Gattung Choleva Latr.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Cholevidae
Von Arved Lompe (n. W. Szymczakowski)Literaturverzeichnis ⇒
Schlanke, verhältnismäßig große Arten mit langgestreckten Fühlern und Beinen. 4-8 mm, ausnahmsweise kleiner. Halsschild schmäler als die Flügeldecken, immer zur Basis verengt, die Seiten abgeflacht, Hinterwinkel ± abgerundet. Flügeldecken deutlich gestreift, bei ♀ einiger Arten mit zugespitztem Nahtwinkel. Fühler schlank, ohne Keule, alle Glieder länger als breit, 2. Glied kürzer als 3., das Endglied normal. Die ♂ haben kräftigere Beine, schlankere Fühler und modifizierte Hintertrochanteren von großem taxonomischem Wert. Penis zur Spitze verschmälert, selten zweigablig, Parameren dick, etwas abgeflacht, länger als der Penis, Samengang des Aedoeagus mit komplizierter Chitinbewaffnung. Genitaltergit der ♀ stark chitinisiert, mit guten Artmerkmalen.
Zur sicheren Bestimmung der Arten ist die Untersuchung der ♂ Hintertrochanteren bzw. ♀ Genitaltergite in der Mehrzahl der Fälle erforderlich. Allerdings ist Vorsicht geboten, da auch hier die Variabilität wie bei den anderen Merkmalen sehr hoch sein kann! Europäisch-westasiatische Gattung. Die Arten leben an dunklen Orten, vorwiegend in Säugetierbauen (besonders in Maulwurfs- und Mäusegängen), manchmal sind sie auch in Höhleneingängen und in faulenden Vegetabilien zu finden. Einige Formen sind ausschließlich kavernikol, aber mit wenig angedeuteten Anpassungsmerkmalen. In Europa 54 Arten der Gattung. Die Tabelle berücksichtigt bis auf Ausnahmen nur die aus Mitteleuropa gemeldeten Arten.
In Europa 41 Arten der Gattung in 2 Untergattungen. Hier sind vorerst nur die für Mitteleuropa relevanten Arten aufgeführt.
#1
→ 2Halsschild mit grober, eingestochener Punktur [Abb. 1]. Flügeldecken schräg abstehend behaart, der Länge nach höher gewölbt, zum Ende hin mitunter sehr abschüssig [Abb. 2] [Abb. 3]. Untergattung Cholevopsis Jeann.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-Halsschild fein, meistens raspelartig punktiert [Abb. 4]. Flügeldecken meist anliegend behaart, selten schräg abstehend; oberseits flacher und regelmäßig gewölbt, nur kurz vor der Spitze abschüssig [Abb. 5] [Abb. 6]. Untergattung Choleva s.str.
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
#2
spadicea (Sturm, 1839)Fundmeldungen🗺ColeowebFühler zur Spitze wenig verdickt, 9. Glied doppelt länger als breit [Abb. 7]. Beim ♂ 5. Hinterleibsternit mit einer Mittelgrube, Vordertarsen etwas breiter als die Schienenspitze, Hintertrochanteren gerade, am Ende zugespitzt [Abb. 8]. Aedoeagus [Abb. 9]. Genitaltergit des ♀ länger als breit [Abb. 10]. 5-5,5 mm. Im ganzen Gebiet, aber selten und sporadisch. In Mäuse- und Maulwurfsgängen, auch in Höhlen.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
paskoviensis Rtt., 1913🗺Coleoweb-Fühler zur Spitze deutlicher verdickt, 9. Glied um die Hälfte länger als breit [Abb. 11]. Beim ♂ der Bauch ohne Grube, Vordertarsen etwas schmäler als die Schienenspitzen, Hintertrochanteren in der Mitte stumpfwinklig gebogen, am Ende abgestutzt [Abb. 12]. Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 13]. Genitaltergit des ♀ breiter als lang [Abb. 14]. 4,5-5 mm. In südlicheren und mittleren Teilen von Mitteleuropa, selten und sporadisch, nur im Südosten stellenweise häufiger; nördlich bis Rheinland, Mittelelbe, Brandenburg, aber auch Hamburg und Dänemark.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
#3
→ 4Halsschild hinter der Mitte am breitesten, Hinterrand wesentlich breiter als der Vorderrand [Abb. 15].
