Beine und Fühlerkeule gelb oder rotgelb; auch angedunkelt ist die Fühlerkeule noch viel heller als die Fühlergeißel an ihrer dunkelsten Stelle. Oberseite schwarz mit schwach olivgrünem Schimmer, fein punktiert und chagriniert. Vorderschienen [Abb. 1]. 1,8-2,6 mm. ♂: Hinterbrust mit vertiefter Mittellinie. Aedoeagus [Abb. 2]. B: Brutpflanzen: Mehrere Kruziferen, unter anderem ·Brassica·-Arten. D: Sehr selten im äußersten Westen und Südosten.

🗺
Halsschild an den Seiten mit auffälliger und für die Gattung ganz ungewöhnlich tiefer, grubig vertiefter Seitenrandfurche und wulstartiger Randung [Abb. 3]. Oberseite schwarz, matt irisierend, sehr spärlich und fein punktiert, sehr kurz behaart, überall sehr fein genetzt [Abb. 4]. Flügeldecken nach hinten stärker verengt; die deutlich eingeschnittene, fast bis zum Schildchen reichende Nahtlinie entfernt sich auf der Scheibe merklich von der Naht [Abb. 5]. Vorderschienen [Abb. 6] [Abb. 7]. 2-2,6 mm. ♂: Hinterbrust in der Mitte etwas vertieft. Aedoeagus [Abb. 8] [Abb. 9], Ovipositor [Abb. 10]. B: Eine Art höherer Lagen die am Bitterem Schaumkraut (·Cardamine amara L.·) und Haselwurzblättrigem Schaumkraut (·Cardamine asarifolia L.·) in kühl-feuchten Biotopen lebt. D: Östliches Mitteleuropa, Österreich (subalpin, sehr selten), Tschechien (Böhmerwald), Italien, Westalpen; seit kurzem auch in Deutschland: Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Baden-Württemberg (Schwarzwald), hier in Höhen von 560 und 710 m. Eine weitere Verbreitung ist anzunehmen, da das Bittere Schaumkraut als seine hauptsächliche Brutpflanze häufig ist.







Oberseite erzfarben, oft mit schwachem Blauschimmer, matt. Vorderschienen [Abb. 11]. 1,7-2,7 mm. ♂: Hinterbrust hinten schwach eingedrückt. Aedoeagus [Abb. 12]. ♀: Ovipositor etwas stärker zugespitzt als bei der folgenden Art [Abb. 13]. B: Brutpflanzen sind ·Cardamine·-, ·Cardaminopsis· und ·Arabis·-Arten. D: Überall in Mitteleuropa, nirgends häufig.


🗺
-Oberseite hell bis dunkel kastanienbraun, nicht so matt wie subaeneus. Punktzwischenräume auf den Flügeldecken ± glänzend. 2,2-3,1 mm. ♂: Parameren und Penis deutlich gestreckter als bei subaeneus, Parameren viel tiefer eingeschnitten [Abb. 14] [Abb. 15] [Abb. 16]. ♀: Ovipositor weniger zugespitzt [Abb. 17]. B: Brutpflanze: ·Hesperis matronalis·. D: Südeuropäisch-pontisch-kaukasische Art, die aber auch in Südbayern, in Nordrhein-Westfalen (Eifel und Sauerland), und sogar bei Hamburg und in Schleswig-Holstein gefunden wurde.



🗺
Fühlerkeule kleiner [Abb. 18]. Flügeldecken relativ kürzer, im Schnitt 1,15x so lang wie zusammen breit; Halsschild immer so breit wie die Flügeldecken oder breiter. Körper in der Regel schwarz bis dunkelbraun mit nichtmetallischem, seidigem Grün- oder Bronzeschimmer. Fühler und Beine dunkelbraun bis gelblich. Vorderschienen [Abb. 19]. 1,5 - 2,7 mm. ♂: Hinterbrust seicht gefurcht. Penis länger als bei longulus und an der Spitze nicht eingebuchtet [Abb. 20]. ♀: Ovipositor an der Spitze gewöhnlich angedunkelt. B: Entwicklung an vielen, hauptsächlich kultivierten Cruciferen (·Brassica·-, ·Sinapis·-Arten). D: Europa bis Ostsibirien; in Mitteleuropa im Süden häufig bis sehr häufig.


-Fühlerkeule größer [Abb. 21]. Flügeldecken relativ länger, im Schnitt 1,26x so lang wie zusammen breit; Halsschild so breit wie die Flügeldecken oder schmäler. Körper gewöhnlich dunkelbraun bis schwärzlich, manchmal mit schwach blauem Schimmer auf den Flügeldecken, Fühler und Beine blaßgelb bis orange. 1,7 - 2,9 mm. ♂: Parameren meist tiefer und etwas schmäler eingeschnitten als bei coracinus, Penis kürzer und an der Spitze eingebuchtet [Abb. 22]. ♀: Ovipositor wie coracinus. B: Entwicklung an xerophilen Cruciferen, besonders ·Hesperis·-, ·Matthiola·- und ·Erysimum·-Arten. D: Nordspanien bis Iran. Mitteleuropa bisher Chiemseegebiet und Burgenland.

