Gattung: Brachinus Weber, 1801

CarabidaeBrachininae
Von Arved Lompe (n. R. Jeannel, L. Ganglbauer, E. Reitter)Literaturverzeichnis ⇒
Kleine Bombardierkäfer von ziemlich einheitlichem Aussehen. Zur sicheren Bestimmung sollten genitalpräparierte Männchen vorliegen. Vorsicht, häufig kommen mehrere Arten in einem Lebensraum gemeinsam vor! Kopf etwa so breit wie der schmal herzförmige Halsschild. Flügeldecken nicht sehr dicht gleichmäßig fein behaart, ziemlich gewölbt, deutlich nach hinten erweitert, ohne Punktreihen, aber oft mit angedeuteten flachen Längsfurchen. ♂ mit 3 schwach erweiterten Vordertarsengliedern und in der Mitte des Hinterrandes tief ausgeschnittenem 7. Sternit.
Soweit bekannt entwickelt sich die Larve an Puparien anderer Käfer (Dytsciden, Gyriniden, Hydrophiliden, Carabiden); nach Saska & Honek (l.c.) entwickeln sich die Larven von explodens und crepitans an Puppen von Amara; die ersten Larvenstadien saugen bzw. lecken nur die Haemolymphe der angeknabberten Puppe, im letzten Stadium wird die ganze Puppe gefressen.
53 Arten und Unterarten in Europa.
#1
→ 1rKurze Untergattungstabelle nach Reitter.
→ 1a-Längere, alternative Tabelle.
#1r
→ 2rFlügeldecken mit nach außen vortretenden aber abgerundeten Schultern [Abb. 1], die Seiten zur Basis nicht oder schwach verengt [Abb. 2]. Körper +/- geflügelt.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 24-Flügeldecken mit ganz flach verrundeten Schultern [Abb. 3], nach vorne stark verengt [Abb. 4]. Körper ungeflügelt. Untergattung Brachinoaptinus Lutshnik, 1926 (Pseudaptinus Porta)
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Abb. 3
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Abb. 4
#2r
Flügeldecken gelb mit schwarzen Makeln oder Binden; am abgestutzten Spitzenrande mit breitem, unbewimpertem Hautsaum. Untergattung Aploa Hope
→ 3r-Flügeldecken blau, grün oder schwarz, mit oder ohne rote oder gelbe Makeln.
#3r
→ 4rDer häutige Spitzenrand der Flügeldecken ohne lange Wimperhaare *). *) Meistens ragen einige längere Haare des Deckenscheibenrandes über den Apikalrand heraus, die aber nicht in der häutigen Apikalkante stehen und nicht als die Bewimperung des häutigen Spitzenrandes zu betrachten sind.
→ 6-Der häutige helle Apikalsaum der Flügeldecken mit längeren, nach abwärts geneigten Haaren bewimpert. Untergattung Brachynus s. str.
#4r
→ 18Flügeldecken mit roten oder gelben Dorsalmakeln. Bauch dunkel. Untergattung Cnecostolus Reitter, 1919.
→ 5r-Flügeldecken ohne Makeln, aber manchmal mit einem roten Suturalflecken.
#5r
→ 3Der häutige Spitzenrand der Flügeldecken ohne lange Wimperhaare, aber mit äußerst kurzen dicht gestellten hellen Härchen gesäumt ('Teppichfransen' [Abb. 5]), die bei stärkerer Vergrößerung deutlich sichtbar sind. Untergattung Brachynolomus Reitter, 1919.
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Abb. 5
→ 13-Der häutige Apikalsaum der Flügeldecken glattrandig, ohne Spur eines freien Haarsaumes [Abb. 6]. Untergattung Brachynidius Reitter, 1919.
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Abb. 6
ankarensis Jedlicka, 1962🗺Coleoweb catalonicus Jeanne, 1988🗺Coleoweb costatulus (Quensel in Schönherr, 1806)🗺Coleoweb hoffmanni Liebke, 1927🗺Coleoweb maublanci (Colas, 1942)🗺Coleoweb pectoralis Dejean, 1825🗺Coleoweb sichemita Reiche & Saulcy, 1855🗺Coleoweb-Zur Untergattung Brachynidius gehören noch folgende mir unbekannte europäische Arten: D: Türkei. D: Spanien D: Ukraine, Südrußland D: Bosnien-Herzegowina D: Frankreich D: Ukraine D: Türkei
#1a
→ 6Apikalrand der Flügeldecken außer dem Hautsaum mit größeren, locker gestellten Borsten besetzt, die im Hautsaum in Flucht mit dem Flügeldeckenhinterrand stehen und damit einen Winkel zur übrigen Flügeldeckenbehaarung bilden [Abb. 7] (schräg von der Seite betrachten; hier sind nicht die kurz vor dem Hautsaum auf den Flügeldecken stehenden Borsten, die die Flügeldecken überragen gemeint, sondern die schräg abwärts gerichteten!). Subgenus Brachinus.