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Abb. 15
→ 9-Halsschild vor oder in der Mitte am breitesten, Hinterrand nur wenig oder kaum breiter als der Vorderrand [Abb. 16].
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Abb. 16
#4
emgei Reitt.🗺ColeowebHalsschild etwas näher der Mitte am breitesten, Fühler etwas kürzer, 8. Glied ± quadratisch. Beim ♂ Mittelschienen leicht und regelmäßig, nicht winklig gebogen, Hintertrochanteren ungezähnt [Abb. 17]. Penis in eine breite, abgestutzte Spitze ausgezogen [Abb. 18]. Genitaltergit des ♀ bewimpert [Abb. 19]. 4-4,5 mm. Südbalkan, ein außergewöhnlich kleines ♀ (2 mm) aus Niederösterreich im 19. Jahrhundert gemeldet. Vorkommen in Mitteleuropa sehr fraglich.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
→ 5-Halsschild deutlicher hinter der Mitte am breitesten. Beim ♂ Mittelschienen vor der Mitte innen eingeknickt [Abb. 20]. Hintertrochanteren am Hinterrand mit einem Zahn [Abb. 21]. Penis an der Spitze nicht abgestutzt. Genitaltergit des ♀ nicht bewimpert.
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Abb. 20
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Abb. 21
#5
agilis (Ill., 1798)Fundmeldungen🗺ColeowebWeitverbreitete, nicht kavernikole Art. Körper kräftig, Flügeldecken nicht abgeflacht [Abb. 22]. Beine mäßig schlank, Mitteltarsen 1/2 so lang wie die größte Breite des Körpers. Aedoeagus in Seitenansicht nur schwach nach unten gebogen, die Spitze in Aufsicht breit keilförmig [Abb. 23] [Abb. 24]. Beim ♀ Nahtwinkel der Flügeldecken nicht vorspringend, Genitaltergit mehr abgestutzt trapezförmig, Hinterrand in der Mitte ganz flach winkelig (schräg seitlich betrachten; die Abbildung übertreibt etwas) [Abb. 25] [Abb. 26]. 4-5 mm. Im ganzen Gebiet, im Westen ziemlich häufig, nach Osten hin seltener. In Mäuse- und Maulwurfsgängen, besonders in der Nähe des Wassers.
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
→ 6 → 33-Kavernikole Käfer aus Höhlen und Blockhalden als nacheiszeitlichen Reliktstandorten. Körper schlank, Flügeldecken ± abgeflacht. Fühler und Beine deutlich schlanker, Mitteltarsen nur 1/3 so lang wie die größte Breite des Körpers. Aedoeagus gestreckter, in Seitenansicht stärker nach unten gebogen, die Spitze in Aufsicht schmal keilförmig mit eingezogenen Seiten [Abb. 27]. ♀: Flügeldecken am Nahtwinkel spitz ausgezogen oder einfach abgerundet. Genitaltergit mit stärker vortretendem Hinterrand [Abb. 28], dieser etwas winkelig oder gerundet. Eine alternative Tabelle nach Ruzicka & Varva (l.c.), die alle Formen berücksichtigt, siehe
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Abb. 27
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Abb. 28
#6
lederiana gracilenta Szymczakowski, 1957🗺Coleoweb8. Fühlerglied in beiden Geschlechtern nicht länger als breit. Mittelschenkel des ♂ schlanker, mehr als 4 x so lang wie breit. Kleinere und hellere Art, 3,8-5 mm, mehr abgeflacht, schlanker. Der schmälere Augendurchmesser etwas länger als der Abstand Auge-Fühlerbasis. Beim ♂ Mittelschienen nur leicht eingeknickt wie in [Abb. 20], Hintertrochanteren mit kleinem, nicht gekrümmtem Zahn. Aedoeagus wie der von holsatica. Nahtwinkel der Flügeldecken des ♀ nicht vorspringend, gerundet (Studnisko, Polen) oder rechtwinkelig (Höhlensystem ,,Sokole Góry" bei Czestochowa, Polen) [Abb. 29].
