell., 1848🗺ColeowebDie größeren Punkte der Flügeldecken sind grob und tief und bilden deutliche und fast regelmäßige vollständige Längsreihen [Abb. 30]. Halsschild mit stumpfen Vorderwinkeln, von der Mitte nach hinten deutlicher als bei den 3 folgenden Arten gerundet verengt. 1,5-2 mm. B: Lebt in ·Fomes fomentarius· (Zunderschwamm) und ·Heterobasidion annosum· [Abb. 31] (Gemeiner Wurzelschwamm). Vielfach in Fomes-Fruchtkörper [Abb. 32], zusammen mit Cis matchanus [Abb. 33], die durch langen Bodenkontakt durchfeuchtet und mürbe geworden sind. V: Aus fast ganz Europa gemeldet, stellenweise nicht selten, aber schwer zu finden.
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
→ 11-Die größeren Punkte der Flügeldecken nicht oder nur über kurze Strecken unregelmäßig gereiht. Die Punkte meist feiner und flacher.
#11
castaneus Herbst, 1793Fundmeldungen🗺ColeowebDie Vorderecken des Halsschilds ragen bei der Ansicht genau von oben (Halsschildvorder- und Hinterrand müssen dabei in einer Ebene liegen) als spitze Zipfelchen vor [Abb. 34] [Abb. 35]. Halsschild wegen der kräftigeren Chagrinierung nur fettglänzend. Die gröberen Punkte der Flügeldecken stehen weitläufiger. ♂: Auszeichnung auf dem ersten Sternit außerordentlich klein, punktförmig oder ganz geschwunden. Clypeus fast ohne erkennbare Auszeichnung. Aedoeagus [Abb. 36] [Abb. 37] [Abb. 38]. 1,5-2,1 mm. Wohl überall nicht selten an harten Baumschwämmen [Abb. 39]. (=nitidus auct. nec F., 1792)
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Abb. 34
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Abb. 35
Bild fehlt:
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
→ 12-Vorderecken des Halsschilds bei der Ansicht von oben nicht spitz vorragend [Abb. 40]. Halsschild weniger stark chagriniert, glänzender. 1,5-2 mm. ♂: Clypeus am Vorderrand mit deutlichen Auszeichnungen. Hierher 3 Arten, die mit Sicherheit nur im ♂ Geschlecht unterscheidbar sind.
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Abb. 40
#12
jacquemartii Mell., 1848Fundmeldungen🗺ColeowebDie Mikroskopische Behaarung der Flügeldecken sehr fein (die feine Grundpunktur oft undeutlich) [Abb. 41]; Halsschild kaum breiter als lang, nach vorn schwächer verengt, in der Mitte am breitesten [Abb. 42]. ♂: Clypeus mit weniger ausgebildeten Zähnen [Abb. 43], 1. Sternit mit kleiner, nicht umrandeter, oft völlig geschwundener Auszeichnung. Aedoeagus [Abb. 44] [Abb. 45]. Baumpilz [Abb. 46]. Nach Lohse überall häufig, nach Reibnitz die seltenste Art der nitidus-Verwandtschaft.
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
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Abb. 45
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Abb. 46
glabratus Mell., 1848Fundmeldungen🗺Coleoweb-Die mikroskopische Behaarung der Flügeldecken deutlich länger als bei nitidus und jacquemarti [Abb. 47]. Halsschild merklich breiter als lang, hinter der Mitte am breitesten, nach vorn stärker verengt, die Vorderwinkel untergeschlagen. Habitus [Abb. 48]. Punktur der Flügeldecken etwas verrunzelt. ♂: Clypeus mit 2 großen und breiten Zähnen [Abb. 49], 1. Sternit in der Mitte mit einer großen, lang gelb behaarten warzenförmigen Auszeichnung. Aedoeagus [Abb. 50] [Abb. 51]. Besonders in Gebirgsgegenden; wohl weit verbreitet, aber ziemlich selten in harten Baumschwämmen [Abb. 52].
