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Große Art: 2,8-3,7 mm. Abdomen bis auf den Vorderrand des 1. Sternits und Pygidium hell rotbraun [Abb. 1] und dadurch leicht von den anderen mitteleuropäischen Arten zu unterscheiden. ♂: 1. Sternit mit einem Haarpolster [Abb. 2]. Aedoeagus [Abb. 3] [Abb. 4] [Abb. 5]. B: Entwicklung an verschiedenen Arten des Judasbaums (·Cercis siliquastrum· und andere). Die Larve frißt und verpuppt sich in den Samen [Abb. 6]. Durch Einsammeln heruntergefallener Schoten im Spätherbst und Winter können die Tiere erbeutet werden. D: Vermutlich aus Ostasien stammende Art die in Südeuropa inzwischen verbreitet ist und auch in Baden-Württemberg und Westfalen nachgewiesen wurde.





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Basishöcker der Flügeldecken 2-spitzig. Halsschild stark konisch. Starke, einförmig gelbliche Behaarung der Flügeldecken [Abb. 7]. 1,8-2,2 mm. B: An ·Eryngium· (campestre, maritimum und triquetrum). D: Südeuropa verbreitet, in Mitteleuropa selten in der Tschechoslowakei und im Burgenland;
-Basishöcker einfach. Halsschild seitlich leicht gerundet. Flügeldecken gelb und braun fleckig behaart. 2,3-2,5 mm. B: An ·Bonjeania hirsuta· Reich.. D: Mediterrane Art.
Fühler in beiden Geschlechtern gleich, Fühlerglieder zur Spitze hin allmählich an Größe zunehmend, 4.Glied kaum breiter und länger als das 3., schwarz. Flügeldecken oft spärlich behaart, grau bis grau-oliv behaart. Halsschild und Pygidium einförmig punktiert. ♂: Genital kurz und gedrungen [Abb. 8]. 1,6-2,3 mm. B: Entwicklungspflanze ·Anthyllis vulneraria·, im Süden auch ·Hedysarum· sp.. D: Östliches Mittelmeergebiet bis Algerien; nach Norden bis Burgenland, Slowakei, Wallis, selten.. (=virescens auct., nec Boh.) (=olivaceus auct.) (=unicolor auct., partim) (=canus auct. nec Germ.)
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Flügeldecken spärlich grau-weiß behaart, daher die Oberfläche gut sichtbar. Halsschild und Pygidium mit einförmiger Punktierung. ♂: Genital auffallend schlank [Abb. 9]. 1,8-3,0 mm. B: An ·Helianthemum nummularium· und ·Helianthemum ovatum·. D: Europa ohne den hohen Norden, nicht selten. (=debilis (Gyll.)) (=olivaceus auct.) (=unicolor auct., partim) (=canus Germ).
♂ Fühlerglied 4-10 breiter als lang. Lateralloben ohne Kiel an ihrer Basis [Abb. 10]. 2,4-3,6 mm. B: Entwicklungspflanze unbekannt. D: Tschechoslowakei, Südosteuropa, selten. (=unicolor auct., partim)
-♂ Fühlerglied 4-10 ± länger als breit. Lateralloben mit Kiel an ihrer Basis [Abb. 11]. 2,3-3,5 mm. B: An ·Onobrychis sativa· und ·Onobrychis viciifolia·. D: Südeuropa. Auf Grund taxonomischer Änderungen sind alle älteren Fundortangaben sehr zweifelhaft; sichere Angaben gibt es für Mitteleuropa nur aus Belgien (importiert), desweiteren wird die Art aus der Tschechoslowakei gemeldet. (decellei Zamp.).
Flügeldecken auf der Scheibe dicht grau behaart. An den Seiten mit 3 großen schwarzen Flecken: Einer an der Schulter, hinter der Mitte ein fast kreisförmiger 2., ein 3. das Hinterende der Flügeldecken bedeckend [Abb. 12]. Durch diese Zeichnung leicht erkennbar. Halsschild konisch, an den Seiten ein wenig ausgebeult, die Hinterecken spitz und ausgeschweift. Fühler schwarz, beim ♂ ab 4. Glied gesägt, beim ♀ nur verbreitert. Selten sind die ersten 3 Fühlerglieder dunkel rötlich gefärbt. 2,8-3,2 mm. B: An ·Astragalus glycyphyllus· L.. D: In Mitteleuropa in Süden und Mitte häufig, im Norden gebietsweise fehlend.
-Flügeldecken sehr fein grau behaart. Die typische Färbung ist schwarz mit 2 roten Flecken in der hinteren Hälfte der Flügeldecken. Beine und Flügeldecken können aber von ganz schwarz bis ganz rot variieren. 2,2-3 mm. B: An ·Bupleurum· sp.. D: In Südeuropa verbreitet.



