Gattung Anisoplia Fischer von Waldheim, 1824

ColeopteraLamellicorniaRutelidae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, W. Machatschke, J. Baraud)
Reitter, E. (1903): Bestimmungstabelle der Melolonthidae aus der europäischen Fauna und den angrenzenden Ländern. IV. Theil (Schluss): enthaltend die Rutelini, Hoplini und Glaphyrini - Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren, 51 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter-Best-Tab-Heft51 Melolonthidae IV.pdf"
Baraud, J, (1992): Coléoptères Scarabaeoidea d'Europe - Faune de France, 78 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Faune de France Scarabaeoidea.pdf"
Getreidekäfer. Mittelgroß, breit-oval, fast eiförmig. Halsschild schmaler als die Flügeldecken. Seiten nach vorne etwas verengt und leicht abgerundet. Hinterecken stumpfwinklig, abgerundet. Basis gerandet. Flügeldecken wenig gewölbt, mit kräftigen Schultern. Beine kräftig. Vorderschienen mit 2 Außenrandzähnen, auf der Innenseite mit beweglichem Dorn, der beim ♂ gegenüber dem 2. Außenrandzahn, beim ♀ vor diesem steht. ♂ haben einen Kinnbart, längere Fühlerfächer, verlängerte und verdickte innere Vorderklauen, ♀ meistens eine Flügeldeckenseitenrandschwiele. 32 (43) Arten in Europa, von denen in Mitteleuropa 11 vorkommen bzw. zu erwarten sind. Die Bestimmung ist schwierig und für den Laien nur beim Vorliegen von genitalpräparierten ♂ möglich.
#1
→ 1zKurze Tabelle der in Mitteleurop gemeldeten Arten
→ 1y-Tabelle der europäischen Arten; ♂ erforderlich.
#1y
→ 6Parameren, von oben gesehen, zangenförmig; das heißt vor der Spitze erst divergierend und dann wieder zusammenlaufend [Abb. 1]. Hinterbrust kahl oder behaart, aber niemals pinselig. ♀ vorne auf den Flügeldecken mit großer Lateralbeule. Untergattung Anisoplia s.str.
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Abb. 1
→ 2-Parameren, von oben gesehen, gleichmäßig gebogen oder gerade (Innenkontur betrachten!) [Abb. 2].
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Abb. 2
#2
→ 3Hinterbrust dicht und lang, abstehend pinselig behaart. ♀ mit Lateralbeule auf den Flügeldecken. Beim ♂ die innere Klaue der Vordertarsen lang und gerade, nur an der Spitze gebogen, innen weit vor der Spitze mit einem kleinen Winkel oder kleinem Zähnchen; Fühlerkeule kürzer als die Geißel (ohne Schaft). Parameren in Aufsicht breit, die seitliche Abflachung sichtbar. Untergattung Autanisoplia Medvedev
→ 5-Hinterbrust fein und lang, nicht sehr dicht behaart. ♀ ohne Lateralbeule auf den Flügeldecken. Beim ♂ die innere Klaue der Vordertarsen kurz und gebogen; Fühlerkeule deutlich länger als die Geißel. Parameren in Aufsicht schmal, die seitliche Abflachung kaum oder nicht sichtbar. Untergattung Pilleriana Baraud
#3
tritici Burmeister, 1855Der Winkel oder das Zähnchen an der großen Vorderkralle beim ♂ befindet sich im vorderen Drittel der Innenseite [Abb. 3]. Der austriaca sehr ähnlich, etwas gestreckter, schwarz, Kopf und Halsschild wie immer grün metallisch, die Flügeldecken gelbbraun, das ♀ ohne oder nur mit schwach angedeutetem Scutellarflecken. Parameren [Abb. 4]. 14-17 mm. Griechenland.
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 4-Dieses Zähnchen befindet sich nahezu in der Mitte oder im hinteren Drittel der Innenseite [Abb. 5].
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Abb. 5
#4
austriaca (Herbst, 1783) (p. 666)Das Zähnchen der großen Vorderkralle befindet sich in der Mitte der Innenseite [Abb. 5]. Flügeldeckenseitenrand in der Schultergegend mit einer Reihe kurzer, starrer Borsten besetzt. Schwarz, Kopf und Halsschild mit grünem Schein, Flügeldecken braungelb oder rotbraun. Beim ♀ meistens ein schwarzer Fleck um das Schildchen [Abb. 6]. Größere Art, mit mäßig gewölbtem Körper. Halsschild vor der Mitte am breitesten, mit fast rechtwinkligen Vorderecken. Scheibe dicht, kräftig und ungleich punktiert, vor der Basis mit einem schwach angedeuteten Längseindruck. Flügeldecken mit angedeuteten Punktstreifen. Seitenrandschwiele der ♀ kräftig. Parameren [Abb. 7]. 12-16 mm. Pontisch-pannonische und ostmediterrane Art, die einen Rassenkreis bildet. In Mitteleuropa nur die Nominatrasse: im Burgenland und Niederösterreich, früher auch bis Passau, doch heute hier fehlend. Getreideschädling.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
hordearia Petrovitz, 1959-Das Zähnchen der großen Vorderkralle befindet sich im basalen Drittel der Innenseite [Abb. 8]. Flügeldecken rotbraun, beim ♂ ohne, beim ♀ mit schwarzem Scutellarflecken. Parameren [Abb. 9]. Griechenland: Rhodos. austriaca ssp.