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Abb. 7
→ 2-Flügeldecken ohne Beborstung am Hinterrand [Abb. 6] [Abb. 8] aber manchmal mit einem Saum sehr feiner, sehr dicht stehender Haare (wie Teppichfransen), die viel feiner sind als die normale Behaarung der Flügeldecken [Abb. 5].
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Abb. 6
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Abb. 8
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Abb. 5
#2
→ 3Der Hautsaum sehr breit und die Härchen am Flügeldeckenende deutlich [Abb. 5]. Subgenus Brachynolomus.
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Abb. 5
→ 4-Hautsaum meist schmäler und ohne oder mit kürzeren, meist kaum sichtbaren Härchen [Abb. 8].
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Abb. 8
#3
oblongus Dejean, 1825🗺ColeowebGroß: 11-13 mm. Körper ganz rot, Flügeldecken schwarz. D: Ägypten.
immaculicornis Dejean, 1826Fundmeldungen🗺Coleoweb immaculicornis apfelbecki Jakobson, 1908🗺Coleoweb-Kleiner: 7,5-10 mm. Körper rot mit braunem Hinterleib. Halsschild gestreckt mit deutlich seitlich vorstehenden Hinterwinkeln [Abb. 9]. Flügeldecken makroskopisch blau bis grün, bei mikroskopischer Betrachtung fein blau und braun gestreift [Abb. 10]. Flügeldecken mit matteren Zwischenräumen und stärker glänzenden Streifen. ♂: Aedoeagus [Abb. 11][Abb. 12]. D: Mittelmeergebiet östlich bis zur Adria. (=limbellus Reitter, 1919) Hierher noch als Ostrasse: D: Bulgarien, Türkei, Slowenien
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#4
→ 5Flügeldecken einfarbig, ohne rote oder gelbe Flecken, höchstens ein roter Streifen entlang der Naht.
→ 17-Flügeldecken mehrfarbig, hell oder dunkel gefleckt.
#5
→ 13Flügeldecken mit vorstehenden Schultern [Abb. 13], manchmal mit erhabenen Rippen auf den Zwischenräumen. Subgenus Brachynidius
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Abb. 13
→ 24-Flügeldecken mit flachen Schultern [Abb. 14], ungeflügelt. Subgenus Brachinoaptinus (Pseudaptinus n. Reitter).
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Abb. 14
#6
→ 7Flügeldecken an der Basis mit gemeinschaftlicher roter Skutellarmakel oder einem Längsstreif an der Naht [Abb. 15]. Unterseite rot oder rotgelb.
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Abb. 15
→ 8-Flügeldecken einfarbig dunkelgrün oder blau, selten fast schwarz. Im Schildchenbereich oft eine leichte Gelbfärbung entlang der Naht [Abb. 16], aber nie so ausgedehnt wie bei der Alternative.
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Abb. 16
#7
Größer, Halsschild kaum länger als breit, Flügeldecken dunkelgrün, mit feinen flachen Streifen und einer dreieckigen roten Skutellarmakel [Abb. 17], die meistens die Mitte nicht oder nur als ganz schmaler Rand erreicht. 6-9 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 18] [Abb. 19]. D: Vom westlichen Mediterrangebiet bis in den Mittleren Osten verbreitet; vom Balkan bis nach Ungarn und Slowakei einstrahlend. ...plagiatus Reiche, 1868
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
berytensis Reiche, 1855🗺Coleoweb-Kleiner, etwas schmäler (nach Reitter auffallend schmal), Kopf länger mit flacheren Augen, Halsschild um 1/3 länger als breit, Flügeldecken schwarzblau, mit feinen flachen Längsstreifen, und schmaler basaler Längsmakel an der Naht, die bis über die Mitte reicht. Länge 6-7 mm. ♂: Penis anders als bei alexandri . D: Griechenland, Bulgarien, Türkei, Levante.
alexandri F. Battoni, 1984Fundmeldungen🗺Coleoweb-Dem Vorigen zum Verwechseln ähnlich. 6-7 mm. Habitus [Abb. 15]. ♂: Penis auf der Unterseite mit einem stumpfen Kiel vor der Spitze [Abb. 20]. D: Südosteuropa, Kleinasien; Albanien, Griechenland, Bulgarien, Türkei, Südrußland, Levante.
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Abb. 15
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Abb. 20
#8
→ 9Die ganze Unterseite und das Pygidium bräunlichrot, rot oder rotgelb [Abb. 21], Flügeldecken mit feinen, seichten Streifen.
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Abb. 21
→ 10-Bauch und Pygidium schwarz oder dunkelbraun, selten der Bauch mit rotbrauner Mitte am vorderen Teile.