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Abb. 20
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Abb. 29
→ 7-8. Fühlerglied deutlich länger als breit. Mittelschenkel des ♂ weniger als 4 x so lang wie breit. Größer: 4,7-5,6 mm, weniger abgeflacht und dunkler.
#7
→ 8Höhlenformen aus Mitteleuropa die vermutlich an das Vorhandensein von Fledermäusen gebunden sind.
lederiana Reitter, 1902🗺Coleoweb-In Mitteleuropa Bewohner von Blockhalden der Mittelgebirge: Eifel, Fichtelgebirge, Elstergebirge, Böhmisches Bergland; Nordeuropa. lederiana s.str.
#8
holsatica Benick&Ihssen, 1937FundmeldungenHabitus [Abb. 30]. Zahn am Hinterrand der Hintertrochanteren des Männchens nach innen verschoben [Abb. 31]. Mittelschienen der ♂ am Beginn des 2. Drittels stark verbreitert (Abb 3). Vordertarsen der Männchen stärker verbreitert, Vordertarsenglieder 1-4 zusammen etwa 3 x so lang wie breit. Der schmälere Augendurchmesser etwas kürzer als der Abstand Auge-Fühlerbasis. Beim ♂ Mittelschienen stärker eingeknickt [Abb. 32], Nahtwinkel der Flügeldecken des ♀ in eine mehr [Abb. 33] oder weniger [Abb. 34] scharfe Spitze ausgezogen. Flügeldeckennahtwinkel der ♀ in einen stumpfen Zahn ausgezogen. Höhle im Segeberger Kalkberg in Schleswig-Holstein. lederiana ssp.
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
sokolowskii Ipsen&Tolasch, 1997Fundmeldungen-Zahn der Hintertrochanteren des ♂ in der Mitte gelegen [Abb. 35]. Mittelschienen der ♂ von außen betrachtet nahezu parallel (Abb 2). Vordertarsen der ♂ schlanker, Glieder 1-4 fast 4 x länger als breit. Flügeldeckennahtwinkel der ♀ meist ohne Zahn. "Hohlsteinhöhle" im Teutoburger Wald. lederiana ssp.
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Abb. 35
#9
spinipennis Reitt.🗺ColeowebSpitze der Flügeldecken beim ♂ breit abgestutzt; beim ♀ tief ausgeschnitten [Abb. 36]. ♂: Hinterschenkel im Basaldrittel mit scharfem, gekrümmtem Zahn [Abb. 37]. Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 38]. 5-6 mm. Stellenweise in Ost- und Mitteleuropa. In Mitteleuropa nur wenige Fundorte in Mähren, Slowakei und Niederösterreich. In Maulwurfsnestern und -gängen.
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
→ 10-Spitze der Flügeldecken beim ♂ abgerundet, beim ♀ nicht ausgeschnitten. ♂: Hinterschenkel einfach oder mit stumpfem, winkligem Zahn.
#10
→ 11Halsschild deutlich vor der Mitte am breitesten [Abb. 39] [Abb. 40]. Hinterrand der Hintertrochanteren des ♂ mit Ausnahme des Basalteiles gerade [Abb. 41].
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Abb. 39
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Abb. 40
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Abb. 41
→ 12-Halsschild in der Mitte oder fast in der Mitte am breitesten [Abb. 42]. Hinterrand der Hintertrochanteren beim ♂ konvex, konkav oder gezähnt.