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Abb. 8
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Abb. 9
major Reitter, 1889-Sehr große Form: 16-20 mm. Scutellarfleck bei beiden Geschlechtern vorhanden. Vordere Klaue des ♂ [Abb. 10] und Parameren [Abb. 11] wie bei der Stammform. austriaca ssp.
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Abb. 10
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Abb. 11
#5
hauseri Reitter, 1898Vorderschienen mit der Andeutung eines dritten Zahnes. Kopfschild an den Seiten stark ausgeweitet, daher parallel erscheinend und erst kurz vor der Einschnürung plötzlich verengt, vorne fein chagriniert, nach hinten grob punktiert. Punktur des Halsschilds ungleich mit vereinzelten sehr großen Punkten. Flügeldecken kurz, fast anliegend behaart. Kleinere Art, von 9 mm. Kasachstan.
campicola Ménétriés, 1832-Vorderschienen ohne Andeutung eines drittes Zahnes. Kopfschild an den Seiten schwach ausgeweitet und gleich von hinten nach vorne zur Einschnürung verengt, grob und runzelig punktiert. Hlsschild ziemlich gleichmäßig, dicht punktiert. Flügeldecken mit abstehenden Haaren, im Bereich des Schildchens so lang wie auf dem Halsschild, sonst kürzer. ♂: Klauen der Vordertarsen [Abb. 12]. Aedoeagus [Abb. 13]. Größere Art. 10-13 mm. Südrußland: Sarepta, Kaukasus; Nordpersien, Westsibirien.
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Abb. 12
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Abb. 13
#6
→ 5xDer Hautsaum der Flügeldecken ist vollständig; von der Nahtspitze nach vorne bis zur Erweiterung des Seitenrandes reichend. Der Hautsaum wird nach vorne sehr fein und kann leicht übersehen werden.
→ 2x-Der Hautsaum an den Seiten der Flügeldecken verkürzt, höchstens die äußere Rundung der Flügeldeckenspitze umfassend.
#2x
→ 1aDer Hautsaum an der Spitze der Flügeldecken umfasst die seitliche Rundung zum größten Teil. Halsschild deutlich behaart. (agricola-Gruppe sensu Baraud)
→ 3x-Der Hautsaum der Flügeldecken an der Spitze reicht nur bis zur äußeren Apikalrundung.
#3x
→ 1zParameren abgeflacht und auf der Dorsalseite erweitert. Seitenrandkante der Flügeldecken hinter der Schulterbeule mit einer Reihe kurzer, dicker Borsten die sich nach hinten verkürzt. (zwicki-Gruppe)
→ 4x-Parameren oberseits nicht abgeflacht. Seitenrand der Flügeldecken mit feinen, weichen Haaren.
#4x
lodosi Baraud, 1990Beim ♂ die große, vordere Klaue der Vordertarsen sehr lang und leicht gebogen, die hintere sehr kurz [Abb. 14]. Parameren im Profil sehr schlank und dünn, S-förmig geschweift [Abb. 15]. Kleinasien.
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 1d-Beim ♂ die große Klaue der Vordertarsen relativ kürzer, die hintere länger, etwa die Mitte der vorderen erreichend [Abb. 16]. Parameren im Profil breit, dreieckig und nicht S-förmig [Abb. 17]. (deserticola-Gruppe)
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Abb. 16
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Abb. 17
#5x
→ 1tBauch nicht sehr dicht und einfach, vollständig anliegend behaart. (tempestiva-Gruppe)
→ 6x-Bauch dicht und doppelt, zum Teil abstehend behaart.
#6x
...1m (p. 699)Beim ♂ die innere, größere Klaue der Vordertarsen in Aufsicht einfach zugespitzt [Abb. 18]. (monticola-Gruppe)
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Abb. 18
→ 7x-Beim ♂ die innere, größere Klaue der Vordertarsen kurz, fast rechtwinklig abgestutzt [Abb. 19] oder mit einem Zahn oder deutlichen Winkel am Außenrand [Abb. 20].
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Abb. 19
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Abb. 20
#7x
...1s (p. 691)Beim ♂ die innere, größere Klaue der Vordertarsen vor der Mitte mit einem Zahn oder deutlichen Winkel am Außenrand [Abb. 20]. (signata-Gruppe)
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Abb. 20
...1v (p. 706)-Beim ♂ die innere, größere Klaue der Vordertarsen kurz, fast rechtwinklig abgestutzt [Abb. 19]. (villosa-Gruppe)
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Abb. 19
#1a
agricola (Poda, 1761)Beim ♂ die große Klaue kurz, an der Spitze abgestutzt [Abb. 21]. Hinterschenkel mit kurzen und langen Haaren besetzt. Halsschild kurz, abstehend wollig behaart. Schwarz, Kopf und Halsschild mit sehr schwachem Schimmer, Flügeldecken gelbbraun mit schwarzer, veränderlicher Zeichnung [Abb. 22] [Abb. 23]. Kopf dicht, kräftig punktiert und kurz, abstehend hell graubraun behaart. Halsschild dicht, ungleich und in der Mitte kräftiger punktiert, Seiten verrundet, gegen die stumpfwinkligen Hinterecken gerade oder schwach geschweift. Flügeldecken mit feinen, etwas runzeligen, in der Punktierung der Intervalle verschwindenden Punktstreifen. Pygidium dicht, fein raspelig punktiert und ± abstehend behaart. Beim ♀ Seitenrandschwiele schwach und kurz, reicht nicht bis zur Flügeldeckenmitte. Parameren [Abb. 17]. 11-14 mm. Pontisch-ostmediterrane Art, die über Ungarn bis in die östlichen Ebenen Österreichs vordringt, in Schlesien lokal und sehr selten. (cyathigera Scopoli).