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 49
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Abb. 50
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Abb. 51
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Abb. 52
hanseni Strand, 1965Fundmeldungen🗺Coleoweb-In diese Gruppe gehört noch eine weitere, hellbraune Art, die kürzlich aus Dänemark beschrieben und inzwischen auch bei uns aufgefunden wurde [Abb. 53]. Im Körperbau jacquemarti ähnlich, in der Kopfauszeichnung des ♂ dem glabratus. Den Aedoeagus zeigt [Abb. 54]. Die Art ähnelt wegen ihrer geringen Größe und ihrer hellen Färbung dem lineatocribratus, hat aber eine andere Halsschildform und unregelmäßige, nicht reihig angeordnete Flügeldeckenpunktur. Aus Dänemark beschrieben, in Deutschland in Baden-Württemberg, Pfalz, Bayern und im Grenzgebiet Schleswig-Holstein/Mecklenburg sowie in Österreich bei Wien.
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Abb. 53
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Abb. 54
#13
→ 14Die ziemlich langen Schuppenbörstchen auf den Flügeldecken bilden deutliche Reihen, welche sich am besten am Flügeldeckenabsturz erkennen lassen.
→ 15-Die Schuppen der Flügeldecken kurz, nicht gereiht.
#14
striatulus Mell.Fundmeldungen🗺ColeowebKörper schlanker, fast von so gestreckter Gestalt wie micans [Abb. 55]. Schwärzlichbraun. Halsschild kaum quer, seitlich nur leicht gerundet, fast parallelseitig, die Hinterwinkel von oben gesehen in der Anlage ± rechtwinklig. Die größeren Punkte der Flügeldecken bilden ziemlich regelmäßige Reihen, die daraus entspringenden aufstehenden Börstchen wohl nicht länger, aber feiner als bei comptus und regelmäßiger gereiht. Die Börstchen der Zwischenräume kürzer. ♂: Clypeus mit 2 kleinen Zähnchen. Aedoeagus [Abb. 56]. 1,7-2 mm. Südeuropäische Art die nach Norden bis Württemberg verbreitet ist.
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Abb. 55
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Abb. 56
comptus Gyll., 1827Fundmeldungen🗺Coleoweb-Körper plumper, von gedrungener Gestalt [Abb. 57] [Abb. 58]; schwarzbraun, manchmal der Halsschild mit einem heller rötlichen Ton. Halsschild deutlich quer, die Seiten gerundet, in den Halsschildhinterrand in fast gleichmäßiger Kurve übergehend. Flügeldecken nach hinten leicht erweitert. Die gröberen Flügeldeckenpunkte bilden etwas unregelmäßige Längsreihen, die feineren Punkte der manchmal etwas runzligen Zwischenräume sind oft schlecht erkennbar. Beschuppung der Oberseite rauh, ihre Reihung wenig deutlich, da die Börstchen der Punktreihen oft nur wenig länger sind als die der Zwischenräume. ♂: Halsschild stärker gewölbt und bauchiger, hinter dem Vorderrand etwas quer eingedrückt. Clypeus mit 2 kleinen Zähnchen, dazwischen gerade. Aedoeagus [Abb. 59] [Abb. 60], Frischpräparat [Abb. 61], Trockenpräparat [Abb. 62]. 1,8-2,3 mm. Weit verbreitet, im nördlichen Mitteleuropa verstreut und selten, im Süden nicht häufig.
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
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Abb. 60
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Abb. 61
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Abb. 62
tauriensis Królik, 2002🗺Coleoweb-Dem comptus sehr ähnlich ist eine weitere Art aus Kleinasien. Zahn der Vorderschienen noch länger und schlanker, Vorderrand des Clypeus beim ♂ seicht ausgerandet, jederseits mit einem Zähnchen. Aedoeagus [Abb. 63]. Türkei: Taurus-Gebirge.