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Abb. 42
#11
jeanneli Britt., 1922Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseiten auch hinten leicht gerundet [Abb. 43] [Abb. 40]. Punktierung des Halsschilds normal, die Punkte stellenweise zusammenfließend. 8. Fühlerglied beim ♂ doppelt, beim ♀ 1,5 x länger als breit. ♂: Hinterschenkel im Basaldrittel winklig gezähnt [Abb. 44]. Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 45]. ♀: Genitaltergite [Abb. 46] [Abb. 47]. Flügeldecken am Nahtwinkel zugespitzt [Abb. 48]. 5-6 mm. Ostwärts bis Pommern und Niederschlesien, südwärts bis Hessen, Nordbayern, Sachsen; Angaben aus Österreich und Tschechoslowakei unsicher. In Wäldern in Mäuse- und Maulwurfsgängen und -nestern, in der Ebene nicht selten. Anmerkung: Bei dieser Art kommen Exemplare vor, bei denen die üblichen stärkeren, abstehenden Borsten [Abb. 49] an der Außenseite der Mittel- und Hinterschienen scheinbar fehlen [Abb. 50]. Nach Aufweichen ließen sich einige Börstchen durch Pinseln gegen den Strich aufrichten, legten sich beim Eintrocknen aber wieder an (ohne festzukleben); bei den Tieren, die normal abstehende Borsten hatten konnte ich diesen Effekt des Anlegens nicht feststellen. Das Phänomen tritt bei ♂ und ♀ auf und ich habe es bisher nur bei dieser Art beobachtet..
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Abb. 43
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Abb. 40
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Abb. 44
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Abb. 45
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Abb. 46
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 49
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Abb. 50
elongata (Payk., 1798)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschildseiten hinten gerade [Abb. 39] [Abb. 51]. Halsschild sehr fein und sehr zerstreut punktiert, die Abstände zwischen den Punkten mehrmals größer als die Punkte selbst. 8. Fühlerglied beim ♂ 3 x, beim ♀ 2 x länger als breit. ♂: Hinterschenkel ungezähnt. Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 52]. ♀: Genitaltergit sehr schmal [Abb. 53], Flügeldecken am Nahtwinkel nur andeutungsweise zugespitzt [Abb. 54]. 4,5-5,5 mm. Im ganzen Gebiet; stellenweise, besonders östlich der Elbe nicht selten. In offenem Gelände in Maulwurfsgängen, im Winter in deren Nestern; auch in Mäusegängen.
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Abb. 39
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Abb. 51
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Abb. 52
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Abb. 53
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Abb. 54
#12
→ 13Vordertarsen erweitert (♂).
→ 23-Vordertarsen nicht erweitert (♀).
#13
oblonga Latr., 1807Fundmeldungen🗺ColeowebHabitus [Abb. 55]. Hintertrochanteren tütenförmig eingerollt [Abb. 56]. Flügeldecken mit kurzer, aufstehender Behaarung.♂: Aedoeagus [Abb. 57] und Sklerit des Innensacks [Abb. 58]. ♀: Genitaltergit [Abb. 59]. 4,5-5,5 mm. Überall ziemlich häufig. In Säugetierbauen, besonders in Maulwurfs- und Mäusegängen, auch in Höhlen.
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Abb. 55
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Abb. 56
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
→ 14-Hintertrochanteren anders gebaut.
#14
→ 15Hintertrochanteren lang, winklig gebogen [Abb. 60]. Flügeldecken abstehend behaart (bei nivalis können die abstehenden Haare nur sparsam auftreten).
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Abb. 60
→ 17-Hintertrochanteren kürzer, höchstens leicht, nicht winklig gebogen. Flügeldecken kurz anliegend behaart, höchstens im Spitzenteil mit wenigen, kurzen, gehobenen Haaren.
#15
oresitropha Ganglb.🗺ColeowebKleiner und schlanker, 4,5-5 mm. Halsschild schwach quer, an den Seiten sehr wenig gerundet [Abb. 61]. 8. Fühlerglied nur wenig länger als breit. ♂: Hintertrochanter [Abb. 60]; Aedoeagus [Abb. 62]. ♀: Genitaltergit [Abb. 63]. Ostkarpaten, nördlich bis Czernahora.
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Abb. 61
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Abb. 60
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Abb. 62
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Abb. 63
→ 16-Größere und kräftiger gebaute Arten, 5-6 mm. Halsschild deutlich quer, an den Seiten normal gerundet [Abb. 64]. 8. Fühlerglied 1,5-2x länger als breit.