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 17
dispar Er.-Beim ♂ die größere Vordertarsenklaue sehr gestreckt, wenig gebogen, am Ende scharf zugespitzt [Abb. 24], Unterrand im 2. Drittel mit einem ganz kleinen Zähnchen. Hinterschenkel Iang anliegend, einfach behaart. Halsschild fein, anliegend behaart. Kopf, Halsschild und Schildchen schwarz, mit schwachem, grünlichem Schimmer. Flügeldecken gelbbraun oder schwarz. Kopf dicht punktiert und kurz behaart. Halsschild ziemlich dicht punktiert. Flügeldecken fein gestreift, beim ♀ neben dem Schildchen mit einem dichten, feinen Haarflecken. Seitenrandschwiele vor der Mitte der Flügeldecken. Parameren [Abb. 25]. 11-12,5 mm. Aus Ungarn beschrieben, soll auch in der Südostslowakei vorkommen, Griechenland.
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Abb. 24
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Abb. 25
#1z
lanuginosa Erichson, 1847Unterseite dicht, zum Teil abstehend behaart. Der Hautsaum der Flügeldecken ist kurz, nur den inneren Spitzenrand umfassend. Große Klaue der Vordertarsen beim ♂ ziemlich kurz, an der Spitze breit abgestutzt [Abb. 26]. Große Art mit dichter wolliger Behaarung, mit braunroten Flügeldecken oder ganz schwarz, auch das ♂ hat eine schmale, das ♀ eine breitere Lateralbeule fast in der Mitte des Seitenrandes; Kopf und Halsschild metallisch grün. Parameren [Abb. 27]. 12-13 mm. Östliches Griechenland, Türkei.
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Abb. 26
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Abb. 27
→ 2z-Unterseite wenig dicht, anliegend behaart.
#2z
→ 3zDie große Klaue der Vordertarsen beim ♂ breit abgestutzt, am Außenrand im letzten Drittel einen Winkel oder Zähnchen bildend [Abb. 28].
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Abb. 28
→ 4z-Die große Klaue der Vordertarsen beim ♂ +/- lang, am Ende zugespitzt oder nur ganz kurz abgestutzt.
#3z
bureschi Zacharieva-Stoilova, 1958♂: Halsschild bis zur Basis leicht verbreitert, die Seiten also nach hinten divergierend. Auf dem Schildchen und an der Basis des 2. Zwischenraums kurz und dicht weiß behaart. Lateralbeule schmal. Parameren am Innenrand vor der Spitze erweitert [Abb. 29]. Vorderklauen [Abb. 30]. ♀: Halschildseiten in den hinteren 2/3 parallel. Die Haare auf dem Schildchen und der Flügeldeckenbasis noch dichter. Lateralbeule breit, nach hinten über die Mitte reichend. Oberseite schwarz, nur ausnahmsweise mit braunen Flügeldecken. Bulgarien, Türkei, Nord-Griechenland, Mazedonien.
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Abb. 29
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Abb. 30
andreae Baraud, 1991-♂: Halsschild nach hinten parallel und gerade. Schildchen und Basis des 2. Zwischenraums nur spärlich behaart. Lateralbeule fast so breit wie beim ♀. Parameren innen vor der Spitze nicht erweitert [Abb. 31]. Vorderklauen [Abb. 28]. ♀: Halsschild parallel, nach vorne und hinten gerundet verengt. Die Haare auf dem Schildchen und der Flügeldeckenbasis dichter. Die Lateralbeule reicht nur bis zur Mitte. Kopf und Halsschild grün mit Erzglanz, Flügeldecken gelbbraun, beim ♀ hinter der Lateralbeule geschwärzt. 12-14 mm. Griechenland: Argolis.
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Abb. 31
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Abb. 28
#4z
→ 5zSpitzenteil der Parameren seitlich betrachtet schlank und S-förmig gebogen [Abb. 32].
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Abb. 32
→ 6z-Parameren seitlich betrachtet mit kurz dreieckigem Endteil, nur die Spitze gebogen [Abb. 27].