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Abb. 63
orius Kompantsev, 1996🗺Coleoweb-Eine weitere ähnliche Art in Mittelasien. ♂: Vorderrand des Clypeus gerade wie bei comptus, jederseits mit einem Zänchen. Aedoeagus [Abb. 64]. Afghanistan bis Kirgistan.
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Abb. 64
#15
quadridens Mell., 1848🗺ColeowebKlein, 1,4-1,9 mm. Hell rostrot, glatt [Abb. 65]. Halsschildseitenrand sehr schmal abgesetzt, unbewimpert, beide Seitenränder genau von oben gesehen bei einäugiger Betrachtung nur ganz hinten gleichzeitig erkennbar. Beschuppung der Flügeldecken kurz, wenig aufstehend, stellenweise unordentlich gereiht, hell goldbraun. Die groben Flügeldeckenpunkte spärlich und weitläufig, manchmal schlecht erkennbar und nur vorn ± gereiht. ♂: Halsschild stärker gewölbt, am Vorderrand mit 2 großen aufgebogenen dreieckigen Zipfeln [Abb. 66], Clypeus lamellenförmig aufgebogen, in der Mitte rundlich ausgeschnitten, so daß jederseits ein scharfer Winkel entsteht. In den hohen Gebirgen des südlichen und südöstlichen Mitteleuropa, selten. Von fìssicornis und dentatus, mit denen diese Art leicht verwechselt wird, durch die ungleichmäßige Flügeldeckenpunktur gut zu unterscheiden. Vergleiche LZ >>>27
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Abb. 65
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Abb. 66
→ 16-Größer, Flügeldecken meist etwas uneben, Halsschildseitenrand entweder breit abgesetzt und von oben in ganzer Länge sichtbar, oder schmäler, dann aber deutlich bewimpert. ♂: Halsschild ohne Auszeichnungen.
#16
→ 17Halsschildseitenrand breit verflacht abgesetzt und in seiner ganzen Länge von oben gut erkennbar. Halsschild fast stets mit deutlichen flachen Unebenheiten.
→ 19-Halsschildseitenränder nur schmal abgesetzt und die Absetzung in ihrer Vorderhälfte genau von oben nicht oder gerade noch sichtbar. Halsschild gleichmäßig gewölbt.
#17
villosulus Marsham, 1802Fundmeldungen🗺ColeowebKörper ziemlich gestreckt. Schwarzbraun bis rotbraun [Abb. 67]. Halsschildseitenrand locker und ziemlich Iang hell bewimpert. Halsschild sehr uneben, besonders in der Mitte etwas hinter dem Vorderrand stark niedergedrückt. Halsschild kurz, die Seiten besonders beim ♂ fast gerade. Flügeldecken mehr als zweieinhalb mal so lang wie der Halsschild mit dichten, recht kräftigen hellen Schuppen besetzt. 1,5-3,2 mm. ♂: Die Auszeichnung am 1. Sternit klein, oval, vor der Mitte des Sternits gelegen und um mehr als ihren Längsdurchmesser vom Hinterrand des Sternits entfernt Aedoeagus [Abb. 68]. Im nördlichen und mittleren Mitteleuropa, verstreut und selten, gebietsweise fehlend; im südlichen Mitteleuropa nicht selten, besonders subalpin. (=setiger Mell., 1848)
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Abb. 67
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Abb. 68
→ 18-Körper gedrungener, Halsschild stärker quer, sein Seitenrand stärker gerundet, Oberseite weniger auffällig beschuppt. Dunkelbraun, unausgefärbt braungelb, selten Kopf und Halsschild hell rötlich, Flügeldecken braunschwarz. ♂: die Auszeichnung am 1. Sternit nur um die Länge ihres Durchmessers oder weniger vom Hinterrand des Sternits entfernt.