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Abb. 64
#16
nivalis (Kr., 1856)🗺Coleoweb biharica Fleisch.🗺ColeowebHalsschild [Abb. 16]. Hintertrochanteren distal abgeflacht, an der Spitze abgestutzt [Abb. 65]. Behaarung der Flügeldecken veränderlich: normalerweise kurz mit wenigen längeren und aufgerichteten Haaren, manchmal sind die aufgerichteten Haare zahlreich (Exemplare aus der Tatra). Die aufgerichteten Haare immer dünn und hell. ♂: Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 66]. ♀: Genitaltergit [Abb. 67]. Montane Art; in Mitteleuropa: Harz, Rhön, Thüringer Wald, Böhmerwald, Sudeten, Karpaten, Bayern, Alpen. An faulenden Vegetabilien, unter Steinen usw.. Große Stücke mit langer Behaarung und längeren Fühlern bilden die ostkarpatische ssp.
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Abb. 16
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Abb. 65
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Abb. 66
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Abb. 67
reitteri Petri, 1915🗺Coleoweb-Halsschild [Abb. 64]. Hintertrochanteren distal nicht abgeflacht, scharf zugespitzt [Abb. 68]. Die aufgerichteten Haare auf den Flügeldecken dick und deshalb dunkel, manchmal (var. solarii Jeann.) in regelmäßigen Reihen angeordnet. ♂: Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 69]. ♀: Genitaltergit [Abb. 70]. Im allgemeinen sehr selten und sporadisch, in vielen Gegenden (u.a. im Nordosten des Gebietes) unbekannt. In Maulwurfs- und Mäusegängen.
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Abb. 64
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Abb. 68
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Abb. 69
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Abb. 70
#17
→ 18Hinterschenkel ungezähnt. Hintertrochanteren verschieden gebaut, aber immer kurz. Kleinere Arten (4,5-5,2 mm).
→ 22-Hinterschenkel winklig, stumpf gezähnt. Hintertrochanteren lang, sehr leicht gebogen, in eine Spitze ausgezogen [Abb. 71]. Körper größer. Hierher 2 Arten, die sich nur durch den inneren Bau des Penis sicher unterscheiden lassen.
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Abb. 71
#18
→ 19Hintertrochanteren ungezähnt.
→ 20-Hintertrochanteren am Hinterrand mit 1 Zahn [Abb. 72].
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Abb. 72
#19
cisteloides (Fröl., 1799)Fundmeldungen🗺ColeowebHabitus [Abb. 73]. Hintertrochanteren breit, mit konvexem, winklig gebogenem Hinterrand [Abb. 74]. Halsschild deutlicher quer, in der Mitte am breitesten, mit breit abgerundeten Hinterwinkel [Abb. 75]. ♂: Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 76] [Abb. 77]. ♀: Genitaltergit [Abb. 78]. 4,5-5,2 mm. In manchen Gegenden, besonders gegen Südosten ziemlich häufig, fehlt in den nördlichen Tiefebenen Mitteleuropa. In Säugetiergängen, an faulenden Vegetabilien, in Höhleneingängen.
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Abb. 73
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Abb. 74
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Abb. 75
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Abb. 76
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Abb. 77
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Abb. 78
bicolor Jeann., 1923🗺Coleoweb-Hintertrochanteren schlank, in eine Spitze ausgezogen, Hinterrand fast gerade [Abb. 79]. Halsschild schmäler, etwas vor der Mitte am breitesten, mit besser angedeuteten Hinterwinkeln [Abb. 80]. ♂: Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 81]. ♀: Genitaltergit [Abb. 82]. 4,5-5 mm. Mitteleuropa, nördlich bis Niederlande, Rheinland, Mittelelbe, Schlesien, Kleinpolnische Hochebene; im allgemeinen sehr selten, nur in manchen Gegenden häufiger gefunden.
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Abb. 79
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Abb. 80
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Abb. 81
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Abb. 82
#20
angustata (F., 1781)Fundmeldungen🗺ColeowebDer Zahn der Hintertrochanteren gekrümmt, an der Basis verdickt, nahe der Mitte befindlich [Abb. 72] [Abb. 83]. ♂: Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 84] [Abb. 85]; ♀: Genitaltergit [Abb. 86]. 4,5-5 mm [Abb. 87]. Überall verbreitet, im Westen ziemlich häufig, nach Osten bedeutend seltener. In Maulwurfs- und Mäusegängen und -nestern, in Höhleneingängen.