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Abb. 27
#5z
lata ErichsonGroße Klaue der Vordertarsen beim ♂ leicht gebogen, zugespitzt [Abb. 33] oder an der äußersten Spitze kurz abgestutzt (wie [Abb. 34]). Halsschildseitenrand beim ♂ von der Basis nach vorne leicht verengt, bei den ♀ von der Mitte bis zur Basis fast gerade, zu den Vorderecken stark verengt. Kopf und Halsschild oft düster bläulich-schwarz und besonders in der Nähe des Basalrandes fein greis behaart. Flügeldecken gelblich bis hell rötlichbraun, bei den ♀ der Seitenrand wenigstens hinten angedunkelt. Beiderseits des Schildchens kann ein schwarzer Fleck sein, oder Flügeldecken (♀) ganz schwarz. Seitenrandschwiele der ♀ in der Mitte der Flügeldecken gelegen und diese nach hinten weit überragend. Flügeldecken beim ♂ gewöhnlich ohne, beim ♀ immer mit deutlichem Haarflecken neben dem Schildchen. Parameren [Abb. 32]. 12-15 mm. Pontisch-ostmediterrane Art, in Ungarn, der Südslowakei, Südmähren und den ebenen bzw. niederen Lagen des östlichen Õsterreich. Auf Getreidefeldern.
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 32
-Große Klaue der Vordertarsen des ♂ sehr lang, am Ende fein zugespitzt [Abb. 35]. Halsschildseiten beim ♂ vorne gerade, nach hinten parallel oder leicht verengt, beim ♀ parallel und hinten leicht konkav. Bais des 2. Zwischenraumes auf den Flügeldecken beim ♂ wenig, beim ♀ etwas dichter behaart. Griechenland. lata ssp. ...lamiensis Apfelbeck
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Abb. 35
#6z
zwickii Fischer von Waldheim, 1824Halsschild beim ♂ und ♀ von der Basis zur Spitze verengt, konisch, Flügeldecken beim ♂ und ♀ mit einem feinem Haarflecken neben dem Schildchen, die Lateralbeule des ♀ weniger lang, die hintere Spitze derselben die Mitte der Seiten nach hinten überragend. Pygidium und Bauch sehr dicht und sehr fein greis, ganz anliegend behaart, die Bauchsegmente beim ♂ ohne, beim ♀ mit einer Querreihe aufstehender Tasthaare. Schwarz, fast matt, Kopf und Halsschild wenig metallisch grün, oft ohne grünen Schein, die Flügeldecken braunrot, selten schwarz. Parameren [Abb. 36]. 11-13 mm. Südrußland. (zwicki Fischer)
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Abb. 36
flavipennis Brullé, 1832-Halsschildseitenrand beim ♂ von der Basis bis zur Mitte parallel, dann nach vorne verengt. Beim ♀ die Seiten stark abgerundet und zur Basis und Spitze verengt. Schwarz, Kopf und Hsch. mit grünem, metallischem Schimmer, fast kahl. Flügeldecken gelbbraun [Abb. 37] oder hellrotbraun, besonders beim ♀ die Seiten im hinteren Teil geschwärzt. Seitenrandschwiele der ♀ dicht vor der Mittel, das hintere Ende reicht schon etwas über die Mitte. Beide Geschlechter ohne deutlichen Haarfleck neben dem Schildchen. Größere Klaue der Vordertarsen der ♂ nur an der äußersten Spitze kurz, schräg abgestutzt oder stumpf, Unterrand ohne Zähnchen [Abb. 34]. Parameren [Abb. 38]. 11-14 mm. Pontisch-ostmediterrane Art, die auch in Ungarn vorkommen soll.
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Abb. 37
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Abb. 34
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Abb. 38
#1d
→ 2dDie große Klaue beim ♂ zugespitzt [Abb. 39] oder kurz abgestutzt [Abb. 40].
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Abb. 39
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Abb. 40
→ 3d-Die große Klaue beim ♂ breit abgestutzt und am Außenrand durch ein Zähnchen begrenzt [Abb. 16] [Abb. 41].
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Abb. 16
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Abb. 41
#2d
deserticola Fischer von Waldheim, 1824Vordertarsen des ♂ wenig verdickt, die ersten Mittel- und Hintertarsen etwa 3x so lang wie am Ende breit [Abb. 42]. Halsschild an der Basis am breitesten, der Seitenrand vor der Basis leicht konkav. Bauchsegmente beim ♂ und ♀ mit einer Querreihe von längeren gehobenen Tasthaaren. Schwarz, Kopf und Halsschild fein, gleichmässig anliegend behaart, Flügeldecken blaß braungelb, der Seitenrand fast immer hinten geschwärzt [Abb. 43], die ganze Basis fein kurz behaart. Parameren [Abb. 44] und Aedoeagus [Abb. 45]. 10-11 mm. Südrußland, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Nord-Griechenland; angeblich auch in Tirol und Ungarn.
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
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Abb. 45
imitatrix Apfelbeck, 1909-♂: Vordertarsen stark erweitert, Mittel- und Hintertarsen kaum doppelt so lang wie am Ende breit. Halsschild in der Basalhälfte gleichbreit, die Seitenränder parallel. Flügeldecken nur an der Basis des 2. Zwischenraums behaart. Parameren [Abb. 46]. 10,5-13 mm. Nord-Griechenland, Türkei.