#18
submicans Abeille, 1874Fundmeldungen🗺ColeowebDurchschnittlich kleiner, 2,3-2,8 mm [Abb. 69]. Halsschild stärker, fast bis zur Seitenrand-Absetzung gewölbt, weniger als ein Drittel breiter als lang, höchstens hinten neben der Mittellinie mit einem ganz flachen Eindruck, sonst querüber gleichmäßig gewölbt und mit feiner, kurzer anliegender Beschuppung. Halsschildpunktur recht fein, nicht gedrängt, die Punktzwischenräume auf der Vorderhälfte so groß wie die Punktdurchmesser. Flügeldecken unauffällig fein beschuppt, mit wenig dicht gestellter feiner Grundpunktur und weitläufigen, zum Teil unordentlich gereihten gröberen Punkten. Halsschildseitenrand sehr kurz und weitläufig bewimpert. ♂: Aedoeagus [Abb. 70] [Abb. 71] [Abb. 72]. Weit verbreitet, aber ziemlich selten. (=micans auct. nec F., 1792)
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Abb. 69
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Abb. 70
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Abb. 71
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Abb. 72
Ohne_Ziel (15)-Durchschnittlich größer, aber von sehr unterschiedlicher Länge. 2,8-4 mm. Halsschild mit deutlichen Eindrücken und unregelmäßig gelagerter, oft etwas rauher Beschuppung. Punktur des Halsschilds dichter. Kleine Stücke, die evtl. mit micans verwechselt werden könnten, haben einen breiteren Halsschild, der mindestens ein Drittel breiter als lang ist. Hierher 2 einander außerordentlich ähnliche Arten, die lange Zeit hindurch nicht voneinander unterschieden wurden.
boleti (Scop., 1763)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Breiter gebaut [Abb. 73] [Abb. 74], Halsschild flacher gewölbt, stärker quer, seitlich breiter verflacht, sein Seitenrand sehr kurz, oft kaum erkennbar bewimpert [Abb. 75]. Die grobe Punktur der Flügeldecken, besonders in der Umgebung des Schildchens dichter, oft stärker verrunzelt, die Flügeldecken flacher, jedoch vor der Spitze steiler abfallend, ihre Beschuppung sehr unregelmäßig gelagert. ♂: Aedoeagus [Abb. 76] [Abb. 77] [Abb. 78]. In Baumschwämmen sehr häufig, im Süden häufiger, im Norden vielfach seltener als die folgende Art.
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Abb. 73
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Abb. 74
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Abb. 75
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Abb. 76
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Abb. 77
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Abb. 78
rugulosus Mell., 1848Fundmeldungen🗺Coleoweb-Schmaler gebaut, stärker gewölbt, Halsschild weniger quer, seine Seitenrand dicht und regelmäßig deutlich bewimpert [Abb. 79] [Abb. 80], jedoch kürzer und weniger auffällig als bei setiger. Die grobe Punktur der Flügeldecken weniger dicht, die Flügeldecken gewölbter, aber vor der Spitze flacher abfallend, ihre Beschuppung regelmäßig gelagert. ♂: Aedoeagus [Abb. 81] [Abb. 82] [Abb. 83]. Unterseite [Abb. 84]. Wie boleti in ganz Mitteleuropa, aber im Süden nur wenig gefunden. Der Name rugulosus ist irreführend, die Art wirkt in ihrer Oberflächenskulptur viel glatter als boleti.
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Abb. 79
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Abb. 80
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Abb. 81
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Abb. 82
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Abb. 83
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Abb. 84
#19
micans (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken mit deutlichen, ziemlich regelmäßigen Reihen dicht gestellter Punkte [Abb. 85]. Gestreckt, schwarzbraun, selten heller. Fühler einfarbig hell rotgelb. Halsschild ziemlich schmaL stark gewölbt, sein Seitenrand oft in der Mitte ganz leicht eingebuchtet. Flügeldecken mit deutlicher, ziemlich dichter kupferig metallischer Beschuppung. ♂: Stirn ausgehöhlt, Clypeus aufgebogen und mit 2 abgerundeten Zähnchen in der Mitte; Halsschildvorderrand leicht gewulstet [Abb. 86]. Aedoeagus [Abb. 87]. 2-2,4 mm. Baumschwamm [Abb. 88]. Wohl überall sehr häufig. (=hispidus (Payk., 1798)) Durch schlanke Gestalt und einfarbig helle Fühler gut von submicans und kleinen Stücken der boleti-Gruppe zu trennen.