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Abb. 72
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Abb. 83
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Abb. 84
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Abb. 85
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Abb. 86
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Abb. 87
→ 21-Der Zahn der Hintertrochanteren im apikalen Viertel befindlich [Abb. 88].
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Abb. 88
#21
glauca Britt., 1918Fundmeldungen🗺ColeowebZahn der Hintertrochanteren schmal und gerade [Abb. 88]. Ventralzahn des Samenganges des Penis in eine lange Spitze ausgezogen. Mitteltarsen etwa so lang wie die Mittelschienen. ♂ Aedoeagus und Sklerit des Innensacks [Abb. 89]. ♀: Pygidium schmal und tief ausgerandet [Abb. 90] (die Ausrandung ist am unpräparierten Tier mitunter sehr schwer zu erkennen, da sie durch Haare überdeckt ist [Abb. 91]); Genitaltergit [Abb. 92], unpräpariert [Abb. 93]. Präparat [Abb. 94]. 4-5 mm [Abb. 95]. Im ganzen Gebiet, nach Westen hin seltener. In Säugetierbauen, besonders in Maulwurfsgängen, auch in Höhleneingängen. Die aus den Westalpen (Schweiz) beschriebene Ch. alpicola Serm. mit kürzeren und kräftigeren Fühlern ist von dieser Art nicht sicher zu trennen.
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Abb. 88
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Abb. 89
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Abb. 90
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Abb. 91
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Abb. 92
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Abb. 93
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Abb. 94
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Abb. 95
vornatscheri Schweig.🗺Coleoweb-Zahn der Hintertrochanteren breit, am Außenrand etwas konvex [Abb. 96]. Ventralzahn des Samenganges des Penis kürzer. Mitteltarsen länger als die Mittelschienen. Halsschild etwas schmäler und dichter punktiert. 5-5,2 mm. Bisher nur 2 ♂ aus der Wilhelminenhöhle bei Lunz (Niederösterreich) und der Burghöhle bei Griffen (Kärnten) bekannt. Weitere Untersuchungen müssen entscheiden, ob es sich wirklich um eine gute Art handelt.
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Abb. 96
#22
sturmi Bris., 1863🗺Coleoweb♂: Aedoeagus [Abb. 97]; ventraler Zahn im apikalen Teil des Samenganges des Penis robust, stark S-förmig gekrümmt. ♀: Genitaltergit [Abb. 98]. 5-6 mm. Sichere Meldungen nur aus dem Südosten, nordwestlich bis Österreich, Mähren, Sachsen (1 Ex. 1912), Schlesien, Ostpolen; Angabe aus Bayern sehr zweifelhaft. In Säugetierbauen.
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Abb. 97
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Abb. 98
fagniezi Jeann., 1922Fundmeldungen🗺Coleoweb-♂: Aedoeagus [Abb. 99]; ventraler Zahn schlank, nur sehr leicht gekrümmt. ♀: Genitaltergit [Abb. 100] [Abb. 101]. 5-6 mm. In Mitteleuropa besonders im Westen, östlich bis Brandenburg, Schlesien, Böhmen, Salzburg, Osttirol. In Maulwurfsgängen und -nestern. Man prüfe bei ♀ immer auf jeanneli LZ >>>11
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Abb. 99
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Abb. 100
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Abb. 101
#23
→ 24Nahtwinkel der Flügeldecken gerundet, ohne Zahn.
→ 32-Nahtwinkel der Flügeldecken mit 1 Zahn [Abb. 102] [Abb. 103]. 2 Arten, die sich nur durch den inneren Bau des Aedoeagus sicher unterscheiden lassen. Merkmale der Genitaltergite des ♀ unsicher.
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Abb. 102
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Abb. 103
#24
→ 25Flügeldecken mit Ausnahme einzelner anliegender Härchen schräg abstehend behaart.
→ 28-Flügeldecken anliegend behaart, höchstens im Spitzenteil mit wenigen gehobenen Haaren.
#25
→ 268. Fühlerglied höchstens um 1/3 länger als breit.
→ 27-8. Fühlerglied 1,5-2x länger als breit.