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Abb. 46
#3d
thessalica Reitter, 1889Kleine Art von 10-12 mm. Clypeus normal gebildet, zur Einschnürung stark verengt, diese ziemlich schmal. Bauchsegmente beim ♂ und ♀ mit einer Querreihe längerer und gehobener Tasthaare besetzt. Schwarz, manchmal sind die Flügeldecken blaß gelbbraun. Parameren mit zahnartigen Erweiterungen vor den Spitzen [Abb. 47]. Griechenland: Thessalien; Bulgarien, Albanien, Mazedonien.
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Abb. 47
tenebralis Burmeister, 1844-Große Art von 13-15 mm. Clypeus lang, nach vorne schwach verengt, der Vorderrand und die Einschnürnngsstelle auffallend breit. Bauchsegmente beim ♂ ohne, beim ♀ mit wenig deutlichen aufstehenderen Tasthaaren besetzt. Schwarz, manchmal die Flügeldecken braungelb. Parameren an den Spitzen einfach gerundet [Abb. 48]. Syrien, Kleinasien, Griechenland?.
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Abb. 48
#1t
turcomana Zaitzev (p. 690)Beim ♂ die große Kralle der Vordertarsen mit einem Zahn im vorderen Drittel der Außenseite [Abb. 49]. Parameren [Abb. 50]. 11-13 mm. Kaukasus.
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Abb. 49
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Abb. 50
→ 2t-Beim ♂ die große Kralle der Vordertarsen zugespitzt oder kurz abgesutzt, die Abstutzung manchmal durch ein Zähnchen in der Nähe der Spitze begrenzt.
#2t
→ 3tFlügeldecken an der Basis des 2. Zwischenraums in etwa doppelter Schildchenlänge sehr dicht und verrunzelt punktiert, die einzelnen Punkte undeutlich mit langen aufstehenden Haaren. Schilchen ebenfalls sehr runzelig und punktiert und dicht, anliegend behaart.
farraria Erichson (p. 687)-Flügeldecken an der Basis des 2. Zwischenraums nicht auffällig anders als im übrigen Teil punktiert, lediglich etwas dichter; kahl oder mit verstreuten aufstehenden Börstchen. Schildchen kahl, deutlich, aber nicht runzelig punktiert. Halsschild fast kahl. Bauch spärlich anliegend behaart. Schwarz, Flügeldecken außerordentlich variabel gefärbt, selten einfarbig rotgelb, häufiger ganz schwarz, die Mittelstufen der Ausfärbung vorherrschend. Größere Form. ♂: Klauen der Vordertarsen [Abb. 51]. Parameren [Abb. 52]. 11,5-13 mm.Kaukasus.
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Abb. 51
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Abb. 52
#3t
tempestiva Erichson, 1847Kopfschild an den Seiten von der Einbuchtung über der Fühlereinlenkungsstelle etwas erweitert, eine kurze, fast parallele Ausweitung bildend und dann erst geschwungen zur Abschnürung verengt. Die größere Klaue der Vorderfüsse des ♂ etwas breiter abgestutzt, diese am Ende daher stumpfer, manchmal mit einem kleinen Zähnchen an der Außenseite [Abb. 53]. Scheitel mit einer flachen Scheitellängsfurche, welche bei einer Form aus Ungarn fehlt (v. hungarica Reitt). Flügeldecken meistens bräunlichrot [Abb. 54], seltener mit den normalen dunklen Zwischenform-Zeichnungen [Abb. 55]. Aedoeagus [Abb. 56] und Parameren [Abb. 57]. 11-13 mm. Frankreich, Italien: Sizilien, Istrien; Ungarn, Griechenland.
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Abb. 53
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Abb. 54
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Abb. 55
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Abb. 56
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Abb. 57
hebes Reitter, 1903-Kopfschild an den Seiten von der Einbuchtung über der Fühlereinlenkungsstelle zur apikalen Einschnürung in gerader Linie verengt. Die größere Klaue an den Vorderfüßen des ♂ nur an der äußersten Spitze schräg gestutzt, daher an letzterer länger und an der Spitze noch dünn; am Außenrand ein kleines Zähnchen [Abb. 58]. Im übrigen der tempestiva äußerst ähnlich. Die Flügeldecken neigen bei dieser Art mehr als bei tempestiva die kreuzförmige Zeichnung zu bilden. Parameren [Abb. 59]. 10-12 mm. Griechenland.
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Abb. 58
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Abb. 59
#1m
depressa Erichson, 1847Seiten des Clypeus in der basalen Hälfte parallel, dann nach vorne stark konvergierend. Vordere, größere Klaue an den Vordertarsen des ♂ lang und wenig gebogen, am Ende stumpf zugespitzt, aber nicht deutlich oder nur die äußerste Spitze abgestutzt. Flügeldecken streifenartig behaart; ein lockerer Haarstreif befindet sich neben der Naht, die ferneren sind einander paarweise genähert, der 2., 4. und 6. Zwischenraum ist nahezu kahl. Parameren [Abb. 60]. Kleine, der monticola ähnliche Art von 9-12 mm. Iberische Halbinsel.
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Abb. 60
→ 2m-Seiten des Clypeus von der Basis nach vorne gerade oder leicht gebogen verengt. Mittel- und Südeuropa, Kleinasien.
