Gattung: Carphoborus Eichhoff

ColeopteraRhynchophoraScolytidaeHylesininaePolygraphini
A.l. (n. Schedl, Eichhoff, Balachowsky, Pfeffer)
Körper walzenförmig, schwarzbraun bis schwarz, wenig glänzend, rauh skulpturiert. Stirn gewölbt, Augen seitenständig, gedrungen nierenförmig, Fühlerschaft keulenförmig, Geißel 5-gliedrig, Keule kurz oval im Umriß, leicht abgeflacht, 3-teilig [Abb. 1]. Halsschild breiter als lang, Basis leicht 2-buchtig, hintere Seitenecken kaum gerundet, subapikale Einschnürung deutlich. Flügeldecken schlank, gestreift-punktiert, gegen den gewölbten Absturz die Reihenpunkte deutlich größer, die Streifen stärker vertieft, die Zwischenräume rauh skulpturiert, punktiert-genetzt, mit winzigen und gedrungenen Schüppchen dicht besetzt, auf dem Absturz die alternierenden Zwischenräume ± rippenartig erhöht, Hinterrand der Flügeldecken gut ausgeprägt, mit Körnchen oder Zähnchen besetzt, der 2. Zwischenraum verschmälert oder verkürzt. In der Holarktis weit verbreitet, 9 Arten in Europa und Zypern. (Der Nahtzwischenraum, der mitunter sehr schmal ist, wird als der 1. Zwischenraum auf den Flügeldecken betrachtet.)
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Abb. 1
#1
perrisi (Chapuis, 1869)🗺ColeowebOberseite so dicht mit hellen Schuppenhaaren besetzt, daß der Untergrunf bedeckt ist.Flügeldeckenpunktstreifen sehr fein punktiert. ♂ mit einem kreisförmigen Grübchen auf der Stirn. Auf dem Flügeldeckenabsturz die Naht erhöht, ansonsten einfach [Abb. 2]. 1,8-2,2 mm. Auf ·Pistacia·-Arten lebend. Mittelmeergebiet. Kaukasus, Tadschikistan, Turkmemstan.
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Abb. 2
→ 2-Oberseite mit Haarschuppn, die den Untergrund nicht vollständig verdecken [Abb. 3]. ♂ auf der Sirn ohne Grübchen aber mit einem Haarkranz. Auf Koniferen lebend.
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Abb. 3
#2
→ 3Der 1. und 3. Zwischenraum am Ende der Flügeldecken nur schwach gewölbt. Flügeldeckenende, von oben betrachtet, gleichmäßig abgerundet. Der 1. Zwischenraum reicht bis an den Flügeldeckenrand und ist dort mit dem 7. oder mit keinem anderen Zwischenraum verbunden. Fühler verschiedenartig gefärbt.
→ 16-Der 3. Zwischenraum am Flügeldeckenende ist auffallend kielartig gewölbt. Flügeldecken von oben betrachtet gerade gestutzt. Fühler rotbraun. 1. Zwischenraum am Flügeldeckenende mit dem 3. und 9. verbunden. Nordische Arten.
#3
→ 4Flügeldeckenstreifen fein punktiert. Die Zwischenräume sind breiter als die Punktstreifen.
→ 7-Flügeldeckenstreifen grob punktiert. Zwischenräume schmaler als die Punktstreifen.
#4
minimus (F., 1801)🗺ColeowebDer 3., schwach gewölbte Zwischenraum verbindet sich am Flügeldeckenende mit dem 9. Zwischenraum und bildet dort einen Ausläufer in Richtung des 1. Zwischenraums [Abb. 4]. Der 2. Zwischenraum ist durch diesen Ausläufer am Ende verengt. Fühler und Tarsen rotbraun. Stirn des Männchens fast kahl und mit 2 kleinen Höckerchen in der Mitte. Stirn des Weibchens mit einem Kranz abstehender, lichter kurzer Härchen. 1,2-1,7 mm. Polygam in den Zweigen und Ästen von Pinus-Arten (sylvestris, nigra laricio, nigra nigra, nigra pallasiana, nígra austriaca, montana, pinaster), 3- bis 5-armige Sterngänge, Larvengänge kurz, voneinander weit getrennt, meist alle Gänge den Splint schürfend. Kleinster Kiefernbastkäfer. In ganz Mitteleuropa, in der Ebene gebietsweise fehlend, sonst in neuerer Zeit kaum noch gefunden; Südeuropa, Kaukasus, Krim, Kleinasien.
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Abb. 4
bonnairei Brisout, 1884🗺Coleoweb-Der 3. Zwischenraum verbindet sich am Ende mit dem 9. ohne Ausläufer zum 1. Zwischenraum. Der 2. Zwischenraum ist an der Spitze nicht verkürzt und greift in gleicher Breite bis zum Flügeldeckenrand. Die Streifen sind etwas stärker punktiert als bei minimus. Fühler vollkommen braunschwarz gefärbt. Stirn beim Männchen sehr lang und dicht grau, beim Weibchen kurz und spärlich behaart. 1,3-1,5 mm. Auf Pinus halepensis und nigra mauretanica. Tunesien, Algerien, Marokko.