#26
Weitverbreitete Art. Halsschildseiten normal gerundet. Genitaltergit langgestreckt, distal stark erweitert [Abb. 59]. oblonga Latr. ♀ siehe Leitzahl >>>13
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Abb. 59
-Ostkarpatische Art. Halsschildseiten sehr wenig gerundet (Halsschild 6:7). Genitaltergit sehr kurz [Abb. 63]. oresitropha Ganglb. ♀ siehe Leitzahl >>>15
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Abb. 63
#27
Körper ziemlich robust, Halsschild etwa 1,4x breiter als lang [Abb. 16]. Die aufstehenden Haare auf den Flügeldecken dünn und hell. Genitaltergit kaum 2 x länger als breit [Abb. 67]. nivalis (Kr.) ♀ siehe Leitzahl >>>16
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Abb. 16
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Abb. 67
-Körper schlanker, Hsch, etwa 1,3x breiter als lang [Abb. 64]. Die aufgerichteten Haare auf den Flügeldecken dick und dunkel. Genitaltergit etwa 3x länger als breit [Abb. 70]. reitteri Petri ♀ siehe Leitzahl >>>16
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Abb. 64
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Abb. 70
#28
Halsschild etwa 1,4 x breiter als lang [Abb. 16]. Behaarung der Flügeldecken etwas gehoben. Genitaltergit [Abb. 67]. nivalis (Kr.) ♀ siehe Leitzahl >>>16
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Abb. 16
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Abb. 67
→ 29-Halsschild schmal, höchstens 1,3 x breiter als lang [Abb. 75]. Behaarung der Flügeldecken vollkommen anliegend, höchstens am abschüssigen Teil manchmal etwas gehoben. Genitaltergite anders. Hierher ♀ von 4 Arten, die ohne Berücksichtigung der Genitaltergite nur schwierig zu unterscheiden sind.
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Abb. 75
#29
Genitaltergit [Abb. 78]. Halsschild wenig nach hinten verengt, Hinterecken breit abgerundet [Abb. 75]. 8. Fühlerglied etwa 1/3 länger als breit. cisteloides (Fröl.) ♀ siehe Leitzahl >>>19
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Abb. 78
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Abb. 75
→ 30-Genitaltergite anders. Halsschild etwas schmäler und mehr nach hinten verengt, Hinterecken gerundet, aber besser angedeutet [Abb. 80]. 8. Fühlerglied mindestens um die Hälfte länger als breit.
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Abb. 80
#30
Genitaltergit lang und einfach [Abb. 86]. 8. Fühlerglied etwa um die Hälfte länger als breit. angustata (F.) ♀ siehe Leitzahl >>>20
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Abb. 86
→ 31-Genitaltergit anders. 8. Fühlerglied fast doppelt so lang wie breit.
#31
Genitaltergit groß und vorragend, an der Spitze erweitert und breit abgerundet [Abb. 92] [Abb. 94]. glauca Britt. ♀ siehe Leitzahl >>>21 Hierher auch Ch.alpicola Serm. und wahrscheinlich vornatscheri Schweig.
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Abb. 92
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Abb. 94
-Genitaltergit klein, nicht vorragend, an der Basis nicht chitinisiert, Spitzenhälfte breit lanzenförmig [Abb. 82]. Flügeldecken oft zweifarbig (juvenile Stücke). bicolor Jeann. ♀ siehe Leitzahl >>>19
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Abb. 82
#32
Genitaltergit an der Spitze etwas verbreitert, Spitzenrand mehr vorspringend [Abb. 98]. sturmi Bris. ♀ siehe Leitzahl >>>22
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Abb. 98
-Genitaltergit etwas schlanker, an der Spitze nicht verbreitert, Spitzenrand stumpf [Abb. 100]. fagniezi Jeann. ♀ siehe Leitzahl >>>22
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Abb. 100
#33
gracilenta Szymczakowski, 1957Halsschildseitenrand im hinteren Viertel mit einer kleinen Ausrandung [Abb. 104]. Mittelschienen nur leicht gekrümmt. Aedoeagus dorsal betrachtet im vorderen Teil abrupt verengt [Abb. 105]. Körper schlank, 4,4-5,1 mm. Polen: Sokole Gory Berge, Gory Swietokrzyski Berge; kavernikol.