#2m
hirta Zaitzev (p. 703)Die ganzen Flügeldecken lang behaart; Basis des 2. Zwischenraums glatt, nur mir verstreuten Punkten. Vordere Klaue der Vordertarsen beim ♂ lang und dünn, an der Spitze nach außen gedreht [Abb. 61]. Parameren [Abb. 62]. 11-12 mm. Westlicher Kaukasus.
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Abb. 61
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Abb. 62
→ 3m-Flügeldecken nur im Schildchenbereich lang, sonst kurz behaart; Basis des 2. Zwischenraums matt, sehr fein und dicht punktiert. Die vordere Klaue der Vordertarsen beim ♂ kürzer.
#3m
clypealis Reitter (p. 702)Clypeusspitze aufgebogen, gleich breit, nach vorne nicht wie gewöhnlich verbreitert und eckig, sondern die Spitze bildet eine gleich breite Platte mit abgerundeten Winkeln. Schwarz, Lateralbeule des ♀ dicht vor der Mitte gelegen, die äußere Klaue an den Vordertarsen des ♂ lang, wenig gebogen, zugespitzt. Parameren [Abb. 63]. 9-10 mm. Kaukasus, Armenien.
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Abb. 63
→ 4m-Die aufgebogene Spitze des Clypeus normal seitlich stark erweitert.
#4m
monticola Er.Fühlerkeule beim ♂ deutlich länger als die Geißel. Lateralbeule beim ♀ kurz und vor der Mitte gelegen. Pygidium sehr lang rauh und dicht abstehend behaart. Gedrungene Art vom Aussehen der agricola, die Flügeldecken meist gelbrot oder braunrot mit dunklen Seiten und schwarzer Scutellarmakel, sowie kreuzförmiger Zeichnung in der Mitte. Parameren [Abb. 64]. 10-11,5 mm. Dalmatien, Italien.
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Abb. 64
→ 5m-Fühlerkeule beim ♂ kürzer als die Geißel oder höchstens gleich lang. Lateralbeule beim ♀ lang, die Mitte überragend. Südosteuropa, Kleinasien.
#5m
aprica Erichson, 1847Parameren von oben gesehen zangenartig [Abb. 65]. Behaarung der Ober- und Unterseite gelb. Käfer gestreckt, mittelgroß. 10-12 mm. Türkei.
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Abb. 65
→ 6m-Parameren von oben gesehen +/- parallel und vorne leicht nach innen gebogen [Abb. 66] [Abb. 67].
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Abb. 66
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Abb. 67
#6m
brenskei Reitter, 1889Parameren, im Profil betrachtet, vor der Spitze nicht eingebuchtet [Abb. 66], gleichmäßig zugespitzt. Behaamng auf der Unterseite weiß, auf der Oberseite gelbgreis. Ventralplatte des Aedoeagus sehr breit [Abb. 68]. Ukraine, Rumänien, Bulgarien.
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Abb. 66
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Abb. 68
insolita Baraud, 1991-Parameren, im Profil betrachtet, vor der Spitze eingebuchtet verengt [Abb. 67]. Ventralplatte des Aedoeagus sehr lang und schmal [Abb. 69]. Griechenland: Thessaloniki.
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Abb. 67
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Abb. 69
#1s
→ 2sSeiten des Clypeus in der basalen Hälfte parallel, dann nach vorne stark konvergierend.
→ 4s-Seiten des Clypeus von der Bais nach vorne gerade oder leicht gebogen verengt.
#2s
faldermanni Reitter, 1883Fühlerkeule beim ♂ so lang wie die Geißel, beim ♀ deutlich kürzer. Punktur des Halsschilds fein und gleichmäßig, ziemlich dicht, die Seiten von der Mitte nach hinten gerade, annähernd parallel. Grössere Art, grünlichschwarz, Flügeldecken braunrot, manchmal der breite Seitenrand und ein länglicher Skutellarfleck schwarz, oder ganz schwarz. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 70]. Parameren [Abb. 71]. 11-14 mm. Kaukasus, Transkaspien, Nordiran.
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Abb. 70
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Abb. 71
→ 3s-Fühlerkeule länger als die Geißel, vor allem beim ♂. Halsschildseiten hinten konkav, die Hinterecken seitlich vorstehend. Halsschildpunktur stellenweise gröber.
#3s
reitteriana SemenovHalsschildpunktur sehr ungleichmäßig, wenig dicht. Epipleuralrand der Flügeldecken mit einer Reihe kurzer, satarrer Borsten. Fühlerkeule des ♀ länger als die Geißel, deren Glieder sehr kurz, kugelig sind. Flügeldecken einfarbig braunrot. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 72]. Parameren [Abb. 73]. 9,5-11 mm. Kaukasus.
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Abb. 72
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Abb. 73
limbata Kraatz-Halsschildpunktur +/- gleichmäßig, ziemlich dicht, die Punkte grob und stellenweise eingestochen. Epipleuralkante der Flügeldecken nur fein behaart. Fühlerkeule der ♀ kürzer als die Geißel, deren Glieder sind länger als breit. Flügeldecken braungelb mit schwarzem Rand. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 74]. Parameren [Abb. 75]. 10-12 mm. Kaukasus.
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Abb. 74
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Abb. 75
#4s
→ 5sSpitze de Parameren, von oben betrachtet, stark verschmälert [Abb. 76] [Abb. 77].