#9
elegans Chaudoir, 1842Fundmeldungen🗺ColeowebKörper, mit Ausnahme der Flügeldecken blaß gelbrot, letztere mit sehr feiner raspelartiger Punktur*). Körperunterseite heller rot. Flügeldecken etwas gröber punktiert. Nahtkante dunkelbraun. Augen gewölbter, mehr vorstehend. ♂: Die Unterseite des Aedoeagus weit vor der Spitze mit einem großen, queren hakenförmigen Zahn versehen [Abb. 22] [Abb. 23]. 6,5-10 mm. B: Sumpfbewohner. D: Südosteuropa, Kleinasien, Kaukasus und Transkaukasien, isoliert in Süditalien und Südfrankreich. In Mitteleuropa nur im Südosten, Österreich (Neusiedler See und Ostalpen), Slowakei. Meist nicht selten. (=ganglbaueri Apfelb.)
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Abb. 22
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Abb. 23
psophia Audinet-Serville, 1821Fundmeldungen🗺Coleoweb-Unterseite dunkler, mehr rostrot gefärbt, sonst dem Vorigen äußerlich sehr ähnlich. Flügeldecken mit äußerst feiner dichter, einfacher Punktierung*). Nahtkante gelb. Augen weniger vorstehend, Flügeldecken an den Schultern breiter und daher nach hinten weniger erweitert. ♂: Aedoeagus mit einer dreieckigen zahnförmigen Erweiterung an der Spitze [Abb. 24] [Abb. 25]. 7-9,5 mm [Abb. 2]. D: Süd- und Südosteuropa, Nordafrika. *) Bei streifender Beleuchtung betrachten.
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 2
#10
ejaculans Fischer von Waldheim, 1829Fundmeldungen🗺ColeowebDie Zwischenräume der flachen Längsfurchen der Flügeldecken rippenartig erhaben [Abb. 26], Hautsaum an der Spitze ziemlich breit und nach vorne schlecht begrenzt. Fühler einfarbig rot. 8-10,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 27]. D: Südosteuropa; südöstlich von Ungarn bis zum Kaukasus. (=graecus Dejean 1831)
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Abb. 26
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Abb. 27
→ 11-Flügeldecken mit seichten Längsstreifen, die Zwischenräume nicht rippenförmig.
#11
crepitans (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild breiter als lang [Abb. 1] (gemessen; nach Reitter: kaum länger als breit). Augen etwa von der Länge des 1. Fühlergliedes. Flügeldecken einfarbig grün oder blau, höchstens der Nahtrand ganz schmal rötlich. Hautsaum der Flügeldecken an der Spitze äußerst schmal. Halsschildhinterecken ziemlich scharf. Beine und 4. Fühlerglied oft schwärzlich. Aedoeagus an der Spitze abgestutzt und ganz leicht ausgerandet [Abb. 28] [Abb. 29]. 5 -10,2 mm. B: Gern auf lehmigem, sonnenexponiertem Boden, mit Platynus dorsalis vergesellschaftet. D: Von Nordafrika über Europa (nördlich bis Mittelschweden), Westasien bis Sibirien verbreitet. In Mitteleuropa montan meist häufig, im Norden seltener.
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Abb. 1
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Abb. 28
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Abb. 29
→ 12-Halsschíld schmäler, so breit wie lang oder länger [Abb. 30] (gemessen; nach Reitter: um 1/3 länger als breit).
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Abb. 30
#12
efflans Dejean & Boisduval, 1829Fundmeldungen🗺ColeowebGlied 3 und 4 der Fühler geschwärzt; Flügeldecken dunkelblau der hãutige Saum an der Spitze sehr schmal. Mittel- und Hinterbrust sowie das Abdomen vorne braunschwarz, die letzten Segmente heller braunrot. Manchmal sind auch die-Schienen schwarz: a. nigrotibialis Reitter. ♂ : Penis unterseits glatt, ohne Fortsatz oder Zahn; die Spitze einfach gerundet [Abb. 31]. 7-10 mm. D: Marocco, AIgier, Tunis, Sizilien, Südspanien und PortugaI.
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Abb. 31
fleischeri Reitter-Fühler einfarbig rotgelb. Flügeldecken dunkelviolett, der häutige Saum an der Spitze ist mäßig breit und vom Spitzenrande nicht scharf begrenzt. Länge 8,2-10 mm. D: Andalusien.