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Abb. 104
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Abb. 105
→ 34-Halsschildseitenrand gleichmäßig gerundet. Mittelschienen deutlicher gekrümmt. Aedoeagus dorsal betrachtet normalerweise zur Spitze regelmäßig verjüngt.
#34
→ 35Flügeldecken am Ende etwas abgestutzt, der Nahtwinkel in der Anlage zumindest recht- oder spitzwinklig betont, oft nach hinten etwas ausgezogen. Körper schlanker.
→ 36-Flügeldecken am Ende breit gerundet oder abgestutzt, der Nahtwinkel abgerundet, meist nicht rechtwinklig betont betont. Mittelschienen mehr oder weniger deutlich gekrümmt. Körper gedrungener.
#35
holsatica Benick&Ihssen, 1937FundmeldungenSpitze des Aedoeagus in Seitenansicht in engem Bogen gerundet [Abb. 106]. Mittelschienen deutlich gekrümmt. Vordertarsen etwas weniger erweitert. Körperlänge von 4,5-5,7 mm [Abb. 30]. Deutschland: Segeberg; kavernikol.
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Abb. 106
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Abb. 30
sokolowskii Ipsen&Tolasch, 1997Fundmeldungen-Spitze des Aedoeagus in der Seitenansicht in weiterem Bogen gerundet [Abb. 107]. Mittelschienen wenig gekrümmt. Vordertarsen etwas mehr erweitert. 5,1-5,6 mm. Deutschland: Teutoburger Wald; kavernikol. lederiana ssp.
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Abb. 107
#36
foeldalatti Ruzicka & VarvaHalsschild trapezförmig [Abb. 108]. Sternite 2-5 vor dem Hinterrand mit einer Vertiefung in der Mitte. 4,3-5,2 mm. Ungarn: Bakony-Berge; kavernikol. lederiana ssp.
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Abb. 108
lederiana Reitter, 1902🗺Coleoweb-Halsschild selten trapezförmig, meist mit mehr gerundeten Seiten [Abb. 109]. Sternite 2-5 mit weniger ausgeprägten medianen Vertiefungen. 4,7-6,0 mm. Irland, Großbritannien, Skandinavien, Ural-Gebirge, Altai-Gebirge; isolierte Populationen in der Schweiz, Deutschland, Polen, Tschechien und der Slowakei. Stammform
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Abb. 109
Enthaltene Taxaagilis angustata bicolor biharica cisteloides elongata emgei fagniezi foeldalatti glauca gracilenta holsatica jeanneli lederiana nivalis oblonga oresitropha paskoviensis reitteri sokolowskii spadicea spinipennis sturmi vornatscheri
Literaturverzeichnis
Jeannel, R. (1923): Révision des "Choleva" Latreille pour servir à l'Histoire du peuplement de l'Europe. - L'Abeille Journal d'Entomolgie, 32:1-160 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Jeannel1923 Choleva.pdf"
Schilthuizen, M. (1990): A revision of Choleva agilis (Illiger, 1798) and related species (Coleoptera: Staphylinoidea: Cholevidae) - Zoologische Mededelingen, 64(10):121-153 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Schilthuisen1990 Choleva agilis.pdf"
Ipsen, A. & Tolasch, T. (1997): Choleva septentrionis sokolowskii n. ssp., eine neue cavernicole Unterart von Choleva septentrionis J eannel aus Mitteleuropa (Col., Cholevidae) - Entomologische Nachrichten und Berichte, 41(3):167-171 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Ipsen&Tolasch1997 Choleva sokolowskii.pdf"
Ruzicka, J. & Vávra, J. (2003): A Revision of the Choleva agilis spevies Group (Coleoptera, Leiodidae, Cholevinae) - Memoires on Entomology, 17:141-255
Fritze, M.-A. & T. Blick (2010): Artensteckbrief: Der Blockhalden-Nestkäfer - Choleva lederiana lederiana Reitter, 1902. 6. April 2010. - >>>http://blockhalden.de/downloads/chole_leder.pdf
Erstellt am: 16.08.2010 · Letzte Aktualisierung: 13.03.2020 - 11:54:46
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