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Abb. 85
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Abb. 86
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Abb. 87
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Abb. 88
gladiator Flach, 1882🗺Coleoweb-Die groben Punkte der Flügeldecken nicht in Reihen angeordnet. Körper kurz walzenförmig. Beschuppung der Oberseite kurz, fast börstchenförmig, aufstehend, gelblich. ♂: Clypeus mit 2 Zähnen, Stirn mit einer beulenartigen Erhebung. 2,8-3 mm. Sachsen. Nur einmal gefunden, Lohse kannte diese Art nicht.
#20
Sulcacis Dury3. und 4. Fühlerglied von gleicher Länge, Glied 6 und 7 stark quer. Sehr kleine schwarze Arten von 1,2-1,5 mm. Vorderschienen zur Spitze gerundet erweitert, ihre Außenkante dort mit dicht stehenden Stachelborsten [Abb. 89] ( x 100!), auch die Mittel-und Hinterschienen am Ende mit einem Borstenkranz. Vergleiche Gattung
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Abb. 89
→ 21-3. Fühlerglied bedeutend länger als das 4. Glied oder die Schienen außen in einen spitzen Zahm endend.
#21
→ 22Beide Halsschildseitenränder genau von oben gesehen gleichzeitig höchstens ganz kurz vor den Halsschildhinterwinkeln erkennbar. Sehr ähnlich, aber ohne Zähnchen in den Außenwinkeln der Vorderschienen ist vestitus LZ >>>Ohne_Ziel(2a)
→ 28-Beide Seitenränder des Halsschildss vollständig oder wenigstens nach vorn bis über die Mitte hinaus von oben gleichzeitig sichtbar.
#22
→ 23Vorder- und Seitenrand des Halsschilds deutlich mit längeren Haaren oder Borsten bewimpert. Nicht auffallend gedrungen gebaute Arten.
→ 27-Vorderrand des Halsschilds und manchmal auch der Seitenrand unbewimpert. Gedrungen gebaut, Flügeldecken nur ein Drittel länger als zusammen breit.
#23
Körper zweifarbig, länglich oval, Halsschild schwarz, Flügeldecken zumindest in der Hinterhälfte bräunlich. Halsschild matt, chagriniert, Flügeldecken mit ziemlich langen aufstehenden weißen Schuppenbörstchen besetzt. Vergleiche ...Sulcacis bidentulus (Rosh., 1847)
→ 24-Körper meist einfarbig heller oder dunkler braun, zylindrisch. Halsschild höchstens bei stärkster Vergrößerung verwischt chagriniert, Außenkante der Vorderschienen in einen spitzen Zahn endend.
#24
punctulatus Gyll., 1827Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseiten- und Vorderrand mit langen, abstehenden, hellen Schuppenhaaren bewimpert [Abb. 90]. Beschuppung der Flügeldecken unregelmäßig, ziemlich lang und rauh aufstehend, börstchenförmig. Dunkelbraun, opaleszent glänzend ('mit Seifenglanz'), einförmig und dicht punktiert. ♂: Clypeus mit 2 ganz kleinen stumpfen Höckern, Abdomen mit ganz flacher, kaum erkennbarer Einsenkung auf dem 1. Sternit [Abb. 91]. Aedoeagus [Abb. 92]. 2,2-2,8 mm. Wohl weit verbreitet und sicher noch mancherorts bei systematischer Untersuchung des von ihm bevorzugten Baumschwammes ·Irpex fuscoviolaceus· nachzuweisen [Abb. 93]. Vorzugsweise an Kiefernholz.
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Abb. 90
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Abb. 91
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Abb. 92
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Abb. 93
→ 25-Halsschildseiten- und Vorderrand mit wenig langen goldbraunen Schuppen bewimpert (Vorderrand schräg von hinten betrachten). Fettglänzend, einförmig dicht punktiert. Beschuppung der Flügeldecken gleichmäßiger, kürzer, schuppenförmig.