#13
→ 14Flügeldecken ohne erhabene Rippen auf den Zwischenräumen, schwach gefurcht. Palpen stets rotgelb.
nigricornis Gebler, 1829Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken mit erhabenen Rippen auf den Zwischenräumen [Abb. 32], einfärbig blau mit deutlichen Schultern. Kopf und Halsschild unpunktiert, glänzend. Halsschild kaum länger als breit. Brust und Abdomen schwarz. Die Fühler vom 3. Gliede an, das Endglied der Palpen oft ohne dessen Spitze und die Tarsen mehr weniger schwarz. ♂: Aedoeagus [Abb. 33] [Abb. 34] mit stark nach links gedrehtem Ostium. 7-8 mm. D: Mittelmeerraum bis Südrußland. (=atricornis Fairm.) (=incertus Brullé)
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
#14
→ 15Flügeldecken dorsal abgeflacht. Brust meistens und Hinterleib immer rot. Streifen der Flügeldecken schwach, aber deutlich sichtbar.
→ 16-Flügeldecken gewölbt, Brust und Hinterleib oft schwärzlich. Flügeldecken immer einfarbig, ohne roten Suturalstreifen.
#15
sclopeta (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken vorne an der Naht mit einem schmalen roten Längsflecken. Dieser rote Flecken erreicht etwa 1/3 der Deckenlänge und ist in der Regel hinten etwas erweitert. Flügeldecken gestreckt, seitlich wenig gerundet. Halsschild mindestens so lang als breit, Flügeldecken sehr fein, spärlich punktiert und sehr fein, kurz behaart, die Härchen einander nicht übergreifend, oben nur sehr seicht und fein oder garnicht gestreift. ♂: Aedoeagus [Abb. 35] [Abb. 36]. 5-7 mm. D: Südliches Europa, Mittelmeergebiet, Nordpersien. (=scutellaris Chaud.)
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Abb. 35
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Abb. 36
sp_sizilienFundmeldungen-Hierher noch eine Form mit gleichartigem Aussehen [Abb. 37] aber abweichendem, an brevicollis erinnerndem Genital, die ich noch keiner der beschriebenen Arten zuordnen konnte. ~ 6 mm. ♂: Aedoeagus bei Aufsicht mit erweiterter Basis der Penisspitze, bei Seitensicht etwa rechtwinklig gebogen [Abb. 38] (bei brevicollis stumpfwinkelig [Abb. 39], siehe LZ >>>16). D: Italien: Sizilien.
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
-Flügeldecken ohne Längsflecken an der Naht, aber manchmal die Nahtkante hinter dem Schildchen schmal und kurz gerötet. ...15a
#15a
constrictus Reitter, 1919🗺ColeowebHalsschild mit stark nach außen vortretenden Hinterwinkeln, die Seiten davor gerundet ausgeschweift. Flügeldecken gestreckt mit sehr schwachen Längsstreifen, fein punktuliert und sehr kurz behaart, blau. 6,5-7,5 mm. D: Turkestan: Taschkent, Margelan.
→ 15b-Die eingeschnürte Basalpartie des Halsschildes parallel.
#15b
→ 15cDie ganze Unterseite (samt der Hinterbrust) ist einfarbig rotgelb. Fühler einfarbig hell.
→ 15d-Die Unterseite rostrot, die Hinterbrust ganz oder hinter den Mittelhüften dunkel.
#15c
dilatipennis Reitter, 1919🗺ColeowebFlügeldecken sehr kurz und breit, die ganzen Seiten stark gerundet, im zweiten Drittel am breitesten, oben flach gewölbt, mit angedeuteten Streifen, blau oder grün, das vorderste Sechstel der Naht stets sehr schmal gerötet. 5,8-6 mm. D: Turkestan.
-Flügeldecken länger und weniger breit, die verengenden Seiten von der Mitte zur Basis fast gerade, die Naht vorne nicht oder noch schmäler und kürzer gerötet, oben spärlich punktiert, mit flachen Streifen; blau. Länge 5-6 mm. Siehe sclopeta LZ >>>15
#15d
Klein, Flügeldecken flach gewölbt, glänzend, ohne oder nur mit angedeuteten Streifen, grün oder blau, die ganze Hinterbrust schwärzlich. 5-7 mm. Siehe explodens LZ >>>16
bodemeyeri Apfelbeck, 1904🗺Coleoweb-Größer, Flügeldecken gestreckt, seitlich wenig gerundet, etwas abgeflacht, matt, grün oder blau, mit feinen aber gut ausgeprägten Streifen, dicht und sehr fein punktuliert und anliegend kurz behaart, die Unterseite gesättigt rostrot mit angedunkelter Hinterbrust hinter den Mittelhüften, manchmal auch an den Seiten der Sternite schwach getrübt. 6,5-7,5 mm. Aedoeagus [Abb. 40]. D: Mittelmeergebiet, von Spanien bis in den Kaukasus verbreitet. (=fulviventris Motsch.)