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Abb. 76
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Abb. 77
→ 6s-Spitze de Parameren, von oben betrachtet, dick [Abb. 78].
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Abb. 78
#5s
pubipennis Blanchard, 1850Halsschildpunktur ziemlich fein und sehr dicht. Glieder der Vordertarsen beim ♂ kurz und breit; die vordere Klaue kurz, abgestutzt, im letzten Drittel außen mit einem Zähnchen [Abb. 20]. Parameren gestreckt [Abb. 76]. Balkanhalbinsel.
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Abb. 20
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Abb. 76
ungulata Baraud-Halsschildpunktur gröber und weniger dicht. Vordertarsenglieder beim ♂ wenig quer, die vordere Klaue sehr lang, leicht gebogen, an der Spitze lang abgestutzt, ohne Zähnchen [Abb. 79]. Parameren kurz [Abb. 77]. Kaukasus.
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Abb. 79
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Abb. 77
#6s
armeniaca Kraatz, 1883Beim ♂ das letzte Glied der Vordertarsen deutlich länger als die 4 übrigen zusammen, diese sehr kurz und breit; vordere Klaue breit abgestutzt, ohne Zähnchen [Abb. 80]. Parameren [Abb. 78]. 10-11 mm. Armenien, Georgien.
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Abb. 80
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Abb. 78
→ 7s-Beim ♂ das letzte Glied der Vordertarsen kürzer als die 4 übrigen zusammen; die Abstutzung der vorderen Klaue eckig oder durch ein Zähnchen begrenzt.
#7s
signata FaldermannHinterschenkel sehr dicht und stark punktiert. Die Punktur des Halsschilds unterschiedlich groß, die großen Punkte ziemlich dicht. Sternite sehr dicht behaart. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 81]. Parameren [Abb. 82]. 9-12 mm. Vom Kaukasus bis Israel.
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Abb. 81
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Abb. 82
venusta Baraud-Hinterschenkel spärlich und fein punktiert, mit punktfreien Flächen. Halsschildpunktur grob und zumindest auf der Scheibe spärlich, dazwischen verstreut sehr feine Punkte. Sternite wenig dicht behaart. 2. bis 4. Vordertarsenglied beim ♂ wenig quer; Klauen [Abb. 83]. Parameren kurz und breit, in Seitenansicht nach unten gebogen [Abb. 84]. 9 mm. Armenien.
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Abb. 83
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Abb. 84
#1v
→ 2vBehaarung der Flügeldecken vorne so lang wie auf dem Halsschild, in der hinteren Hälfte allmählich kürzer werdend.
→ 3v-Flügeldecken nur im Bereich des Schildchens so lang wie auf dem Halsschild behaart, der Rest viel kürzer behaart.
#2v
erichsoni Reitter, 1883♂: Parameren in Seitenansicht am Ende durch eine Einbuchtung der Oberseite S-förmig geschwungen [Abb. 85]. Ventralplatte des Aedoeagus sehr breit [Abb. 86]. ♀: Vaginalpalpen sehr groß [Abb. 87], stark nach innen erweitert. Scheitel ohne Längsrinne. Schwarzgrün, Flügeldecken mit 2 gebogenen braungelben oder braunroten Querbinden, Naht schmal dunkel gesäumt oder die breite Querbinde unterbrochen oder durch einen oder mehrere dunkle Flecken ersetzt. Schließlich kann die braungelbe Farbe bis auf 1 oder 2 Flecken durch die schwarze verdrängt sein. Pygidium lang, gleichmäßig behaart. Äußere Klaue der ♂ Vordertarsen nicht sehr lang, breit, Ende schräg nach innen abgestutzt, gewöhnlich fehlt das Zähnchen. (Aedoeagus 39:3 a, b). 10-13 mm. Südosteuropa, wahrscheinlich Gebirgsart, die bis nach Ungarn (rechts der Donau) und Kärnten vordringt.
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Abb. 85
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Abb. 86
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Abb. 87
villosa (Goeze, 1777)-♂: Parameren in Seitenansicht am Ende gerade verschmälert, ohne Einbuchtung [Abb. 88]. Ventralplatte des Aedoeagus schmal, nach vorne parallel [Abb. 89]. Die äußere Klaue der Vordertarsen zugespitzt, ihr Ende abgestutzt. ♀: Valginalpalpen viel kleiner, nach innen wenig erweitert [Abb. 90]. Scheitel mit einer Längsrinne. Färbung der Flügeldecken variabel; bei der Nominatform sind die Flügeldecken beim ♂ rotgelb bis rotbraun, Naht, Seitenrand und Schultern geschwärzt, die Zeichnung des ♀ normal wie a in [Abb. 91] [Abb. 92]. Kopf, Halsschild, Schildchen, Pygidium und Unterseite schwarz. Kopf runzelig punktiert und dicht, abstehend, hellbraun behaart. Halsschild dicht und kräftig, etwas ungleich punktiert. Flügeldecken punktiert-gestreift, ebenso Intervalle punktiert und teilweise gerunzelt. Pygidium dicht, raspelartig punktiert, dicht und lang behaart. 10-11 mm. Westeuropa, bei uns besonders auf xerothermen Hängen mit lockerem und sandigem Boden. Fränk. Jura, Donaugebiet, Kyffhäuser bis zur Elbe, auf Gräsern an Waldrändern, Waldwiesen oder auf Getreideähren von Ende V bis Mitte VIII.