#25
chinensis Lawrence, 1991🗺ColeowebGrößer, 1,9-2,5 mm. Körper gedrungen, nur 2x so lang wie breit [Abb. 94]. Dunkelbraun bis fast schwarz, manchmal mit etwas helleren Flügeldecken. ♂: Halsschildvorderrand mit 2 Zähnen, Vorderrand des Kopfes mit 4 Zähnen [Abb. 95], 1. Sternit ohne Auszeichnung. Dem Ennearthron cornutum (der nur 9-gliedrige Fühler hat!) ähnlich, aber breiter und dunkler. Aedoeagus [Abb. 96]. In einem chinesischen Restaurant in Hamburg wurde ein Befall an Tau Fou, einem Produkt aus Soja-Mehl, festgestellt. Usprüngliche Heimat China und Thailand, dort an ·Ganoderma lucidum·. Aus Norditalien (Rovereto) ein Freilandfund an ·Trametes·, weiter aus Malta, Frankreich (an ·Ganoderma· sp.), Spanien und Baden-Württemberg gemeldet; inzwischen wohl weltweit verbreitet, da auch in Brasilien. (=multidentatus sensu Lohse nec Pic, 1912)
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Abb. 94
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Abb. 95
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Abb. 96
→ 26-Durchschnittlich kleiner, Körper schlanker, 2,2-2,5 x so lang wie breit. ♂: Halsschild einfach, 1. Sternit mit kräftiger porenförmiger Auszeichnung. Hierher zwei äußerst ähnliche Arten.
#26
fagi Waltl, 1839Fundmeldungen🗺Coleoweb1,3-1,9 mm, schwächer gewölbt [Abb. 97]. Flügeldecken zur Spitze weniger steil abfallend [Abb. 98]. Halsschild nach vorn weniger stark verengt. Flügeldecken etwas feiner und weitläufiger punktiert [Abb. 99]. Fühler einfarbig rotgelb. ♂: Clypeus mit 2 kleinen stumpfen Höckern. Halsschildvorderrand in der Mitte schwach ausgebuchtet. Penis mit gerundeter Hakenspitze [Abb. 100]. In Baumpilzen [Abb. 101]. Weit verbreitet, aber nicht häufig. (=fuscatus Mell.)
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Abb. 97
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Abb. 98
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Abb. 99
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Abb. 100
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Abb. 101
fusciclavis Nyholm, 1953Fundmeldungen🗺Coleoweb-Durchschnittlich größer, 1,5-2,2 mm, stärker gewölbt [Abb. 102]. Flügeldecken zur Spitze steiler abfallend [Abb. 103]. Halsschild nach vorn stärker verengt. Flügeldecken etwas stärker und dichter punktiert [Abb. 104]. Meist etwas dunkler, Fühlerkeule häufig gebräunt. ♂: Clypeus wie bei fagi mit 2 kleinen stumpfen Höckern [Abb. 105], Halsschildvorderrand einfach bis stumpf zweizähnig. Penis mit scharfer Hakenspitze [Abb. 106] [Abb. 107]. In Baumpilzen [Abb. 108]. Wohl weit verbreitet, aber nicht immer von fagi getrennt. (=castaneus Mell., 1848) Anmerkung. Die Punktierung ist recht variabel und es gibt Überschneidungen. Die Wölbung und der Flügeldeckenabsturz sind aber nach meinen Tieren sichere Unterscheidungsmerkmale, aber man muß sorgfältig vergleichen.