#7
teplouchovi Spessivtseff, 1916🗺ColeowebAlle ungeraden Zwischenräume der Flügeldecken schwach gewölbt, am Ende mit schütteren, kleinen und scharfen Höckerchen besetzt. Der 3. Zwischenraum verbindet sich am Flügeldeckenende mit dem 9., der 5. mit dem 7. Stirn des Männchens mit dichten und langen Härchen, beim Weibchen mit schütteren und kurzen Härchen. Stirnmitte mit Höckerchen. Fühler rotgelb. Länge 1,8-2,1 mm. Auf Picea abies, obovata und ajanensis sowie Larix sibirica. Nordschweden, Nordfinnland, nördliches Russland und Sibirien.
→ 11-Nur der 1. oder auch der 7. Zwischenraum am Flügeldeckenende leicht gewölbt.
#11
pini Eichhoff, 1881🗺ColeowebHalsschild fein punktiert. Abstände zwischen den Punkten so gross wie die Punktbreite. ♂: Der 1. gewölbte Zwischenraum verbindet sich am Flügeldeckenende mit dem 7., schwach kielförmigen Zwischenraum und bildet hier eine grobhöckrige Leiste [Abb. 5]. Stirn dicht und lang behaart. Fühler rot. ♀: der 1. schwach gewölbte Zwischenraum reicht am Ende bis zum Flügeldeckenrand. Zwischen dem 1. und 3. Zwischenraum befindet sich eine seichte Furche, gebildet durch den flachen 2. Zwischenraum, welcher bis zum Flügeldeckenrand reicht. Die gewölbte Stirn spärlich behaart, mit einem Kranz ganz kurzer, anliegender Härchen. Fühler vollständig rostbraun. 1,6-1,8 mm. An ·Pinus·-Arten: Pinus halepensis, pinaster, pinea. Südeuropa (Spanien, Frankreich, Korsika, Italien, Sardinien, Sizilien, Dalmatien), Algerien, Tunesien.
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Abb. 5
→ 13-Halsschild fein und sehr dicht punktiert. Abstände zwischen den Punkten schmaler als die Punktbreite. Der 1. schwach gewölbte Zwischenraum reicht am Ende bis zum Flügeldeckenrand. Zwischen dem 1. und 3. Zwischenraum befindet sich eine seichte Furche, gebildet durch den flachen 2. Zwischenraum, welcher bis zum Flügeldeckenrand reicht [Abb. 6]. Der 3. Zwischenraum ist leicht gewölbt und verbindet sich mit dem 9., der 5. mit dem 7. Zwischenraum.
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Abb. 6
#13
marani Pfeffer, 1941🗺ColeowebDie flache Stirn des Männchens spärlich und gleichmässig behaart (ähnlich wie bei pini.), die gewölbte Stirn des Weibchens fast kahl, mit einem Kranz, anliegender lichter Härchen. Fühlerkeule rötlich bis braunschwarz. 1,6-1,8 mm. Auf ·Pinus halepensis·. Griechenland.
henscheli Reitter, 1887Fundmeldungen🗺Coleoweb-Die flache Stirn des Männchens mit einem Kranz langer, dichter weisslicher Härchen geschmückt; die gewölbte Stirn des Weibchens in der unteren Hälfte kurz, dicht und abstehend behaart, wodurch es sich von allen Arten dieser Gattung unterscheidet. Fühler mit braunschwarzer Keule. 1,6-1,8 mm [Abb. 3]. Auf ·Pinus halepensis· var. brutia. Kleinasien, Zypern, Israel.
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Abb. 3
#16
cholodkovskyi Spessivtseff, 1916🗺ColeowebDer 1., 5. und 9. Zwischenraum der Flügeldecken sind kielartig gewölbt. Stirn des Weibchens in der oberen Hälfte kahl, in der unteren schütter grau behaart. 1,4-2 mm. Auf ·Pinus sylvestris· und ·Picea obovata·. Nordschweden, Nordnorwegen, Nordfinnland, Nordpolen, Nordrussland und Sibirien.
→ 18-Auch die übrigen ungeraden Zwischenräume der Flügeldecken sind kielförmig gewölbt.
#18
rossicus Semenov, 1902🗺ColeowebDer 1., 3., 5., 7. und 9. Zwischenraum der Flügeldecken sind gewölbt. Die Stirn des Männchens ist spärlich, anliegend, grau behaart. 1,7-1,9 mm. Auf Picea abies und obovata. Lebt vergesellschaftet mit Polygraphus subopacus Thoms. Nordeuropa, Nordsibirien.
jurinskii Eggers, 1910🗺Coleoweb-Der 1., 3., 5. und 9. Zwischenraum der Flügeldecken sind gewölbt. Stirn bei beiden Geschlechtern in der Mitte kurz grau behaart. 1,9 mm. Auf ·Picea obovata· und ·Pinus sylvestris·. Sibirien.
Enthaltene Taxabonnairei cholodkovskyi henscheli jurinskii marani minimus perrisi pini rossicus teplouchovi
Erstellt am: 17.06.2008 · Letzte Aktualisierung: 20.05.2020 - 18:12:04
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