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Abb. 88
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Abb. 89
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Abb. 90
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Abb. 91
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Abb. 92
#3v
→ 4vGroße Bereiche an der Basis des Pygidiums unbehaart, die Seiten kurz und schütter behaart. Arten aus dem Kaukasus, Transkaspien und Iran.
→ 5v-Pygidium überall lang und dicht behaart, auch an der Basis. Arten aus der Türkei und Europa, von der Iberischen Halbinsel bis nach Bulgarien.
#4v
parva Kraatz, 1883Kleine Art: 9-9,5 mm. Beim ♂ der Halsschild nach hinten etwas verengt und die Fühlerkeule länger als die Geißel. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 93]. Parameren [Abb. 94]. 9-9,5 mm. Kaukasus.
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Abb. 93
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Abb. 94
agnata Reitter (p. 709)-Größere Art: 10-14 mm. Beim ♂ der Halsschild hinten gleichbreit und die Fühlerkeule höchtens so lang wie die Geißel. Halsschild in der Mitte zumindest vorne mit einer breiten, flachen Längsrinne. Hintertarsenglieder beim ♂ kurz und am Ende stark verbreitert; Klaue der Vordertarsen ziemlich lang [Abb. 95]. Parameren [Abb. 96]. 11-14 mm. Kaukasus.
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Abb. 95
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Abb. 96
#5v
→ 6vFühlerkeule länger als die Geißel (♂) oder gleich lang (♀); Schaft nicht mit eingerechnet.
→ 7v-Fühlerkeule in beiden Geschlechtern kürzer als die Geißel.
#6v
remota Reitter, 1889Halsschildpunktur in der Regel flach, fein und spärlich. Beim ♂ die vordere Klaue der Vordertarsen etwas verlängert [Abb. 97]. Parameren von oben betrachtet am Ende wenig verbreitert [Abb. 98]; Ventralplatte des Aedoeagus schmal [Abb. 99]. ♀: Vaginalpalpen innen etwas spitz dreieckig ausgezogen [Abb. 100]. Frankreich, Spanien.
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Abb. 97
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Abb. 98
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Abb. 99
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Abb. 100
baetica Erichson, 1847-Halsschildpunktur in der Regel deutlich. grob und dicht. Beim ♂ die vordere Klaue der Vordertarsen kürzer [Abb. 101]. Parameren von oben betrachtet am Ende stärker verbreitert [Abb. 102]; Ventralplatte des Aedoeagus breiter [Abb. 103]. ♀: Vaginalpalpen größer, innen lappig ausgezogen [Abb. 104]. Iberische Halbinsel.
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Abb. 101
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Abb. 102
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Abb. 103
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Abb. 104
#7v
bulgarica Apfelbeck, 1909Halsschild kurz behaart. Behaarung der Flügeldecken außerhalb des Basalbereichs sehr kurz, steif und anliegend. Flügeldecken beim ♀ ohne Lateralbeule, wie beim ♂. Klauen der Vordertarsen des ♂ [Abb. 105]. Parameren [Abb. 106]. 12-13 mm. Bulgarien, Rumänien.
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Abb. 105
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Abb. 106
→ 8v-Halsschild lang behaart. Behaarung der Flügeldecken außerhalb des Basalbereichs ziemlang, weich und abstehend. Flügeldecken beim ♀ mit Lateralbeule.
#8v
bromicola (Germ.)♂: Parameren bei Seitenansicht an der Basis sehr dick [Abb. 107]. Äußere Klaue der Vorderbeine beim ♂ am Ende breit und schräg abgestutzt, innen mit einem Zähnchen [Abb. 19]. ♀: Lateralbeule der Flügeldecken schmal und gestreckt, die Mitte des Seitenrands überragend. Kopf und Halsschild schwarz mit schwachem metallischem Schimmer, Flügeldecken gelbbraun bis braun, Seiten schwach angedunkelt, oder auch Flügeldecken schwarz gefleckt. Halsschildseiten vor den rechtwinkligen Hinterecken geschweift. Mittellinie vor dem Schildchen deutlicher. Pygidium dicht und fein punktiert, dicht, lang und hell behaart. 10-12 mm. Von Frankreich über Italien und Dalmatien bis Ungarn und Rumänien verbreitet; vor allem in Ungarn, scheinbar bis in die Südslowakei, selten. In Õsterreich heute fraglich.
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Abb. 107
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Abb. 19
sabatinellii Baraud, 1991-♂: Parameren bei Seitenansicht an der Basis schmal, die Seiten ziemlich parallel dann an der Spitze abrupt verengt [Abb. 108]. Klauen der Vordertarsen [Abb. 109]. ♀: Lateralbeule kurz und dick, vor der Mitte gelegen. Italien: Kalabrien.
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Abb. 108
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Abb. 109
Erstellt am: 12.09.2015 · Letzte Aktualisierung: 23.09.2015 - 18:13:53
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