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Abb. 40
#16
explodens Duft., 1812Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken kurz und breit, ohne Streifen, höchstens mit Spuren davon an der Basis; Punktierung flacher. Halsschildhinterecken ziemlich stumpf. Flügeldecken blau bis blaugrün [Abb. 41], zuweilen an der Naht schmal rötlich, Körper rot, Mittel-, Hinterbrust und Fühlerglieder 3 und 4 meist geschwärzt. Apikalsaum der Flügeldecken relativ breit aber ohne Bewimperung. Kleine Art, 4,9-7,5 mm. ♂: Spitze des Penis bei Aufsicht leicht nach rechts gebogen [Abb. 42]. B: Unter Steinen an Rainen, Hecken und in lichten Wäldern. D: Über Süd-, Mitteleuropa, Westasien bis Sibirien verbreitet. In Mitteleuropa meist häufig, aber nicht im Norden und in den Alpen. (=glabratus Dejean, 1824)
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Abb. 41
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Abb. 42
variventris Schaufuss, 1862🗺Coleoweb-Flügeldecken mehr parallel und mit deutlicheren Streifen, die Punktierung deutlich und tief. ♂: Spitze des Penis gerade [Abb. 43]. 5-7 mm. D: Iberische Halbinsel. (=glabratus s. Jeannel, 1942)
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Abb. 43
brevicollis Motschulsky, 1844Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken nach hinten stärker erweitert [Abb. 44]. Unterseite dunkler, rostbraun gefärbt, mitunter an den Seiten verdunkelt. Größere Art von 8-10 mm Länge. ♂: Aedoeagus bei Ansicht von oben vor der Spitze auffällig tropfenförmig verbreitert [Abb. 45] [Abb. 39] [Abb. 46], in Seitenansicht stumpfwinkelig gebogen D: Östliches Mittelmeergebiet, Westasien. (=peregrinus Apfelbeck, 1904)
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Abb. 44
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Abb. 45
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Abb. 39
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Abb. 46
-Hierher noch eine Form mit auffallend ähnlichem Genital, das im Habitus an sclopeta erinnert [Abb. 37] . ~ 6 mm. ♂: Aedoeagus bei Aufsicht mit erweiterter Basis der Penisspitze, bei Seitensicht etwa rechtwinklig gebogen [Abb. 38]. Siehe sp_sizilien LZ >>>15
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Abb. 37
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Abb. 38
#17
humeralis Ahrens, 1812Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken gelb, die Naht und die ersten 3 Zwischenräume dunkelbraun bis schwarz und vor der Spitze mit einer dunklen Binde [Abb. 47]. Groß: 10-12 mm. Körper braungelb, Abdomen braun. Hinterwinkel des Halsschilds seitlich vorstehend. ♂: Aedoeagus [Abb. 48] [Abb. 49], die Spitze ein wenig aus der Längsebene gedreht und unterseits flach löffelartig ausgehöhlt. B: Litoral D: Westliches Mittelmeergebiet.
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 49
→ 18-Flügeldecken braun bis fast schwarz mit roten oder hellen Flecken. Kleiner: 5-11 mm. Subgenus Cnecostolus.
#18
bayardi Dejean, 1831🗺ColeowebFlügeldecken mit scharfen Rippen, spärlich behaart, fast kahl, nur mit einer rundlichen roten Makel hinter der Mitte jeder Flügeldecke, der häutige Apikalsaum sehr breit. 8-11 mm. D: Griechenland, Kaukasus, Kleinasien, Turkestan. (=biguttatus Chd.) (=guttula Chd.) (=bisignifer Costa)
→ 19-Flügeldecken ohne oder nur mit flachen Längsstreifen, selten mit feinen Rippchen, dicht und fein, gleichmäßig behaart.
#19
bipustulatus Quensel in Schönherr, 1806Fundmeldungen🗺ColeowebJede Flügeldecke mit einer gelben Quermakel hinter der Mitte, die dem Seitenrande mehr genähert ist als der Naht [Abb. 50]. Glied 3 und 4 der Fühler sowie die Basis des Endgliedes der Maxillartaster schwärzlich. In seltenen Fällen ist die zackige Quermakel schief gegen die Schultern längsbindenförmig erweitert: v. emgei Reitt. ♂: Aedoeagus schlanker und länger [Abb. 51]. 6 mm. D: Serbien, Albanien, Griechenland, Kleinasien.
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Abb. 50
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Abb. 51
→ 20-Jede Flügeldecke mit 2 gelben Makeln, eine vor und eine hinter der Mitte.