Flügeldecken mit einem dem Seitenrand genäherten, hell umrandeten, ausgedehnten schwarzen Fleck in der Mittel, der Rest graubraun fleckig behaart. Halsschild mit einem hellbehaarten Fleck vor dem Schildchen. Fühler beim ♂ ab dem 4. Glied, beim ♀ ab dem 5. Glied gezähnt. 2-3,2 mm. B: An ·Vicia sativa· L.. D: Südeuropa, in Mitteleuropa selten.
-Flügeldecken sehr dicht gelblichgrau behaart, mit braunen und hellgrauen Fleckchen in der Breite der Zwischenräume. In der Regel 1.-3. Fühlerglied rot, seltener wie die restlichen Fühlerglieder schwarz; Fühler stark gesägt. Vorderschenkel und Mittelschenkel außen rot, Vorderschienen und Mittelschienen rot, Hinterbeine zuweilen zum Teil gelbrot gefärbt. 2,9-3 mm. B: An ·Astragalus ponticus· Pall.. D: Dringt von Südosteuropa nach Tschechien (Mähren) ein, wo sie nur im Steppengebiet bei Pouzdrany vorkommt. (=varipes (Boh.))
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-Fühler schwarz, Fühlerglieder schwach verbreitert. Kleine, schwarze Art. Sehr lange, schmale Körperform [Abb. 20]. Flügeldecken fein grau behaart, mit einer kahlen Schulterbeule. 1,6-2,2 mm. B: An ·Coronilla varia· L. und ·Anthyllis vulneraria· L.. D: Südeuropa, südliches Mitteleuropa, Tschechoslowakei.
-Nur Vorderbeine rot. 4 Basalglieder der Fühler rot. Flügeldecken grau behaart. Länglich ovale Körperform. Sehr kleine Art. 1,3-2 mm. B: An ·Hippocrepis comosa· L.. D: In Südeuropa verbreitet, ins südliche Mitteleuropa einstrahlend.
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-5.-10. Fühlerglied in beiden Geschlechtern auffallend stark verbreitert; 6. Fühlerglied am Vorderrand 3 x so breit wie das 1.; Fühler einfarbig gelb oder zum Ende leicht angedunkelt. Flügeldecken graubraun fleckig behaart. 2-2,6 mm. ♂: Habitus [Abb. 21]. Aedoeagus [Abb. 22]. ♀: Habitus [Abb. 23]. Spermatheka [Abb. 24], Ovipositor [Abb. 25]. B: An ·Galega officinalis·. D: Südeuropa; in Mitteleuropa selten, in Deutschland und Österreich. Rheinheimer & Hassler (l.c.): "In den letzten Jahren Neufunde in Bayern (Schmidl et al. 2005), im Rheinland (Hörren 2011), in der Pfalz 2014, in Nordrhein (Köhler 2011) und Baden-Württemberg (Knapp & Rheinheimer 2010, Reibnitz 2015). Lebt bei uns monophag am Neophyten Geißraute (·Galega officinalis·; Jermy & Szentesi 2003, A. & B. Delobel 2003-2006), außerdem viel seltener an der verwandten, in Baden-Württemberg nicht vorkommenden Gattung Süßklee (·Hedysarum· Tomei 1913 nach A. & B. Delobel 2003)".




Fühler stets gänzlich rotgelb; Fühlerglieder 4-10 beim ♂ schlanker [Abb. 26]. alle Beine mit Ausnahme der Schenkelbasis und des letzten Tarsengliedes immer rotgelb. 2-3 mm. B: Entwicklungspflanze unbekannt. D: Tschechoslowakei, Südeuropa, selten. Hierther noch eine unbeschriebene Form aus Zentralasien die bis Südosteuropa vordringt und an Amoria repens (= ·Trifolium repens·) lebt (Anton 2001 l.c.). Diese noch unbekannte Art wurde mehrmals mit B. martinezi (Allard, 1868) verwechselt, siehe dazu auch Anton (1999). Sie dringt aus dem Osten über Ungarn und Slowakien bis nach Mähren (Strejcek 1990, 1991) und Schlesien (Borowiec 1994) vor. In der Tat ist B. martinezi eine rein südwestmediterrane Art, die von Nordafrika bis Südfrankreich, Sardinien und Sizilien verbreitet ist. Meldungen eines "B. martinezi" aus dem übrigen europäischen Gebiet sind auf B. spec. prope varius zu beziehen, wie z.B. in Strejcek (1990), Borowiec (1994) und Anton (1994). Auf den ersten Blick sind sich beide Arten sehr ähnlich; beide besitzen komplett gelbe Fühler und Beine sowie eine überwiegend hellgraue, mit bräunlichen Flecken versehene Flügeldeckenbehaarung. Merkmale wie deutlich schlankere, fast parallelseitige Fühlerglieder beim ♂, ein viel schlankeres Pygidium sowie die anders gestaltete Spitze der Lateralloben des ♂ Genitals unterscheiden B. spec. prope varius von B. martinezi. Es ist möglich, daß diese Art unter den weniger bekannten Motschulsky-Spezien gefunden werden kann. Da Anton noch nicht alle in Frage kommenden Typen gesehen hatte, wollte er vorerst von einer Neubeschreibung absehen. species prope varius (Olivier, 1795); siehe auch varius LZ >>>19