Vorderrand der Vorderschenkel gewellt. Fühlerkeule größer und von der Geißel gut abgesetzt [Abb. 23]. Flügeldecken sehr fein und etwas weitläufig punktiert, Zwischenräume glänzend. Mittelbrust mit einer beim ♂ etwas stärker eingedrückten Längsfurche. Das Pygidium hinten zugespitzt und an den Seiten vor der Spitze leicht gewinkelt [Abb. 24]. Färbung wie anthracinus. 1,8 - 2,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 25]; Penis an der Spitze abgerundet. ♀: Die Styli des Ovipositors erreichen fast die Ebene der nur ganz wenig abgeschrägten Spitzen [Abb. 26]. B: Entwickelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit an ·Hesperis·-Arten. D: Sporadisch von Nordspanien bis zum Kaukasus. Mitteleuropa bisher: Belgien, Südbaden und Neusiedler See, Rheinland.



🗺
-Vorderrand der Vorderschenkel nur mit Spuren von Wellung. Fühlerkeule kleiner, der Übergang zur Geißel mehr fließend [Abb. 27]. Flügeldecken sehr fein und viel enger punktiert, Zwischenräume matt und genetzt. Mittelbrust mit einer schwächeren Längsfurche, die beim ♀ noch undeutlicher ausgebildet ist. Pygidium hinten normal gerundet. Schwarz mit Fettglanz, Beine und Fühler rötlichbraun. Vorderschienen [Abb. 28]. 1,8 - 2,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 29] (im Verhältnis zu den verwandten Arten ungewöhnlich klein). ♀: Styli stehen deutlich hinter den abgeschrägten Ovipositor-Spitzen [Abb. 30]. B: Brutpflanze ·Isatis tinctoria·. D: Sporadisch im Süden des Gebietes, meist in Anzahl.



🗺
Vorderschenkel an der Vorderkante neben dem Trochanter buckelig vorgewölbt [Abb. 33]. Oberseite spielt meist ins Bläuliche. Halsschild feiner und weitläufiger punktiert und viel stärker genetzt als die Flügeldecken, darum deutlich matter. Vorderschienen [Abb. 34]. 1,8-2,5 mm. ♂: Hinterbrust hinten mit schwachem Eindruck. Aedoeagus [Abb. 35]. B: Entwickelt sich an Dentaria-Arten (·Dentaria bulbifera· L., ·Dentaria enneaphyllos· L., ·Dentaria pentaphyllos· L.). D: Im Norden des Gebietes häufiger, im Süden selten, vielfach ganz fehlend.


🗺
1,5-2,7 mm. Fühler und Beine dunkelbraun, Vorderbeine meist heller [Abb. 36]. Grünlich, selten bläulich, violett oder schwärzlich. Vorderschienen [Abb. 37] [Abb. 38]. ♂: Hinterbrust hinten mit feiner Mittellinie. Aedoeagus [Abb. 39] [Abb. 40] [Abb. 41]. B: Brutpflanze: Verschiedene Kreuzblütler. Der ,,Rapsglanzkäfer". D: Überall gemein.





-1,4-1,8 mm. Meist alle Beine rotgelb. 3. Fühlerglied meist deutlich heller als die folgenden. Meist nur die Flügeldecken schwach dunkel metallisch schimmernd. Vorderschienen [Abb. 42]. ♂: Hinterbrust hinten tief gefurcht. Aedoeagus [Abb. 43]. B: Brutpflanze ist wahrscheinlich ·Iberis amara· L.. D: Westeuropa, könnte im Westen unseres Gebietes gefunden werden.

🗺
Metallisch grün bis blau. Vorderschienenkerbchen sehr fein, wirken wie dunkler Saum am Außenrand der Schienen Vorderschienen [Abb. 44]. Schenkel nur 1/3 so breit wie lang [Abb. 31]. Halsschildseitenrand schmal. Mittelbrust mit etwas verrundetem Dreikantkiel, dahinter bis zum Hinterrand rund vertieft. Mittelbrust [Abb. 45]. 2-2,5 mm. ♂: Hinterbrust hinten mit schwachem Eindruck. Aedoeagus [Abb. 46] [Abb. 47]. B: Brutpflanzen: Verschiedene Kreuzblütler. D: Überall sehr häufig




🗺
-Meist dunkelgrün glänzend, weniger chagriniert. Vorderschienenkerbchen im Licht hell durchscheinend. Vorderschienen [Abb. 48]. Schenkel 1/2 so breit wie lang [Abb. 32]. Halsschildseitenrand breit. Mittelbrust mit kräftigem, längerem Dreikantkiel, der den Hinterrand fast erreicht; vor dem Hinterrand keine Vertiefung [Abb. 49]. 2,3 bis 3,1 mm. ♂: Hinterbrust hinten leicht eingedrückt. Aedoeagus [Abb. 50]. B: Brutpflanze: ·Lunaria rediviva· L.. D: Montan im Süden des Gebietes, nördlich bis ins Sauerland.