#20
→ 21Kopf und Halsschild gelbrot, die gelbe Humeralmakel der Flügeldecken umfaßt nicht die Schultern und übergreift nicht die dunkle Seitenrandkante, die hintere Makel ist quer und dem Seitenrande mehr genähert als der Naht.
cruciatus (Quensel in Schönherr, 1806)🗺Coleoweb-Kopf und Halsschild sowie die Flügeldecken dunkelbraun oder fast schwarz, letztere mit großer roter Humeralmakel, welche die ganzen Schultern samt deren Rande umfaßt und einer runden, der Naht genäherten gelbroten Makel vor der Spitze. Die Schenkel sind oft geschwärzt. 6-7 mm. D: Kaukasus, Persien, Transkaspien
#21
→ 22Größere Art von 7-8 mm Länge, mit gestreckten Flügeldecken diese mit länglicher Humeral- und querer, gebuchteter, fast bindenförmiger hinterer Makel.
exhalans Rossi, 1792Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleine Art von 4-5 mm Länge mit kurzen, gedrungenen Flügeldecken und mit queren, gelben Makeln, beide dem Seitenrand stark genähert. Rot, Abdomen bräunlich. Flügeldecken braun mit 2 runden hellen Flecken. Manchmal ist ein kleiner überzähliger Flecken auf der Naht hinter der Anteapikalmakel vorhanden. Halsschild kurz, mit wenig vorragenden Hinterecken. ♂: Aedoeagus kürzer und gedrungener [Abb. 52] [Abb. 53]. B: Auf Salzböden. D: Mittelmeerraum, nach Osten bis zum Kaspischen Meer. (=pygmaeus Sahlb.) (=caspius Dej.) (=hebraicus Reiche) (=fiorii Lopez)
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Abb. 52
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Abb. 53
#22
→ 23Fühler einfarbig gelbrot.
tingens Reitter, 1919-Glied 3 und 4 der Fühler geschwärzt, Flügeldecken ohne gelben Apikalrandflecken. D: Südrußland, Kirghisensteppe. quadriguttatus var.
#23
quadriguttatus Gebler, 1830🗺Coleoweb quadriguttatus bogdanovi Zamotajlov, 1991🗺ColeowebSpitze der Flügeldecken vor dem gelben, schmalen, häutigen Saume ohne supplementärem Apikalflecken. D: Südrußland Transkaukasien, Transkaspien. (=quadripustalatus Dej.) (=quadrimaculatus Zoubk.) (=dentipennis Motsch.) Hierher noch
hamatus Fischer von Waldheim, 1828🗺Coleoweb-Spitze der Flügeldecken vor dem Apikalsaum mit kleinem gelben, queren supplementären Apikalflecken. D: Südrußland, Transkaukasien, Transkaspien. quadriguttatus (=eversmanni Mén.) var.
#24
→ 24aAugen groß, so lang oder fast so lang wie das 3. Fühlerglied. Hinterbrust und Bauch schwarzbraun oder schwarz, dunkel. Kopf, Halsschild, Fühler und Beine rot.
→ 29-Augen klein, nicht halb so lang wie das 3. Fühlerglied, meist nur so lang wie das kleine zweite [Abb. 3]. Unterseite rostrot. Fühler lang, die Mitte der Flügeldecken weit überragend.
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Abb. 3
#24a
→ 24bArten der Iberischen Halbinsel und Pyrenäen.
→ 25-Arten aus anderen Gebieten.
#24b
→ 24cArten mit deutlich gerippten Flügeldecken. - bellicosus-Gruppe.
andalusiacus Rambur, 1837🗺Coleoweb-Arten mit schwach gerillten Flügeldecken. - andalusiacus-Gruppe. Flügeldecken im hinteren Viertel am breitesten, dunkelblau oder grün. Länge 7-8 mm. D: Andalusien, Algieren. Ich vermute hierher gehören weitere, nicht erkannte Arten.
#24c
→ 24gGroße Arten mit bei Aufsicht geradem apikalem Penisabschnitt [Abb. 54] [Abb. 55].
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Abb. 54
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Abb. 55
olgae Arribas, 1993🗺Coleoweb-Große Art mit nach links gebogenem Penis [Abb. 56]. Flügeldecken nach hinten weniger verbreitert, wenig gewölbt [Abb. 57], grün bis blauschwarz. 9,6 mm. D: Nordspanien: Pyrenäen
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Abb. 56
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Abb. 57
→ 1c-Mittelgroße bis kleine Arten mit leicht nach links geneigtem Penisende [Abb. 58], die die Berge am östlichen Rand der Meseta, vom Kantabrischen Gebirge bis zum nördlichen Betischen Gebirge, besiedeln.