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Abb. 102
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Abb. 103
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Abb. 104
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Abb. 105
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Abb. 106
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Abb. 107
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Abb. 108
#27
laminatus Mell., 1848🗺ColeowebOberseite dicht und kräftig punktiert [Abb. 109] [Abb. 110]. Vorderwinkel des Halsschilds abgerundet. Dunkelbraun, kurz und gedrungen, Flügeldecken nicht doppelt so lang wie der Halsschild. Halsschildseitenrand deutlich, Vorderrand nicht erkennbar bewimpert. Flügeldecken mit kurzen, aufstehenden, dicht gestellten goldbraunen Schüppchen besetzt. ♂: Der Clypeus bildet eine sehr hohe und breite Lamelle, die die ganze Kopfbreite umfaßt und deren Seitenrand unmittelbar vom Vorderrand des Auges nach vorn gerichtet ist; der Vorderrand dieser Lamelle ist schwach dreibuchtig. 1,6-2 mm, die ♀ gewöhnlich kleiner als die ♂. Aus Osteuropa ins östliche Mitteleuropa einstrahlend, früher selten, heute wohl an den meisten Stellen verschwunden. Kommt auch im westlichen Südeuropa vor.
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Abb. 109
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Abb. 110
fissicornis Mell., 1848🗺Coleoweb-Von der breiten, gedrungenen Gestalt des laminatus, aber etwas feiner und dichter punktiert [Abb. 111]. Dunkelbraun. Halsschildvorderwinkel rechteckig. Halsschildseitenrand nicht erkennbar bewimpert. Behaarung der Flügeldecken sehr fein. ♂: Vorderrand des Halsschilds zweizipfelig, der Clypeus bildet eine aufgebogene Lamelle, die am Vorderrand tief ausgebuchtet ist und daher deutlich zweizähnig erscheint. 1,5-2 mm. Aus Osteuropa ins östliche Mitteleuropa einstrahlend; Kärnten, Nordtirol. Äußerst selten. Der in seiner Kopfauszeichnung ähnliche quadridens ist heller gefärbt und besitzt doppelt punktierte Flügeldecken. Vergleiche LZ >>>15
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Abb. 111
#28
fissicollis Mell.🗺ColeowebHalsschild mit einer tiefen Mittellängsfurche [Abb. 112]. Dunkelbraun, matt. Halsschild sehr breit, sehr fein und sehr dicht, Flügeldecken fein und dicht punktiert. Flügeldecken sehr deutlich dicht, kurz und anliegend beschuppt. Körper kurz und gedrungen, etwas abgeflacht. ♂: Clypeus mit kleiner, aufgebogener 2-zipfliger Lamelle. 1,8-2,2 mm. In Südeuropa montan, möglicherweise auch im südlichen Mitteleuropa aufzufinden.
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Abb. 112
→ 29-Halsschild ohne Längsfurche.
#29
dentatus Mell., 1848🗺ColeowebRostrot bis braun. Oberseite matt, besonders der Halsschild gedrängt, mäßig fein punktiert [Abb. 113]; Punktabstände auf dem Halsschild überwiegend kleiner als die Punktdurchmesser. Halsschildvorder- und Seitenrand unbewimpert. Flügeldecken sehr kurz und oft schwer sichtbar beschuppt. ♂: Halsschildvorderrand mit zwei etwas aufgebogenen Zipfeln, der aufgebogene Clypeus mit 2 breiten, aber spitzen Zähnen. 1,8-2,8 mm. Im gebirgigen Teil des mittleren und südlichen Mitteleuropa, vorwiegend in Baumschwämmen an Nadelholz nicht häufig [Abb. 114].
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Abb. 113
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Abb. 114
→ 30-Oberseite ± glänzend oder fettglänzend, weniger dicht punktiert; andernfalls der Halsschildseitenrand deutlich bewimpert.
#30
→ 31Halsschildseitenrand völlig unbewimpert, Oberseite sehr fein, oft kaum sichtbar behaart.
Orthocis Cas.-Halsschildseitenrand bewimpert, Oberseite fast stets dicht und deutlich beschuppt. Siehe Gattung
#31
→ 32Kurz, zylindrisch, meist rotbraun. Flügeldecken eineinhalb mal so lang wie zusammen breit; Halsschild ziemlich breit, seine Vorderwinkel von oben gesehen sehr deutlich nach vorn vorspringend. Punktur auf Halsschild und Flügeldecken mäßig kräftig und nicht sehr dicht, Beschuppung der Flügeldecken nur staubförmig.
