🗺
Halsschild und Schulterbereich kahl. In der Westpaläarktis weit verbreitete Art. Die feine Mikroskulptur stark quer und selbst bei 100 X kaum erkennbar. Episternen der Mittelbrust und Schildchen rot. Aedoeagus [Abb. 5]. 6,9-8,2 mm. B: An schattigen Waldtümpeln. D: Europa ohne den äußersten Süden und Norden, Kleinasien, Kaukasus, bis Westsibirien. In Mitteleuropa mehr im Norden, im Süden nur am Neusiedler See häufiger.
-Halsschild und Schulterbereich der Flügeldecken äußerst fein behaart (seitlich betrachten). Mikroskulptur auf dem Kopf isodiametrisch, auf dem Halsschild leicht quer und auf den Flügeldecken stark quer engmaschig gerieft und daher sehr stark grünlich-violett irisierend. Bisher nur ♀ bekannt. 6,2-6,4 mm. D: Kilikischer und Pamphylischer Taurus. (=kricheldorffi Puel, 1925)
Halsschild und Flügeldecken vollständig fein, aufstehend behaart. Rotgelb, Kopf, Hinterbrust schwarz, eine keilförmige Makel auf den Flügeldecken und Hinterleib pechbraun, Stemite zu den Rändern aufgehellt. Letztes Glied der Lippentaster und 2. bis 4. Fühlerglied angedunkelt (vermutlich ist das Typusexemplar nicht völlig ausgefärbt). Aedoeagus [Abb. 6]. 5,8 mm. D: Iran: Khuzestan, Khorramshar. Bisher nur der Typus bekannt.
🗺
Nahtwinkel am Ende der Flügeldecken recht- oder spitzwinklig ausgezogen [Abb. 7] [Abb. 8]. Vorderrand des Halsschilds stark halbkreiförmig ausgeschnitten, der seitliche Saum nach vorn oft mit einigen sehr kurzen und feinen, schwer sichtbaren hellen Härchen. Vorderecken spitzig, nur schwach abgerundet, Seiten von der breitesten Stelle nach vorn schwach gerundet, nach hinten zu den schwach, aber deutlich markierten, infolge der nach vorn abgeschrägten Basis vorgezogenen Hinterecken fast geradlinig oder schwach konvex verengt, dann die Hinterwinkel nicht deutlich. Färbung variablel wie bei bullatus: Mikroskulptur querriefig [Abb. 9], schwach irisierend. Aedoeagus an der Spitze bei seitlicher Betrachtung nach oben und unten etwa gleich stark erweitert [Abb. 10] [Abb. 11] [Abb. 12]. 4,7-6,5 mm. D: Vom südlichen Großen über den Kleinen Kaukasus bis in das Hochland von Armenien verbreitet..





🗺
Von den Arten mit rotem Halsschild die kleinste, 4,8-6 mm. Flügeldecken flach, mehr parallelseitig, bei 100 X sehr deutlich grob quermaschig genetzt [Abb. 4], Punktreihen sehr fein, weichen kaum von der Geraden ab. Die schwarze Flügeldeckenzeichnung ist vorn stärker abgerundet. 1. Fühlerglied im distalen Bereich nicht oder nur schwach angedunkelt. Penisspitze bei seitlicher Betrachtung nach unten in ein größeres Häkchen ausgezogen [Abb. 14] [Abb. 15] und nach oben in ein sehr kleines, unauffälliges. B: Gern in sumpfigen Gebieten, im Norden mehr in halbtrockenen, lichten Laubwäldern. D: Holarktisch verbreitet, südlich bis Nordafrika. In Mitteleuropa überall häufig. (=bipustulatus F.)


-Hierher noch eine weitere Art aus Anatolien: Halsschild und Körperumriß schlanker, Flügeldecken im hinteren Drittel etwas stärker erweitert und mit tieferen Streifen als bei bullatus. Aedoeagus noch kürzer und gedrungener als bei bullatus (ex Wrase l.c.). Etwas größer: 5,2-5,6 mm. D: Westanatolien.
🗺
Schwarze Flügeldeckenzeichnung vorn fast gerade breit abgestutzt, Seiten der Flügeldecken schwach gebogen, breiter. Mikrosulptur der Flügeldecken deutlich feiner als bei bullatus [Abb. 16], aber die Oberseite ohne auffälligen irisierenden Schimmer. Penisspitze bei seitlicher Betrachtung vorne gerade, nur nach unten in ein Häkchen ausgezogen [Abb. 17]. 5-7 mm. D: Nord- und Mitteleuropa, überall häufig, Verbreitung aber noch nicht restlos geklärt.