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Abb. 58
#24g
boeticus Rambur, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebArt der Sierra Nevada. Kopf mit flachen Augen [Abb. 59]. Flügeldecken breit und flacher, schwarz, innen kräftiger gekielt und länger und dichter behaart als bei bellicosus; Halsschild um ein Drittel länger als breit, flach, die Unterseite (Pleuren) sehr dicht rugulos punktiert, Unterseite des Körpers dunkelrostbraun. Habitus [Abb. 60] [Abb. 61]. 9,3 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 55] [Abb. 62]. D: Andalusien: Sierra Nevada, Algesiras. (=rugipleuris Reitter, 1919)
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Abb. 59
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Abb. 60
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Abb. 61
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Abb. 55
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Abb. 62
bellicosus L. Dufour, 1820Fundmeldungen🗺Coleoweb-Art der Nordspanischen Gebirge. Kopf mit stärker gewölbten Augen [Abb. 63]. Flügeldecken nach hinten deutlich verbreitert, gleichmäßig gewölbt. Halsschild sehr schlank, auf der Unterseite (Pleuren) nur fein, einzeln punktiert oder fast glatt. Flügeldecken schwarz. 7-9 mm. Habitus [Abb. 64]. ♂: Aedoeagus [Abb. 65]*) [Abb. 54] [Abb. 66]. D: Besiedelt die gesamte Meseta und die wärmeren Regionen der Südhänge des Baskischen Gebirges sowie der westlichen und zentralen Pyrenäen. *) Nach Arribas (l.c.) unterscheidet sich die Abbildung bei Jeannel vom echten bellicosus.
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Abb. 63
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Abb. 64
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Abb. 65
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Abb. 54
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Abb. 66
#1c
→ 2cKopf und Halsschild einfarbig rotbraun, Beine ebenfalls, selten mit schwärzlichen Hinterschenkeln. Flügeldecken mit deutlicheren Schultern.
...4ca ...4cb-Kopf dunkel, fast schwarz, dunkler als der zumindest vorne rotbraune Halsschild; Schenkel und oft auch Schienen schwärzlich. Flügeldecken mit undeutlichen Schultern. ♂: Penisspitze breit und abgerundet [Abb. 67]. D: Südspanien, Cadenas Beticas pateri mit folgenden Rassen. #4ca Flügeldeckenrippen deutlich, glatt und glänzend.
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Abb. 67
pateri oscuratus Mateu, 1958🗺Coleoweb-Flügeldeckenrippen wenig erhaben, durch die Punktierung der Zwischenräume verdeckt und daher weniger deutlich. ♂: Aedoeagus [Abb. 67]. ...pateri pateri Puel, 1938 #4cb Kopf und Anhängsel stark verdunkelt. ♂: Aedoeagus [Abb. 68].
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Abb. 67
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Abb. 68
pateri fuscofemoratus Jedlicka, 1958🗺Coleoweb-Kopf und Anhängsel weniger stark verdunkelt.
#2c
...2caFlügeldecken breiter und stärker gewölbt. ♂: Penisspitze breit, spitz zulaufend [Abb. 58]. D: Nordspanien. pecoudi mit folgenden Rassen.
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Abb. 58
...3ca pecoudi pecoudi Puel, 1925Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken schmaler und weniger gewölbt. ♂: Penisspitze verengt und verkürzt. D: Nordspanien: Iberisches Gebirge [Abb. 69]. albarracinus mit folgenden Rassen. #2ca Flügeldecken kürzer und hinten breiter [Abb. 4]. ♂: Aedoeagus [Abb. 58] [Abb. 70] [Abb. 71]. D: Nordspanien: kantabrische Gebirge, Picos de Europa.
Bild fehlt:
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Abb. 69
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Abb. 4
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Abb. 58
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Abb. 70
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Abb. 71
pecoudi navaricus Jeanne, 1985🗺Coleoweb albarracinus vivesi Jeanne, 1985🗺Coleoweb-Flügeldecken länger und hinten weniger verbreitert. ♂: Aedoeagus [Abb. 72] [Abb. 73]. D: Nordspanien: baskische Gebirge, Sierra de Andia. #3ca Flügeldecken relativ breiter und stärker gewölbt. Größere Durchschnittsgröße. ♂: Aedoeagus [Abb. 74]. D: Nordspanien: nördliches Iberisches Gebirge, Sierra del Almuerzo, Sierra de Moncayo.
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Abb. 72
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Abb. 73
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Abb. 74
albarracinus albarracinus Wagner, 1926🗺Coleoweb-Flügeldecken schmaler und deutlich abgeflacht. Kleinere Durchschnittsgröße. ♂: Aedoeagus [Abb. 75] [Abb. 76] [Abb. 77]. D: Nordspanien: südliches Iberisches Gebirge, Sierra de Albarracin.
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Abb. 75
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Abb. 76
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Abb. 77
#25
italicus Dejean, 1831🗺ColeowebGroß: 11 mm. Flügeldecken schwarz, mit ziemlich prononzierten Rippen, letztere zum größten Teile punktfrei. D: Italien.
mauretanicus Bedel, 1914Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleiner: 5-7 mm. Flügeldecken mit nur schwach erhöhten Zwischenräumen [Abb. 78], schwarz, matt, mit kaum sichtbarer Punktierung [Abb. 79]. ♂: Aedoeagus [Abb. 80]. D: Algerien, Marokko, Tunesien.