Orthocis Cas.-Körper schlank, zylindrisch, pechschwarz, nur unausgefärbt heller. Flügeldecken etwa 1,75-2 x so lang wie zusammen breit. Siehe Gattung
#32
bidentatus (Ol., 1790)Fundmeldungen🗺ColeowebVorderschienen an der Spitze außen in einen scharfen Zahn endend. Oberseite dunkler oder heller rotbraun, Halsschild seitlich gerundet [Abb. 115]. Flügeldecken vor der Spitze an der Naht eingedrückt. ♂: Halsschild stark entwickelt, am Vorderrand mit zwei stumpfen, beulenartigen Zähnen, die nur bei sehr kleinen Stücken fehlen; Clypeus am Vorderrand zweizähnig. 2-2,8 mm [Abb. 116]. Weit verbreitet und nicht besonders selten.
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Abb. 115
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Abb. 116
Orthocis perrisi Ab.🗺Coleoweb-Schienen kräftig, aber an der Spitze abgerundet, im letzten Drittel auffällig lang und dicht behaart, an der Basis stumpfwinklig abgeknickt. Schwarz, der große Kopf manchmal rötlich, Halsschild glänzend, sehr hoch gewölbt, mit geraden und parallelen Seiten und kräftig vorstehenden Vorderwinkel 1,5-2,5 mm. Diese Art dürfte wegen der Bildung der Beine, breiter als gewöhnlich getrennten Mittelhüften und wegen ihres besonders breiten Vorderbrustfortsatzes als Vertreter einer besonderen Untergattung anzusehen sein. Aus den Pyrenäen beschrieben, angeblich auch bei Paris. Kommt sicher nicht in Mitteleuropa vor. Die von Reitter mit dem Namen perrisi belegte Art ist entweder pseudolinearis oder linearis.
#33
bituberculosus Roubal, 1937🗺ColeowebSüdrußland.
caucasicus Ménétriés, 1832🗺Coleoweb-Kaukasus.
crenatus C. R. Sahlberg, 1836🗺Coleoweb-Finnland.
cucullatus Wollaston, 1865🗺Coleoweb-Kanarische Inseln. Gomera.
fuscipes Mellié, 1848🗺Coleoweb-Madeira.
graecus Schilsky, 1900🗺Coleoweb-Griechenland, Levante.
incanus Rey, 1892🗺Coleoweb-Frankreich.
lederi Reitter, 1880🗺Coleoweb-Georgien, Südrußland.
reitteri Lopes-Andrade, 2002🗺Coleoweb-Aserbeidschan.
lineatosetosus Pool, 1917🗺Coleoweb-Großbritannien.
punctifer Mellié, 1848🗺Coleoweb-Süd- und Südosteuropa.
pygmaeus Marsham, 1802🗺Coleoweb-Europa.
quadridentulus Perris, 1874🗺Coleoweb-Frankreich, Italien, Kroatien.
ragusai Roubal, 1916🗺Coleoweb-Italien (Sicilien).
tomentosus Mellié, 1848🗺Coleoweb-Südeuropa.
punctiger Waltl, 1839-Deutschland (nomen dubium)
Enthaltene Taxabidentatus bilamellatus bituberculosus boleti castaneus caucasicus chinensis clavicornis comptus crenatus cucullatus dentatus fagi festivoides festivus fissicollis fissicornis fusciclavis fuscipes glabratus gladiator graecus hanseni incanus jacquemartii laminatus lederi lineatocribratus lineatosetosus lucasi micans Ohne_Ziel orius Orthocispunctifer punctiger punctulatus pygmaeus quadridens quadridentulus ragusai reitteri rugulosus striatulus submicans Sulcacistauriensis tomentosus vestitus villosulus
Erstellt am: 20.08.2013 · Letzte Aktualisierung: 14.02.2022 - 16:03:52
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