Fühlerglied 1-4 rotgelb, übrige schwarz; alle Beine rotgelb, nur Hintertarsen gänzlich schwarz. Flügeldecken und Halsschild überwiegend braun behaart, mit isolierten kleinen grauweißen Haarflecken. ♂: Fühler sehr ähnlich wie bei dispar [Abb. 27]. 1,8-2,3 mm. B: An ·Trifolium incarnatum·. D: Mitteleuropa: Slowakei, Tschechien, Österreich; Südeuropa. . (=tarsalis (Gyll.)) (=ganglbaueri Schil.) (=hoffmanni Temp.) (=femoralis auct. nec. Gyll.)
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Halsschild breiter, weniger konisch [Abb. 28]. Hinterschenkel oft nur geringfügig rotgelb gefärbt; meist alle Hintertarsenglieder schwarz. Flügeldeckenmitte seitlich sehr selten mit eher undeutlichem dunklem Haarfleck. 1,9-3,2 mm. ♂: Habitus [Abb. 29]. Aedoeagus [Abb. 30]. B: An Trifolium-Arten, besonders ·Trifolium repens·. D: Mitteleuropa, Südeuropa.


-Halsschild schlanker, konisch [Abb. 31]. Hinterschenkel fast zur Hälfte rotgelb gefärbt; meistens 1. Hintertarsenglied rot, die übrigen Glieder schwarz. Flügeldeckenmitte seitlich immer mit deutlichem dunklem Haarfleck. 1,8-2,7 mm. B: An ·Lotus uliginosus·. D: Im südlichen Mitteleuropa, Südeuropa, selten.
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-Beine schwarz. Meist 4 Basalglieder der Fühler rot, oft nur auf der Unterseite [Abb. 32]. Halsschild breit und kurz, an der Basis mit einer feinen Mittelfurche. Flügeldecken mit grauer oder olivgrüner Behaarung. Aedoeagus [Abb. 33]. Starke Größenvariabilität: 1,7-3,5 mm. B: An ·Genista· sp.. D: Mittel- und Südeuropa, häufig. (=cisti sensu Payk.) (=fasciatus auct. nec Ol.)

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retamae Vogel. velaris Fahrs.. plumbeus Luc..Flügeldecken deutlich abgeflacht, meist mit graubraunen Gitterflecken [Abb. 38]. Halsschild sehr quer (mindestens 1,7 mal breiter als lang). Färbung der Fühler und Beine variabel, viele Übergänge zwischen den genannten Variationen möglich. Aedoeagus [Abb. 39] [Abb. 40]. 2-3 mm. B: An ·Genista· sp. und ·Cytisus scoparius·. D: Pfalz, Südbaden, Elsaß, Burgenland, Tschechoslowakei; in Südeuropa sehr häufig. Im Folgenden die Variationen: a) Fühler wie bei forma typica. Beine rot, Basis der Hinterschenkel, Hinterschienen und die Tarsen schwarz: b) Hinterbeine und Fühler rot, Flügeldecken ohne Fleckung: c) Flügeldecken einförmig grau behaart, Hinterbeine völlig schwarz: var. var. var.


-Flügeldecken hoch gewölbt, mit undeutlichen Gitterflecken. Halsschild weniger quer (maximal 1,6 mal breiter als lang). Konstante Fühler- und Beinfärbung: Fühlerglieder 1-5 rotgelb, restliche Glieder schwarz; Vorder- und Mitteltarsen immer dunkel, Vorder- und Mittelschienen rotgelb, Hinterbeine ganz schwarz. Aedoeagus [Abb. 41]. 1,5-2,0 mm. B: An ·Cytisus proliferus·, ? ·Oxytropis pilosa·. D: Ungarn, Südeuropa, selten;
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Flügeldeckenseiten mehr gerundet, daher breiter erscheinend [Abb. 36]. Färbung der Fühler und Beine variabel. ♂ 1. Sternit kahl, ohne einen runden Haarfleck auf der Mitte. ♀ Pygidium fast immer gleichmäßig behaart, nur in Ausnahmefällen mit mehr unbehaarter Mitte. Aedoeagus [Abb. 42] [Abb. 43]. Durchschnittlich größer: 2,3-3,2 mm. B: Einzige bislang als gesichert geltende Entwicklungspflanzen sind ·Lotus uliginosus· und ·Scorpiurus muricatus·. D: Südliches Mitteleuropa, Südeuropa, nicht häufig.


-Flügeldeckenseiten mehr parallel, daher schlanker erscheinend. Konstante Fühler- und Beinfärbung: Fühlerglieder 1-4 rotgelb, restliche Glieder schwarz; Vorder- und Mitteltarsen dunkel, Vorder- und Mittelschienen rotgelb, Hinterbeine ganz schwarz. ♂ mit kleinem runden Haarfleck auf der Mitte des 1.Sternits [Abb. 44]. ♀ Pygidium immer mit einer auffallend glänzenden, fast gänzlich unbehaarten Mitte (,,Spiegel") [Abb. 45]. Durchschnittlich kleiner: Aedoeagus [Abb. 46]. 1,8-2,7 mm. B: An ·Vicia· sp.. D: Ostholstein ?, Tschechoslowakei, Ungarn, Südeuropa, selten. (=seminarius auct. nec L.)