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Abb. 78
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Abb. 79
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Abb. 80
#29
angustatus Dejean, 1831Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken schwarz, matt, einfarbig, flach [Abb. 81]. Halsschild viel länger als breit, die eckigen Hinterwinkel etwas nach außen vorragend. Augen etwas so lang wie das 2. Fühlerglied; Flügeldecken mit feinen Längsstreifen aber fast flachen, kaum sichtbar punktierten Zwischenräumen, sehr fein, kurz, ziemlich dicht behaart. 6-8 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 82]. D: Algerien, Marokko, Andalusien.
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Abb. 81
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Abb. 82
→ 30-Flügeldecken wie die ganze Oberseite rötlichbraun, nur bei einer Art braun mit blauem Schimmer.
#30
obliquetruncatus Perris, 1875🗺ColeowebFlügeldecken stark schief nach innen abgestutzt, dunkelbraun, oft mit bläulichem Scheine und meistens mit einer helleren Lateralmakel im hinteren Drittel der Flügeldecken; Behaarung der letzteren rauh, nicht ganz anliegend. 5-5,5 mm. D: Algerien.
→ 31-Flügeldecken gerade abgestutzt oder etwas einzeln gleichmäßig gerundet [Abb. 83], Oberseite braun oder rötlich braun, einfarbig. Augen nicht aus der Wölbung des Kopfes vorragend, klein, so lang als das kleine 2. Fühlerglied.
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Abb. 83
#31
testaceus Rambur, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebKopf wenig länger als breit, Halsschild kaum länger als breit, Flügeldecken kurz und breit, flach, mit schwach angedeuteten Streifen [Abb. 83], äußerst fein und sehr dicht punktuliert und sehr fein und kurz dicht behaart [Abb. 84]. Beine ziemlich lang und kräftig. 6 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 85]. D: Andalusien. (=microphthalmus Reitter, 1919)
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Abb. 83
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Abb. 84
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Abb. 85
pygmaeus Dejean, 1826🗺Coleoweb-Kopf lang, die Schläfen nur allmählich nach hinten schwach gerundet verengt, dreimal so lang wie die Augen, Halsschild um ein Drittel länger als breit, Flügeldecken braun, kurz und breit, seitlich gerundet, mit äußerst flachen Streifen, wenig deutlicher Punktulierung, sehr fein und kurz behaart. 4,5-5 mm. D: Marokko.
Enthaltene Taxaalbarracinus alexandri andalusiacus angustatus ankarensis bayardi bellicosus berytensis bipustulatus bodemeyeri boeticus brevicollis catalonicus constrictus costatulus crepitans cruciatus dilatipennis efflans ejaculans elegans exhalans explodens fleischeri hamatus hoffmanni humeralis immaculicornis italicus maublanci mauretanicus nigricornis obliquetruncatus oblongus olgae pateri pecoudi pectoralis psophia pygmaeus quadriguttatus sclopeta sichemita sp_sizilien testaceus tingens variventris
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1919): Bestimmungstabelle der Brachyninae (Col. Carabidae) aus Europa und den angrenzenden Ländern. - Entomologische Blätter, (4-6): 129-146 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter1919 Brachyninae.pdf"
Jeannel, R. (1942): Coléopères carabiques II - Faune de France 40, Lechavalier, Paris >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Faune de France Carabidae2.pdf" p.1105
Jeanne, C. (1972): Carabiques de la Peninsule Iberique (14 note). Bull. Soc. Linn. Bordeaux, 2(5):99-116. (Katalog)
Casale, A. & Vigna Tagliati, A. (1983): Il genere Aptinus Bonelli, 1810 (Coleoptera, Carabidae). Bollettino del Museo Regionale di Scienze Naturali Torino 1: 21-58.
Battoni, F. (1984): Rinvenimento di due nuove specie per l'Europa del genere Brachinus Weber, 1801, di cui una inedita ed altre osservazioni (Coleoptera, Carabidae, Brachininae). - Giornale Italiano di Entomologia 2: 187-194.
Jeanne, C. (1985): Carabiques Nouveaux (7e note) - Bull. Soc. linn. Bordeaux, 8(3):103-135 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Jeanne1985 Carabiques nouveaux 7e note.pdf"
Arribas, O. (1993): Brachinus olgae sp. nov. del Pirineo de Huesca (España) - Zapateri Revta. aragon. ent. 3:15-19 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Arribas1993 Brachinus olgae.pdf"
Saska, P. & Honek, A. (2004): Development of the beetle parasitoids, Brachinus explodens and B. crepitans (Coleoptera: Carabidae) - Journal of Zoology, 262:29-36 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Saska & Honek2004 Brachinus Entwicklung.pdf"
Erstellt am: 09.02.2010 · Letzte Aktualisierung: 26.06.2026 - 11:37:16
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