🗺
-Schwarze Flügeldeckenzeichnung vorn bogig gerundet, Seiten der Flügeldecken mehr parallel, länger. Von lacertosus am einfachsten durch den grünlich irisierenden Glanz der Flügeldecken zu unterscheiden [Abb. 18]. Penisspitze bei seitlicher Betrachtung etwas S-förmig gebogen und nur nach unten in ein Häkchen ausgezogen [Abb. 19]. 5-7 mm. B: Mehrfach am Licht. D: Verbreitung wie bei dem vorigem noch nicht restlos geklärt. Anmerkung: Was die sehr variable schwarze Flügeldeckenzeichnung anbelangt, sind beide Arten durch Übergänge miteinander verbunden.

🗺
Kleiner, 3,7-4,8 mm [Abb. 20]. Kopf klein, deutlich schmaler als der Halsschild, dieser höchstens um 1/3 breiter als lang [Abb. 21]. Intervalle schmaler. Aedoeagus [Abb. 22] [Abb. 23]. B: Auf Sumpfboden unter der Vegetation. D: Europa ohne den hohen Norden, Kaukasus, Kleinasien. In Mitteleuropa überall häufig.



🗺
-Größer, 4,8-5,9 mm. Kopf groß, wenig schmaler als der Halsschild, dieser um die Hälfte breiter als lang [Abb. 24]. Intervalle breiter. Aedoeagus [Abb. 25]. D: Bisher nur aus dem nördlichen und östlichen Mitteleuropa bekannt (vom Rheinland über Norddeutschland und Dänemark bis Schlesien), meist selten. Auch in Österreich!

🗺
Habitus [Abb. 26]. Halsschildhinterwinkel vollständig verrundet [Abb. 27]. 1. und 2. Flügeldeckenstreifen treffen hinten in spitzem Winkel zusammen. Schwarz, stark glänzend, aber kaum irisierend, Seitenrand von Halsschild und Flügeldecken schmal bräunlich durchscheinend, Körperanhänge schwarzbraun. ♂: Haken unterhalb der Penisspitze, schräg zur Basis gerichtet [Abb. 28] [Abb. 29]. Im Durchschnitt größer, 5-5,9 mm. D: Von Südfrankreich über Europa bis Westsibirien verbreitet. In Mitteleuropa weit verbreitet, im Norden die häufigste der dunklen Arten. Verbreitung noch nicht völlig geklärt, da noch nicht überall sicher von peltatus abgegrenzt. In Österreich auf dem Marchfeld.




🗺
Habitus [Abb. 31]. Flügeldeckenstreifen etwas tiefer, die Intervalle schwach gewölbt. Fühler etwas kürzer. Lippentaster relativ kürzer: ~2,6 x so lang wie breit [Abb. 32]. ♂: Haken an der Penisspitze rechtwinklig abstehend [Abb. 33] [Abb. 34]. 4,3-5,4 mm. D: Ziemlich holarktisch verbreitet, südlich bis Nordafrika. In Mitteleuropa wohl überall, selten.



🗺
-Habitus [Abb. 35]. Flügeldeckenstreifen etws feiner, Intervalle flacher. Fühler etwas länger. Lippentaster relativ länger. ~3,1 x so lang wie breit [Abb. 36]. ♂: Haken unterhalb der Penisspitze, rechtwinklig abstehend [Abb. 37] [Abb. 38]. 4-5 mm. D: Mittelmeergebiet, westlich bis Mittelfrankreich, Südosteuropa, östlich bis Syrien. In Mitteleuropa bisher von Norddeutschland bis Niederösterreich nachgewiesen. (=anomalus Perris, 1866) (=gladiator Apfelbeck, 1904) (=striatulus Hansen, 1944) Einzelne ♀ sind wohl nur bei typischer Merkmalsausprägung bestimmbar.


